Αρ. 98682113

Αρχαία Ελληνική Κεραμικό κύπελλο Daunischer με γεωμετρικό ζωγραφισμό. - 87 mm
Αρ. 98682113

Αρχαία Ελληνική Κεραμικό κύπελλο Daunischer με γεωμετρικό ζωγραφισμό. - 87 mm
Daunischer Kyathos mit geometrischer Bemalung
Daunien (italisch)
beiger Ton, braune Bemalung
5. - 4. Jh. v. Chr.
Als Kyathos wird ein Gefäß beziehungsweise ein Werkzeug bezeichnet, das vor allem in der griechischen Antike, aber auch darüber hinaus Verwendung fand. Zunächst war der Kyathos eine aus Metall gefertigte langstielige Schöpfkelle. Der Name wurde ebenfalls für aus Ton gefertigte Becher benutzt, die einen langen Henkel hatten. Auch diese Form des Kyathos wurde wie eine Kelle zum Schöpfen des Weines aus den Mischgefäßen in die Servierkannen benutzt. Neben den hoch gezogenen Schlaufenhenkeln gibt es Exemplare mit einem Dorn an der Spitze des Henkels, an dem die schöpfende Person ihren Daumen zum besseren Halt des Gefäßes lagern konnte.
Die keramischen Kyathoi zeichnen sich durch ihre Dünnwandigkeit und häufig auch durch Bemalung aus. Es ist nahezu sicher, dass die keramische Form sich an den metallenen Vorbildern orientiert. Wahrscheinlich wurde diese Form aus Etrurien übernommen und in erster Linie für den Export dorthin produziert. Besonders profiliert für die Produktion von Kyathoi für den etruskischen Markt war der berühmte Töpfer Nikosthenes, der auch hier attische und etruskische Strömungen zu verbinden vermochte. Von griechischen und etruskischen Werken wurden wohl auch die Kyathoi der daunischen Produktion beeinflusst.
Das Volk der Daunier lebte in Apulien (der heutigen Provinz Foggia). Dieses Volk war illyrischer Abstammung und mit den Messapiern und den Peuketiern verwandt. Ab wann man in dieser Region von der Kultur bzw. einem „Volk“ der Daunier sprechen kann, bzw. sich aus der Vermischung von zugewanderten „illyrischen“ und einheimischen italischen Elementen eine solche herausbildete, ist aufgrund bisher geringer archäologischer Funde aus dem Beginn des 1. Jahrtausends ungewiss. Fassbar wird die daunische Kultur ab dem 9./8. Jahrhundert v. Chr., vor allem durch Grabfunde, bis sie im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. in der griechisch-römischen Kultur aufgeht.
Ab dem 7./6. Jahrhundert v. Chr. ist die Bezeichnung Daunier bzw. Daunien in antiken Schriftquellen belegt. Besonders beachtenswert ist ihre ausgeprägte, in Stein gelegte Bestattungskultur mit reichlichen Grabbeigaben. Die Daunier siedelten zunächst an der Küste in einfachen Dörfern und lebten von Handel und Piraterie. Später breiteten sie sich im Hinterland aus, wo sie sich mit der autochthonen Bevölkerung vermischten und einige Städte in griechischem Stil gründeten. Die ersten Kontakte mit der ägäischen Welt gehen auf die Bronzezeit zurück und Daunien wurde von den Hellenen als die Erde von Diomedes bezeichnet, da er der Gründer vieler Städte gewesen sei. Diese Städte kannten auch ein diskretes Prestige, sie prägten sogar ihre eigenen Münzen. Handels-Kontakte mit der anderen Seite der Adria sind belegt, wobei Weizen exportiert und Metallprodukte bezogen wurden. Die Daunier wurden zuerst von den Samniten und später von den Römern unterworfen.
Die berühmte Keramik der Daunier, die in ganz Daunien gefunden wurde, ist eine wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier und gibt Auskunft über ihre Riten, den Krieg oder die Jagd, weil in der daunischen Kunst figurale Darstellungen fast gnz fehlen.
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