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Hajómodell - Bucentaur vom Würmsee
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Hajómodell - Bucentaur vom Würmsee

Hier handelt es sich um einen Mini-Version des Bucentaur von König Ludwig. Das Modell ist sehr Detaliert und hochwertig hergestellt. Es wurden viele Details realisiert. Es sind nur die hochwertigsten Hölzer ausgewählt worden und sämtliche Anbauteile wie Beschläge möglichst Detailgetreu nachbauen zu können. Die Scheiben des Tafelzimmers sind dem Original nachempfunden und aus einem Spezialharz gegossen worden. Selbst die Typischen aufwendigen Malereien am Überwasserschiff des Bucentaur wurden mit viel handwerklichem Geschick umgesetzt. Hier nun die sehr Interessante Geschichte des Bucentaur: Der Bucentaur nach venezianischem Vorbild des bucintoro oder buzzo d’oro (= goldener Bauch), erbaut 1662 bis 1665. Mit einer Länge von 29 Metern, einer Breite von 8,4 Metern und einer Höhe von 5 Metern (ohne Masten) ungefähr so groß wie die heutige Bernried. Der Tiefgang von nur 0,9 Metern erlaubte den Einsatz in Ufernähe, 80 Ruderer mit vergoldeten Rudern hielten das Schiff bei jeder Windlage auf Kurs. Als neues Juwel der kurfürstlichen Lustflotte spielte der Bucentaur die zentrale Rolle bei den höfischen Festen rund um den Starnberger See. Diese Schloss- und Seefeste, insbesondere die Hirschjagden im Uferbereich zwischen Kempfenhausen und Berg, waren Gesprächsthema des europäischen Adels und zogen Besucher aus ganz Mitteleuropa an. Sie standen den Festen des französischen König Ludwig XIV in nichts nach. Die Hofgesellschaft wurde auf einem eigens angelegten und reservierten Fahrweg – dem sogenannten Fürstenweg – von der Münchner Residenz an den Starnberger See gefahren. Insgesamt 18 Schranken stoppten den Querverkehr und erlaubten eine angenehme Reise. Kurfürstliches Seefest mit Bucentaur – Ignaz Bidermann 1738 Bei großen Anlässen waren 450 bis 500 Personen – Gäste, Hofleute, Diener und Mannschaften – an Bord. Wenn im Tafelzimmer gespeist wurde, hatten die Küchenschiffe, das Keller- und das Sommelierschiff beizudrehen. 1671 wurde gar ein 18-tägiges Fest mit Turnieren, Feuerwerken, Jagden, Festessen, Schauspielen und Opern gefeiert, die Festlichkeiten nahmen die gesamte nörd-östliche Seefläche ein. Die Vorbereitung und der Ablauf dieser Feste sind bei HR Klein sehr anschaulich beschrieben. Eindrucksvoll sind die detaillierten Verpflegungslisten mit alten Bezeichnungen für Geflügel und lokale Fische. Hier ansässige Bauern, Fischer und Handwerker konnten sich ein gutes Zubrot verdienen. Zusätzlich zu seinen Schlössern Starnberg und Possenhofen ließ Kurfürst Ferdinand ab 1676 das Schloss Berg als Anlegeplatz für den Bucentaur bauen. Zwei Jahre später kaufte er das Schloss Kempfenhausen mit den dazugehörigen Ländereien. In seinem Forstenrieder Park ließ er Hirsche aussetzen, die von Treibern und Hunden durch einen eingezäunten breiten Gang südlich um Harkirchen bis hin zum Etztal getrieben wurden. Dort öffnete sich der schmale Gang trichterförmig zum See und ließ den Tieren keine andere Wahl, als ins Wasser zu stürmen, wo sie von der Jagdgesellschaft empfangen wurden. Aber eine Frage kann auch HR Klein nicht beantworten: Was mögen die Hofherren vom Sattlerhof (heute Will), vom Clausenhof (heute Gastl), vom Schusterhof (immer noch Schuster), von den harkirchener Höfen und den anderen Höfen über dieses Treiben gedacht haben? Sie waren zur Zeit der Feste schon einige Jahrhunderte auf ihren Höfen und lebten ein völlig anderes Leben als die aufgepuderte Hofgesellschaft. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Hier handelt es sich um einen Mini-Version des Bucentaur von König Ludwig.

Das Modell ist sehr Detaliert und hochwertig hergestellt. Es wurden viele Details realisiert.
Es sind nur die hochwertigsten Hölzer ausgewählt worden und sämtliche Anbauteile wie Beschläge möglichst Detailgetreu nachbauen zu können. Die Scheiben des Tafelzimmers sind dem Original nachempfunden und aus einem Spezialharz gegossen worden. Selbst die Typischen aufwendigen Malereien am Überwasserschiff des Bucentaur wurden mit viel handwerklichem Geschick umgesetzt.

Hier nun die sehr Interessante Geschichte des Bucentaur:

Der Bucentaur nach venezianischem Vorbild des bucintoro oder buzzo d’oro (= goldener Bauch), erbaut 1662 bis 1665. Mit einer Länge von 29 Metern, einer Breite von 8,4 Metern und einer Höhe von 5 Metern (ohne Masten) ungefähr so groß wie die heutige Bernried. Der Tiefgang von nur 0,9 Metern erlaubte den Einsatz in Ufernähe, 80 Ruderer mit vergoldeten Rudern hielten das Schiff bei jeder Windlage auf Kurs.

Als neues Juwel der kurfürstlichen Lustflotte spielte der Bucentaur die zentrale Rolle bei den höfischen Festen rund um den Starnberger See. Diese Schloss- und Seefeste, insbesondere die Hirschjagden im Uferbereich zwischen Kempfenhausen und Berg, waren Gesprächsthema des europäischen Adels und zogen Besucher aus ganz Mitteleuropa an. Sie standen den Festen des französischen König Ludwig XIV in nichts nach.

Die Hofgesellschaft wurde auf einem eigens angelegten und reservierten Fahrweg – dem sogenannten Fürstenweg – von der Münchner Residenz an den Starnberger See gefahren. Insgesamt 18 Schranken stoppten den Querverkehr und erlaubten eine angenehme Reise.


Kurfürstliches Seefest mit Bucentaur – Ignaz Bidermann 1738

Bei großen Anlässen waren 450 bis 500 Personen – Gäste, Hofleute, Diener und Mannschaften – an Bord. Wenn im Tafelzimmer gespeist wurde, hatten die Küchenschiffe, das Keller- und das Sommelierschiff beizudrehen. 1671 wurde gar ein 18-tägiges Fest mit Turnieren, Feuerwerken, Jagden, Festessen, Schauspielen und Opern gefeiert, die Festlichkeiten nahmen die gesamte nörd-östliche Seefläche ein. Die Vorbereitung und der Ablauf dieser Feste sind bei HR Klein sehr anschaulich beschrieben. Eindrucksvoll sind die detaillierten Verpflegungslisten mit alten Bezeichnungen für Geflügel und lokale Fische. Hier ansässige Bauern, Fischer und Handwerker konnten sich ein gutes Zubrot verdienen.

Zusätzlich zu seinen Schlössern Starnberg und Possenhofen ließ Kurfürst Ferdinand ab 1676 das Schloss Berg als Anlegeplatz für den Bucentaur bauen. Zwei Jahre später kaufte er das Schloss Kempfenhausen mit den dazugehörigen Ländereien. In seinem Forstenrieder Park ließ er Hirsche aussetzen, die von Treibern und Hunden durch einen eingezäunten breiten Gang südlich um Harkirchen bis hin zum Etztal getrieben wurden. Dort öffnete sich der schmale Gang trichterförmig zum See und ließ den Tieren keine andere Wahl, als ins Wasser zu stürmen, wo sie von der Jagdgesellschaft empfangen wurden.

Aber eine Frage kann auch HR Klein nicht beantworten: Was mögen die Hofherren vom Sattlerhof (heute Will), vom Clausenhof (heute Gastl), vom Schusterhof (immer noch Schuster), von den harkirchener Höfen und den anderen Höfen über dieses Treiben gedacht haben? Sie waren zur Zeit der Feste schon einige Jahrhunderte auf ihren Höfen und lebten ein völlig anderes Leben als die aufgepuderte Hofgesellschaft. Aber das ist eine andere Geschichte.





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Laura Brianza
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