Manoscritto Araldico - "Sachent Tous" - 1491





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
UN MANUSKRIPT ARALDISCH FEUDALES AUS DEM JAHR 1491, MIT SEINER ORIGINALEN SCHLUSSFORMEL
Straordinäres französisches Pergamentmanuskript aus dem spätmittelalterlichen Feudalwesen, datiert auf 1491. Verfasst in eleganter gotisch-kursive Schrift und eröffnet durch die feierliche Formel „Sachent tous…“, „Sappiano tutti…“, scheint der Akt sich auf eine feudalrechtliche Anerkennung zu beziehen, mit Formeln, die Obehrungen, Versprechungen und rechtliche Bindungen implizieren. Das Exemplar bewahrt außerdem eines der faszinierendsten Elemente der Diplomatik des Mittelalters: den ursprünglichen Abschluss durch Falten des Pergaments und gesichert durch einen großen Siegelkegel aus braunem Wachs, der beidseitig aufgedrückt wird. Das Dokument erscheint nicht nur als Rechtsakt, sondern als ein echtes Machtobjekt: ein Artefakt, in dem Schrift, Siegel, notarieller Akt und Echtheitskontrolle in einer anspruchsvollen symbolischen und administrativen Technik zusammenfallen.
MARKTWERT
Pergamente und feudale französische Urkunden des XV. Jahrhunderts, besonders solche mit vollständig erhaltenen ursprünglichen Schlusssystemen und Siegeln, sind heute auf dem Markt historischer Handschriften und mittelalterlicher Diplomatik besonders gefragt. Ein 1491 datiertes Dokument mit gut erhaltener Schrift, originalen Unterzeichnungen und intakter Siegelswahrung kann grob zwischen 1.500 und 4.000 Euro liegen, mit höheren Werten bei heraldischen Identifikationen, adeligem Herkunft oder historisch bedeutendem Inhalt.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Pergamentaushandschrift auf einem einzigen, falzbaren Blatt, in braunem Tintenfluss. Elegante, ornamentale initiale Hand am Anfang und notarielle französische gotisch-kursive Schrift einer professionellen Hand. Der untere Teil trägt Unterzeichnungen, tabellarische Zeichen und lange vertikale Stäbe, die Fälschungsschutz aufweisen, typisch für die Diplomatik des späten Mittelalters.
Das Dokument bewahrt vollständig sein ursprüngliches Schlusssystem: Dass Pergament wird gemäß alter notarielle- und cancellereske Praxis gefaltet und bildet eine Durchziehschnur durch einen speziellen Ausschnitt im Träger. Der Abschluss ist endgültig durch eine prächtige braune Siegelsiegel aus Wachs gesichert, beidseitig mit einem heraldischen Siegel und ornamentalen Motiven geprägt. Das Siegel, noch gut erhalten und lesbar, erfüllt gesetzliche, symbolische und schützende Funktionen, gewährleistet Echtheit, Unverletzlichkeit und öffentliche Gültigkeit der Urkunde.
Der Gesamteindruck besitzt einen außergewöhnlichen archivischen und materiellen Charme: Selten erhaltene Dokumente aus dieser Epoche bewahren das ursprüngliche Faltmuster und die vollständige Siegelsiegelung intakt. Vorhandene historische Falzungen, leichte Wellen, minimale Zeitspuren und physiologische Unregelmäßigkeiten, die mit dem Alter des Objekts einhergehen. Insgesamt sehr guter Erhaltungszustand. Bei alten Manuskripten mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Feudales französisches Manuskript aus dem Jahr 1491, vermutlich im Zusammenhang mit Feudalhonoraren oder juristischen Anerkennungen. Von einer notariellen, professionell cancelleresken Hand verfasst, nicht identifiziert.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Dieses Dokument repräsentiert ein außergewöhnliches Beispiel der juristischen und materiellen Kultur des späten französischen Mittelalters. Die anfängliche Formel „Sachent tous…“ führt die Urkunde in die große Tradition der öffentlichen diplomatischen Praxis ein: Der Text dient nicht nur dazu, eine Einigung zu registrieren, sondern sie öffentlich, dauerhaft und vor der Gemeinschaft und Autorität sichtbar zu machen.
Die lesbaren Worte — „hommage“, „obligé“, „promect“, „sans fraude“, „en nostre cour“ — deuten auf eine Anerkennungs- oder Verpflichtungstat hin, formalisiert vor einem Herrengericht. In dieser historischen Phase transformiert sich Feudalherrschaft schrittweise zur geschriebenen Verwaltung: Die Macht geht immer stärker durch notariell formulierte, vermögensrechtliche Anerkennungen, dokumentarische Registrierungen und Echtheitsinstrumente.
Gerade das Schlusssystem der Urkunde enthüllt diese Transformation. Die Pergamentfaltung und die WachsSiegelung erfüllen nicht nur praktische Funktionen: Sie bilden eine mittelalterliche Sicherheitsvorrichtung. Das vermutlich durch ein heraldisches Siegel gestempelte Wachs betätigte Autorität der Urkunde und ihre rechtliche Integrität.
Die Präsenz der vollständigen Siegelsiegelung macht das Dokument besonders eindrucksvoll, weil es die ursprüngliche materielle Erfahrung der Urkunde zurückgibt: Kein bloßes Blatt Text, sondern ein versiegeltes, geschlossenes, geschütztes und „performatives“ Objekt, das dazu gedacht ist, das Recht physisch zu verkörpern.
Das Datum 1491 verortet das Manuskript zudem in einem kritischen Moment der französischen Geschichte, geprägt durch die Festigung der Monarchie unter Karl VIII. und die allmähliche Aufnahme feudaler Autonomen. Dieses Pergament gehört daher zu den letzten Jahrzehnten der vollen Vitalität der feudalen dokumentarischen Kultur.
PALÄOGRAPHISCHE ANMERKUNGEN UND VORLÄUFGENDE DECYPTERUNG
Lektüre teilweise vorsichtig:
„Sachent tous que aujourd’huy…“
„…par devant nous…“
„…en nostre cour…“
„…hommage…“
„…obligé et oblige…“
„…promect…“
„…sans fraude…“
„…l’an mil quatre cens quatre vingtz et unze…“
Sinngemäße Übersetzung:
„Mögen alle wissen, dass heute vor uns und an unserem Hof der genannte Subjekt anerkannt hat und versprochen hat, seine Verpflichtungen zu erfüllen, sich selbst und seine Güter zu verpflichten, ohne Betrug, im Jahr 1491.“
Unten scheinen Unterschriften von Zeugen, Beamten oder Tabellions zu erscheinen, mit kalligraphischen Zeichen der Echtheitsbestätigung.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Einzigartiges handschriftliches Dokument, vorgesehen zur archivischen Aufbewahrung bei lokalen Höfen, feudalen Archiven oder notariellen Kanzleien. Pergamente dieser Art wurden als dauerhafte Beweisinstrumente konzipiert und oft jahrelang faltiert und versiegelt aufbewahrt. Das Überleben eines Exemplars mit vollständigem ursprünglichen Schlusssystem stellt eine seltene und stark begehrte conditio sine qua non für Sammler und historisch-dokumentarische Forschung.
BIBLIOGRAPHIE UND VERWEISE
Giry, Arthur, Manuel de diplomatique, Paris, 1894.
Prou, Maurice, Manuel de paléographie latine et française du VIe au XVIIe siècle.
Bautier, Robert-Henri, La diplomatique médiévale.
Tock, Benoît-Michel, Manuel de diplomatique médiévale.
Pastoureau, Michel, Traité d’héraldique.
Bedos-Rezak, Brigitte Miriam, When Ego Was Imago: Signs of Identity in the Middle Ages.
Samaran, Charles – Marichal, Robert, Catalogue des manuscrits datés.
Bibliothèque nationale de France, Département des Manuscrits et collection des chartes scellées.
Archives nationales de France, fonds de sceaux et documents diplomatiques médiévaux.
Der Verkäufer stellt sich vor
UN MANUSKRIPT ARALDISCH FEUDALES AUS DEM JAHR 1491, MIT SEINER ORIGINALEN SCHLUSSFORMEL
Straordinäres französisches Pergamentmanuskript aus dem spätmittelalterlichen Feudalwesen, datiert auf 1491. Verfasst in eleganter gotisch-kursive Schrift und eröffnet durch die feierliche Formel „Sachent tous…“, „Sappiano tutti…“, scheint der Akt sich auf eine feudalrechtliche Anerkennung zu beziehen, mit Formeln, die Obehrungen, Versprechungen und rechtliche Bindungen implizieren. Das Exemplar bewahrt außerdem eines der faszinierendsten Elemente der Diplomatik des Mittelalters: den ursprünglichen Abschluss durch Falten des Pergaments und gesichert durch einen großen Siegelkegel aus braunem Wachs, der beidseitig aufgedrückt wird. Das Dokument erscheint nicht nur als Rechtsakt, sondern als ein echtes Machtobjekt: ein Artefakt, in dem Schrift, Siegel, notarieller Akt und Echtheitskontrolle in einer anspruchsvollen symbolischen und administrativen Technik zusammenfallen.
MARKTWERT
Pergamente und feudale französische Urkunden des XV. Jahrhunderts, besonders solche mit vollständig erhaltenen ursprünglichen Schlusssystemen und Siegeln, sind heute auf dem Markt historischer Handschriften und mittelalterlicher Diplomatik besonders gefragt. Ein 1491 datiertes Dokument mit gut erhaltener Schrift, originalen Unterzeichnungen und intakter Siegelswahrung kann grob zwischen 1.500 und 4.000 Euro liegen, mit höheren Werten bei heraldischen Identifikationen, adeligem Herkunft oder historisch bedeutendem Inhalt.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Pergamentaushandschrift auf einem einzigen, falzbaren Blatt, in braunem Tintenfluss. Elegante, ornamentale initiale Hand am Anfang und notarielle französische gotisch-kursive Schrift einer professionellen Hand. Der untere Teil trägt Unterzeichnungen, tabellarische Zeichen und lange vertikale Stäbe, die Fälschungsschutz aufweisen, typisch für die Diplomatik des späten Mittelalters.
Das Dokument bewahrt vollständig sein ursprüngliches Schlusssystem: Dass Pergament wird gemäß alter notarielle- und cancellereske Praxis gefaltet und bildet eine Durchziehschnur durch einen speziellen Ausschnitt im Träger. Der Abschluss ist endgültig durch eine prächtige braune Siegelsiegel aus Wachs gesichert, beidseitig mit einem heraldischen Siegel und ornamentalen Motiven geprägt. Das Siegel, noch gut erhalten und lesbar, erfüllt gesetzliche, symbolische und schützende Funktionen, gewährleistet Echtheit, Unverletzlichkeit und öffentliche Gültigkeit der Urkunde.
Der Gesamteindruck besitzt einen außergewöhnlichen archivischen und materiellen Charme: Selten erhaltene Dokumente aus dieser Epoche bewahren das ursprüngliche Faltmuster und die vollständige Siegelsiegelung intakt. Vorhandene historische Falzungen, leichte Wellen, minimale Zeitspuren und physiologische Unregelmäßigkeiten, die mit dem Alter des Objekts einhergehen. Insgesamt sehr guter Erhaltungszustand. Bei alten Manuskripten mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Feudales französisches Manuskript aus dem Jahr 1491, vermutlich im Zusammenhang mit Feudalhonoraren oder juristischen Anerkennungen. Von einer notariellen, professionell cancelleresken Hand verfasst, nicht identifiziert.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Dieses Dokument repräsentiert ein außergewöhnliches Beispiel der juristischen und materiellen Kultur des späten französischen Mittelalters. Die anfängliche Formel „Sachent tous…“ führt die Urkunde in die große Tradition der öffentlichen diplomatischen Praxis ein: Der Text dient nicht nur dazu, eine Einigung zu registrieren, sondern sie öffentlich, dauerhaft und vor der Gemeinschaft und Autorität sichtbar zu machen.
Die lesbaren Worte — „hommage“, „obligé“, „promect“, „sans fraude“, „en nostre cour“ — deuten auf eine Anerkennungs- oder Verpflichtungstat hin, formalisiert vor einem Herrengericht. In dieser historischen Phase transformiert sich Feudalherrschaft schrittweise zur geschriebenen Verwaltung: Die Macht geht immer stärker durch notariell formulierte, vermögensrechtliche Anerkennungen, dokumentarische Registrierungen und Echtheitsinstrumente.
Gerade das Schlusssystem der Urkunde enthüllt diese Transformation. Die Pergamentfaltung und die WachsSiegelung erfüllen nicht nur praktische Funktionen: Sie bilden eine mittelalterliche Sicherheitsvorrichtung. Das vermutlich durch ein heraldisches Siegel gestempelte Wachs betätigte Autorität der Urkunde und ihre rechtliche Integrität.
Die Präsenz der vollständigen Siegelsiegelung macht das Dokument besonders eindrucksvoll, weil es die ursprüngliche materielle Erfahrung der Urkunde zurückgibt: Kein bloßes Blatt Text, sondern ein versiegeltes, geschlossenes, geschütztes und „performatives“ Objekt, das dazu gedacht ist, das Recht physisch zu verkörpern.
Das Datum 1491 verortet das Manuskript zudem in einem kritischen Moment der französischen Geschichte, geprägt durch die Festigung der Monarchie unter Karl VIII. und die allmähliche Aufnahme feudaler Autonomen. Dieses Pergament gehört daher zu den letzten Jahrzehnten der vollen Vitalität der feudalen dokumentarischen Kultur.
PALÄOGRAPHISCHE ANMERKUNGEN UND VORLÄUFGENDE DECYPTERUNG
Lektüre teilweise vorsichtig:
„Sachent tous que aujourd’huy…“
„…par devant nous…“
„…en nostre cour…“
„…hommage…“
„…obligé et oblige…“
„…promect…“
„…sans fraude…“
„…l’an mil quatre cens quatre vingtz et unze…“
Sinngemäße Übersetzung:
„Mögen alle wissen, dass heute vor uns und an unserem Hof der genannte Subjekt anerkannt hat und versprochen hat, seine Verpflichtungen zu erfüllen, sich selbst und seine Güter zu verpflichten, ohne Betrug, im Jahr 1491.“
Unten scheinen Unterschriften von Zeugen, Beamten oder Tabellions zu erscheinen, mit kalligraphischen Zeichen der Echtheitsbestätigung.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Einzigartiges handschriftliches Dokument, vorgesehen zur archivischen Aufbewahrung bei lokalen Höfen, feudalen Archiven oder notariellen Kanzleien. Pergamente dieser Art wurden als dauerhafte Beweisinstrumente konzipiert und oft jahrelang faltiert und versiegelt aufbewahrt. Das Überleben eines Exemplars mit vollständigem ursprünglichen Schlusssystem stellt eine seltene und stark begehrte conditio sine qua non für Sammler und historisch-dokumentarische Forschung.
BIBLIOGRAPHIE UND VERWEISE
Giry, Arthur, Manuel de diplomatique, Paris, 1894.
Prou, Maurice, Manuel de paléographie latine et française du VIe au XVIIe siècle.
Bautier, Robert-Henri, La diplomatique médiévale.
Tock, Benoît-Michel, Manuel de diplomatique médiévale.
Pastoureau, Michel, Traité d’héraldique.
Bedos-Rezak, Brigitte Miriam, When Ego Was Imago: Signs of Identity in the Middle Ages.
Samaran, Charles – Marichal, Robert, Catalogue des manuscrits datés.
Bibliothèque nationale de France, Département des Manuscrits et collection des chartes scellées.
Archives nationales de France, fonds de sceaux et documents diplomatiques médiévaux.
