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Mel - [Occultism] Der Tabernackel / Salems Tempel - 1720-1724
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Mel - [Occultism] Der Tabernackel / Salems Tempel - 1720-1724

[RITUALE, MOLOCH, SYMBOLISMUS, OPFERUNGEN, THEOLOGIE] Conrad MEL: Zwei Titel in einem Band: 1) 1720: Der Tabernackel oder gruendliche Beschreibung der Stiffts-Huette 2) 1724: Salems Tempel. Zahlreiche Illustrationen teils ganzseitig, teils (mehrfach) gefalten. 1) Der Tabernackel: „Der Tabernackel“ ist eine detailreiche, allegorische Auslegung der biblischen Stiftshütte und ihrer Rituale. Mel legt die Opferpraxis – etwa Brand-, Speis- und Sündopfer – als Vorausbild des Opfers Jesu aus und sieht im sakralen Gerät wie Altar, Bundeslade und Leuchter Symbole für zentrale Aspekte christlicher Frömmigkeit und Theologie. Die Bau- und Kultobjekte werden mystisch gedeutet, Zahlen und Materialien als Träger verborgener göttlicher Wahrheiten verstanden. Okulte Symbolik findet sich in der tiefen Allegorie, nicht in magischen Praktiken. Moloch und Menschenopfer erscheinen als abschreckende Gegenbilder: Sie dienen der Abgrenzung von heidnischer Grausamkeit, um den höheren Sinn des israelitisch-christlichen Opfers hervorzuheben. Das Werk erhebt sich so zur theologischen und spirituellen Enzyklopädie des Tabernakel-Kults. ††† "Als doppelte Haken / womit man ins Fleisch geschlagen / und dasselbe umgewand über den Kohlen des Altars-Feuer / damit das Fleisch desto eher vom Feuer verzehret werde." ††† 2) Salems Tempel: „Salems Tempel“ ist ein umfangreich illustriertes Werk, das den Salomonischen Tempel, den von Zorobabel neuerrichteten sowie den durch Herodes erweiterten Tempel in Jerusalem detailliert beschreibt. Den Kern des Buchs bilden zahlreiche Kupferstich-Tafeln, die nicht nur architektonische Details, Schnitte und Grundrisse des Tempels, sondern auch Geräte, Kultgegenstände und Priestergewänder zeigen. Durch die genaue Bebilderung mit Abrissen und perspektivischen Ansichten ging Mel weit über eine rein textliche Beschreibung hinaus; sein Werk diente als visuelles Kompendium antiker Sakralarchitektur.​ Hintergründig findet sich im Text ein deutlicher theologischer Symbolismus, teils mit Bezügen zum Christentum, zur Endzeiterwartung und – je nach Definition – auch zur frühneuzeitlichen esoterisch-okkulten Deutung heiliger Räume, etwa bei den geheimnisvollen Bedeutungen der Gerätschaften oder Raumteilungen. Auch die „Kupffer“ laden zur allegorisch-mystischen Auslegung ein, ohne jedoch explizit okkulte Praktiken darzustellen; vielmehr knüpft Mel an pietistische und universaltheologische Traditionen an, indem er im Tempel einen Abglanz der göttlichen Ordnung und eine Chiffre für das Mysterium der Schöpfung sieht. ††† "... musste das Opfer schlachten / der folgende das Blut aufffangen und ansprengen / der folgende den güldenen Altar reinigen / der folgende die Lampen zurichten / die Folgende die Stücke des Brand-Opfers auf den Altar tragen / der erste das Haupt und Beine / der ander die Schultern / ein ander die Nieren / ein ander das Eingeweyde." ††† Überwiegend auf Deutsch, einzelne Passagen auf Hebräisch bzw. Griechisch. 20,5x16,4cm. 294 + 192 Seiten. Beriebener Viertelledereinband der Zeit. Innenleben etwas gebräunt, selten wasserrandig, sonst sehr gut erhalten. Zahlreich Illustriert. Die Illustrationen teils mehrfach gefaltet (die größeren bis zu 33cm messend); diese alle auf den Fotos abgebildet.

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Mel - [Occultism] Der Tabernackel / Salems Tempel - 1720-1724

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[RITUALE, MOLOCH, SYMBOLISMUS, OPFERUNGEN, THEOLOGIE]


Conrad MEL:
Zwei Titel in einem Band:


1) 1720: Der Tabernackel oder gruendliche Beschreibung der Stiffts-Huette
2) 1724: Salems Tempel.

Zahlreiche Illustrationen teils ganzseitig, teils (mehrfach) gefalten.

1) Der Tabernackel:
„Der Tabernackel“ ist eine detailreiche, allegorische Auslegung der biblischen Stiftshütte und ihrer Rituale. Mel legt die Opferpraxis – etwa Brand-, Speis- und Sündopfer – als Vorausbild des Opfers Jesu aus und sieht im sakralen Gerät wie Altar, Bundeslade und Leuchter Symbole für zentrale Aspekte christlicher Frömmigkeit und Theologie. Die Bau- und Kultobjekte werden mystisch gedeutet, Zahlen und Materialien als Träger verborgener göttlicher Wahrheiten verstanden. Okulte Symbolik findet sich in der tiefen Allegorie, nicht in magischen Praktiken. Moloch und Menschenopfer erscheinen als abschreckende Gegenbilder: Sie dienen der Abgrenzung von heidnischer Grausamkeit, um den höheren Sinn des israelitisch-christlichen Opfers hervorzuheben. Das Werk erhebt sich so zur theologischen und spirituellen Enzyklopädie des Tabernakel-Kults.


††† "Als doppelte Haken / womit man ins Fleisch geschlagen / und dasselbe umgewand über den Kohlen des Altars-Feuer / damit das Fleisch desto eher vom Feuer verzehret werde." †††


2) Salems Tempel:
„Salems Tempel“ ist ein umfangreich illustriertes Werk, das den Salomonischen Tempel, den von Zorobabel neuerrichteten sowie den durch Herodes erweiterten Tempel in Jerusalem detailliert beschreibt. Den Kern des Buchs bilden zahlreiche Kupferstich-Tafeln, die nicht nur architektonische Details, Schnitte und Grundrisse des Tempels, sondern auch Geräte, Kultgegenstände und Priestergewänder zeigen. Durch die genaue Bebilderung mit Abrissen und perspektivischen Ansichten ging Mel weit über eine rein textliche Beschreibung hinaus; sein Werk diente als visuelles Kompendium antiker Sakralarchitektur.​

Hintergründig findet sich im Text ein deutlicher theologischer Symbolismus, teils mit Bezügen zum Christentum, zur Endzeiterwartung und – je nach Definition – auch zur frühneuzeitlichen esoterisch-okkulten Deutung heiliger Räume, etwa bei den geheimnisvollen Bedeutungen der Gerätschaften oder Raumteilungen. Auch die „Kupffer“ laden zur allegorisch-mystischen Auslegung ein, ohne jedoch explizit okkulte Praktiken darzustellen; vielmehr knüpft Mel an pietistische und universaltheologische Traditionen an, indem er im Tempel einen Abglanz der göttlichen Ordnung und eine Chiffre für das Mysterium der Schöpfung sieht.

††† "... musste das Opfer schlachten / der folgende das Blut aufffangen und ansprengen / der folgende den güldenen Altar reinigen / der folgende die Lampen zurichten / die Folgende die Stücke des Brand-Opfers auf den Altar tragen / der erste das Haupt und Beine / der ander die Schultern / ein ander die Nieren / ein ander das Eingeweyde." †††



Überwiegend auf Deutsch, einzelne Passagen auf Hebräisch bzw. Griechisch.
20,5x16,4cm.
294 + 192 Seiten. Beriebener Viertelledereinband der Zeit. Innenleben etwas gebräunt, selten wasserrandig, sonst sehr gut erhalten. Zahlreich Illustriert. Die Illustrationen teils mehrfach gefaltet (die größeren bis zu 33cm messend); diese alle auf den Fotos abgebildet.


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Zena Chiara Masud
Esperto
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