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Babette Scobel (1943-2022) - Ach mein kein Engel
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Babette Scobel (1943-2022) - Ach mein kein Engel

Babette Scobel (1943-2022) „Ach mein kein Engel“, 1985 Mischtechnik auf naturbelassenem Holz. Mit montiertem Engelsporträt (Fremdbild) mit Goldfarbiger Bemalung.. Rückseitig signiert, datiert und betitelt. Unikat. In dieser Arbeit verbindet Babette Scobel ein bewusst unbehandeltes Trägermaterial mit einem gesetzten Bildzitat: Ein Engelsporträt, gefasst in Gold, tritt in ein spannungsreiches Verhältnis zur rohen Präsenz des Holzes. Die partielle Vergoldung verstärkt diese Balance zwischen sakraler Anmutung und materieller Zurücknahme. Der Titel „Ach mein kein Engel“ verschiebt das Vertraute ins Offene. Zuneigung und Distanz, Affirmation und leise Brechung bleiben unentschieden und entfalten gerade daraus ihre Wirkung. Im Umfeld der Kunstakademie Düsseldorf entwickelt Scobel eine eigenständige Position, in der Aneignung nicht als Zitat, sondern als Verschiebung eingesetzt wird. Vorgefundene Bildwelten werden reduziert, isoliert und in neue Zusammenhänge überführt. Entstanden in zeitlicher Distanz zum frühen Tod von Blinky Palermo, mit dem Scobel in dessen letzter Lebensphase eng verbunden war, lässt sich das Werk auch als offener Resonanzraum von Erinnerung lesen. Diese Dimension bleibt jedoch bewusst unausgesprochen und zeigt sich eher in der fragmentarischen Setzung und der zurückgenommenen Materialität als in einer erzählerischen Geste. Die Kombination aus Fundbild, Goldfarbe und unbehandeltem Holz verleiht der Arbeit eine stille, zugleich nachhaltige Präsenz. Ein charakteristisches Beispiel für Scobels Werk der 1980er-Jahre, in dem sich Objekt, Bild und Bedeutung in präziser Balance halten.

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Babette Scobel (1943-2022)

„Ach mein kein Engel“, 1985

Mischtechnik auf naturbelassenem Holz.
Mit montiertem Engelsporträt (Fremdbild) mit Goldfarbiger Bemalung..

Rückseitig signiert, datiert und betitelt.
Unikat.

In dieser Arbeit verbindet Babette Scobel ein bewusst unbehandeltes Trägermaterial mit einem gesetzten Bildzitat: Ein Engelsporträt, gefasst in Gold, tritt in ein spannungsreiches Verhältnis zur rohen Präsenz des Holzes. Die partielle Vergoldung verstärkt diese Balance zwischen sakraler Anmutung und materieller Zurücknahme.

Der Titel „Ach mein kein Engel“ verschiebt das Vertraute ins Offene. Zuneigung und Distanz, Affirmation und leise Brechung bleiben unentschieden und entfalten gerade daraus ihre Wirkung.

Im Umfeld der Kunstakademie Düsseldorf entwickelt Scobel eine eigenständige Position, in der Aneignung nicht als Zitat, sondern als Verschiebung eingesetzt wird. Vorgefundene Bildwelten werden reduziert, isoliert und in neue Zusammenhänge überführt.

Entstanden in zeitlicher Distanz zum frühen Tod von Blinky Palermo, mit dem Scobel in dessen letzter Lebensphase eng verbunden war, lässt sich das Werk auch als offener Resonanzraum von Erinnerung lesen. Diese Dimension bleibt jedoch bewusst unausgesprochen und zeigt sich eher in der fragmentarischen Setzung und der zurückgenommenen Materialität als in einer erzählerischen Geste.

Die Kombination aus Fundbild, Goldfarbe und unbehandeltem Holz verleiht der Arbeit eine stille, zugleich nachhaltige Präsenz. Ein charakteristisches Beispiel für Scobels Werk der 1980er-Jahre, in dem sich Objekt, Bild und Bedeutung in präziser Balance halten.

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Giulia Couzzi
Experto
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