Geschichte

5 interessante Fakten, die Sie noch nicht über Münzen wussten

Von Pietro Anoe - Experte für Münzen

Wussten Sie, dass es in Europa schon vor dem Euro eine einheitliche Währung gab? Oder dass Piratenschätze wirklich existieren? Oder dass Sie diese Münzen aus der ganzen Welt in den wöchentlichen Münzen Online-Auktionen von Catawiki kaufen können? Einer unserer Münzen-Experten, Pietro Anoe, hat 5 interessante Fakten über Münzen mit uns geteilt. Wenn Sie sich selbst als Numismatiker bezeichnen, dann lesen Sie weiter. Stellen Sie Ihr Wissen auf den Prüfstand und schauen Sie einfach mal, wie viele dieser Tatsachen Sie bereits kennen.

1. Es gab bereits vor dem Euro eine einheitliche Währung in Europa
Bevor der Euro eingeführt wurde, hatten viele europäische Länder bereits beschlossen, ihre Währung zu vereinheitlichen. Die Lateinische Münzunion wurde 1865 gegründet und war ein Abkommen zwischen Frankreich, Belgien, der Schweiz und Italien. Diese Staaten verständigten sich darauf, ihre Münzen zu vereinheitlichen und die Währung in all den Territorien dieser Länder zu akzeptieren. Dadurch konnten problemlos französische Francs in Italien oder Belgische Francs in Spanien entdeckt werden. 20 Goldfranken waren dasselbe wie 20 Goldpeseten, beide bestanden aus 6,45 Gramm 900er Gold. Jede Einheit in Silber wog 5 Gramm, also wogen 5 Peseten, Franken oder Drachmen alle 25 Gramm. Die Union löste sich 1927 auf, aber die einheitliche Währung, die erschaffen wurde, kann noch immer auf Catawiki gefunden werden.


2. Der Florin und der Dukat beherrschten den Markt
1252 beschloss die Republik Florenz, eine Münze aus reinem Gold zu prägen. Einige Jahre später machte Venedig das Gleiche und prägte den berühmten Dukat. Der Florin und auch der Dukat wurden aus purem Gold gefertigt und wogen je 3,5 Gramm. Mit diesen Goldmünzen beherrschten beide großen Republiken den Handel in ihren jeweiligen Einflussbereichen. Florenz handelte hauptsächlich mit Mitteleuropa, während Venedig viel Handel mit dem Osten betrieb. Der Erfolg des Florins war so weit verbreitet, so dass auch viele Fälschungen auftauchten. Die Kaufleute in den reichen deutschen und niederländischen Städten tendierten dazu, nur Gulden anzunehmen. Dadurch ergaben sich weitere Geschäftsmöglichkeiten für die örtlichen Regierungen. Viele dieser Städte begannen ihren eigenen Florin oder auch Gulden herauszugeben. Diese Währung war so beliebt, dass die Niederlande den Gulden noch bis zur Einführung des Euro im Jahr 2002 verwendeten.


3. Die Erscheinung von Frauen auf Münzen spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte
Mit der Änderung des römischen Staats zu einer quasi-monarchischen Regierung, erschienen vermehrt auch Frauen auf den Münzen. In dieser Zeit waren Münzen ein mächtiges Propagandainstrument und wurden traditionell geprägt, um wichtige Errungenschaften darzustellen, die von den römisch-aristokratischen Familien erzielt wurden, die die Ausgabe der Münzen kontrollierten. Auf der Vorderseite einer Münze wurde im Allgemeinen der amtierende Kaiser abgebildet, der Augustus, während die Rückseite einer Gottheit gewidmet war. Seit der Aufrichtung des Reiches war die Vorderseite auch manchmal der Frau oder der Tochter des Kaisers gewidmet. Die Darstellung weiblicher Büsten auf Münzen war auch ein propagandistischer Zug. In Abwesenheit eines Gesetzes, welches die Thronfolge regelt (das Römische Reich war bis zur Diokletianischen Ära offiziell eine Republik), war die Anwesenheit einer reinen und ehrlichen Frau, die für den Nachwuchs verantwortlich ist, ein Weg, um das Konzept der Dynastie zu stärken. Tatsächlich ist dies einer der ersten Momente in der Geschichte, dass eine starke Macht mit dem Porträt einer Frau verbunden wurde.


4. Versunkene Schätze gibt es wirklich
Viele Galeonen befuhren die Meere zwischen Lima und Spanien und wurden dabei von englischen oder französischen Piraten angegriffen. Manchmal gingen dabei die unermesslichen Reichtümer Spaniens verloren. Bei dem in Amerika geprägten Spanischen Dollar und den Gold Escudos aus dieser Zeit handelt es sich tatsächlich um Piraten Dublonen. Das Wort „Dublone“ bezieht sich speziell auf die 2-Escudos Goldmünzen, wurde aber zu einem Begriff für alle Goldmünzen, die in spanisch- amerikanischen Territorien geprägt wurden. Die Spanische Dollar Münze wurde in Europa als „Thaler“ bezeichnet. Im Laufe der Zeit wurde das Wort zu „daaler“ und letztendlich dann zum allseits bekannten „Dollar“. In unseren wöchentlichen Spanische Münzen Auktionen befinden sich viele Dublonen und Dollar, einige vielleicht sogar aus der Tiefe eines stürmischen Meeres.


5. Das Sammeln von Münzen ist eine gute Investitionsmöglichkeit
Während einige Schätze versenkt wurden, ruhen viele andere in Safes oder Bankschließfächern. Edelmetalle sind langlebig und deshalb stellen historische oder seltene Goldmünzen eine hervorragende Investitionsmöglichkeit dar. Der Kauf einer seltenen venezianischen Dukate aus dem Mittelalter oder einer goldenen Spanischen Dublone ist eine tolle Möglichkeit, um eine eigene Sammlung zu beginnen, anhand derer Sie Ihr Wissen erweitern können und für die Zukunft natürlich auch investieren können.


Bei Catawiki finden Sie eine große Auswahl an Sammlerstücken, einschließlich derer aus diesem Artikel. Jeden Monat werden mehr als 4000 Münzen auf unserer Plattform versteigert. Catawikis wöchentliche Münzen Auktionen sind der Ort, wo Sie immer einzigartige Sammlerstücke finden können. Um loszulegen, melden Sie sich einfach hier kostenlos an.

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