N.º 100001578

Luise Rinser (1911-2002) berühmte und umstrittene deutsche Schriftstellerin - Eigenhändige und signierte Postkarte aus Rom an Frau Irmgard Diemer in Minden - 1966
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Luise Rinser (1911-2002) berühmte und umstrittene deutsche Schriftstellerin - Eigenhändige und signierte Postkarte aus Rom an Frau Irmgard Diemer in Minden - 1966
Luise Rinser (1911-2002) berühmte und umstrittene deutsche Schriftstellerin
- Eigenhändige und signierte Postkarte aus Rom an Frau Irmgard Diemer in Minden. Beiliegend zwei Zeitungsartikel zum 55. und 75. Geburtstag (1966 und 1986)
-datiert Rom, 25.7. 1966
Luise Rinser (* 30. April 1911 in Pitzling am Lech, Oberbayern; † 17. März 2002 in Unterhaching bei München) war eine deutsche Schriftstellerin.
Rinsers Positionierung im „Dritten Reich“ ist mittlerweile nicht mehr umstritten: Dokumente zeigen, dass sie ihre Rolle vor allem in den ersten Jahren der NS-Diktatur nachträglich schönte. José Sánchez de Murillos im April 2011 in Deutschland erschienene Biographie Luise Rinser – Ein Leben in Widersprüchen nimmt zahlreiche und wesentliche Richtigstellungen an Rinsers eigener Lebensdarstellung in der Nazi-Zeit vor. Laut Murillo hat Rinser nachweislich 1933 als Junglehrerin ihren jüdischen Schuldirektor denunziert (sie beschwerte sich über dessen angeblich schlampige Arbeit) und soll damit ihre eigene Karriere befördert haben. Murillo schreibt: „Luise Rinser war in der Nazi-Zeit ebenso verstrickt wie viele andere“ und ergänzt in Interviews: „Faktisch gesehen hat sie gelogen – uns alle angelogen“. Sie war zu dieser Zeit „eine junge Nazi-Größe, die schnell Karriere machte“. Luise Rinser soll nicht nur ihre politischen Überzeugungen, sondern auch viele ihrer „Lebensdaten“ für die Nachwelt gezielt verschleiert und verfälscht haben. „Die Wahrheit ist: Luise Rinser arbeitete an der Kultur des ‚Dritten Reichs‘ mit wie viele ihrer Generationsgenossen… Einen Geschmack von Bitterkeit hinterlässt die Neuerschaffung ihrer Biografie nach der sogenannten Stunde null und vor allem die penetrante Weigerung, jemals ein Wort der Wahrheit über die Verführbarkeit junger Künstler unter dem Nationalsozialismus zu sagen oder wenigstens der Ambivalenz ihrer Position gerecht zu werden.“
Luise Rinser mischte sich aktiv in die politische und gesellschaftliche Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland ein. Sie war eine führende Stimme des Linkskatholizismus, beobachtete als akkreditierte Journalistin das Zweite Vatikanische Konzil und wurde zu einer scharfen Kritikerin der katholischen Kirche, aus der sie jedoch nicht austrat. Rinser gehörte dem Kuratorium der 1959 gegründeten Deutsch-Israelischen Studiengruppe an der Goethe-Universität Frankfurt an, die sich für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für die Annäherung mit Israel engagierte. In den 1970er Jahren engagierte sie sich für die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen § 218. 1968 kritisierte sie in einem offenen Brief das Urteil wegen der Kaufhaus-Brandstiftungen gegen Andreas Baader und Gudrun Ensslin. An den Vater Ensslins schrieb sie: „Gudrun hat in mir eine Freundin fürs Leben gefunden“. 1972 unterstützte sie Willy Brandt im Wahlkampf.
In den Jahren ab 1972 bereiste sie die Sowjetunion, die USA, Spanien, Indien, Indonesien, Südkorea, mehrere Male Nordkorea, den Iran – dessen Revolutionsführer Ajatollah Chomeini sie als „leuchtendes Vorbild für die Länder der Dritten Welt“ pries –, Japan, Kolumbien und viele andere Länder. Zudem war Luise Rinser eine ausgesprochene Bewunderin des nordkoreanischen Diktators Kim Il-sung.
Anfang der 1980er Jahre demonstrierte sie zusammen mit den Schriftstellern Heinrich Böll und Günter Grass gegen den NATO-Doppelbeschluss, gemäß dem in der Bundesrepublik Deutschland Pershing-Raketen stationiert werden sollten. Für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1984 wurde sie von den Grünen, deren Mitglied sie seit 1983 war, als Kandidatin vorgeschlagen; sie unterlag in der Wahl Richard von Weizsäcker.
Rinser ist auch bekannt für ihren Einsatz für Tierrechte und Vegetarismus. 1990 schrieb sie ein weit beachtetes Geleitwort für Eugen Drewermanns Buch Über die Unsterblichkeit der Tiere. Hoffnung für die leidende Kreatur.[, in dem sie ihre Ansicht über die Rechte der Tiere zum Ausdruck brachte.
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