Geschichte

Wie Michael Jacksons Video zu „Thriller“ die Musikindustrie beeinflusste

In Zusammenarbeit mit Jeroen Hamelink - Experte für Vinyl und Platten


Eines der kultigsten Alben aller Zeiten ist Thriller von Michael Jackson (1982). Und auch das 14-minütige Video zum gleichnamigen Song (1983) sorgte für viel Aufregung. Was ist die Geschichte hinter diesem legendären Video und wieso hatte es einen so großen Einfluss auf die Musikindustrie? Hier lesen Sie mehr.

Das Thriller Album
Thriller ist das erfolgreichste Album von Michael Jackson. Über 65 Millionen Platten wurden weltweit verkauft. In den USA erhielt es 33 Platin-Auszeichnungen. Aus dem Album Thriller wurden sieben Singles erfolgreich ausgekoppelt, darunter „Beat it“ und „Billy Jean“. Alle erreichten Topplatzierungen in den US Charts. Dieses Album hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ohne ein besonderes, 14 Minuten langes Video Musikgeschichte geschrieben. Mit diesem Video allerdings wurde das Ganze ein nochmal größerer Erfolg.


Grenzen sprengen
Michael Jackson wollte mit Thriller von Beginn an die Grenzen damaliger Musik sprengen. Es war auch sehr klug, den Text und die Songs direkt mit Videoelementen zu verbinden. Die erste Albumsingle, die von einem Musikvideo begleitet wurde, war „Billie Jean“; das Video mit den beleuchteten Bodenplatten. Dieses Video eröffnete Möglichkeiten für viele weitere R&B Musikvideos. Auch das Marketing der „Black Music“ wurde auf ein neues Level gehoben und erhielt eine bis dahin ungesehene Aufmerksamkeit.


Das nächste Video war zu „Beat it“ und sicherte Michael Jackson den Status einer internationalen Pop-Ikone. Schlussendlich war es aber das Video zu „Thriller“, bzw. der Kurzfilm dazu, der die weitaus größte Aufmerksamkeit erhielt. Produziert wurde das Ganze vom Filmregisseur John Landis, dessen Ideen für damalige Zeiten sehr ungewöhnlich waren. Ein 1-Million Dollar Projekt, inklusive „Making of“-Dokumentation. Der Musiksender MTV zahlte viel Geld, um sich die Exklusivrechte für dieses Video zu sichern. Eine Investition, die sich rentieren sollte: MTV erreichte hiermit die in der Geschichte höchsten Einschaltquoten und das Musikvideo gewann den Grammy für das beste Video.

Die dunkle Seite der Wandlung
Die Idee zum Video hatte Michael Jackson selbst. Er wollte für sein Album die beste Platzierung in den Charts erreichen. Nachdem er den Film American Werewolf in London sah, kontaktierte er den Regisseur des Films, John Landis und fragte diesen: Jackson sollte in ein Monster verwandelt werden. Das Hauptthema des langen Musikvideos ist die Wandlung von der Kindheit zur Jugend: der Junge von nebenan wird zu einem Monster; ein jugendlicher Körper verwandelt sich und repräsentiert die bestialische Seite der männlichen Sexualität. Zusammen mit dem Choreographen Michael Peter arbeite Michael Jackson sehr lange daran, dass die tanzenden Zombies nicht komisch, sondern wirklich ernstzunehmend und beängstigend aussahen. Und das war erfolgreich! Bis heute wird in sogenannten „Flashmobs“ der berühmte Thriller-Tanz nachgeahmt. In Youtube-Videos und Michael Jackson Partys: der legendäre Tanz taucht immer wieder auf.


Eine Legende
Dieses Musikvideo machte Michael Jackson zu einer Pop-Ikone und durch das Video gingen die Verkaufszahlen von Thriller durch die Decke. Das Musikvideo bewirkte aber noch weit mehr. Durch die Kombination aus Musik und Film ebnete das Video den Weg für die kommerziellen Musikvideos der Zukunft. Dieses Video hatte also tatsächlich einen signifikanten, maßgeblichen Einfluss auf die Musikindustrie. Nach der Ausstrahlung auf MTV folgten viele weitere „Black Musik“- Videos. Auch Radiostationen spielten immer mehr R&B


Die Karriere von Michael Jackson ist eine Aneinanderreihung von Erfolgsgeschichten; alles, was er berührte, schien sich in Gold... und Platin zu verwandeln.

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