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Von Laura | 21. September 2020
Gitarren sind so viel mehr als nur reine Instrumente. Mit ihnen wird bereits seit rund 3.000 Jahren Musik gemacht und allein in den USA werden jedes Jahr durchschnittlich 2,5 Millionen davon verkauft – die Gitarre ist eines der beliebtesten Musikinstrumente der Welt. Es gibt Gitarren in den unterschiedlichsten Designs und Stilen und es gibt keine, die am berühmtesten ist, aber es ist einigen berühmten Musikern durchaus gelungen, ihrer bevorzugten Gitarre zu Prominenz und Beliebtheit zu verhelfen.Wir haben einige der bekanntesten Gitarren der Welt ausgewählt und uns angesehen, welche Götter des Rock ihnen ihre einzigartige Identität gegeben und sie zum Leben erweckt haben.
Die Gibson Les Paul Standard von Jimmy Page
Der Gründer von Led Zeppelin, Jimmy Page, besaß im Laufe seiner Karriere über 1.500 Gitarren. Er wird hauptsächlich mit einer Gibson Les Paul Standard aus den späten 1950er Jahren in Verbindung gebracht, die er als seine „Nummer Eins“ bezeichnet, und mit einem etwas neueren Modell, das er seine „Nummer Zwei“ nennt.Die ’59er Les Paul ist für ihr Design und ihre hohe handwerkliche Herstellungsqualität berühmt, ganz zu schweigen von ihrer Seltenheit.Schätzungen zufolge wurden davon nur 1.500 Exemplare gebaut, von denen heute weniger als 1.000 existieren. Diese Gitarren werden sowohl wegen ihrer ikonischen Form als auch wegen der unglaublichen Musik, die Größen wie Jimmy Page, aber auch andere berühmte Gitarristen wie Slash ihnen entlockt haben, für immer unvergessen bleiben.
Die Jaydee SG von Angus Young
Der AC/DC-Gitarrist besaß im Laufe der Jahre zahlreiche Gibson SG und das Gitarrenmodell wurde dadurch schlagartig sehr beliebt. Heute spielt er sowohl ältere SG als auch Modelle, die Gibson speziell für ihn gebaut hat, aber es war sein einzigartiges Modell, das dieser Gitarre zu Berühmtheit und Ansehen verhalf. Das Besondere daran ist vor allem das maßgefertigte ikonische Blitz-Inlay am Gitarrenhals. Es ist praktisch unmöglich, sich Angus Young ohne diese Gitarre vorzustellen, und für Gitarren-Besitzer werden die Blitze als ein Symbol der Hochachtung noch sehr lange im Trend liegen. Trotz der Bekanntheit dieser besonderen Gitarre war Youngs Lieblings-Gibson tatsächlich die allererste Gitarre, die er gekauft hat, und wie er sagt, spielt er sie auch heute noch.
Die Monterey Fender Stratocaster von Jimi Hendrix
Hendrix’ bekanntermaßen farbenfrohe Stratocaster, die er beim Monterey Pop Festival gespielt hat, hat Musikgeschichte geschrieben – nicht, weil er ihr besonders tolle Töne entlockt hat oder weil ihr Design außergewöhnlich war, sondern wegen ihres besonders kurzen Gitarrenlebens. The Jimi Hendrix Experience war gerade dabei, das Set mit einer Extended Version von „Wild Thing“ zu beenden, als Hendrix sich plötzlich mit seiner Fender Stratocaster hinkniete und sie anzündete – eine Szene, die wohl zu den denkwürdigsten Momenten in der Rockgeschichte zählt, die auf Film festgehalten wurden. Es wird gemunkelt, dass Hendrix eigentlich nur vorhatte, Kleinholz aus seiner Gitarre zu machen, aber nachdem ihm Pete Townshend zuvorgekommen war, als er seine Gitarre am selben Abend zerschmetterte, beschloss Hendrix, ihn zu übertrumpfen, und zündete seine Gitarre an. Trotz der angekokelten Optik ist und bleibt die Strat so beliebt wie eh und je und es werden auch heute noch Nachbildungen des damaligen Flower-Power-Designs hergestellt.

Die „Micawber“ Fender Telecaster von Keith Richards
Die gelbe „Micawber“ Fender Telecaster von Keith Richards ist sehr eng mit dem Image der Rolling Stones verbunden, aber sie machte Schlagzeilen, als Richards die sechste Saite entfernte und sie in einer offenen G-Stimmung beließ. Diese Skordatur hatte zur Folge, dass die beiden Akkorde gegeneinander spielten und einen Sound von gewaltiger Intensität erzeugten, der vor allem im Song „Brown Sugar“ deutlich zur Geltung kommt. Die Gitarre ist übrigens nach Mr. Micawber benannt, einer Figur aus Dickens’ Roman „David Copperfield“.
Die „Blackie“ Fender Stratocaster von Eric Clapton
Clapton kaufte im Jahr 1970 sechs Fender Stratocaster aus den 1950er Jahren – drei davon verschenkte er und die anderen drei ließ er zerlegen und aus den Teilen die legendäre „Blackie“ bauen. Der Spitzname ist an den Spitznahmen „Brownie“ angelehnt, den er seiner ersten Gitarre wegen ihrer braunen Sunburst-Lackierung gegeben hatte. Er spielte diese Gitarre 15 Jahre lang, bis er sie aufgrund von Problemen mit dem Gitarrenhals in den Ruhestand versetzen musste. „Blackie“ wurde im Jahr 2004 für wohltätige Zwecke versteigert und der Erlös von knapp einer Million US-Dollar ging an ein von Clapton gegründetes Rehabilitationszentrum zur Behandlung von Drogen- und Alkoholsucht.
Der Großteil aller Gitarren wird in Massenproduktion hergestellt, aber die ikonischen Gitarren der legendärsten Rocker der Welt belieben für immer unvergessen – und der Grund, warum diese Gitarren von Rockfans auch nach so vielen Jahren erkannt werden und man nie aufhört, von ihnen zu sprechen, ist die unglaubliche Kombination aus der Musik, die mit ihnen erschaffen wurde, ihrem Aussehen und natürlich den einzigartigen Geschichten, die jede einzelne zu erzählen hat.
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