Hollandse School (XVII) - Struikrovers (NO RESERVE)






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Struikrovers, ein 17. Jahrhundert Ölbild aus den Niederlanden, handgesigneerd und mit Rahmen verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Hollandse School (XVII)
Struikrovers
Öl auf Holz, 49,5 × 65 cm
Mit Liste 60,5 × 75,5 cm
Niederländisches Goldenes Zeitalter
Verso: unklare Signatur; alte Papierzuweisung (unleserlich/teilweise verloren); Panelmacher-/Sammlungsstempel (XVII/XVIII)
Zustand: stark verdunkelt; Retuschen sichtbar unter UV; lokaler Farbabfall; alte Scheurreparatur (wahrscheinlich XVIII/XIX); kürzlich oberflächlich gereinigt und mit ultradünnem mattem Dammar-Lack (Seidenglanz) versehen; Rahmen mit kleinen, nachgearbeiteten Beschädigungen.
Einführung
Dieses Werk gehört zum ansprechenden, erzählerischen Spektrum des holländischen 17. Jahrhunderts, in dem Landschaft, Genre und Reiterstück in einem Bild zusammenkommen. Der Maler wählt keinen lauten Höhepunkt, sondern einen Moment gespannter Bedrohung: Eine reisende Gesellschaft wird auf einer abgelegenen Route mit einer Gruppe Reiter und Fußvolk konfrontiert. Die Spannung entsteht durch Entfernung, Haltung und Licht sowie durch die Art und Weise, wie die Landschaft selbst als „Bühne“ fungiert. Im Rahmen einer Premium-Auktion mit No Reserve bietet dieses Panel eine seltene Kombination aus narrativem Thema, kraftvoller Atmosphäre und überzeugender Bildsprache aus der Goldenen Ära.
Thema und Ikonografie
Darstellungen von Straßenräubern, Überfällen und risikoreichen Reisen passen in eine im 17. Jahrhundert vorherrschende Faszination für das Alltagsleben, die Gefahren des Weges und die fragile Ordnung außerhalb der Stadt. Solche Szenen funktionieren oft auf mehreren Ebenen: als spannende Anekdote, als vertrautes Reisebild (Wagen, Reiter, Pferde, sandige Routen) und auch als moralische Anspielung auf Wachsamkeit, Zufall und Verletzlichkeit.
Wichtig ist, dass der Maler die ‚Verbrechen‘ nicht explizit darstellt; gerade der Moment der Begegnung – wenn noch nicht alles entschieden ist – fesselt den Betrachter. Dadurch bleibt das Werk zeitlos: Es geht weniger um einen konkreten Vorfall, sondern mehr um die psychologische Ladung einer unsicheren Passage.
Beschreibung der Vorstellung
Links dominiert eine kompakte Gruppe: ein roter überdachter Wagen mit Passagieren, begleitet von Reitern und Pferden. Die Wagenräder, die massiven Formen der Pferdekörper und die Anordnung der Figuren schaffen einen schweren visuellen Kern. Direkt daneben steht ein schlanker, schräg nach oben gerichteter Balken (ein Pfahl oder Wegzeichen), der im horizontalen Landschaftsbild wie eine vertikale "Bruchstelle" wirkt.
Rechts öffnet sich der Raum: ein niedriger Horizont, ein breites Band flachen Landes und kleine Figuren, die sich in der Ferne bewegen. Durch diese Offenheit erhält die Szene Atem und Tiefe, aber auch ein Gefühl der Einsamkeit. Die Reisenden befinden sich nicht in einer geschützten Welt aus Häusern und Stadtmauern, sondern in einer Landschaft, in der Hilfe weit entfernt ist.
Komposition und räumliche Aufbau
Die Komposition ist absichtlich asymmetrisch.
• Ein dichtes, dunkles und schweres linkes Cluster (Ereignis, Masse, Nähe).
Eine ausweitende, hellere rechte Seite (Abstand, Horizont, Entkommenraum).
Dieser Gegensatz ist ein klassisches Verfahren in der holländischen Landschaftsmalerei: Der Maler lenkt den Blick zunächst auf den narrativen Knotenpunkt und lässt ihn anschließend entlang des Horizonts 'wegschauen'. Die Diagonale der Straße und die Reiter verstärken die Dynamik; es ist, als würde die Route nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch die Geschichte schneiden.
Licht, Atmosphäre und Zeitpunkt
Das Licht fällt niedrig und seitlich ein, mit einem klaren Band nahe dem Horizont links. Dieses Gegenlicht versetzt Mensch und Tier teilweise in Silhouette, wodurch die Handlung besonders suggestiv wirkt: Details lösen sich auf, die Gesten zählen umso mehr. Der Himmel ist breit ausgearbeitet und bestimmt die Stimmung. Wolkenbänder und Farbverläufe deuten auf eine Tagesrandzeit hin (früh oder spät), genau die Art von Stunde, in der in Gemälden die Unsicherheit des Reisens oft betont wird.
Die aktuelle Verdunkelung verstärkt diesen Effekt: Die Szene ist tonaler, dunkler und geheimnisvoller geworden. Gleichzeitig bleibt der Himmel überzeugend lesbar, wodurch das Werk seine atmosphärische 'Spannung' weiterhin bewahrt.
Farbpalette und Akzentwirkung
Das Farbschema besteht aus gedämpften Erdtönen (Braun, Umbra, dunkle Grüntöne), die den kühleren Blautönen und Graugrün in der Luft gegenüberstehen. Innerhalb dieser Schlichtheit springt ein Element sofort ins Auge: das rote Verdeck des Wagens. Dies ist kein zufälliges Detail, sondern ein Kompositionselement: Das rote Feld fixiert den Blick auf das zentrale Geschehen und wirkt als Gegengewicht zur kühlen Luft.
In der Goldenen Ära ist ein solcher kontrollierter Farbeinsatz typisch für Maler, die eine Geschichte 'markieren' wollen, ohne die natürliche Atmosphäre zu verlieren.
Technik: Ölfarbe auf Paneel
Das Gemälde ist auf Holztafel ausgeführt, was im siebzehnten Jahrhundert häufig für Werke verwendet wurde, bei denen Kontrolle und Schärfe mit feinen Übergängen kombiniert werden sollten. In Himmel und Ferne erscheinen die Farbschichten dünner und fließender, mit horizontalen Strichen, die die Wolkenstruktur gestalten. Im Vordergrund und um die Gruppe bei der Kutsche ist die Farbe dichter und matter, mit stärkeren Kontrasten.
Paneele altern anders als Leinwand: Sie können funktionieren, reißen oder alte Reparaturen zeigen. In diesem Fall handelt es sich um eine historische Rissreparatur, was zu einer langen Lebensdauer eines Paneelbildes passt.
Stilistische Platzierung innerhalb der Kunstgeschichte
Das Werk passt in die niederländische Goldene Ära und berührt das erzählerische Landschaftsbild sowie das Ruiterbild. Es ist weniger topografisch-exakt als manche Stadtansichten und weniger 'porträtartig' als reine Figurenstücke; der Maler wählt ein hybrides Genre, in dem Landschaft die emotionale Trägerin ist und die Figuren das narrative Anker.
Stilgenoten: Philips Wouwerman, Karel Dujardin, Johannes Lingelbach, Jan Both, Pieter van Laer; Salvator Rosa, Jacques Courtois
Zuschreibung, Signatur und Marken
Auf der Rückseite befinden sich eine unklare Signatur und eine alte papierne Zuordnung (teilweise verloren oder nicht lesbar), neben alten Marken/ Siegeln, die auf einen Rahmen- oder Sammlungszusammenhang hinweisen könnten (XVII/XVIII). Diese Spuren sind interessant als Zeugen von Alter und Zirkulation, lassen jedoch auf Basis der verfügbaren Lesbarkeit keine eindeutige Namenszuweisung zu. Daher wird das Werk sorgfältig als Hollandse School (XVII) angeboten.
Zustands- und Konservierungsbericht
Das Paneel befindet sich in einem Zustand, der einem intensiv genutzten Objekt aus dem siebzehnten Jahrhundert entspricht.
Stark verdunkelt: Das Bild ist schwerer im Ton; Schattenpartien sind kompakter.
• Retouchierungen: sichtbar unter UV, passend zu älteren restaurativen Eingriffen.
Verfärbungen: lokal, vor allem in dunklen Zonen, wo sie visuell schneller auffallen.
• Alte Scheurreparatur: historisch (wahrscheinlich XVIII./XIX.), sorgfältig als Teil der materiellen Geschichte betrachtet.
• Kürzliches Wartungsarbeiten: Oberflächenreinigung und eine ultradünne matte Dammar-Versiegelung, die der Oberfläche eine ruhige Ausstrahlung mit subtilen Seidenglanz verleiht.
• Liste: kleine, lokal aktualisierte Beschädigungen; die Präsentation bleibt insgesamt gepflegt.
Präsentation und Sammlerwert
Trotz – und teilweise auch dank – der tonalen Verdunkelung besitzt das Werk eine ausgeprägte „alte Meister“-Präsenz: Das Auge wird sofort auf die Karosserie gelenkt, woraufhin der Betrachter die Leere und das Risiko der Route erlebt. In einem Interieur funktioniert dieses Panel besonders gut durch die Kombination aus dramatischer Luft, niedriger Horizontlinie und dem roten Akzent. Das Thema ist zudem sammelwürdig: Räuber- und Reiterszenen bleiben beliebt, weil sie die Gouden Eeuw nicht nur als Landschaftstradition zeigen, sondern auch als erzählende Kultur des Reisens, Handels und der Unsicherheit.
Fazit
Struikrovers ist ein stark atmosphärisches Werk innerhalb der Holländischen Schule des siebzehnten Jahrhunderts, bei dem Komposition, Atmosphäre und Narrativ perfekt aufeinander abgestimmt sind. Die alten Verso-Spuren und die sichtbare Restaurierungsgeschichte unterstreichen die Authentizität und die lange Lebensdauer des Objekts. Angeboten ohne Mindestpreis stellt dies eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, ein charaktervolles, erzählendes Paneel aus dem Goldenen Zeitalter zu erwerben, das sowohl Spannung als auch klassische Landschaftsqualität in sich trägt.
Das Werk 'Struikrovers' ist ein Rahmen aus Nussbaumholz (einige kleine Beschädigungen: siehe Fotos).
Totale afmetingen: 60,5x75,5cm
Paneelmaße: 49,5 x 65 cm
Alle Sendungen in professioneller Verpackung via Fedex, DPD oder PostNL.
Für alle Sendungen gilt ein Zuschlag für Verpackungsmaterial, der bereits in den angegebenen Versandkosten enthalten ist.
Der Versand von Kunstwerken birgt stets gewisse Risiken. Obwohl ein Versand möglich ist, empfehlen wir Ihnen, das Kunstwerk persönlich abzuholen, sofern diese Option verfügbar ist. Der Versand erfolgt ausschließlich auf Risiko des Käufers. Die Abholung gewährleistet, dass das Kunstwerk unbeschädigt und in einwandfreiem Zustand bei Ihnen eintrifft. Nach dem Kauf können Sie ganz einfach einen Termin zur Abholung des Kunstwerks in unserer Werkstatt und unserem Atelier vereinbaren, wo es sicher und sorgfältig für Sie vorbereitet wird.
Anfrage für Transportangebot über unsere Webseite (Service-Transport) oder über den Catawiki-Support
Beim Kauf dieses Kunstwerks haben Sie die Wahl, es mit oder ohne Rahmen liefern zu lassen. Der Rahmen, reich verziert und passend zum Werk, wird kostenlos angeboten, sodass Sie das Gemälde sofort aufhängen können. Obwohl wir größte Sorgfalt bei professioneller Verpackung und Versand walten lassen, besteht ein geringes Risiko für Schäden am Rahmen oder Glas während des Transports. Schäden am Rahmen oder Glas, die keinen Einfluss auf das Kunstwerk selbst haben, werden nicht als gültiger Grund für eine Reklamation oder Stornierung anerkannt. Wir empfehlen Ihnen, das Werk abzuholen oder einen eigenen Transport zu organisieren, da Schäden am Rahmen, insbesondere an den Gipsornamenten, nicht erstattet werden.
Wir streben danach, Ihr Kunstwerk sicher und in optimalem Zustand bei Ihnen zu liefern, wobei wir sorgfältig auf Verpackung und Versandverfahren achten. Bei Fragen oder besonderen Wünschen können Sie jederzeit den Catawiki-Kundenservice kontaktieren.
Der Kunde ist selbst verantwortlich für etwaige Einfuhrzölle und zusätzliche Kosten, die bei der Lieferung ins Ausland anfallen können.
Sobald Ihre Bestellung bestätigt wurde, behandeln wir jede Sendung als ein individuelles Projekt. Jedes Gemälde wird sorgfältig verpackt mit hochwertigen, professionellen Versandmaterialien, und wir wählen den geeignetsten Transporteur basierend auf Zielort, Transitzeit und Abwicklungsanforderungen. Wir verfolgen jedes Paket genau bis zur Auslieferung.
Da keine zwei Kunstwerke gleich sind, fertigen wir oft maßgeschneiderte, handgefertigte Versandbehälter oder Kartons an, die auf die Größe, den Rahmen und die Empfindlichkeit des Gemäldes sowie auf die Entfernung und die Transportbedingungen zu Ihrer Adresse abgestimmt sind. Dies garantiert den bestmöglichen Schutz während der gesamten Reise.
Zur Unterstützung eines reibungslosen internationalen Versandprozesses erstellen wir die erforderlichen Papiere und Versanddokumente, einschließlich Zollcodes und exportbezogener Informationen, falls erforderlich.
In einigen Fällen nehmen wir proaktiv Kontakt mit Ihnen auf, um zu bestätigen, dass Ihr Paket sicher angekommen ist, dass das Gemälde in gutem Zustand ist und um eventuelle Fragen, die Sie haben, zu beantworten.
Wir rufen in der Regel die Telefonnummer an, die an Catawiki angegeben wurde, und dieses Gespräch wird auf Englisch geführt.
Falls gewünscht, können Sie uns auch per E-Mail oder über den Catawiki-Chat erreichen.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerHollandse School (XVII)
Struikrovers
Öl auf Holz, 49,5 × 65 cm
Mit Liste 60,5 × 75,5 cm
Niederländisches Goldenes Zeitalter
Verso: unklare Signatur; alte Papierzuweisung (unleserlich/teilweise verloren); Panelmacher-/Sammlungsstempel (XVII/XVIII)
Zustand: stark verdunkelt; Retuschen sichtbar unter UV; lokaler Farbabfall; alte Scheurreparatur (wahrscheinlich XVIII/XIX); kürzlich oberflächlich gereinigt und mit ultradünnem mattem Dammar-Lack (Seidenglanz) versehen; Rahmen mit kleinen, nachgearbeiteten Beschädigungen.
Einführung
Dieses Werk gehört zum ansprechenden, erzählerischen Spektrum des holländischen 17. Jahrhunderts, in dem Landschaft, Genre und Reiterstück in einem Bild zusammenkommen. Der Maler wählt keinen lauten Höhepunkt, sondern einen Moment gespannter Bedrohung: Eine reisende Gesellschaft wird auf einer abgelegenen Route mit einer Gruppe Reiter und Fußvolk konfrontiert. Die Spannung entsteht durch Entfernung, Haltung und Licht sowie durch die Art und Weise, wie die Landschaft selbst als „Bühne“ fungiert. Im Rahmen einer Premium-Auktion mit No Reserve bietet dieses Panel eine seltene Kombination aus narrativem Thema, kraftvoller Atmosphäre und überzeugender Bildsprache aus der Goldenen Ära.
Thema und Ikonografie
Darstellungen von Straßenräubern, Überfällen und risikoreichen Reisen passen in eine im 17. Jahrhundert vorherrschende Faszination für das Alltagsleben, die Gefahren des Weges und die fragile Ordnung außerhalb der Stadt. Solche Szenen funktionieren oft auf mehreren Ebenen: als spannende Anekdote, als vertrautes Reisebild (Wagen, Reiter, Pferde, sandige Routen) und auch als moralische Anspielung auf Wachsamkeit, Zufall und Verletzlichkeit.
Wichtig ist, dass der Maler die ‚Verbrechen‘ nicht explizit darstellt; gerade der Moment der Begegnung – wenn noch nicht alles entschieden ist – fesselt den Betrachter. Dadurch bleibt das Werk zeitlos: Es geht weniger um einen konkreten Vorfall, sondern mehr um die psychologische Ladung einer unsicheren Passage.
Beschreibung der Vorstellung
Links dominiert eine kompakte Gruppe: ein roter überdachter Wagen mit Passagieren, begleitet von Reitern und Pferden. Die Wagenräder, die massiven Formen der Pferdekörper und die Anordnung der Figuren schaffen einen schweren visuellen Kern. Direkt daneben steht ein schlanker, schräg nach oben gerichteter Balken (ein Pfahl oder Wegzeichen), der im horizontalen Landschaftsbild wie eine vertikale "Bruchstelle" wirkt.
Rechts öffnet sich der Raum: ein niedriger Horizont, ein breites Band flachen Landes und kleine Figuren, die sich in der Ferne bewegen. Durch diese Offenheit erhält die Szene Atem und Tiefe, aber auch ein Gefühl der Einsamkeit. Die Reisenden befinden sich nicht in einer geschützten Welt aus Häusern und Stadtmauern, sondern in einer Landschaft, in der Hilfe weit entfernt ist.
Komposition und räumliche Aufbau
Die Komposition ist absichtlich asymmetrisch.
• Ein dichtes, dunkles und schweres linkes Cluster (Ereignis, Masse, Nähe).
Eine ausweitende, hellere rechte Seite (Abstand, Horizont, Entkommenraum).
Dieser Gegensatz ist ein klassisches Verfahren in der holländischen Landschaftsmalerei: Der Maler lenkt den Blick zunächst auf den narrativen Knotenpunkt und lässt ihn anschließend entlang des Horizonts 'wegschauen'. Die Diagonale der Straße und die Reiter verstärken die Dynamik; es ist, als würde die Route nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch die Geschichte schneiden.
Licht, Atmosphäre und Zeitpunkt
Das Licht fällt niedrig und seitlich ein, mit einem klaren Band nahe dem Horizont links. Dieses Gegenlicht versetzt Mensch und Tier teilweise in Silhouette, wodurch die Handlung besonders suggestiv wirkt: Details lösen sich auf, die Gesten zählen umso mehr. Der Himmel ist breit ausgearbeitet und bestimmt die Stimmung. Wolkenbänder und Farbverläufe deuten auf eine Tagesrandzeit hin (früh oder spät), genau die Art von Stunde, in der in Gemälden die Unsicherheit des Reisens oft betont wird.
Die aktuelle Verdunkelung verstärkt diesen Effekt: Die Szene ist tonaler, dunkler und geheimnisvoller geworden. Gleichzeitig bleibt der Himmel überzeugend lesbar, wodurch das Werk seine atmosphärische 'Spannung' weiterhin bewahrt.
Farbpalette und Akzentwirkung
Das Farbschema besteht aus gedämpften Erdtönen (Braun, Umbra, dunkle Grüntöne), die den kühleren Blautönen und Graugrün in der Luft gegenüberstehen. Innerhalb dieser Schlichtheit springt ein Element sofort ins Auge: das rote Verdeck des Wagens. Dies ist kein zufälliges Detail, sondern ein Kompositionselement: Das rote Feld fixiert den Blick auf das zentrale Geschehen und wirkt als Gegengewicht zur kühlen Luft.
In der Goldenen Ära ist ein solcher kontrollierter Farbeinsatz typisch für Maler, die eine Geschichte 'markieren' wollen, ohne die natürliche Atmosphäre zu verlieren.
Technik: Ölfarbe auf Paneel
Das Gemälde ist auf Holztafel ausgeführt, was im siebzehnten Jahrhundert häufig für Werke verwendet wurde, bei denen Kontrolle und Schärfe mit feinen Übergängen kombiniert werden sollten. In Himmel und Ferne erscheinen die Farbschichten dünner und fließender, mit horizontalen Strichen, die die Wolkenstruktur gestalten. Im Vordergrund und um die Gruppe bei der Kutsche ist die Farbe dichter und matter, mit stärkeren Kontrasten.
Paneele altern anders als Leinwand: Sie können funktionieren, reißen oder alte Reparaturen zeigen. In diesem Fall handelt es sich um eine historische Rissreparatur, was zu einer langen Lebensdauer eines Paneelbildes passt.
Stilistische Platzierung innerhalb der Kunstgeschichte
Das Werk passt in die niederländische Goldene Ära und berührt das erzählerische Landschaftsbild sowie das Ruiterbild. Es ist weniger topografisch-exakt als manche Stadtansichten und weniger 'porträtartig' als reine Figurenstücke; der Maler wählt ein hybrides Genre, in dem Landschaft die emotionale Trägerin ist und die Figuren das narrative Anker.
Stilgenoten: Philips Wouwerman, Karel Dujardin, Johannes Lingelbach, Jan Both, Pieter van Laer; Salvator Rosa, Jacques Courtois
Zuschreibung, Signatur und Marken
Auf der Rückseite befinden sich eine unklare Signatur und eine alte papierne Zuordnung (teilweise verloren oder nicht lesbar), neben alten Marken/ Siegeln, die auf einen Rahmen- oder Sammlungszusammenhang hinweisen könnten (XVII/XVIII). Diese Spuren sind interessant als Zeugen von Alter und Zirkulation, lassen jedoch auf Basis der verfügbaren Lesbarkeit keine eindeutige Namenszuweisung zu. Daher wird das Werk sorgfältig als Hollandse School (XVII) angeboten.
Zustands- und Konservierungsbericht
Das Paneel befindet sich in einem Zustand, der einem intensiv genutzten Objekt aus dem siebzehnten Jahrhundert entspricht.
Stark verdunkelt: Das Bild ist schwerer im Ton; Schattenpartien sind kompakter.
• Retouchierungen: sichtbar unter UV, passend zu älteren restaurativen Eingriffen.
Verfärbungen: lokal, vor allem in dunklen Zonen, wo sie visuell schneller auffallen.
• Alte Scheurreparatur: historisch (wahrscheinlich XVIII./XIX.), sorgfältig als Teil der materiellen Geschichte betrachtet.
• Kürzliches Wartungsarbeiten: Oberflächenreinigung und eine ultradünne matte Dammar-Versiegelung, die der Oberfläche eine ruhige Ausstrahlung mit subtilen Seidenglanz verleiht.
• Liste: kleine, lokal aktualisierte Beschädigungen; die Präsentation bleibt insgesamt gepflegt.
Präsentation und Sammlerwert
Trotz – und teilweise auch dank – der tonalen Verdunkelung besitzt das Werk eine ausgeprägte „alte Meister“-Präsenz: Das Auge wird sofort auf die Karosserie gelenkt, woraufhin der Betrachter die Leere und das Risiko der Route erlebt. In einem Interieur funktioniert dieses Panel besonders gut durch die Kombination aus dramatischer Luft, niedriger Horizontlinie und dem roten Akzent. Das Thema ist zudem sammelwürdig: Räuber- und Reiterszenen bleiben beliebt, weil sie die Gouden Eeuw nicht nur als Landschaftstradition zeigen, sondern auch als erzählende Kultur des Reisens, Handels und der Unsicherheit.
Fazit
Struikrovers ist ein stark atmosphärisches Werk innerhalb der Holländischen Schule des siebzehnten Jahrhunderts, bei dem Komposition, Atmosphäre und Narrativ perfekt aufeinander abgestimmt sind. Die alten Verso-Spuren und die sichtbare Restaurierungsgeschichte unterstreichen die Authentizität und die lange Lebensdauer des Objekts. Angeboten ohne Mindestpreis stellt dies eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, ein charaktervolles, erzählendes Paneel aus dem Goldenen Zeitalter zu erwerben, das sowohl Spannung als auch klassische Landschaftsqualität in sich trägt.
Das Werk 'Struikrovers' ist ein Rahmen aus Nussbaumholz (einige kleine Beschädigungen: siehe Fotos).
Totale afmetingen: 60,5x75,5cm
Paneelmaße: 49,5 x 65 cm
Alle Sendungen in professioneller Verpackung via Fedex, DPD oder PostNL.
Für alle Sendungen gilt ein Zuschlag für Verpackungsmaterial, der bereits in den angegebenen Versandkosten enthalten ist.
Der Versand von Kunstwerken birgt stets gewisse Risiken. Obwohl ein Versand möglich ist, empfehlen wir Ihnen, das Kunstwerk persönlich abzuholen, sofern diese Option verfügbar ist. Der Versand erfolgt ausschließlich auf Risiko des Käufers. Die Abholung gewährleistet, dass das Kunstwerk unbeschädigt und in einwandfreiem Zustand bei Ihnen eintrifft. Nach dem Kauf können Sie ganz einfach einen Termin zur Abholung des Kunstwerks in unserer Werkstatt und unserem Atelier vereinbaren, wo es sicher und sorgfältig für Sie vorbereitet wird.
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Beim Kauf dieses Kunstwerks haben Sie die Wahl, es mit oder ohne Rahmen liefern zu lassen. Der Rahmen, reich verziert und passend zum Werk, wird kostenlos angeboten, sodass Sie das Gemälde sofort aufhängen können. Obwohl wir größte Sorgfalt bei professioneller Verpackung und Versand walten lassen, besteht ein geringes Risiko für Schäden am Rahmen oder Glas während des Transports. Schäden am Rahmen oder Glas, die keinen Einfluss auf das Kunstwerk selbst haben, werden nicht als gültiger Grund für eine Reklamation oder Stornierung anerkannt. Wir empfehlen Ihnen, das Werk abzuholen oder einen eigenen Transport zu organisieren, da Schäden am Rahmen, insbesondere an den Gipsornamenten, nicht erstattet werden.
Wir streben danach, Ihr Kunstwerk sicher und in optimalem Zustand bei Ihnen zu liefern, wobei wir sorgfältig auf Verpackung und Versandverfahren achten. Bei Fragen oder besonderen Wünschen können Sie jederzeit den Catawiki-Kundenservice kontaktieren.
Der Kunde ist selbst verantwortlich für etwaige Einfuhrzölle und zusätzliche Kosten, die bei der Lieferung ins Ausland anfallen können.
Sobald Ihre Bestellung bestätigt wurde, behandeln wir jede Sendung als ein individuelles Projekt. Jedes Gemälde wird sorgfältig verpackt mit hochwertigen, professionellen Versandmaterialien, und wir wählen den geeignetsten Transporteur basierend auf Zielort, Transitzeit und Abwicklungsanforderungen. Wir verfolgen jedes Paket genau bis zur Auslieferung.
Da keine zwei Kunstwerke gleich sind, fertigen wir oft maßgeschneiderte, handgefertigte Versandbehälter oder Kartons an, die auf die Größe, den Rahmen und die Empfindlichkeit des Gemäldes sowie auf die Entfernung und die Transportbedingungen zu Ihrer Adresse abgestimmt sind. Dies garantiert den bestmöglichen Schutz während der gesamten Reise.
Zur Unterstützung eines reibungslosen internationalen Versandprozesses erstellen wir die erforderlichen Papiere und Versanddokumente, einschließlich Zollcodes und exportbezogener Informationen, falls erforderlich.
In einigen Fällen nehmen wir proaktiv Kontakt mit Ihnen auf, um zu bestätigen, dass Ihr Paket sicher angekommen ist, dass das Gemälde in gutem Zustand ist und um eventuelle Fragen, die Sie haben, zu beantworten.
Wir rufen in der Regel die Telefonnummer an, die an Catawiki angegeben wurde, und dieses Gespräch wird auf Englisch geführt.
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