Nº 106652383

Vendu
Plat - Argent 875 (84 Zolotniki) - Argent, 875/1000
Offre finale
€ 1 200
Il y a 2 semaines

Plat - Argent 875 (84 Zolotniki) - Argent, 875/1000

Russischer Kowsch aus Silber 84 Zolotnik mit Cloisonné-Emaille, Moskau, datiert 1892, Werkstatt Grigori Michailowitsch Sbitnew (zugeschrieben) Dieser elegante Kowsch (russisches Schöpf- und Trinkgefäß) ist aus vergoldetem Silber gearbeitet und mit reichem Zellenschmelz (Cloisonné-Emaille) verziert. Die bootsförmige Schale mit hochgezogenem, geschwungenem Griff folgt der traditionellen russischen Kowsch-Form, die im ausgehenden 19. Jahrhundert von zahlreichen Moskauer Werkstätten im “Russischen Stil” neu interpretiert wurde. Der obere Rand ist mit einem durchgehenden Band aus weißen, perlenartigen Emaille-Punkten eingefasst. Darunter breitet sich ein dichtes, geschwungenes Blatt- und Rankenornament in Kobaltblau, Weiß, Hellblau, Grün, Violett und Rostorange aus – klassisch ausgeführt in versenkter Zellenschmelztechnik. Der Fuß zeigt ein zackenförmiges Muster in Blau- und Orangetönen. Das Innere der Schale sowie der Griff sind feuervergoldet. Zuschreibung: Der Meisterstempel „ГС” lässt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit Grigori Michailowitsch Sbitnew zuordnen, einem Moskauer Silber- und Goldschmiedemeister, der Silber der Feingehalte 84 und 88 sowie Gold (56 Zolotnik) verarbeitete und unter anderem auf Kowsche, Ikonenokladen mit Emaille und Tafelsilber spezialisiert war. Die Jahresangabe 1892 auf dem Beschauzeichen stützt diese Zuordnung zeitlich, auch wenn manche Quellen die offizielle Gründung seines Betriebs erst für 1893 angeben – eine frühere Einzeltätigkeit des Meisters ist jedoch plausibel. Eine vollständig gesicherte, archivarisch belegte Zuordnung ist auf Basis von Fotografien allein nicht möglich; wir ordnen das Stück daher als wahrscheinlich Sbitnew ein. Der Beschaumeister „А.А.” dürfte Anatoli Apollonowitsch Arzybaschew gewesen sein, der in diesem Zeitraum als Moskauer Beschaumeister amtierte – auch dies in Übereinstimmung mit der Jahreszahl 1892. Datierung: 1892 (durch Beschauzeichen datiert), Moskau. Zustand: Gebrauchsspuren, altersgemäß erhalten. Maße: ca. 12 cm (Länge) Gewicht: 114 g Attribution: The maker’s mark “ГС” can be attributed with reasonable confidence to Grigory Mikhailovich Sbitnev, a Moscow silver- and goldsmith who worked in silver of 84 and 88 zolotnik fineness as well as gold (56 zolotnik), specialising among other things in kovshi, enamelled icon oklads (covers) and table silver. The date 1892 on the assay mark supports this attribution chronologically, even though some sources give the official founding of his workshop as 1893 — earlier individual activity by the master is nonetheless plausible. A fully certain, archivally documented attribution cannot be established from photographs alone; the piece is therefore classified as probably by Sbitnev. The assay master “А.А.” was most likely Anatoly Apollonovich Artsybashev, who served as Moscow’s assay master during this period — again consistent with the year 1892. Dating: 1892 (dated by the assay mark), Moscow. Condition: Signs of use, well preserved for its age. Dimensions: approx. 12 cm (length) Weight: 114 g

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Plat - Argent 875 (84 Zolotniki) - Argent, 875/1000

Plat - Argent 875 (84 Zolotniki) - Argent, 875/1000

Russischer Kowsch aus Silber 84 Zolotnik mit Cloisonné-Emaille, Moskau, datiert 1892, Werkstatt Grigori Michailowitsch Sbitnew (zugeschrieben)

Dieser elegante Kowsch (russisches Schöpf- und Trinkgefäß) ist aus vergoldetem Silber gearbeitet und mit reichem Zellenschmelz (Cloisonné-Emaille) verziert. Die bootsförmige Schale mit hochgezogenem, geschwungenem Griff folgt der traditionellen russischen Kowsch-Form, die im ausgehenden 19. Jahrhundert von zahlreichen Moskauer Werkstätten im “Russischen Stil” neu interpretiert wurde.

Der obere Rand ist mit einem durchgehenden Band aus weißen, perlenartigen Emaille-Punkten eingefasst. Darunter breitet sich ein dichtes, geschwungenes Blatt- und Rankenornament in Kobaltblau, Weiß, Hellblau, Grün, Violett und Rostorange aus – klassisch ausgeführt in versenkter Zellenschmelztechnik. Der Fuß zeigt ein zackenförmiges Muster in Blau- und Orangetönen. Das Innere der Schale sowie der Griff sind feuervergoldet.


Zuschreibung:
Der Meisterstempel „ГС” lässt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit Grigori Michailowitsch Sbitnew zuordnen, einem Moskauer Silber- und Goldschmiedemeister, der Silber der Feingehalte 84 und 88 sowie Gold (56 Zolotnik) verarbeitete und unter anderem auf Kowsche, Ikonenokladen mit Emaille und Tafelsilber spezialisiert war. Die Jahresangabe 1892 auf dem Beschauzeichen stützt diese Zuordnung zeitlich, auch wenn manche Quellen die offizielle Gründung seines Betriebs erst für 1893 angeben – eine frühere Einzeltätigkeit des Meisters ist jedoch plausibel. Eine vollständig gesicherte, archivarisch belegte Zuordnung ist auf Basis von Fotografien allein nicht möglich; wir ordnen das Stück daher als wahrscheinlich Sbitnew ein.

Der Beschaumeister „А.А.” dürfte Anatoli Apollonowitsch Arzybaschew gewesen sein, der in diesem Zeitraum als Moskauer Beschaumeister amtierte – auch dies in Übereinstimmung mit der Jahreszahl 1892.

Datierung: 1892 (durch Beschauzeichen datiert), Moskau.

Zustand: Gebrauchsspuren, altersgemäß erhalten.

Maße: ca. 12 cm (Länge)
Gewicht: 114 g




Attribution:
The maker’s mark “ГС” can be attributed with reasonable confidence to Grigory Mikhailovich Sbitnev, a Moscow silver- and goldsmith who worked in silver of 84 and 88 zolotnik fineness as well as gold (56 zolotnik), specialising among other things in kovshi, enamelled icon oklads (covers) and table silver. The date 1892 on the assay mark supports this attribution chronologically, even though some sources give the official founding of his workshop as 1893 — earlier individual activity by the master is nonetheless plausible. A fully certain, archivally documented attribution cannot be established from photographs alone; the piece is therefore classified as probably by Sbitnev.

The assay master “А.А.” was most likely Anatoly Apollonovich Artsybashev, who served as Moscow’s assay master during this period — again consistent with the year 1892.

Dating: 1892 (dated by the assay mark), Moscow.

Condition: Signs of use, well preserved for its age.

Dimensions: approx. 12 cm (length)
Weight: 114 g

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€ 1 200
Jeroen Zoetmulder
Expert
Estimation  € 550 - € 650

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