Menschen haben zahlreiche Leidenschaften in den unterschiedlichsten Bereichen – das besagt eine Studie, die von der Online-Auktionsplattform Catawiki unter 6.000 über 18-jährigen aus Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden online durchgeführt wurde. Deutsche haben zwar weniger Leidenschaften als Befragte in den anderen Ländern, wenn sie aber welche entwickeln, verfolgen sie diese ewig und geben dafür auch gerne ab und zu ein durchschnittliches Monatsnettogehalt aus.
Die Leidenschaft der Deutschen
Im Schnitt besitzen Deutsche circa 3,5 Passionen – etwas weniger als der Durchschnitt der Befragten in anderen Ländern, die circa vier bis fünf Leidenschaften nachgehen. Deutsche sind zögerlich, wenn es um die „wahre“ Leidenschaft geht, aber wenn sie einmal eine für sich entdeckt haben, begleitet sie diese meist über den Großteil ihres Lebens – im Schnitt 26 Jahre lang. Das ist der höchste Wert unter den befragten Märkten.
„Bei Catawiki haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen mit den Objekten zusammen zu bringen, die sie lieben. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigen, wie sich Deutsche hinsichtlich ihrer Leidenschaften von anderen Nationen unterscheiden,“ so Frank Engel, Vice President & General Manager Art and Antiques bei Catawiki. „Im Gegensatz zu den Südeuropäern sind wir Deutschen nicht unbedingt für unsere leidenschaftliche Art bekannt, aber wir werden für unsere Loyalität geschätzt. Das geht auch aus der Studie hervor, die wir in fünf wichtigen europäischen Ländern durchgeführt haben: Deutsche brauchen etwas mehr Zeit, um die passende Leidenschaft zu finden, aber sobald sie eine entdeckt haben, bleiben sie ihr treu.“
Deutsche pflegen Leidenschaften für ihr eigenes Wohlbefinden: 57 Prozent vergessen dabei die Zeit und 50 Prozent sind am glücklichsten, wenn sie sich mit ihrer Leidenschaft beschäftigen. Jedoch würden weniger als ein Drittel der Deutschen ihre Leidenschaft zum Beruf machen.
Die Deutschen sind Sammler
41 Prozent der befragten Deutschen haben entweder eine Sammlung oder planen eine. 26 Prozent besitzen bereits mehr als 100 Gegenstände. Am meisten lieben Deutsche Bücher (33 Prozent), Computer (21 Prozent) und Fotografie (17 Prozent), aber sind auch an Mode (15 Prozent) und Design (11 Prozent) interessiert. Videospiele (14 Prozent) gefolgt von Wein (elf Prozent) und Fahrrädern sind ebenfalls beliebte Objekte. Jedoch ist die Begeisterung für Schmuck, Uhren oder Handtaschen/Accessoires mit rund zehn Prozent auch deutlich verbreitet. Dicht gefolgt von Schallplatten, Autos und Kunst.
Etwa die Hälfte der befragten Deutschen nutzen das Internet, um sich über ihr Lieblingsthema zu informieren und zwei Drittel suchen gezielt nach Artikeln oder Inhalten online. Der Kauf von Objekten ist mit 37 Prozent ein wichtiges Mittel, um die Leidenschaft auszuleben. Deutsche geben jedoch nicht kontinuierlich Geld für ihr Hobby aus, sondern investieren lieber in größere Anschaffungen. Der höchste Betrag, der unter den Befragten aus Deutschland für die Leidenschaft auf einmal ausgegeben wurde, liegt bei 2.500 Euro. Der durchschnittliche Wert aller Nationalitäten beträgt 1.675 – damit geben Deutsche deutlich mehr Geld für vereinzelte Investitionen aus als Italiener, Franzosen, Belgier und Niederländer. Insgesamt geben die Deutschen im Jahr durchschnittlich 1.116 Euro aus. Für die meisten Deutschen spielt Geld keine Rolle für die Wahl der Leidenschaft: Weniger als die Hälfte der Deutschen würde mehr ausgeben, wenn sie mehr Geld zur Verfügung hätten. Nur etwa ein Viertel würde neue Leidenschaften pflegen, wenn ihnen mehr Budget zur Verfügung stünde.
Die Deutschen teilen ihre Leidenschaften
Deutsche teilen ihre Leidenschaft eher mit Familie und Freunden als mit einer Community von Gleichgesinnten. Knapp die Hälfte der Deutschen sind für ihre Leidenschaften bei Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen bekannt. Über 20 Prozent wurden sogar über Freunde oder Familie erst darauf gebracht. Knapp ein Drittel hat während der Pandemie mehr Zeit investiert. Neue Leidenschaften haben dagegen nur knapp ein Fünftel während des Lockdowns entdeckt.
Infografiken zur Studie können Sie hier finden, sowie weiteres Bildmaterial zu Catawiki hier.
*Quelle: Studie durchgeführt von YouGov im Auftrag von Catawiki im August 2021. 6.000 Befragte, repräsentativ für die Allgemeinbevölkerung ab 18 Jahren in fünf Ländern: (circa) Deutschland (n=2.000), Frankreich (n=1.000), Italien (n=1.000), Niederlande (n=1.000), Belgien (n=1.000). Die Erhebung wurde online durchgeführt. Die Daten wurden gewichtet, um die Allgemeinbevölkerung der einzelnen Länder zu repräsentieren.