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Auguste Herbin - NEZ 1971 - Vintage Collotype Print - 60/70 ies Art - 59 x 51 cm - 1970s
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Auguste Herbin - NEZ 1971 - Vintage Collotype Print - 60/70 ies Art - 59 x 51 cm - 1970s

Auguste Herbin NEZ collotype / Farbenlichtdruck signed and dated in the plate, printed signature "Herbin 1943" Paper Size: 59 x 51 cm / 23,22 in x 20.07 in work in perfect condition, print never been framed Published by Franz Hanfstaengl, München/Munich, Germany Copyright 1971 Origin: Gallery Partner Auguste Herbin: Auguste Herbin, ein französischer Maler und Bildhauer, ist eine zentrale Figur des frühen 20. Jahrhunderts und ein bedeutender Vertreter des Konstruktivismus sowie des geometrischen Abstraktionismus. Seine Werke, die durch klare geometrische Formen und leuchtende Farben gekennzeichnet sind, haben die Entwicklung der abstrakten Kunst entscheidend beeinflusst. Herbin begann seine künstlerische Karriere im Stil des Fauvismus, unter dem Einfluss von Henri Matisse, bevor er sich zunehmend der Abstraktion zuwandte. In seiner frühen Phase zeigt sein Werk noch eine gewisse Nähe zu den expressiven Farbkompositionen von Künstlern wie André Derain. Doch es war seine Begegnung mit dem Kubismus und seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Georges Braque und Pablo Picasso, die seine Kunst radikal veränderten und ihn schließlich zur geometrischen Abstraktion führten. Herbins Beitrag zur abstrakten Kunst lässt sich besonders in seinem Engagement in der Künstlergruppe „Abstraction-Création“ ablesen, die er mitbegründete, um die nicht-gegenständliche Kunst zu fördern. Diese Bewegung steht in engem Zusammenhang mit den Arbeiten von Piet Mondrian und Theo van Doesburg, den führenden Vertretern der De Stijl-Bewegung, die ebenfalls auf die Reduktion von Form und Farbe zugunsten einer universellen Harmonie setzten. In den 1930er Jahren entwickelte Herbin sein berühmtes „Alphabet Plastique“, ein System, in dem Buchstaben mit bestimmten Farben und Formen verbunden wurden. Diese Methode erinnert an die synästhetischen Experimente von Wassily Kandinsky, der ebenfalls versuchte, Farben und Formen mit musikalischen Tönen und Emotionen in Verbindung zu bringen. Herbins Alphabet ermöglichte ihm, seine Werke nach einem strengen, systematischen Prinzip zu komponieren, das dennoch eine tiefgreifende ästhetische Wirkung erzielte. Herbins Gemälde, die oft aus einfachen geometrischen Elementen wie Kreisen, Dreiecken und Rechtecken bestehen, können auch in Beziehung zu den Werken von Kasimir Malewitsch und dessen suprematistischer Kunst gesetzt werden. Während Malewitsch jedoch eine spirituelle Dimension in seiner Reduktion suchte, konzentrierte sich Herbin auf die optischen und harmonischen Beziehungen zwischen Form und Farbe. Die klare, konstruktive Struktur seiner Werke zeigt auch Parallelen zu den Arbeiten von Josef Albers, insbesondere dessen Serie „Homage to the Square“, in der die Wechselwirkung von Farben und Formen im Mittelpunkt steht. Beide Künstler teilten das Interesse an der Erforschung der Wahrnehmung und der Wirkung von Farbe, wenngleich Herbin eine stärker symbolische und systematische Herangehensweise bevorzugte. Ein weiteres bemerkenswertes Element in Herbins Kunst ist seine Verwendung von intensiven, reinen Farben, die an die Arbeiten von Robert Delaunay und dessen Orphismus erinnern, wo Farbe als primäres Mittel der Ausdruckskraft diente. Herbin, wie Delaunay, sah in der Farbe eine Möglichkeit, Dynamik und Rhythmus in der Malerei zu erzeugen, wobei er jedoch eine strengere geometrische Formensprache einsetzte. In seiner späteren Karriere, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, erlangte Herbin mit seinen stark abstrahierten, farbintensiven Kompositionen große Anerkennung. Diese Werke, die auf einer rigorosen Anwendung seines „Alphabets“ basierten, beeinflussten eine ganze Generation von Künstlern der geometrischen Abstraktion und des Hard-Edge, darunter auch Victor Vasarely, der als Vater der Op-Art gilt. Auguste Herbin bleibt ein Schlüsselfigur in der Geschichte der abstrakten Kunst, dessen Werk sowohl durch seine formale Strenge als auch durch seine innovative Verbindung von Farbe, Form und Symbolik besticht. Seine systematische Herangehensweise und seine Bemühungen, eine universelle visuelle Sprache zu schaffen, machen ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der geometrischen Abstraktion im 20. Jahrhundert. Shipping information: We roll up art prints on hardboard rolls, wrap them with corrugated cardboard and send them in special, very strong boxes. Shipping is insured and with a tracking number. Piet Mondrian, Theo van Doesburg, Georges Vantongerloo, Jean Arp, Fernand Léger, Robert Delaunay, Sonia Delaunay, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Kasimir Malevich, László Moholy-Nagy, Hans Richter, Le Corbusier, Amédée Ozenfant, Henri Matisse, Albert Gleizes, Juan Gris, František Kupka, Victor Vasarely, Alexander Calder, Jean Hélion, Nicolas de Staël, Jean Metzinger, André Lhote, Georges Braque, Pablo Picasso, Max Bill, Naum Gabo, Antoine Pevsner, Raoul Dufy About us: We have been working in the art business for over 20 years and have extensive experience in the professional handling and shipping of works of art. - No Shipping to Canary Islands -

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Auguste Herbin
NEZ
collotype / Farbenlichtdruck
signed and dated in the plate, printed signature "Herbin 1943"

Paper Size: 59 x 51 cm / 23,22 in x 20.07 in

work in perfect condition, print never been framed

Published by Franz Hanfstaengl, München/Munich, Germany
Copyright 1971

Origin: Gallery Partner

Auguste Herbin:
Auguste Herbin, ein französischer Maler und Bildhauer, ist eine zentrale Figur des frühen 20. Jahrhunderts und ein bedeutender Vertreter des Konstruktivismus sowie des geometrischen Abstraktionismus. Seine Werke, die durch klare geometrische Formen und leuchtende Farben gekennzeichnet sind, haben die Entwicklung der abstrakten Kunst entscheidend beeinflusst.

Herbin begann seine künstlerische Karriere im Stil des Fauvismus, unter dem Einfluss von Henri Matisse, bevor er sich zunehmend der Abstraktion zuwandte. In seiner frühen Phase zeigt sein Werk noch eine gewisse Nähe zu den expressiven Farbkompositionen von Künstlern wie André Derain. Doch es war seine Begegnung mit dem Kubismus und seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Georges Braque und Pablo Picasso, die seine Kunst radikal veränderten und ihn schließlich zur geometrischen Abstraktion führten.

Herbins Beitrag zur abstrakten Kunst lässt sich besonders in seinem Engagement in der Künstlergruppe „Abstraction-Création“ ablesen, die er mitbegründete, um die nicht-gegenständliche Kunst zu fördern. Diese Bewegung steht in engem Zusammenhang mit den Arbeiten von Piet Mondrian und Theo van Doesburg, den führenden Vertretern der De Stijl-Bewegung, die ebenfalls auf die Reduktion von Form und Farbe zugunsten einer universellen Harmonie setzten.

In den 1930er Jahren entwickelte Herbin sein berühmtes „Alphabet Plastique“, ein System, in dem Buchstaben mit bestimmten Farben und Formen verbunden wurden. Diese Methode erinnert an die synästhetischen Experimente von Wassily Kandinsky, der ebenfalls versuchte, Farben und Formen mit musikalischen Tönen und Emotionen in Verbindung zu bringen. Herbins Alphabet ermöglichte ihm, seine Werke nach einem strengen, systematischen Prinzip zu komponieren, das dennoch eine tiefgreifende ästhetische Wirkung erzielte.

Herbins Gemälde, die oft aus einfachen geometrischen Elementen wie Kreisen, Dreiecken und Rechtecken bestehen, können auch in Beziehung zu den Werken von Kasimir Malewitsch und dessen suprematistischer Kunst gesetzt werden. Während Malewitsch jedoch eine spirituelle Dimension in seiner Reduktion suchte, konzentrierte sich Herbin auf die optischen und harmonischen Beziehungen zwischen Form und Farbe.

Die klare, konstruktive Struktur seiner Werke zeigt auch Parallelen zu den Arbeiten von Josef Albers, insbesondere dessen Serie „Homage to the Square“, in der die Wechselwirkung von Farben und Formen im Mittelpunkt steht. Beide Künstler teilten das Interesse an der Erforschung der Wahrnehmung und der Wirkung von Farbe, wenngleich Herbin eine stärker symbolische und systematische Herangehensweise bevorzugte.

Ein weiteres bemerkenswertes Element in Herbins Kunst ist seine Verwendung von intensiven, reinen Farben, die an die Arbeiten von Robert Delaunay und dessen Orphismus erinnern, wo Farbe als primäres Mittel der Ausdruckskraft diente. Herbin, wie Delaunay, sah in der Farbe eine Möglichkeit, Dynamik und Rhythmus in der Malerei zu erzeugen, wobei er jedoch eine strengere geometrische Formensprache einsetzte.

In seiner späteren Karriere, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, erlangte Herbin mit seinen stark abstrahierten, farbintensiven Kompositionen große Anerkennung. Diese Werke, die auf einer rigorosen Anwendung seines „Alphabets“ basierten, beeinflussten eine ganze Generation von Künstlern der geometrischen Abstraktion und des Hard-Edge, darunter auch Victor Vasarely, der als Vater der Op-Art gilt.

Auguste Herbin bleibt ein Schlüsselfigur in der Geschichte der abstrakten Kunst, dessen Werk sowohl durch seine formale Strenge als auch durch seine innovative Verbindung von Farbe, Form und Symbolik besticht. Seine systematische Herangehensweise und seine Bemühungen, eine universelle visuelle Sprache zu schaffen, machen ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der geometrischen Abstraktion im 20. Jahrhundert.


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Juan Antonio Rodríguez
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