编号 103207504

Novy Bor / Joska - Oldrich Lipsky - 花瓶 - 彩色玻璃 - 波普艺术花瓶
编号 103207504

Novy Bor / Joska - Oldrich Lipsky - 花瓶 - 彩色玻璃 - 波普艺术花瓶
NOVY BOR, JOSKA | Pop-Art Vase von Oldrich Lipsky, um 1968
Wie ein psychedelischer Traum in Orange und Violett erscheint diese bedeutende Vase der Nachriegsmoderne. Sie erinnert an eine Zuckerstange, wie Kinder sie gerne essen, und zeigt eindrucksvoll, wie in Böhmen auch hinter dem Eisernen Vorhang Einflüsse der Pop Art eindrucksvoll aufgegriffen werden konnten. Aufwendig von Hand geformt und geschliffen - mit einem Label der deutschen Firma Joska, die zeitweise den Vertrieb von Vasen aus Novy Bor orghanisierte. Format 7,5 x 7,5 mal 26 cm. Gewicht 1926 Gramm. Oben an einer Ecke ein Abschlag von etwa 2,5 cm Länge. Keine weiteren Schäden.
Oldřich Lipský (geb. 1922 in Nové Město nad Metují, Tschechoslowakei – 1987) erlernte das Handwerk des Glasschleifers in einem Betrieb in seinem Geburtsort. Nach einigen Jahren der Arbeit in diesem Beruf und der Kriegszeit, die er teilweise als Zwangsarbeiter in Berlin verbrachte, absolvierte er 1948 bis 1950 an der Glasfachschule Kamenický Šenov eine Ausbildung zum Glasschneider. Anschließend arbeitete er bei Umělecké sklo, dem 1946 verstaatlichen Glasveredlungsbetrieb der bedeutenden Wiener Glas- und Porzellanhändler J. & L. Lobmeyr. Erst dann, Lipský war schon fast dreißig Jahre alt, folgte ein Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Prag, das er 1955 abschloss.
Er begann in der Glasgravurklasse des Bildhauers Karel Štipl. Als Lipský wegen seiner langjährigen Berufspraxis darum bat, anstelle der Elementarausbildung in den ihm vertrauten Schnitt- und Schlifftechniken beim Modellieren eines Parallelkurses teilnehmen zu dürfen, wurde ihm das mit dem Argument verwehrt, dass es keine Ausnahme geben dürfe. Er zog die Konsequenz und wechselte in die Klasse des Malers und Bildhauers Josef Wagner, der eine Abschlussarbeit mit dem Material Glas zuließ. Es folgten lange Jahre im Dienst der Glasfachschulen, wo er zunächst bis 1965 in Kamenický Šenov den Glasschliff unterrichtete, und dann nach Nový Bor ging, wo er von 1972 bis 1982 als Direktor der Schule vorstand.
Seine gestalterischen Impulse gelangen vor allem in den 1950er und 60er Jahren. Einerseits arbeitete er wie viele andere tschechoslowakische Glasgestalter mit den großen Glaswerken zusammen und entwarf für sie Gebrauchsobjekte wie Vasen, Schalen oder Trinkglasservice, mit denen er zum Teil auch auf den großen internationalen Ausstellungen vertreten war. Oldřich Lipskýs Werk ist durch experimentelle Arbeit an neuen Hüttentechniken definiert.
Aus einer privaten Kunst- und Designsammlung.
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