S. Oomius - [SUICIDE] Prophylacticum Vitae - 1660
![S. Oomius - [SUICIDE] Prophylacticum Vitae - 1660 #1.0](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/5/11/2/7/7/277916ef-6326-4800-bc25-342775bc410e.jpg)
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![S. Oomius - [SUICIDE] Prophylacticum Vitae - 1660 #3.2](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/5/11/4/c/3/4c34c9e3-49fb-436a-88b5-e4a37a379cc4.jpg)
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S. Oomius es autor/ilustrador de la primera edición holandesa ilustrada de [SUICIDE] Prophylacticum Vitae, publicada en Ámsterdam en 1660 por Jacob Benjamyn, 359 páginas, 16 × 10,5 cm, en buen estado.
Descripción del vendedor
[PRIMERA EDICIÓN - SUICIDIO – AUTOCOMPARTEINGRE - PSICOLOGÍA – PAÍSES BAJOS]
Prophylacticum Vitae oftе Bescherminge des levens, tegens selfs‑moorderije
Simon Oomius
Ámsterdam, 1660
Seltene Erstausgabe mit zahlreichen zeitgenössischen Randnotizen eines gelehrten Theologen.
Besonders eindrucksvoll ist das ganzseitige Kupferstich‑Frontispiz, das drastische Szenen von Selbsttötung und Rettungsversuchen zeigt und so das Thema unmittelbar vor Augen führt.
Außerordentlich seltene frühneuzeitliche Erstausgabe dieses Buches zur Vorbeugung des Selbstmords – in der Forschung als eine der ersten eigenständigen Schriften zu diesem Thema in niederländischer Sprache hervorgehoben. Der reformierte Prediger Simon Oomius analysiert die „indirecte en directe selfs‑moorderije“, diskutiert Ursachen wie Verzweiflung, Schwermut, Einsamkeit und Glaubenszweifel und entwickelt ausführliche seelsorgerliche Strategien zur Bewahrung des Lebens. Damit steht das Werk an der Schnittstelle von Theologie, Moraltheorie und früher Psychologie und bietet einen Einblick in den Umgang mit Suizidgedanken im 17. Jahrhundert.
ZU DEN NOTIZEN:
Sie verknüpfen Oomius’ Argumente gegen Verzweiflung und Selbstmord mit anderen reformierten Autoren (Bolton, Gouge, Voetius usw.) und mit kirchengeschichtlichen Beispielen (Apostaten, Ketzer, Kirchenkonzilien).
Der Schreiber kommentiert, nummeriert und ergänzt die Argumente, z. B. bei der „Sünde gegen den Heiligen Geist“, bei der Frage nach der Vergebung von „Abfall vom Glauben“ und bei der seelsorgerlichen Behandlung von Verzweifelten.
Unten in den breiten Fußrändern stehen längere, zusammenhängende Notizen, offenbar Auszüge oder eigene Formulierungen dazu, wie man mit „Afvalligen“, „wanhopige zielen“ usw. umzugehen habe – also sehr wahrscheinlich Predigt‑ oder Seelsorge‑Notizen eines reformierten Geistlichen.
Der Text ist klar gegliedert: Zunächst werden Wesen und Formen des Selbstmords definiert, dann die seelischen und gesellschaftlichen Ursachen analysiert und schließlich praktische „prophylaktische“ Mittel empfohlen, wie Trost, geistliche Begleitung und die Stärkung der Hoffnung. Oomius widmet sich zudem Verwandtthemen wie Verzweiflung, Sünde gegen den Heiligen Geist und der Frage nach der ewigen Bestimmung von Selbstmördern – Themen, die in dieser Deutlichkeit nur äußerst selten in einem eigenen Buch behandelt wurden.
Zeitgenössischer Pergamenteinband mit handschriftlichem Rückentitel. Altersgemäß etwas berieben, aber fest. Innen stellenweise leicht gebräunt (siehe Fotos). Viele Blätter enthalten zeitgenössische Randnotizen (siehe Fotos).
Seiten: Titelkupfer + Titelseite, Opdracht (14 S.), 336 S., Bladt-Wyser (7 S.)
[PRIMERA EDICIÓN - SUICIDIO – AUTOCOMPARTEINGRE - PSICOLOGÍA – PAÍSES BAJOS]
Prophylacticum Vitae oftе Bescherminge des levens, tegens selfs‑moorderije
Simon Oomius
Ámsterdam, 1660
Seltene Erstausgabe mit zahlreichen zeitgenössischen Randnotizen eines gelehrten Theologen.
Besonders eindrucksvoll ist das ganzseitige Kupferstich‑Frontispiz, das drastische Szenen von Selbsttötung und Rettungsversuchen zeigt und so das Thema unmittelbar vor Augen führt.
Außerordentlich seltene frühneuzeitliche Erstausgabe dieses Buches zur Vorbeugung des Selbstmords – in der Forschung als eine der ersten eigenständigen Schriften zu diesem Thema in niederländischer Sprache hervorgehoben. Der reformierte Prediger Simon Oomius analysiert die „indirecte en directe selfs‑moorderije“, diskutiert Ursachen wie Verzweiflung, Schwermut, Einsamkeit und Glaubenszweifel und entwickelt ausführliche seelsorgerliche Strategien zur Bewahrung des Lebens. Damit steht das Werk an der Schnittstelle von Theologie, Moraltheorie und früher Psychologie und bietet einen Einblick in den Umgang mit Suizidgedanken im 17. Jahrhundert.
ZU DEN NOTIZEN:
Sie verknüpfen Oomius’ Argumente gegen Verzweiflung und Selbstmord mit anderen reformierten Autoren (Bolton, Gouge, Voetius usw.) und mit kirchengeschichtlichen Beispielen (Apostaten, Ketzer, Kirchenkonzilien).
Der Schreiber kommentiert, nummeriert und ergänzt die Argumente, z. B. bei der „Sünde gegen den Heiligen Geist“, bei der Frage nach der Vergebung von „Abfall vom Glauben“ und bei der seelsorgerlichen Behandlung von Verzweifelten.
Unten in den breiten Fußrändern stehen längere, zusammenhängende Notizen, offenbar Auszüge oder eigene Formulierungen dazu, wie man mit „Afvalligen“, „wanhopige zielen“ usw. umzugehen habe – also sehr wahrscheinlich Predigt‑ oder Seelsorge‑Notizen eines reformierten Geistlichen.
Der Text ist klar gegliedert: Zunächst werden Wesen und Formen des Selbstmords definiert, dann die seelischen und gesellschaftlichen Ursachen analysiert und schließlich praktische „prophylaktische“ Mittel empfohlen, wie Trost, geistliche Begleitung und die Stärkung der Hoffnung. Oomius widmet sich zudem Verwandtthemen wie Verzweiflung, Sünde gegen den Heiligen Geist und der Frage nach der ewigen Bestimmung von Selbstmördern – Themen, die in dieser Deutlichkeit nur äußerst selten in einem eigenen Buch behandelt wurden.
Zeitgenössischer Pergamenteinband mit handschriftlichem Rückentitel. Altersgemäß etwas berieben, aber fest. Innen stellenweise leicht gebräunt (siehe Fotos). Viele Blätter enthalten zeitgenössische Randnotizen (siehe Fotos).
Seiten: Titelkupfer + Titelseite, Opdracht (14 S.), 336 S., Bladt-Wyser (7 S.)
