100140394

Vendu
Carlo Dolci (1616-1686), D’après - Madonna del dito - Mater Delorosa
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Il y a 3 jours

Carlo Dolci (1616-1686), D’après - Madonna del dito - Mater Delorosa

Titel / Bezeichnung Darstellung der „Madonna del dito“ / Mater Dolorosa Brustbild der Jungfrau Maria in kontemplativer Gebetshaltung Nach Carlo Dolci (1616–1686) Künstler / Schule Wohl italienische Schule des 19. Jahrhunderts Darstellung nach Carlo Dolci, vermutlich aus dem Umkreis seiner Nachfolge Signatur Nicht signiert. Zeitliche Einordnung Nicht datiert Das Werk dürfte wahrscheinlich im späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert entstanden sein. Die Komposition, die Haltung der Figur sowie der Ausdruck innerer Andacht folgen erkennbar dem Typus der „Madonna del dito“ bzw. Mater Dolorosa, wie er durch Carlo Dolci in Florenz maßgeblich geprägt wurde. Eine frühere oder Spätere Schaffenszeit ist natürlich möglich. Dolcis Madonnenbilder waren bereits zu Lebzeiten außerordentlich geschätzt und wurden im katholischen Europa vielfach kopiert, adaptiert und in kleinformatigen Andachtsbildern verbreitet. Das vorliegende Werk ist wahrscheinlich als Nachschöpfung bzw. werkstattnahe Rezeption eines solchen Vorbildes zu verstehen. Technik Öl auf Holz, rundes Bildfeld (Tondo), gefasst in einem wohl originalen, vergoldeten Holzrahmen. Das Trägermaterial weist altersbedingte Patina auf. Die Malschicht ist lasierend aufgebaut, mit feiner Modellierung des Inkarnats und weichen Übergängen von Licht und Schatten – eine Technik, die typisch für die Rezeption der florentinischen Andachtsmalerei ist. Altersübliches Craquelé und eine leicht oxidierte Oberfläche sind vorhanden. Maße (inklusive Rahmen) • L: ca. 36,8 cm • B: ca. 33,8 cm Beschreibung Dargestellt ist die Jungfrau Maria im Brustbild, das Haupt sanft geneigt, der Blick nach unten gesenkt. Eine Hand ruht auf der Brust, wobei ein Finger leicht hervorgehoben erscheint – ein zentrales Motiv der „Madonna del dito“, das auf inneren Schmerz, stille Klage und demütige Annahme des Leidens verweist. Maria trägt einen tiefblauen Schleier über einem rosé- bis lachsfarbenen Gewand mit dezentem goldfarbenem Akzent. Diese Farbwahl entspricht der ikonografischen Tradition der Mater Dolorosa und findet sich häufig in Werken Carlo Dolcis sowie in dessen Nachfolge. Ein feiner heller Nimbus umgibt ihr Haupt. Der dunkle Hintergrund ist bewusst zurückgenommen und dient der Konzentration auf das Antlitz der Gottesmutter. Die gesamte Darstellung ist von ruhiger Innerlichkeit, stiller Trauer und spiritueller Sammlung geprägt. Einordnung Das Gemälde ist der Tradition der barocken Marien- und Passionsfrömmigkeit zuzuordnen. Der Typus der Mater Dolorosa gewann im 17. Jahrhundert, insbesondere durch Künstler wie Carlo Dolci, große Bedeutung in der privaten Andacht. Kleinformatige Darstellungen dieser Art wurden häufig für Hausaltäre, Klöster oder Kapellen geschaffen. Das runde Format und der vergoldete Rahmen sprechen für eine Nutzung im Rahmen persönlicher Frömmigkeit. Zustand Guter, altersentsprechender Zustand: • Vergoldeter Holzrahmen mit altersbedingter Patina und leichten Fassungsverlusten • Malfläche mit feinem Craquelé und geringem altersbedingtem Farbabrieb • Malschicht insgesamt stabil • Rückseite mit altersüblichen Gebrauchsspuren; keine datierenden Konstruktionsmerkmale Herkunft Mitteleuropäischer Raum. Die stilistische Nähe zur italienischen Andachtsmalerei des 17. Jahrhunderts spricht für eine Entstehung im italienischen Einflussbereich, möglicherweise für den Export oder die religiöse Nutzung im habsburgischen Raum. Provenienz: Österreichische Privatsammlung, zuvor aus einer Verlassenschaft in Österreich übernommen. Verkaufsrelevanter Hinweis Ein qualitätvolles barockes Andachtsbild in der Tradition Carlo Dolcis. Die erkennbare Orientierung an der „Madonna del dito / Mater Dolorosa“, das vermutete hohe Alter sowie der erhaltene vergoldete Rahmen machen dieses Werk besonders interessant für Sammler religiöser Kunst, Liebhaber barocker Andachtsbilder und den kunsthistorisch spezialisierten Handel. Mögliche Künstler im stilistischen Umkreis Carlo Dolcis (Vergleichswerte, keine Zuschreibungen) • Onorio Marinari (1627–1715) – enger Schüler Dolcis, bedeutend für dessen Nachwirkung • Baldassare Franceschini (Il Volterrano) – florentinischer Hochbarock, vergleichbare Weichheit • Guido Reni (1575–1642) – Vorbild für Dolcis Ideal der „edlen Andacht“ • Sassoferrato (1609–1685) – serielle Andachtsbilder mit vergleichbarer Ruhe und Klarheit Zusammenfassung Dieses Brustbild der Jungfrau Maria ist als Darstellung nach Carlo Dolci zu verstehen und folgt dem Typus der Madonna del dito / Mater Dolorosa. Es dürfte wahrscheinlich im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert entstanden sein und ist ein überzeugendes Zeugnis barocker Andachtskunst in der Nachfolge eines der einflussreichsten Marienmaler des italienischen Barock. Ein authentisches, würdiges Werk von hoher spiritueller Ausdruckskraft – geeignet für Sammler, Kunsthandel oder religiös geprägte Sammlungen.

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Carlo Dolci (1616-1686), D’après - Madonna del dito - Mater Delorosa

Carlo Dolci (1616-1686), D’après - Madonna del dito - Mater Delorosa

Titel / Bezeichnung

Darstellung der „Madonna del dito“ / Mater Dolorosa

Brustbild der Jungfrau Maria in kontemplativer Gebetshaltung

Nach Carlo Dolci (1616–1686)

Künstler / Schule

Wohl italienische Schule des 19. Jahrhunderts
Darstellung nach Carlo Dolci, vermutlich aus dem Umkreis seiner Nachfolge

Signatur
Nicht signiert.

Zeitliche Einordnung
Nicht datiert

Das Werk dürfte wahrscheinlich im späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert entstanden sein. Die Komposition, die Haltung der Figur sowie der Ausdruck innerer Andacht folgen erkennbar dem Typus der „Madonna del dito“ bzw. Mater Dolorosa, wie er durch Carlo Dolci in Florenz maßgeblich geprägt wurde. Eine frühere oder Spätere Schaffenszeit ist natürlich möglich.

Dolcis Madonnenbilder waren bereits zu Lebzeiten außerordentlich geschätzt und wurden im katholischen Europa vielfach kopiert, adaptiert und in kleinformatigen Andachtsbildern verbreitet. Das vorliegende Werk ist wahrscheinlich als Nachschöpfung bzw. werkstattnahe Rezeption eines solchen Vorbildes zu verstehen.


Technik

Öl auf Holz, rundes Bildfeld (Tondo), gefasst in einem wohl originalen, vergoldeten Holzrahmen.

Das Trägermaterial weist altersbedingte Patina auf. Die Malschicht ist lasierend aufgebaut, mit feiner Modellierung des Inkarnats und weichen Übergängen von Licht und Schatten – eine Technik, die typisch für die Rezeption der florentinischen Andachtsmalerei ist. Altersübliches Craquelé und eine leicht oxidierte Oberfläche sind vorhanden.

Maße (inklusive Rahmen)
• L: ca. 36,8 cm
• B: ca. 33,8 cm

Beschreibung

Dargestellt ist die Jungfrau Maria im Brustbild, das Haupt sanft geneigt, der Blick nach unten gesenkt. Eine Hand ruht auf der Brust, wobei ein Finger leicht hervorgehoben erscheint – ein zentrales Motiv der „Madonna del dito“, das auf inneren Schmerz, stille Klage und demütige Annahme des Leidens verweist.

Maria trägt einen tiefblauen Schleier über einem rosé- bis lachsfarbenen Gewand mit dezentem goldfarbenem Akzent. Diese Farbwahl entspricht der ikonografischen Tradition der Mater Dolorosa und findet sich häufig in Werken Carlo Dolcis sowie in dessen Nachfolge.

Ein feiner heller Nimbus umgibt ihr Haupt. Der dunkle Hintergrund ist bewusst zurückgenommen und dient der Konzentration auf das Antlitz der Gottesmutter. Die gesamte Darstellung ist von ruhiger Innerlichkeit, stiller Trauer und spiritueller Sammlung geprägt.

Einordnung

Das Gemälde ist der Tradition der barocken Marien- und Passionsfrömmigkeit zuzuordnen. Der Typus der Mater Dolorosa gewann im 17. Jahrhundert, insbesondere durch Künstler wie Carlo Dolci, große Bedeutung in der privaten Andacht.

Kleinformatige Darstellungen dieser Art wurden häufig für Hausaltäre, Klöster oder Kapellen geschaffen. Das runde Format und der vergoldete Rahmen sprechen für eine Nutzung im Rahmen persönlicher Frömmigkeit.

Zustand

Guter, altersentsprechender Zustand:
• Vergoldeter Holzrahmen mit altersbedingter Patina und leichten Fassungsverlusten
• Malfläche mit feinem Craquelé und geringem altersbedingtem Farbabrieb
• Malschicht insgesamt stabil
• Rückseite mit altersüblichen Gebrauchsspuren; keine datierenden Konstruktionsmerkmale

Herkunft

Mitteleuropäischer Raum.

Die stilistische Nähe zur italienischen Andachtsmalerei des 17. Jahrhunderts spricht für eine Entstehung im italienischen Einflussbereich, möglicherweise für den Export oder die religiöse Nutzung im habsburgischen Raum.

Provenienz:
Österreichische Privatsammlung, zuvor aus einer Verlassenschaft in Österreich übernommen.

Verkaufsrelevanter Hinweis

Ein qualitätvolles barockes Andachtsbild in der Tradition Carlo Dolcis. Die erkennbare Orientierung an der „Madonna del dito / Mater Dolorosa“, das vermutete hohe Alter sowie der erhaltene vergoldete Rahmen machen dieses Werk besonders interessant für Sammler religiöser Kunst, Liebhaber barocker Andachtsbilder und den kunsthistorisch spezialisierten Handel.

Mögliche Künstler im stilistischen Umkreis Carlo Dolcis

(Vergleichswerte, keine Zuschreibungen)
• Onorio Marinari (1627–1715) – enger Schüler Dolcis, bedeutend für dessen Nachwirkung
• Baldassare Franceschini (Il Volterrano) – florentinischer Hochbarock, vergleichbare Weichheit
• Guido Reni (1575–1642) – Vorbild für Dolcis Ideal der „edlen Andacht“
• Sassoferrato (1609–1685) – serielle Andachtsbilder mit vergleichbarer Ruhe und Klarheit

Zusammenfassung

Dieses Brustbild der Jungfrau Maria ist als Darstellung nach Carlo Dolci zu verstehen und folgt dem Typus der Madonna del dito / Mater Dolorosa. Es dürfte wahrscheinlich im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert entstanden sein und ist ein überzeugendes Zeugnis barocker Andachtskunst in der Nachfolge eines der einflussreichsten Marienmaler des italienischen Barock.

Ein authentisches, würdiges Werk von hoher spiritueller Ausdruckskraft – geeignet für Sammler, Kunsthandel oder religiös geprägte Sammlungen.

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Michaela Scharnreithner
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