Nr. 103071646

László Moholy-Nagy - Lot with 3 books - 1936-1978
Nr. 103071646

László Moholy-Nagy - Lot with 3 books - 1936-1978
In der Auktion befinden sich als Konvolut drei (!) sehr seltene Publikationen zu László Moholy-Nagy, dem bedeutenden Fotografen, Maler, Designer, Typograf und Lehrer am Bauhaus sowie Gründer des New Bauhaus in Chicago.
1. Spektrum. Internationale Vierteljahresschrift für Dichtung und Originalgrafik. Nr. 79 gewidmet Laszlo Moholy-Nagy. Mehrheitlich unveröffentlichte Arbeiten und Texte. Textauswahl Claus Bremer. 20. Jahrgang. ZÜRICH 1978
Es handelt sich um die selten Ausgabe der Internationale Vierteljahresschrift für Dichtung und Originalgrafik: Spektrum Nr. 79 gewidmet Laszlo Moholy-Nagy. Mehrheitlich unveröffentlichte Arbeiten und Texte. Textauswahl Claus Bremer. 20. Jahrgang. ZÜRICH 1978
Auf dem Titelblatt befindet sich unten rechts die Originalprägung der Moholy-Nagy Foundation (!) unter Leitung von Hattula Moholy-Nagy. Damit ist diese als „Gönnerausgabe“ gekennzeichnet mit einer limitierten Anzahl von 120 Exemplaren. Das vorliegende Exemplar ist nicht nummeriert und enthält keine Beilage, da es sich um ein Belegexemplar außerhalb des offiziellen Verkaufs handelt. Aufgrund der originalen Prägung hat diese Gönnerausgabe auch ohne Beilage einen besonderen Sammlerwert. Zudem beinhaltet die Ausgabe unveröffentlichtes Material des Künstlers, das 1978 exklusiv für die Kunstzeitschrift Spektrum veröffentlicht wurde.
Die Ausgabe Nr. 79 der Zeitschrift "Spektrum" ist László Moholy-Nagy gewidmet, wurde in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Hattula Mohol-Nagy (Moholy-Nagy Foundation NEW YORK) erstellt und enthält überwiegend unveröffentlichte Arbeiten und Texte von ihm. Diese Ausgabe gilt als besonders bedeutend für Sammler und Interessierte an Moholy-Nagys Werk, da sie Einblicke in weniger bekannte Aspekte seines Schaffens bietet .
Der Zustand ist ausgezeichnet.
2. Das „Eton Portrait“. Sehr gutes Exemplar im originalen, goldgeprägten Leineneinband. Buchrücken und Kanten altersbedingt leicht abgerieben. Die 58 Fotografien sind tadellos. Kein Schutzumschlag. Insgesamt sehr gut erhalten. 187 S., [58] S. mit Tafeln: Illustrationen, Fotografien; 26 cm. Themen: Moholy-Nagy, László 1895-1946. Geschichte des Eton College. First Published by John Miles LONDON 1937. Altersgemäßer sehr guter Zustand
3. The Street Markets of London
201 S. Text mit Vorw. v. LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY, sowie 64 einseitig bedr. ganzseitige Fotos v. L. Moholy-Nagy in Tiefdruck, Orig.Leinen, Textbll. zT. etwas altersfleckig und mit Randmängeln, die Tafeln sauber. Text Mary Benedetta. First Published by John Miles LONDON 1936. Altersgemäßer guter Zustand
Hintergrund der fotografischen Arbeit MOHOLY-NAGY
Das Buch "Eton Portrait" aus dem Jahr 1937 ist ein fotoillustriertes Werk, das von Bernard Fergusson verfasst und mit Fotografien von László Moholy-Nagy ausgestattet wurde. Moholy-Nagy schuf während seiner Zeit in England (1935–1937) eine Reihe von fotografischen Arbeiten, darunter auch die Aufnahmen für "Eton Portrait". In dieser Phase nutzte er eine Leica-Kamera, um schnell und unauffällig Fotos für verschiedene fotoillustrierte Bücher zu machen, zu denen neben "Eton Portrait" auch "Street Market of London" (1936) und "An Oxford University Chest" (1938) zählen .
Moholy-Nagys fotografische Mitwirkung an "Eton Portrait" bestand darin, dass er die fotografischen Illustrationen für das Buch lieferte. Das Buch selbst ist ein Quarto-Band mit 187 Seiten und 56 Tafeln, die seine Fotografien zeigen.
Das "Eton Portrait" ist besonders interessant, denn es zeigt Moholy-Nagys Anpassungsfähigkeit als Künstler. Er nutzte die Fotografie, für das Porträtieren einer traditionellen britischen Institution wie Eton und verband zugleich seinen künstlerischen Blick mit den Erwartungen eines dokumentarischen Projekts. Die Aufnahmen zeigen eine klare, sachliche Bildsprache, die den Betrachter direkt in die Atmosphäre des Colleges eintauchen lässt. Gleichzeitig reflektieren sie Moholy-Nagys Interesse an der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umgebung – ein zentrales Thema seines Gesamtwerks.
Künstlerisch gesehen markiert diese Phase einen Übergang: Während Moholy-Nagy in den 1920er Jahren am Bauhaus mit avantgardistischen Techniken wie Fotogrammen und experimenteller Typografie arbeitete, entwickelte er in England einen eher dokumentarischen, fast journalistischen Stil. Dies war auch eine Reaktion auf seine Lebensumstände, da er nach der Emigration aus Deutschland in England zunächst Geld verdienen musste. Dennoch blieb sein Ansatz innovativ, etwa durch die Verwendung der Leica, die ihm spontane, ungestellte Aufnahmen ermöglichte – eine Neuheit für die damalige Zeit.
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