No. 106356279

Kibuyu - Maasaï - 東アフリカ/ケニア (No reserve price)
No. 106356279

Kibuyu - Maasaï - 東アフリカ/ケニア (No reserve price)
Historisches Maasai-Milchgefäß / Kalebasse – Leder & Glasperlen – Kenia/Tansania – frühes 20. Jhd.
Ungewöhnliches ethnografisches Gefäß aus Ostafrika, sehr wahrscheinlich aus dem kulturellen Umfeld der Maasai in Kenia oder Tansania.
Der längliche, bauchige Gefäßkörper besteht aus einer ausgehöhlten Kalebasse. Die Oberfläche besitzt eine intensive rot- bis rotbraune Färbung und zeigt deutliche, authentische Gebrauchs- und Altersspuren.
Besonders charakteristisch ist das aufwendig gearbeitete Trage- und Haltesystem aus kräftigem, ungegerbtem bzw. traditionell bearbeitetem Leder. Ein breiter Lederriemen umfasst den Gefäßkörper und ist mit kleinen Glasperlen sowie größeren weißen, roten und blauen Perlen bzw. Knöpfen verziert. Ein rechteckiges Schmuckfeld zeigt eine sorgfältige geometrische Perlenstickerei in Blau, Rot, Weiß und Grün.
Der separat angesetzte, konisch zulaufende Verschluss ist ebenfalls in eine breite Ledermanschette eingefasst und am Ansatz mit einer Reihe kleiner grüner Glasperlen dekoriert. Durch einen langen Lederriemen bleibt der Verschluss mit dem Gefäß verbunden.
Das Gefäß vermittelt den Charakter eines traditionellen ethnografischen Gebrauchsobjekts und nicht den eines für den Touristen- oder Souvenirmarkt hergestellten Stückes! Dafür sprechen insbesondere die funktionale, vergleichsweise zurückhaltende Gestaltung, die ausgeprägten Gebrauchsspuren und die natürliche Alterung von Gefäßkörper und Leder. Für den touristischen Verkauf bestimmte Maasai-Arbeiten sind wesentlich dekorativer und mit umfangreicherem Perlenbesatz versehen. Auch der alte handschriftliche Sammlungsetikett mit der historischen Bezeichnung „Massai …“ unterstützt die Einordnung als Stück aus einer älteren ethnografischen Sammlung.
Auf dem Gefäß befindet sich außerdem ein älterer handschriftlicher Papieraufkleber, dessen Beschriftung offenbar mit „Massai Krieger …“ beginnt. Dieser alte Sammlungshinweis ist für die Provenienz des Stückes interessant und sollte unbedingt am Objekt belassen und nicht gereinigt oder entfernt werden.
Nach Form und Konstruktion dürfte es sich um ein traditionelles Flüssigkeitsgefäß handeln. Vergleichbare Gefäße wurden bei ostafrikanischen Pastoralgesellschaften unter anderem zur Aufbewahrung bzw. zum Transport von Milch, Blut und anderen Flüssigkeiten verwendet.
Die deutlich gealterte Lederoberfläche, die Gebrauchsspuren des Gefäßkörpers, die Perlenarbeit und der alte Beschriftungszettel sprechen dafür, dass es sich nicht um ein modernes Dekorationsobjekt handelt.
Zustand: Deutliche alters- und gebrauchsbedingte Patina. Abrieb und Fehlstellen an der rotbraunen Oberfläche; Leder stark gealtert und stellenweise verhärtet bzw. spröde. Der Verschluss ist vorhanden und durch den Lederriemen mit dem Gefäß verbunden. Die Perlenverzierungen sind zu einem erheblichen Teil erhalten. Insgesamt ein ausgesprochen authentisch wirkender, unrestaurierter Erhaltungszustand.
Provenienz: Das Gefäß stammt aus dem Nachlass meines Großvaters und befindet sich seit langer Zeit in Familienbesitz. Mein Großvater interessierte sich intensiv für andere Kulturen und unterhielt persönliche Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Ländern. Über diese Kontakte erwarb und sammelte er auch ethnografische Objekte. Das vorliegende Gefäß gehörte zu dieser älteren Sammlung. Der noch vorhandene, deutlich gealterte handschriftliche Papieraufkleber mit der Bezeichnung „Massai Krieger…“ dokumentiert zusätzlich die ältere Zuordnung des Stückes. Provenienz: Das Gefäß stammt aus dem Nachlass meines Großvaters und befindet sich seit langer Zeit in Familienbesitz.
Mein Großvater interessierte sich intensiv für andere Kulturen und unterhielt persönliche Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Ländern. Über diese Kontakte erwarb und sammelte er auch ethnografische Objekte. Das vorliegende Gefäß gehörte zu dieser älteren Sammlung. Der noch vorhandene, deutlich gealterte handschriftliche Papieraufkleber mit der Bezeichnung „Massai Krieger…“ dokumentiert zusätzlich die ältere Zuordnung des Stückes.
Von wem und zu welchem Zeitpunkt dieser Zettel angebracht und beschriftet wurde, ist nicht überliefert. Er stellt jedoch einen interessanten historischen Hinweis auf die frühere Zuordnung und Sammlungsgeschichte des Objektes dar.
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