Eine Holzskulptur - Hallo Kafi Gida - Hausa - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Eine Holzskulptur aus Nigeria mit dem Titel 'A wooden sculpture', der Hausa-Allo Kafi Gida-Tradition zugehörig, aus Holz gefertigt, Gewicht 1,7 kg, Höhe 67 cm, in gutem Zustand, Original/official.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese Allo Kafi Gida-Tafel gehört zu den qur’anischen Schreibrichtungen der Hausa im Norden Nigerias, wo hölzerne Tafeln (allo) als zentrale Werkzeuge der islamischen Pädagogik fungieren. Die Lernenden schreiben Qur’anic verses ein, behalten sie im Gedächtnis, und waschen die Oberfläche für die Wiederverwendung, wodurch Wiederholung und Auslöschung in das materielle und intellektuelle Leben des Objekts eingebettet werden. Die Bezeichnung „Kafi Gida“ verweist auf eine Verlagerung vom Unterrichtskontext in die häusliche Sphäre, in der solche Tafeln als schützende oder gedenkende Objekte aufbewahrt werden können.
Aus dichtem, hell gefärbtem Holz geschnitzt, ist die Tafel auf Langlebigkeit bei wiederholtem Umgang ausgelegt. Der Griff, der mit Tierhaut überzogen ist, verbessert sowohl den Halt als auch die symbolische Präsenz. Ihre Oberfläche trägt rote und dunkle Pigmente neben stilisierten zoomorphen Motiven. Diese Formen, oft stark abstrahiert, spiegeln ein lokales visuelles Vokabular wider, das koexistiert mit islamischer Textpraxis und schützende oder symbolische Bedeutungen vermittelt statt wörtlicher Abbildungen.
Über ihre pädagogische Funktion hinaus sind Qur’anic Tafeln in Andachts- und Heilungspraktiken verwickelt. Das Waschen der Inschriften erzeugt eine Flüssigkeit, die mit Baraka durchdrungen ist und die Wirksamkeit der Tafel in die verkörperte Erfahrung erweitert. In ihrem häuslichen Nachleben fungiert die Allo Kafi Gida-Tafel am Schnittpunkt von Text, Bild und Ritual und hinterfragt starre Unterscheidungen zwischen Bildungswerkzeug und ästhetischem Artefakt innerhalb der westafrikanischen islamischen Kultur.
Eine Grundlagenbuch über die Allo Kai Gida-Bröads, von Antoine Lema, Five Continents Edition, Mailand (letzte Fotoserie).
Auszug aus unserer Buchrezension.
Antoine Lemas Allo Kafii Gida: Secret Qur’anic Boards from Northern Nigeria (Five Continents Editions, Mailand, 2019) untersucht einen wenig dokumentierten Korpus Hausa Qur’anic-Schreibtafeln, die sowohl rituelle Werkzeuge als auch visuelle Artefakte darstellen. Produziert in islamisch-pädagogischen Kontexten, aber gekennzeichnet durch aufwendige Ornamentik und codierte Bildsprache, nehmen diese Tafeln eine mehrdeutige Stellung zwischen genehmigter Andacht und esoterischer Praxis ein. Lema betont diese Spannung und verweist auf die Kultur der Geheimhaltung rund um die Objekte und die historisch mit ihrem Besitz verbundenen Risiken.
Die Studie entwickelt einen interpretativen Rahmen, der die Tafeln als narrative und mnemonische Oberflächen behandelt. Anstatt bloße Träger für Qur’anic-Schrift zu sein, kodieren sie kosmologisches Wissen durch grafische Mittel und spiegeln das Zusammentreffen islamischer Lehre und lokaler Epistemologien wider. In diesem Sinne fungieren die Tafeln als Speicherorte geschichteter Bedeutungen, die über ihren unmittelbaren didaktischen Nutzen hinausgehen.
Aus einer privaten Sammlung, die sich über zwei Jahrzehnte erstreckt, verbindet die Veröffentlichung ethnografische Empfindsamkeit mit kunsthistorischer Formbezogenheit. Dennoch bleibt sie aufmerksam gegenüber den Grenzen der Interpretation und anerkennt die teilweise Undurchsichtigkeit, die sich aus dem eingeschränkten Zugang zur indigenen Exegese ergibt. Hochwertige Reproduktionen unterstreichen diesen Punkt: Die Bilder widerstehen einer vollständigen Übersetzung in den wissenschaftlichen Diskurs und bewahren eine absichtliche Mehrdeutigkeit.
Lemas Beitrag liegt darin, diese Objekte in breitere Debatten über afrikanische Materialkultur einzubetten, in denen Unterscheidungen zwischen Kunst, Ritual und Wissen oft instabil sind. Das Buch positioniert letztlich Undurchsichtigkeit nicht als Defizit, sondern als wesentliche Bedingung der allo kafii gida. Mehr dazu in unserem Blog
Ausgewählte Literatur
Abdalla Uba Adamu, „Transnational Influences and the Transformation of Hausa Visual Culture“, 2010.
Louis Brenner, West African Sufi, 1984.
Ousmane Kane, Beyond Timbuktu, 2016.
Anne Haour und Benedetta Rossi (Hrsg.), Being and Becoming Hausa, 2010.
Nehemia Levtzion und Randall L. Pouwels (Hrsg.), The History of Islam in Africa, 2000.
CAB48442
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDiese Allo Kafi Gida-Tafel gehört zu den qur’anischen Schreibrichtungen der Hausa im Norden Nigerias, wo hölzerne Tafeln (allo) als zentrale Werkzeuge der islamischen Pädagogik fungieren. Die Lernenden schreiben Qur’anic verses ein, behalten sie im Gedächtnis, und waschen die Oberfläche für die Wiederverwendung, wodurch Wiederholung und Auslöschung in das materielle und intellektuelle Leben des Objekts eingebettet werden. Die Bezeichnung „Kafi Gida“ verweist auf eine Verlagerung vom Unterrichtskontext in die häusliche Sphäre, in der solche Tafeln als schützende oder gedenkende Objekte aufbewahrt werden können.
Aus dichtem, hell gefärbtem Holz geschnitzt, ist die Tafel auf Langlebigkeit bei wiederholtem Umgang ausgelegt. Der Griff, der mit Tierhaut überzogen ist, verbessert sowohl den Halt als auch die symbolische Präsenz. Ihre Oberfläche trägt rote und dunkle Pigmente neben stilisierten zoomorphen Motiven. Diese Formen, oft stark abstrahiert, spiegeln ein lokales visuelles Vokabular wider, das koexistiert mit islamischer Textpraxis und schützende oder symbolische Bedeutungen vermittelt statt wörtlicher Abbildungen.
Über ihre pädagogische Funktion hinaus sind Qur’anic Tafeln in Andachts- und Heilungspraktiken verwickelt. Das Waschen der Inschriften erzeugt eine Flüssigkeit, die mit Baraka durchdrungen ist und die Wirksamkeit der Tafel in die verkörperte Erfahrung erweitert. In ihrem häuslichen Nachleben fungiert die Allo Kafi Gida-Tafel am Schnittpunkt von Text, Bild und Ritual und hinterfragt starre Unterscheidungen zwischen Bildungswerkzeug und ästhetischem Artefakt innerhalb der westafrikanischen islamischen Kultur.
Eine Grundlagenbuch über die Allo Kai Gida-Bröads, von Antoine Lema, Five Continents Edition, Mailand (letzte Fotoserie).
Auszug aus unserer Buchrezension.
Antoine Lemas Allo Kafii Gida: Secret Qur’anic Boards from Northern Nigeria (Five Continents Editions, Mailand, 2019) untersucht einen wenig dokumentierten Korpus Hausa Qur’anic-Schreibtafeln, die sowohl rituelle Werkzeuge als auch visuelle Artefakte darstellen. Produziert in islamisch-pädagogischen Kontexten, aber gekennzeichnet durch aufwendige Ornamentik und codierte Bildsprache, nehmen diese Tafeln eine mehrdeutige Stellung zwischen genehmigter Andacht und esoterischer Praxis ein. Lema betont diese Spannung und verweist auf die Kultur der Geheimhaltung rund um die Objekte und die historisch mit ihrem Besitz verbundenen Risiken.
Die Studie entwickelt einen interpretativen Rahmen, der die Tafeln als narrative und mnemonische Oberflächen behandelt. Anstatt bloße Träger für Qur’anic-Schrift zu sein, kodieren sie kosmologisches Wissen durch grafische Mittel und spiegeln das Zusammentreffen islamischer Lehre und lokaler Epistemologien wider. In diesem Sinne fungieren die Tafeln als Speicherorte geschichteter Bedeutungen, die über ihren unmittelbaren didaktischen Nutzen hinausgehen.
Aus einer privaten Sammlung, die sich über zwei Jahrzehnte erstreckt, verbindet die Veröffentlichung ethnografische Empfindsamkeit mit kunsthistorischer Formbezogenheit. Dennoch bleibt sie aufmerksam gegenüber den Grenzen der Interpretation und anerkennt die teilweise Undurchsichtigkeit, die sich aus dem eingeschränkten Zugang zur indigenen Exegese ergibt. Hochwertige Reproduktionen unterstreichen diesen Punkt: Die Bilder widerstehen einer vollständigen Übersetzung in den wissenschaftlichen Diskurs und bewahren eine absichtliche Mehrdeutigkeit.
Lemas Beitrag liegt darin, diese Objekte in breitere Debatten über afrikanische Materialkultur einzubetten, in denen Unterscheidungen zwischen Kunst, Ritual und Wissen oft instabil sind. Das Buch positioniert letztlich Undurchsichtigkeit nicht als Defizit, sondern als wesentliche Bedingung der allo kafii gida. Mehr dazu in unserem Blog
Ausgewählte Literatur
Abdalla Uba Adamu, „Transnational Influences and the Transformation of Hausa Visual Culture“, 2010.
Louis Brenner, West African Sufi, 1984.
Ousmane Kane, Beyond Timbuktu, 2016.
Anne Haour und Benedetta Rossi (Hrsg.), Being and Becoming Hausa, 2010.
Nehemia Levtzion und Randall L. Pouwels (Hrsg.), The History of Islam in Africa, 2000.
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Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
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- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
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