Geschichte

Japanische Krieger: 5 interessante Fakten über die Samurai

Von Hazel | 27. Juni 2018

Furchtlos. Stark. Tödlich. Die Samurai waren japanische Krieger. Sie trugen bemerkenswerte Rüstungen und einzigartige Waffen; und sie konnten wirklich atemberaubende Kampftechniken ausführen. Und doch gibt es so viel mehr über diese edlen Krieger, die ihrem Land zwischen 1185 und 1868 dienten, zu entdecken. Dies sind 5 Dinge, die Sie über die Samurai wahrscheinlich noch nicht wussten.

1. Die Samurai trugen mehr Waffen als nur ein Schwert

Bereits im frühen 13. Jahrhundert machten die Samurai Gebrauch von Schusswaffen wie Pfeil und Bogen. Im 16. Jahrhundert brachten Europäer Schusswaffen nach Japan und obwohl diese so viel fortschrittlicher waren, ließen sich die traditionellen Waffen nicht so einfach ablösen. Vor allem sind die Samurai für den Einsatz des Kurzschwerts Wakizashi und längeren Schwerts Katana bekannt. Zusätzlich hatten die Samurai verschiedene Messer, Ketten, Schlagdorne und geschärfte Wurfsterne in ihrem Waffenarsenal.


Das Waffenarsenal eines Samurai umfasste verschiedene Messer, Ketten, Schlagdorne und geschärfte Wurfsterne

2. Auch Frauen und Kinder konnten Samurai-Krieger sein

Eine der überraschendsten Tatsachen über die Samurai ist, dass nicht alle Krieger Männer waren. Obwohl es für eine Frau sicherlich ungewöhnlich war, nicht dem traditionellen Weg des Kochens und Putzens zu folgen, existierte der Ausdruck „onna bugeisha“, was soviel wie „Frau des Krieges“ bedeutet. Bekannte weibliche Samurai waren zum Beispiel Tomoe Gozen und Hangaku Gozen, legendäre Kämpferinnen aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Und auch vor Kindern machte die Lehre nicht halt. Sie erhielten Holzschwerter, um im Alter von drei Jahren das Kämpfen zu üben. Nur vier Jahre später, im Alter von sieben Jahren, erhielten sie echte Waffen, noch bevor ihnen militärische Taktiken und Kampftechniken beigebracht wurden. 


„Onna bugeisha“ bedeutet soviel wie „Frau des Krieges“ - eher unüblich, aber sie existierten

3. Samurai Rüstungen waren äußerst funktional

So schön und faszinierend die Rüstung eines Samurai war, so war ihre Kleidung immer eines: ausschließlich auf den Kampf ausgerichtet. Jeder Teil einer Rüstung wurde so stabil wie möglich hergestellt, sollte möglichst einschüchternd aussehen und erlaubte dem Träger, das Beste aus seinen/ ihren kämpferischen Fähigkeiten zu machen. Nackenschutz, Metallplatten und symbolische Bilder, die den Feind erschrecken sollten, sorgten dafür, dass der Träger sehr gut geschützt und trotzdem sehr beweglich war. Das war die Stärke der Metallplatten in den Rüstungen und die allerersten kugelsicheren Westen wurden von Samurai-Rüstungen inspiriert. In jüngerer Zeit hat diese Rüstung aber auch viele Teile der Popkultur inspiriert, einschließlich des Helms eines gewissen Sith-Lords Darth Vader aus Star Wars.


 Die Einflüsse der beeindruckenden Samurai-Rüstungen sind heute noch sichtbar

4. Von einem Samurai wurde erwartet, dass er gütig war, aber einen Mann auch töten konnte, wenn er musste

Die Samurai lebten nach dem „Bushidō“, einem Verhaltenskodex, der sich durch Ritterlichkeit, Mitgefühl und Charakterstärke auszeichnete. Es wurde von den Kriegern erwartet, dass sie diese Werte als moralischen Standard respektierten. Kam ein Samurai diesen Vorgaben nicht nach, brachte dies große Schande über ihn. Das war wichtig, denn einem Samurai war es erlaubt, Selbstjustiz zu üben und Leute der unteren Schichten zu töten, sollten sie das Gesetz gebrochen haben. Als Zeichen ihres hohen Status, war es ihnen erlaubt, nicht ein, sondern zwei Schwerter zu tragen. Weitere Privilegien eines Samurai waren, einen Nachnamen zu tragen und ein Pferd zu reiten.


Samurai lebten nach dem Verhaltenskodex „Bushidō“

5. Der letzte echte Samurai war einer der einflussreichsten und größten

Der Blockbuster „The Last Samurai“ aus dem Jahr 2003 mit Tom Cruise, basiert auf den Geschichten um Saigō Takamori, dem letzten echten Samurai. Er lebte in der späten Edo-Zeit bis in die frühe Meiji-Zeit und war ein Held, der für die Wiedererstarkung der kaiserlichen Herrschaft für das japanische Kaiserreich verantwortlich war. Er rebellierte und starb schlussendlich im Kampf gegen die Schwachen, die er in der Regierung sah. Für seinen Mut und Heldentum gilt er als Legende. Sehr auffällig an ihm war auch, dass er mit 182 cm deutlich größer war als andere Samurai, die in der Regel zwischen 160 und 165 cm groß waren. Unabhängig von der Körpergröße kann man sagen, dass Saigō Takamori ein großer Mann in der Geschichte war.


Der letzte Samurai, Saigō Takamori, ging als großer Anführer in die Geschichte ein

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