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Jonston/Merian - [ERSTAUSGABE] Historiae Naturalis de Insectis/Serpentibus - 1650
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Jonston/Merian - [ERSTAUSGABE] Historiae Naturalis de Insectis/Serpentibus - 1650
[ERSTAUSGABE, Insekten, BESTIARIUM - Basilisk, Hydra, Drachen]
Johannes Jonstonus, Matthäus Merian
2 Titel in einem Band:
"Historiae naturalis de Insectis" + "Historiae naturalis de Serpentibus"
1650
Gestochener Titel + 40 ganzseitige, exzellente Kupferstiche von Matthäus Merian.
Die beiden 1650 in Frankfurt erschienenen epochalen Werke „Historiae naturalis de Insectis“ und „Historiae naturalis de Serpentibus“ bilden zusammen einen Teil von Johannes Jonstonus’ groß angelegter, fünfbändiger Tier-Enzyklopädie „Historia Naturalis“, die im Verlag der Familie Merian erschien und von Matthäus Merian d. J. mit zahlreichen Kupferstichen ausgestattet wurde. Jonstonus, ein polnisch‑schottischer Arzt und Universalgelehrter, sammelt darin systematisch das zoologische Wissen seiner Zeit aus antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen und verbindet gelehrte Kompilation mit Ansätzen empirischer Beobachtung.
Der Insekten‑Band („de Insectis“) gliedert die „animalia minuta“ in Gruppen wie Käfer, Fliegen, Schmetterlinge, Heuschrecken oder Spinnen und behandelt Morphologie, Fortpflanzung, Lebensweise und oft auch den medizinischen oder ökonomischen Nutzen der Arten. Die knappen, in doppelt gesetzten Spalten gedruckten Texte werden durch detailreiche, teils kolorierte Kupferstiche Merians ergänzt, die die Vielfalt und Fremdartigkeit der Insektenwelt in für das 17. Jahrhundert außergewöhnlicher Anschaulichkeit vor Augen führen.
Der Schlangen‑Band („de Serpentibus“) widmet sich Schlangen, Echsen, Drachen und anderen Reptilien und steht an der Schwelle zwischen naturkundlicher Beschreibung und der älteren, von Fabelwesen und Wunderberichten durchzogenen Tradition. Neben giftigen und ungiftigen Schlangen, Krokodilen und verschiedenen Eidechsen erscheinen auch „dragones“, die Jonstonus aus antiken und mittelalterlichen Autoritäten übernimmt, während Merians Tafeln diese Kreaturen in einer Mischung aus beobachteter Natur und gelehrter Imagination darstellen.
Beide Traktate zeigen exemplarisch den Übergang der Zoologie von der enzyklopädischen Gelehrsamkeit zur systematisch‑empirischen Naturforschung: Jonstonus ordnet, vergleicht und sammelt, während Merians Kupferstiche den visuellen Standard für naturhistorische Werke der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mitprägen. Die Zusammenbindung von „de Insectis“ und „de Serpentibus“ in einem Band spiegelt die ursprüngliche Publikationspraxis der „Historia Naturalis Animalium“ und macht das Exemplar zu einem typischen, zugleich sehr repräsentativen Zeugnis frühneuzeitlicher Naturgeschichte.
32x20 cm Folio. 200 + 40 Seiten. Beriebener Vollledereinband der Zeit, Gelenke rissig, schöne Marmorpapier Vorsätze mit Ex-Libris; das Innenleben gut erhalten, nur gering gebräunt. Bitte beachten Sie meine Fotos, sie sind wesentlicher Teil der Beschreibung.
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