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Von Beulah | 23. August 2019
Ob fieberhafte Vorfreude oder einfach nur Aufregung, es gibt eine ganze Reihe von Gefühlen, die in einem vor der ersten Automesse aufsteigen. Um sich gut vorbereiten zu können, haben wir die Oldtimer-Experten Jan-Bart Broertjes und Sander Houdel gefragt, was sie sich vor ihrer ersten Autoshow an Tipps gewünscht hätten.
Jan-Bart: Die erste war wahrscheinlich eine kleine lokale Show vor etwa 30 Jahren. Tatsächlich habe ich Hunderte von Autoausstellungen besucht, aber dort noch nie eins gekauft. Ich kaufte (und kaufe immer noch) auf Ausstellungen vor allem viel Automobilia, hauptsächlich Autobücher.
Sander: Ich habe meine erste Automesse besucht, als ich noch sehr jung war, zusammen mit meinem Vater, Onkel und Opa. Ich erinnere mich, dass mein Opa mir ein Modellauto gekauft hat, einen roten Volkswagen Käfer (den habe ich immer noch!). Ich nehme mal an, dass der Grundstein für meine Käfer-Liebe dort gelegt wurde.
Jan-Bart: Ich habe Automobilia auf Messen verkauft und gelegentlich ein Auto ausgestellt, aber eher selten mit der Absicht, zu verkaufen. Meine Lieblingsshow ist die British Autojumble in Waalwijk, in den Niederlanden, und letztes Jahr waren André Dekker und ich zum Beispiel mit einem Stand auf dem Oldtimerdag Ruinerwold vertreten. Dort hat André viele Autobücher für mich verkauft.
Sander: Ich bin eigentlich schon in sehr jungen Jahren Verkäufer geworden. Als ich 16 Jahre alt war, versuchte ich auf einer lokalen Oldtimer-Show in Eelde einen Käfer zu verkaufen. Die Lokalzeitung schrieb sogar eine Geschichte darüber.
Jan-Bart: Man sollte nicht das erste schöne Auto kaufen. Eigentlich würde ich sagen, am besten kauft man gar kein Auto. Stattdessen sollte man die Show nutzen, um Informationen darüber zu sammeln, welches Auto für einen am besten geeignet ist, oder - wenn man weiß wonach man sucht - dann sollte man sich so viele Autos wie möglich ansehen, mit Besitzern und Autoclubs (nicht Händlern) sprechen und Informationen sammeln. Wenn man bereits weiß, welches Auto man sucht, dann sollte man seine Hausaufgaben machen, bevor man die Show besucht; wo liegen zum Beispiel die bekannten Schwachstellen des jeweiligen Modells? Wie hoch ist die Preisspanne?
Sander: Automessen sind ein guter Ort, um mit anderen Autoliebhabern in Kontakt zu kommen. Dort findet man eine Auswahl von Autoclubs, die einem Tipps geben können, wenn man nach einem bestimmten Auto sucht. Außerdem ist es auch ein guter Ort, um Firmen zu finden, die einem bei der Reparatur und Restaurierung des (zukünftigen) Oldtimers helfen können.

Eine Auswahl Fiat 500 Cinquecento auf dem Jersey International Motoring Festival.
Jan-Bart: Das ist knifflig. Es braucht viel Zeit und Mühe, um mit einem Auto an einer Messe teilzunehmen. Man muss hinfahren, ist den ganzen Tag auf den Beinen und wartet darauf, dass Jemand vorbeikommt und einem erzählt, was alles an dem Wagen nicht original ist. Wenn man trotzdem ein Auto auf einer Messe verkaufen möchte, ja dann sollte man zusehen, dass das Auto schön aussieht und poliert ist.
Sander: Es ist schwer, Autos auf einer Automesse zu verkaufen, weil die Leute bei den vielen Oldtimern eine große Auswahl haben. Sie wissen auch, dass die Preise auf einer Messe immer höher sind. Das wiederum macht sie etwas zurückhaltend gegenüber einem Kauf.
Jan-Bart: Ich habe schon viele Spontankäufe gemacht und im Nachhinein rausgefunden, dass die Gegenstände nicht so selten waren wie der Verkäufer sagte, oder woanders günstiger.
Sander: Wenn man ein Auto verkaufen möchte, dann sollte man ein beliebtes Auto zur Show mitbringen, das für viele Leute interessant ist und man sollte den Preis nicht zu hoch ansetzen. Für Käufer gilt, man sollte nicht zu schnell kaufen. Man sollte vor einem Kauf gut überlegen und vielleicht erst nach der Messe nochmal auf den Verkäufer zugehen.
Jan-Bart: Was mich vor allem überrascht, ist, wie viel Geld die Leute bereit sind für Autos zu bezahlen. Händler haben astronomische Preise und die Leute zahlen sie, ohne nachzudenken. Ich denke, dass diese Leute schon oft zufrieden sind, wenn sie einen kleinen Rabatt heraus handeln konnten. Aber sie zahlen dennoch über dem Niveau der Spitzenpreisen. Diesen Menschen würde ich natürlich gerne sagen, dass man die Automesse besuchen sollte, sich dort ein Auto aussuchen und es dann letztendlich für vernünftiges Geld auf Catawiki kaufen!
Sander: Sie verlieben sich in ein Auto (meist weil es schön poliert ist und gut aussieht) und kaufen dann spontan vor Ort. Dann, nach ein paar Wochen, merken sie, dass sie zu viel bezahlt haben und das Auto nicht in so gutem Zustand ist, wie man dachte.
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