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Emil Rau (1858-1937), 晚於 - Loving couple - NO RESERVE
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Emil Rau (1858-1937), 晚於 - Loving couple - NO RESERVE

Titel „Im Dienst der Liebe“ – Romantische Genreszene eines alpenländischen Paares in Tracht. Objekt Ölgemälde auf Holzplatte, ca. 26,6cm × 17,5 cm x 0,55cm. Alpenraum, Oberbayern / Österreich. Datierung: um 1895–1900. Dem Umkreis von Emil Rau (1858–1937) zugehörig. Unsigniert. Darstellung Das Gemälde zeigt ein junges Paar in einer innigen, ländlich-idyllischen Szenerie des Hochgebirges. Im Zentrum steht eine junge Frau in oberbayerischer Tracht, die sich vertrauensvoll an ihren Begleiter schmiegt. Ihr Antlitz ist im Dreiviertelprofil wiedergegeben; sie trägt eine weiße, kunstvoll gepuffte Bluse unter einem Mieder sowie einen tiefroten Rock mit einer kontrastierenden, smaragdgrünen Schürze. Ihre Mimik ist von einer sehnsuchtsvollen Erwartung geprägt, der Blick ist leicht erhoben. Der junge Mann ist als Rückenfigur (Repoussoir-Figur) konzipiert. Er trägt die traditionelle Tracht der Alpenregion: eine dunkle Lodenjacke, Kniebundhosen, helle Wadenstutzen und einen mit Federgesteck (Gamsbart oder Feder) gezierten Tirolerhut. Diese kompositorische Entscheidung bindet den Betrachter unmittelbar in die Szenerie ein, da er die Intimität des Paares aus einer beobachtenden, fast voyeuristischen Perspektive teilt. Die Figuren befinden sich vor einem rustikalen Holzzaun, der die Grenze zwischen dem häuslichen Bereich (angedeutet durch den Giebel eines Bauernhauses im linken Hintergrund) und der unberührten Natur markiert. Eine blühende Bergwiese und die im atmosphärischen Sfumato verschwimmenden Gebirgszüge vervollständigen das Narrativ der „heilen Welt“. Technik und Malweise Die Malerei ist (wahrscheinlich) in Öl auf einer fein geglätteten Holztafel ausgeführt, was eine für die Münchner Schule typische Präzision ermöglicht. Inkarnat: Das Gesicht der Frau besticht durch eine subtile Modellierung. Die Hautpartien sind in zarten Rosé- und Elfenbeintönen gehalten, wobei feinste Lasuren die Plastizität der Wangenknochen und der Halspartie hervorheben. Texturen: Der Künstler beweist Meisterschaft in der Stofflichkeit (Haptik). Das matte Weiß der Baumwollbluse kontrastiert mit dem schweren Fall des roten Rockstoffs und dem seidigen Glanz der grünen Schürze. Duktus: Während die Figuren mit beinahe fotografischer Schärfe ausgeführt sind, zeigt die Landschaft einen freieren, impressionistischeren Pinselstrich, besonders bei den weißen Blüten der Almwiese, die mit pastosen Tupfern gesetzt wurden. Lichtführung: Ein weiches, diffuses Licht modelliert die Szenerie. Es gibt keine harten Schlagschatten; stattdessen dominiert eine warme, spät-nachmittägliche Goldtonigkeit, welche die nostalgische Stimmung unterstreicht. Komposition Die Komposition folgt den strengen Regeln der spätromantischen Genremalerei: Zentralperspektive: Das Paar bildet eine vertikale Achse, die durch den horizontalen Verlauf des Zaunes im Mittelgrund stabilisiert wird. Blickführung: Die Diagonale, die vom Blick der Frau hinauf zu den Bergen führt, erzeugt eine räumliche und emotionale Weite. Farbikonographie: Rot (Liebe/Vitalität) und Grün (Hoffnung/Natur) dominieren das Zentrum und werden durch das Weiß (Reinheit) der Bluse fokussiert. Raumstaffelung: Die dreigliedrige Staffelung (Vordergrund: Paar; Mittelgrund: Architektur/Zaun; Hintergrund: Hochgebirge) erzeugt trotz des kleinen Formats eine beachtliche monumentale Wirkung. Stilistische Einordnung Das Werk ist wahrscheinlich dem späten Realismus der Münchner Schule zuzuordnen oder einem Nachfolger der sich daran inspiriert hat. Es steht in der Tradition oder Nachfolge von Künstlern wie Emil Rau und Franz von Defregger. Spätromantische Einflüsse: Idealisierung des bäuerlichen Standes als moralisches Gegengewicht zur Urbanisierung der Jahrhundertwende. Realistische Elemente: Ethnografisch korrekte Wiedergabe der Trachten und der alpinen Architektur. Inspirierende Werke von Emil Rau (z. B. „Der Liebesbrief“ oder „Auf der Alm“) zeigen die identische Vorliebe für die Darstellung von Brautwerbung und ländlicher Romantik, oft unter Verwendung von Holztafeln für eine gesteigerte Detailgenauigkeit. Rahmung Nicht gerahmt! Erhaltungszustand Bildträger: Die Holzplatte ist stabil, kein Verzug erkennbar. Beschabt und Bekratzt. Kunsthistorische Bedeutung Das Gemälde ist möglicherweise ein signifikantes Dokument der Heimatkunst-Bewegung um 1900. Ikonographie der Idylle: In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs fungierten solche Bilder als „Seelenanker“. Sie bedienten die Sehnsucht des Bürgertums nach einem unverfälschten, tugendhaften Leben im Einklang mit der Natur. Trachtenkunde: Die detaillierte Darstellung der Kleidung macht das Bild zu einer kulturhistorischen Quelle für die Entwicklung der alpinen Identität und deren museale Konservierung in der Kunst. Bedeutung des Umkreises: Maler im Umkreis von Emil Rau waren darauf spezialisiert, die handwerkliche Qualität der Akademie mit populären, emotional zugänglichen Themen zu verbinden. Die technische Qualität dieses Werkes deutet wohl auf einen hochqualifizierten Zeitgenossen hin, der Raus Formsprache perfekt beherrschte. Fazit Das vorliegende Gemälde ist ein hochwertiges Beispiel der alpenländischen Genremalerei. Es vereint: malerische Qualität (insbesondere im Inkarnat und der Stofflichkeit), ein ikonisches Motiv der Münchner Schule (das Liebespaar in Tracht), einen guten Erhaltungszustand auf einem klassischen Bildträger. Das Werk besitzt sowohl dekorativen Charme als auch einen sammlerischen Wert als Repräsentant einer der populärsten Kunstströmungen der deutschen und österreichischen Kunstgeschichte des Fin de Siècle. Zusammenfassung für Auktionskontext Gemälde auf Holz, um 1895–1900, Umkreis Emil Rau. Darstellung eines jungen Paares in oberbayerischer Tracht vor alpiner Kulisse. Meisterhafte Ausführung in der Tradition der Münchner Schule, charakterisiert durch feine Lasuren und eine detailgetreue Wiedergabe der Texturen. Die Komposition besticht durch ihre emotionale Dichte und die harmonische Einbettung der Figuren in die Landschaft. In antikem Rahmen, hervorragender Erhaltungszustand. Ein klassisches Kabinettstück der spätromantischen Genremalerei von hohem kulturhistorischem Reiz.

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Emil Rau (1858-1937), 晚於 - Loving couple - NO RESERVE

Emil Rau (1858-1937), 晚於 - Loving couple - NO RESERVE

Titel
„Im Dienst der Liebe“ – Romantische Genreszene eines alpenländischen Paares in Tracht.

Objekt
Ölgemälde auf Holzplatte, ca. 26,6cm × 17,5 cm x 0,55cm. Alpenraum, Oberbayern / Österreich. Datierung: um 1895–1900. Dem Umkreis von Emil Rau (1858–1937) zugehörig. Unsigniert.

Darstellung
Das Gemälde zeigt ein junges Paar in einer innigen, ländlich-idyllischen Szenerie des Hochgebirges. Im Zentrum steht eine junge Frau in oberbayerischer Tracht, die sich vertrauensvoll an ihren Begleiter schmiegt. Ihr Antlitz ist im Dreiviertelprofil wiedergegeben; sie trägt eine weiße, kunstvoll gepuffte Bluse unter einem Mieder sowie einen tiefroten Rock mit einer kontrastierenden, smaragdgrünen Schürze. Ihre Mimik ist von einer sehnsuchtsvollen Erwartung geprägt, der Blick ist leicht erhoben.

Der junge Mann ist als Rückenfigur (Repoussoir-Figur) konzipiert. Er trägt die traditionelle Tracht der Alpenregion: eine dunkle Lodenjacke, Kniebundhosen, helle Wadenstutzen und einen mit Federgesteck (Gamsbart oder Feder) gezierten Tirolerhut. Diese kompositorische Entscheidung bindet den Betrachter unmittelbar in die Szenerie ein, da er die Intimität des Paares aus einer beobachtenden, fast voyeuristischen Perspektive teilt.

Die Figuren befinden sich vor einem rustikalen Holzzaun, der die Grenze zwischen dem häuslichen Bereich (angedeutet durch den Giebel eines Bauernhauses im linken Hintergrund) und der unberührten Natur markiert. Eine blühende Bergwiese und die im atmosphärischen Sfumato verschwimmenden Gebirgszüge vervollständigen das Narrativ der „heilen Welt“.

Technik und Malweise
Die Malerei ist (wahrscheinlich) in Öl auf einer fein geglätteten Holztafel ausgeführt, was eine für die Münchner Schule typische Präzision ermöglicht.

Inkarnat: Das Gesicht der Frau besticht durch eine subtile Modellierung. Die Hautpartien sind in zarten Rosé- und Elfenbeintönen gehalten, wobei feinste Lasuren die Plastizität der Wangenknochen und der Halspartie hervorheben.

Texturen: Der Künstler beweist Meisterschaft in der Stofflichkeit (Haptik). Das matte Weiß der Baumwollbluse kontrastiert mit dem schweren Fall des roten Rockstoffs und dem seidigen Glanz der grünen Schürze.

Duktus: Während die Figuren mit beinahe fotografischer Schärfe ausgeführt sind, zeigt die Landschaft einen freieren, impressionistischeren Pinselstrich, besonders bei den weißen Blüten der Almwiese, die mit pastosen Tupfern gesetzt wurden.

Lichtführung: Ein weiches, diffuses Licht modelliert die Szenerie. Es gibt keine harten Schlagschatten; stattdessen dominiert eine warme, spät-nachmittägliche Goldtonigkeit, welche die nostalgische Stimmung unterstreicht.

Komposition
Die Komposition folgt den strengen Regeln der spätromantischen Genremalerei:

Zentralperspektive: Das Paar bildet eine vertikale Achse, die durch den horizontalen Verlauf des Zaunes im Mittelgrund stabilisiert wird.

Blickführung: Die Diagonale, die vom Blick der Frau hinauf zu den Bergen führt, erzeugt eine räumliche und emotionale Weite.

Farbikonographie: Rot (Liebe/Vitalität) und Grün (Hoffnung/Natur) dominieren das Zentrum und werden durch das Weiß (Reinheit) der Bluse fokussiert.

Raumstaffelung: Die dreigliedrige Staffelung (Vordergrund: Paar; Mittelgrund: Architektur/Zaun; Hintergrund: Hochgebirge) erzeugt trotz des kleinen Formats eine beachtliche monumentale Wirkung.

Stilistische Einordnung
Das Werk ist wahrscheinlich dem späten Realismus der Münchner Schule zuzuordnen oder einem Nachfolger der sich daran inspiriert hat. Es steht in der Tradition oder Nachfolge von Künstlern wie Emil Rau und Franz von Defregger.

Spätromantische Einflüsse: Idealisierung des bäuerlichen Standes als moralisches Gegengewicht zur Urbanisierung der Jahrhundertwende.

Realistische Elemente: Ethnografisch korrekte Wiedergabe der Trachten und der alpinen Architektur.

Inspirierende Werke von Emil Rau (z. B. „Der Liebesbrief“ oder „Auf der Alm“) zeigen die identische Vorliebe für die Darstellung von Brautwerbung und ländlicher Romantik, oft unter Verwendung von Holztafeln für eine gesteigerte Detailgenauigkeit.

Rahmung
Nicht gerahmt!

Erhaltungszustand
Bildträger: Die Holzplatte ist stabil, kein Verzug erkennbar. Beschabt und Bekratzt.

Kunsthistorische Bedeutung
Das Gemälde ist möglicherweise ein signifikantes Dokument der Heimatkunst-Bewegung um 1900.

Ikonographie der Idylle: In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs fungierten solche Bilder als „Seelenanker“. Sie bedienten die Sehnsucht des Bürgertums nach einem unverfälschten, tugendhaften Leben im Einklang mit der Natur.

Trachtenkunde: Die detaillierte Darstellung der Kleidung macht das Bild zu einer kulturhistorischen Quelle für die Entwicklung der alpinen Identität und deren museale Konservierung in der Kunst.

Bedeutung des Umkreises: Maler im Umkreis von Emil Rau waren darauf spezialisiert, die handwerkliche Qualität der Akademie mit populären, emotional zugänglichen Themen zu verbinden. Die technische Qualität dieses Werkes deutet wohl auf einen hochqualifizierten Zeitgenossen hin, der Raus Formsprache perfekt beherrschte.

Fazit
Das vorliegende Gemälde ist ein hochwertiges Beispiel der alpenländischen Genremalerei. Es vereint:

malerische Qualität (insbesondere im Inkarnat und der Stofflichkeit),

ein ikonisches Motiv der Münchner Schule (das Liebespaar in Tracht),

einen guten Erhaltungszustand auf einem klassischen Bildträger.

Das Werk besitzt sowohl dekorativen Charme als auch einen sammlerischen Wert als Repräsentant einer der populärsten Kunstströmungen der deutschen und österreichischen Kunstgeschichte des Fin de Siècle.

Zusammenfassung für Auktionskontext
Gemälde auf Holz, um 1895–1900, Umkreis Emil Rau. Darstellung eines jungen Paares in oberbayerischer Tracht vor alpiner Kulisse. Meisterhafte Ausführung in der Tradition der Münchner Schule, charakterisiert durch feine Lasuren und eine detailgetreue Wiedergabe der Texturen. Die Komposition besticht durch ihre emotionale Dichte und die harmonische Einbettung der Figuren in die Landschaft. In antikem Rahmen, hervorragender Erhaltungszustand. Ein klassisches Kabinettstück der spätromantischen Genremalerei von hohem kulturhistorischem Reiz.

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