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Sculpture, Heiliger/Apostel - 21.3 cm - Bois
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Sculpture, Heiliger/Apostel - 21.3 cm - Bois

Antike Geschnitzte Holzskulptur "Heiliger/Apostel" I. Objektidentifikation und Datierung Bezeichnung: Freistehende, jedoch rückseitig tief gehöhlte (ausgesparte) geschnitzte Skulptur. Vermutliche Darstellung eines Heiligen, Apostels oder Märtyrers aus dem Kreis der Heiligen oder biblischen Figuren. Datierung (Einschätzung): Ca. 1600-1750 (eventuell ist es auch möglich, dass das Stück weitaus älter ist und aus der Spätgotik/Frührenaissance stammt, es gibt ein paar Indizien, Form der Haare erinnert an Gotik, Faltenwurf des Kleiders erinnert an Rennaisance). Um auf Nummer sicher zu gehen datieren wir das Stück aber auf 1600-1750. Es ist auch aufgrund des Zustandes schwierig zu datieren wie alt es wirklich ist. Provenienz: Wahrscheinlich eine mitteleuropäische Werkstatt (deutschsprachiger Raum, Böhmen, Flandern oder Nordfrankreich). Maße (Ca.-Angaben): 21,3 cm. Die Größe qualifiziert die Figur als Kleinplastik oder Reliquienfigur, die in einem Hausaltar, einem Flügelaltar oder einer Andachtsnische Platz fand. II. Ikonografie und Stilmerkmale Körperhaltung: Die Figur steht aufrecht in einer eher frontalen, leicht statischen Haltung, die jedoch durch eine subtile Gewichtsverlagerung (Ansatz eines Kontraposts) und den bewegten Faltenwurf belebt wird. Die Hände sind geöffnet und leicht nach vorne gestreckt, was auf das Halten eines persönlichen Attributs hindeutet (dieses ist heute verloren), welches die spezifische Identität des Heiligen offenbart hätte. Gewandung: Der Heilige trägt einen Mantel über einer schlichten Tunika. Der Faltenwurf des Mantels ist tief unterschnitten und plastisch, mit einer charakteristischen spätgotischen bis frührenaissancistischen Behandlung: es sind sowohl die vertikalen, scharfen Bruchfalten der Gotik als auch die runderen, fließenderen Röhrenfalten der beginnenden Renaissance erkennbar. Diese Art der Draperie dient dazu, dem Körper Volumen und Bewegung zu verleihen, ohne die Anatomie zu idealisieren. Die fein ausgearbeiteten Falten im Brustbereich der Tunika sind ebenfalls zeittypisch. III. Zustand und Befunde (Originalität, Patina, Fehlstellen) Fassung (Polychromie): Die ursprüngliche Fassung ist heute nahezu vollständig verloren oder bewusst abgenommen. Lediglich minimale Spuren von Grundierung und Pigmentresten sind in tieferen Schnitzgründen sichtbar (z.B. im Brustbereich Reste von Rot, siehe IMG_6924.jpg), was die Existenz einer ursprünglichen Polychromie bestätigt. Die Figur präsentiert sich heute als naturholzige Skulptur. Oberflächenbehandlung: Die aktuell sichtbare, tiefdunkle Holzfarbe ist das Ergebnis einer sehr alten, tief eingedrungenen historischen Beizung oder Lasure in Kombination mit einer über Jahrhunderte gewachsenen, schützenden Patina. Diese Oberfläche ist als Zeugnis des Alters zu betrachten. Rückseite (Aushöhlung): Die Rückseite ist minimal ausgehöhlt. Dies diente in der Spätgotik und Frührenaissance primär dazu, das "Arbeiten" des Holzes zu minimieren und so Rissbildung vorzubeugen, aber auch, um Gewicht zu sparen. Die Aushöhlung ist grob und handwerklich ausgeführt. Biologischer Schaden/Holzwurm: Die Voder- und Rückseite weisen deutliche und massive Spuren älterer Holzwurmaktivität auf (Fraßgänge und Ausfluglöcher, siehe IMG_6945.jpg). Eine aktive Wurmaktivität kann nicht ausgeschlossen werden und erfordert ggf. eine fachmännische Untersuchung und Behandlung, um weiteren Substanzverlust zu verhindern. Sekundäre Markierungen: Im unteren Bereich der Figur, am Fuß oder Sockel, sind unidentifizierte, alte Markierungen in Tusche oder Bleistift (z.B. "T.Q" oder "70", siehe IMG_6930.jpg) zu erkennen. Diese könnten Inventarnummern, Werkstattzeichen oder spätere Sammlervermerke sein und bedürfen einer weiteren Untersuchung. Fehlstellen/Verluste: Es gibt substanzielle Abbrüche und Fehlstellen, insbesondere an den exponierten Partien wie den Armen/Händen, am unteren Gewandsaum und an den Kanten der Falten. Diese Verluste sind alters- und gebrauchsbedingt. Obwohl die polychrome Originalfassung weitgehend verloren ist (Redte zu sehen an der Brust) und die Figur einen unrestaurierten, naturholzigen Zustand mit tiefer Alterspatina aufweist, unterstreichen diese Merkmale zusammen mit den massiven Holzwurmschäden auf der Rückseite ihre Authentizität und ihre lange Geschichte. Das Objekt wird als historisch bedeutsam, mit ausgeprägten Alters- und Gebrauchsspuren sowie nachweisbaren Schäden angeboten. Es ist ein hochinteressantes Sammlerstück für Kenner frühneuzeitlicher Sakralplastik.

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Sculpture, Heiliger/Apostel - 21.3 cm - Bois

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Antike Geschnitzte Holzskulptur "Heiliger/Apostel"

I. Objektidentifikation und Datierung
Bezeichnung: Freistehende, jedoch rückseitig tief gehöhlte (ausgesparte) geschnitzte Skulptur. Vermutliche Darstellung eines Heiligen, Apostels oder Märtyrers aus dem Kreis der Heiligen oder biblischen Figuren.

Datierung (Einschätzung): Ca. 1600-1750 (eventuell ist es auch möglich, dass das Stück weitaus älter ist und aus der Spätgotik/Frührenaissance stammt, es gibt ein paar Indizien, Form der Haare erinnert an Gotik, Faltenwurf des Kleiders erinnert an Rennaisance). Um auf Nummer sicher zu gehen datieren wir das Stück aber auf 1600-1750. Es ist auch aufgrund des Zustandes schwierig zu datieren wie alt es wirklich ist.

Provenienz: Wahrscheinlich eine mitteleuropäische Werkstatt (deutschsprachiger Raum, Böhmen, Flandern oder Nordfrankreich).

Maße (Ca.-Angaben): 21,3 cm. Die Größe qualifiziert die Figur als Kleinplastik oder Reliquienfigur, die in einem Hausaltar, einem Flügelaltar oder einer Andachtsnische Platz fand.

II. Ikonografie und Stilmerkmale
Körperhaltung: Die Figur steht aufrecht in einer eher frontalen, leicht statischen Haltung, die jedoch durch eine subtile Gewichtsverlagerung (Ansatz eines Kontraposts) und den bewegten Faltenwurf belebt wird. Die Hände sind geöffnet und leicht nach vorne gestreckt, was auf das Halten eines persönlichen Attributs hindeutet (dieses ist heute verloren), welches die spezifische Identität des Heiligen offenbart hätte.

Gewandung: Der Heilige trägt einen Mantel über einer schlichten Tunika. Der Faltenwurf des Mantels ist tief unterschnitten und plastisch, mit einer charakteristischen spätgotischen bis frührenaissancistischen Behandlung: es sind sowohl die vertikalen, scharfen Bruchfalten der Gotik als auch die runderen, fließenderen Röhrenfalten der beginnenden Renaissance erkennbar. Diese Art der Draperie dient dazu, dem Körper Volumen und Bewegung zu verleihen, ohne die Anatomie zu idealisieren. Die fein ausgearbeiteten Falten im Brustbereich der Tunika sind ebenfalls zeittypisch.

III. Zustand und Befunde (Originalität, Patina, Fehlstellen)
Fassung (Polychromie): Die ursprüngliche Fassung ist heute nahezu vollständig verloren oder bewusst abgenommen. Lediglich minimale Spuren von Grundierung und Pigmentresten sind in tieferen Schnitzgründen sichtbar (z.B. im Brustbereich Reste von Rot, siehe IMG_6924.jpg), was die Existenz einer ursprünglichen Polychromie bestätigt. Die Figur präsentiert sich heute als naturholzige Skulptur.

Oberflächenbehandlung: Die aktuell sichtbare, tiefdunkle Holzfarbe ist das Ergebnis einer sehr alten, tief eingedrungenen historischen Beizung oder Lasure in Kombination mit einer über Jahrhunderte gewachsenen, schützenden Patina. Diese Oberfläche ist als Zeugnis des Alters zu betrachten.

Rückseite (Aushöhlung): Die Rückseite ist minimal ausgehöhlt. Dies diente in der Spätgotik und Frührenaissance primär dazu, das "Arbeiten" des Holzes zu minimieren und so Rissbildung vorzubeugen, aber auch, um Gewicht zu sparen. Die Aushöhlung ist grob und handwerklich ausgeführt.

Biologischer Schaden/Holzwurm: Die Voder- und Rückseite weisen deutliche und massive Spuren älterer Holzwurmaktivität auf (Fraßgänge und Ausfluglöcher, siehe IMG_6945.jpg). Eine aktive Wurmaktivität kann nicht ausgeschlossen werden und erfordert ggf. eine fachmännische Untersuchung und Behandlung, um weiteren Substanzverlust zu verhindern.

Sekundäre Markierungen: Im unteren Bereich der Figur, am Fuß oder Sockel, sind unidentifizierte, alte Markierungen in Tusche oder Bleistift (z.B. "T.Q" oder "70", siehe IMG_6930.jpg) zu erkennen. Diese könnten Inventarnummern, Werkstattzeichen oder spätere Sammlervermerke sein und bedürfen einer weiteren Untersuchung.

Fehlstellen/Verluste: Es gibt substanzielle Abbrüche und Fehlstellen, insbesondere an den exponierten Partien wie den Armen/Händen, am unteren Gewandsaum und an den Kanten der Falten. Diese Verluste sind alters- und gebrauchsbedingt.

Obwohl die polychrome Originalfassung weitgehend verloren ist (Redte zu sehen an der Brust) und die Figur einen unrestaurierten, naturholzigen Zustand mit tiefer Alterspatina aufweist, unterstreichen diese Merkmale zusammen mit den massiven Holzwurmschäden auf der Rückseite ihre Authentizität und ihre lange Geschichte. Das Objekt wird als historisch bedeutsam, mit ausgeprägten Alters- und Gebrauchsspuren sowie nachweisbaren Schäden angeboten. Es ist ein hochinteressantes Sammlerstück für Kenner frühneuzeitlicher Sakralplastik.

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