Geschichte

Versteckte Botschaften: Was passiert, wenn man bestimmte Platten rückwärts abspielt?

In Zusammenarbeit mit Jeroen Hamerlink - Experte für Vinyl und Platten 

In den 60er, 70er und 80er Jahren haben versteckte Nachrichten auf Vinylschallplatten durchaus für einige Aufregung gesorgt. Die sogenannten satanischen Botschaften in Led Zeppelin- Songs wie „Stairway to Heaven“ konnte man erst dann hören, wenn man sie rückwärts abgespielt hat. Viele Diskussionen drehten sich darum, diese Musik würde die Jugend verderben und auf den falschen Weg bringen. In welchen Platten können wir diese versteckten Botschaften finden? Vielleicht haben Sie einige davon auch zu Hause in Ihrem Regal!

Schlechter Einfluss
In den 60er und 70er Jahren wurde die Rockmusik in den USA und in Großbritannien beliebt, vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Elterngeneration sah dem Ganzen mehr als nur skeptisch entgegen und betrachtete die neue Musik als schlechten Einfluss für ihre Zöglinge. Einige gingen noch einen Schritt weiter: die Rockmusik würde vom Teufel persönlich kommen. Die Vermutung liegt tatsächliche nahe, wenn man sich einige der versteckten Nachrichten in der Rockmusik anhört; diabolische Nachrichten, die schlechtes Verhalten stimulieren sollen. Und nicht nur im Rückwärtsgang: einige glaubten, dass die Botschaften auch beim normalen Abspielen den Hörer unbewusst beeinflussen würden. Es gab massenhaft Klagen und Proteste, um die Jugend vor dem Einfluss der Rock- und Metal-Bands zu schützen. Aber anstatt sich von diesen kontroversen Musikstilen abzuwenden, taten die Jugendlichen natürlich genau das Gegenteil und fanden es gerade deswegen interessant. Das Ganze war nicht zu stoppen: Rockmusik „rockte“ und die Musik war genau das, was die neue Generation brauchte, um eine eigene Identität zu bilden.


Versuch der Rebellion
Und? Gab es solche satanischen Botschaften in der Musik von Led Zeppelin, den Beatles und Styx? Nun ja, es gab sie definitiv, es ist aber doch sehr fragwürdig, ob diese Botschaften wirklich einen anti-christlichen Hintergrund hatten. Heute sieht man das eher als Scherz oder als Möglichkeit der Rebellion einer jungen Generation. In manchen Fällen ist es sogar fragwürdig, ob es tatsächlich die Absicht der Künstler war, eine verborgene Botschaft in den Songs zu übermitteln. Technisch möglich ist das auf jeden Fall: man zeichnet etwas auf, spielt es rückwärts ab und baut diese Sequenz wieder in den eigentlichen Song ein. Seitdem Musik aufgezeichnet werden kann, experimentieren die Menschen mit dieser Möglichkeit und den technischen Finessen. Dass man aber rückwärts abgespielt ein Wort, oder manchmal gar einen ganzen Satz hört, kann aber auch an sogenannten Phonemen liegen (das sind verschieden klingende Laute in unserer Sprache), sodass ein Wort sich rückwärts manchmal ganz anders anhört. So denkt man plötzlich, mehr in einem Lied zu finden, als der Künstler beabsichtigte. Es gibt aber auch viele Künstler, die auf Schallplatten absichtlich versteckte Botschaften hinterlegen. Auch wenn die meisten rein gar nichts mit Satan zu tun haben und die Nachrichten Sie wahrscheinlich nur zum Lachen bringen werden!

Einige wunderbare Beispiele

  • „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin ist wahrscheinlich am bekanntesten für seine verschleierte Botschaft. Auch wenn die Band es immer leugnete und als unbeabsichtigt darstellte; wenn man die Platte rückwärts abspielt, klingt es doch schon sehr eindeutig. Hören Sie sich die Platte einmal an. Es beginnt an der Stelle „If there’s a bustle in your hedgerow“, rückwärts abgespielt hört man auf einmal „Oh here’s to my sweet Satan“.

  • Im Refrain von Queens „Another one bites the dust“ hört man, es mache Spaß Marihuana zu rauchen; wortwörtlich „it’s fun to smoke marihuana“.

  • Noch immer umstritten, aber auch sehr berühmt ist die versteckte Botschaft in „Revolution 9“ von den Beatles. Nach großen Gerüchten, Paul McCartney sei bei einem Autounfall im Jahr 1966 gestorben, fanden Fans den „Beweis“ in diesem Lied: „Turn me on, dead man“ und „Get me out, get me out“!

  • Eine weitere Botschaft hören wir dann auch noch bei Dieter Bohlen. Kann das Zufall sein? Wenn man das Lied rückwärts abspielt hört man die Nachricht: „Es gibt nie ein ein Ende von Modern Talking“. BILD sprach den Musiker darauf an. Lachend antwortete dieser: „Wir waren doch nie wirklich weg! Mit der Botschaft wollte ich nur sagen, dass die Musik von ,Modern Talking‘ ewig leben wird.“


Haben Sie schon einmal versucht, eine Ihrer Platten rückwarts abzuspielen? Es ist wirklich verrückt, wenn man dann auf einmal eine dieser versteckten Botschaften entdeckt. Vor allem, wenn sie die kontroverse Seite einer Rock-Revolution darstellen.

In unserer Schallplatten Auktion finden Sie regelmäßig Platten, die -mehr oder weniger beabsichtigt- versteckte Nachrichten enthalten. ie können sich auch hier anmelden, wenn Sie Ihre Platten verkaufen möchten.

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