Petrus Gerardus Vertin (1819-1893) - Hollands Straatje (NO RESERVE)

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Petrus Gerardus Vertin holt Hollands Straatje (1840) als Gemischte Technik auf Papier zeigt eine niederländische Stadtsansicht im romantischen Stil des 19. Jahrhunderts, gerahmt 39 × 39,5 cm, sichtbare Bildfläche 27 × 27 cm, handsigniert auf der Rückseite, Zustand befriedigend mit Fleckbildung unter UV.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Petrus Gerardus Vertin (1819–1893)
Hollands Straatje
Gemischte Technik auf Papier (Bleistift/Grafit und schwarze Tinte/Aquarell)
Sichtbares Werk circa 27 × 27 cm; mit Rahmen circa 39 × 39,5 cm.
Romantik (neunzehnte Jahrhundert holländische Straßen- und Stadtveduten)
Handsigniert auf der Rückseite und datiert auf 1840; Signatur auf der Rückseite sichtbar
Zustand: Verfärbungen und Foxing; unter UV-Licht deutlich sichtbar; gerahmt mit Passepartout und dickem Glas, auch die Rückseite ist hinter Glas sichtbar.

Einführung

Dieses Werk von Petrus Gerardus Vertin präsentiert einen stillen, beobachtenden Blick auf einen holländischen Straßenzug, ausgeführt mit einem bemerkenswerten Gespür für Perspektive, architektonische Charakterisierung und Atmosphäre. Das frühe Datum (1840) platziert das Blatt in einer Phase, in der der Künstler seinen Stil formt: präzise in Linienführung, kontrolliert im Ton und effektiv im Andeuten von Raum. Das Ergebnis ist eine intime Straßenszene, die nicht auf Spektakel setzt, sondern auf Stimmung, Rhythmus und den wiedererkennbaren Charakter der niederländischen Bebauung.

Das Bildgeschichte

Der Betrachter blickt auf eine Straße, die sich leicht nach hinten öffnet. Links und rechts flankieren Häuser und Scheunen den Weg, mit ausgeprägten Dachlinien, einfachen Fassaden und Fensterläden, die als visuelle "Anker" im Mittelgrund wirken. In der Straße selbst stehen zwei kleine Figuren: eine näher am Betrachter, mit einem Besen oder Rechen, und weiter hinten eine zweite Figur, die den Hintergrund aktiviert. Im Vordergrund läuft ein Hund, ein subtiler, aber wichtiger Detail, das das Bild menschlich macht und die Skala lesbar hält.

Was die Darstellung überzeugend macht, ist die Kombination aus Ruhe und Leben: Die Szene ist ruhig, aber nicht statisch. Die Straßenoberfläche mit Spuren und Textur, der Wechsel zwischen Schatten und Licht an den Fassaden und die kleinen Figuren, die den Raum 'messen', verleihen dem Ganzen eine glaubwürdige, alltägliche Präsenz. Genau in diesem Bereich waren die romantischen Künstler des neunzehnten Jahrhunderts besonders stark: die Alltäglichkeit zu erheben, um sie als Träger von Gefühl und Zeitbewusstsein zu nutzen.

Technik und Aufbau

Das Blatt ist in Mischtechnik ausgeführt, wobei Bleistift/Grafit und schwarze Tinte sich funktional ergänzen.

1. Bleistift/Grafit als Ton und Unterbau
Mit Graphit werden weiche Schatten und Tonfelder aufgebracht: die Straße, die Fassadenflächen, die Dachpartien und der Himmel. Graphit eignet sich besonders gut, um mit minimalem Aufwand Tiefe zu suggerieren: Näher ist der Tonkontrast in der Regel stärker; nach hinten hin werden die Werte heller und gleichmäßiger, wodurch die Perspektive automatisch verstärkt wird.

2. Schwarze Tinte als Struktur und Akzent
Die Tintenlinie klärt Ränder, Fugen, Fensterrahmen und konstruktive Elemente. Gerade bei Architektur hilft dies, die "Lesbarkeit" zu erhöhen: Der Betrachter versteht sofort, wie eine Fassade aufgebaut ist, wo die Fensterläden scharnieren und wie die Dachkante verläuft. Die Tinte verleiht dem Werk außerdem eine grafische Schärfe, die typisch ist für Künstler, die auch in Drucktechniken wie Radierungen oder Lithografien zuhause sind.

3. Materialeinschlag
Durch Arceringen und kurze Striche entsteht eine Suggestion von Textur: Dachziegel, raues Mauerwerk, hölzerne Fensterläden, Straßenmüll und schlammige Spuren. Dies sind keine überladenen Details, sondern selektive Hinweise. Vertin entscheidet, wo er „Informationen“ hinzufügt und wo er Raum lässt, wodurch das Blatt eine elegante Balance zwischen Beschreibung und Atmosphäre behält.

Farbpalette und Lichtwirkung

Da die Arbeit mit monochromen Mitteln ausgeführt wurde, spielt sich die Palette innerhalb eines Spektrums von Grau- und Schwarztönen ab, das durch den warmen Grundton des Papiers gemildert wird. Diese Begrenzung ist hier ein Vorteil: Der Fokus liegt auf Komposition, Licht und Rhythmus.

Die Luft wurde relativ ruhig gehalten; dadurch erhält die Architektur mehr Gewicht und die Volumen wirken stabiler. Das Licht ist diffus, als ob es ein bewölkter Tag wäre. Das sorgt für eine gleichmäßige, weiche Schattenwirkung ohne harte Kontraste. Diese Wahl passt hervorragend zu dem romantischen Streben nach Stimmung: Nicht das grelle Sonnenlicht, sondern das zurückhaltende „nördliche“ Licht, das die Umgebung mild erscheinen lässt.

Komposition und Perspektive

Die Komposition ist sorgfältig um einige klassische Prinzipien herum aufgebaut.

Leitende Linie
Die Straße fungiert als eine natürliche Führungslinie, die den Blick ins Bild zieht. Die Kurve oder subtile Biegung im Verlauf verhindert, dass das Ganze flach wirkt; sie schafft ein Gefühl von 'um die Ecke' und somit von Fortsetzung außerhalb des Rahmens.

Flankernde Masse
Die Bebauung links und rechts bildet einen Korridor. Links ist die Silhouette des Daches stark ausgeprägt, rechts befindet sich eine größere Fassadenmasse mit Jalousien und Fenstern, die ein Gegengewicht bieten. Gemeinsam rahmen sie den Grundriss und betonen den Fluchtpunkt.

Maßstab und menschliche Maße
Die Figur mit Werkzeug und der Hund sind entscheidend für die Skala. Ohne diese 'Maßstäbe' könnten die Gebäude abstrakt wirken; mit diesen kleinen Elementen wird die Straße sofort menschlich und glaubwürdig.

Tiefe durch Farbreduzierung
Im Hintergrund werden Töne heller und Details sparsamer. Das ist eine bewährte Methode, um atmosphärisches Perspektiv zu suggerieren, sogar in Schwarz-Weiß.

Stilistische Platzierung innerhalb der Kunstgeschichte

Dieses Blatt passt in die neunzehnte Jahrhundert Romantik und die holländische Tradition der topografischen und pittoresken Ansichten. In den Niederlanden gibt es eine lange Reihe von Zeichnern und Malern, die das städtische oder dörfliche Motiv als eine Kombination aus Dokument und Poesie betrachten. Vertin steht innerhalb dieser Tradition als ein Künstler, der das Topografische nicht trocken macht, sondern es mit Licht, Textur und kleinen narrativen Hinweisen 'bewohnt'.

Im Bereich der Romantik ist Pittoreske ein Kernbegriff: das Charmante, das Unregelmäßige, das historisch anmutende Stadtbild, das zum Betrachten und Erinnern einlädt. Dieses Werk besitzt diese Qualität durch die schlichte Architektur, die Fensterläden, die Straßenstruktur und die ruhige menschliche Präsenz.

Einige Stilgenossen (ohne weitere Erklärung, kommagetrennt):
Cornelis Springer, Bartholomeus Johannes van Hove, Johannes Bosboom, Canaletto, Bernardo Bellotto

Der Künstler: Position und Hintergrund

Petrus Gerardus Vertin (1819–1893) ist vor allem bekannt für Stadt- und Straßenansichten sowie Landschaften, mit einer deutlichen Affinität für Architektur und Perspektive. Er ist mit Den Haag verbunden, wo er auch an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten studierte. Im weiteren Sinne steht sein Werk im Zusammenhang mit dem neunzehnten Jahrhundert, das Interesse am eigenen städtischen und landschaftlichen Erbe zeigt: erkennbar, manchmal topografisch inspiriert und oft mit Schwerpunkt auf Atmosphäre.

Wichtig für dieses spezielle Blatt ist, dass es früh datiert ist. Eine Datierung wie 1840 ist nicht nur eine Jahreszahl; sie ist ein Kontext: ein Moment, in dem sich die Hand des Künstlers sichtbar entwickelt, und in dem die Kombination aus Zeichenfertigkeit und Bewusstsein für Komposition bereits reif sein kann. Das macht frühe, datierte Werke oft für Sammler attraktiv, weil sie sowohl ästhetisch als auch dokumentarisch überzeugen.

Unterschrift und Datierung

Die handschriftliche Angabe und das Datum auf der Rückseite sind ein wesentlicher Bestandteil des Objekts. Dass die Rückseite sichtbar gehalten wurde (hinter dickem Glas), ist dabei mehr als eine praktische Entscheidung: Es macht die Signatur und eventuelle Anmerkungen oder Atelierinformationen zu einem Teil der Präsentation und erhöht die Transparenz für den Käufer.

Papierkondition und UV-Wahrnehmung

Das Werk zeigt Verfärbungen und Foxing. Foxing ist ein häufig auftretendes Phänomen bei historischen Papierarbeiten: Braune Flecken oder Flecken, die visuell von subtil bis deutlich variieren können. Unter UV-Licht wird diese Art von Konditionserscheinung in der Regel besonders sichtbar, und in diesem Fall wird ausdrücklich erwähnt, dass dies unter UV sichtbar ist.

Es ist hierbei wichtig zu betonen, dass solche Conditiekenmerken bei Arbeiten auf Papier aus dem neunzehnten Jahrhundert häufig vorkommen, insbesondere wenn sie im Laufe der Zeit unter wechselnden Klimabedingungen aufbewahrt wurden. Im Katalogkontext wird dies in der Regel klar benannt, wie hier, damit der Käufer den Zustand einschätzen kann.

Liste, Passe-Partout und Präsentation

Das Werk ist in einem Holzrahmen mit Furnieroberfläche, Passepartout und dickem Glas präsentiert. Das Passepartout sorgt für visuelle Ruhe und schafft Abstand zwischen Papier und Glas, was sowohl ästhetisch als auch konservatorisch relevant sein kann. Dass sowohl Vorder- als auch Rückseite hinter Glas sichtbar sind, verleiht dem Objekt eine quasi-museale Präsentation: Nicht nur das Bild, sondern auch die 'materielle Wahrheit' des Werks (Träger, Notizen, Signatur) wird Teil der Erfahrung.

Sammlerwert und Anziehungskraft

Diese Arbeit vereint mehrere Qualitäten, die in einem Premium-Auktionskontext gut ankommen:
Ein erkennbares, zeitloses holländisches Motiv mit starker Atmosphärenwirkung.
Eine überzeugende grafische Umsetzung mit klarer architektonischer Beherrschung.
Frühe Datierung, die das Blatt zusätzlich innerhalb des Œuvres positioniert.
Transparente Bedingungsinformationen inklusive UV-Indikation.
Verzorgte Präsentation mit sichtbarer Signatur auf der Rückseite.

Für Sammler der niederländischen Romantik des neunzehnten Jahrhunderts, der Haagse Zeichnungskunst sowie der Stadt- und Straßenszenen ist dies ein ansprechendes, intimes Werk, das sowohl in klassischen als auch in modernen Interieurs mühelos funktioniert.

No Reserve

Angeboten ohne Mindestpreis. Ein charaktervolles, früh datiertes Werk auf Papier von Petrus Gerardus Vertin, in dem das pittoreske holländische Straßenmotiv mit kontrollierten Mitteln und überzeugender Räumlichkeit ausgearbeitet ist.

Das Werk 'Hollands Straatje' ist in einem stilvollen Holzrahmen mit Furnierausführung, mit Glas vorne und hinten, in Passepartout.

Totale Abmessungen: 39x39,5 cm
Sichtbare Kunstwerkmaße: 27x27cm

Alle Sendungen in professioneller Verpackung via Fedex, DPD oder PostNL.

Für alle Sendungen gilt ein Zuschlag für Verpackungsmaterial, der bereits in den angegebenen Versandkosten enthalten ist.

Der Versand von Kunstwerken birgt stets gewisse Risiken. Obwohl ein Versand möglich ist, empfehlen wir Ihnen, das Kunstwerk persönlich abzuholen, sofern diese Option verfügbar ist. Der Versand erfolgt ausschließlich auf Risiko des Käufers. Die Abholung gewährleistet, dass das Kunstwerk unbeschädigt und in einwandfreiem Zustand bei Ihnen eintrifft. Nach dem Kauf können Sie ganz einfach einen Termin zur Abholung des Kunstwerks in unserer Werkstatt und unserem Atelier vereinbaren, wo es sicher und sorgfältig für Sie vorbereitet wird.

Anfrage für Transportangebot über unsere Webseite (Service-Transport) oder über den Catawiki-Support

Beim Kauf dieses Kunstwerks haben Sie die Wahl, es mit oder ohne Rahmen liefern zu lassen. Der Rahmen, reich verziert und passend zum Werk, wird kostenlos angeboten, sodass Sie das Gemälde sofort aufhängen können. Obwohl wir größte Sorgfalt bei professioneller Verpackung und Versand walten lassen, besteht ein geringes Risiko für Schäden am Rahmen oder Glas während des Transports. Schäden am Rahmen oder Glas, die keinen Einfluss auf das Kunstwerk selbst haben, werden nicht als gültiger Grund für eine Reklamation oder Stornierung anerkannt. Wir empfehlen Ihnen, das Werk abzuholen oder einen eigenen Transport zu organisieren, da Schäden am Rahmen, insbesondere an den Gipsornamenten, nicht erstattet werden.

Wir streben danach, Ihr Kunstwerk sicher und in optimalem Zustand bei Ihnen zu liefern, wobei wir sorgfältig auf Verpackung und Versandverfahren achten. Bei Fragen oder besonderen Wünschen können Sie jederzeit den Catawiki-Kundenservice kontaktieren.

Der Kunde ist selbst verantwortlich für etwaige Einfuhrzölle und zusätzliche Kosten, die bei der Lieferung ins Ausland anfallen können.

Sobald Ihre Bestellung bestätigt wurde, behandeln wir jede Sendung als ein individuelles Projekt. Jedes Gemälde wird sorgfältig verpackt mit hochwertigen, professionellen Versandmaterialien, und wir wählen den geeignetsten Transporteur basierend auf Zielort, Transitzeit und Abwicklungsanforderungen. Wir verfolgen jedes Paket genau bis zur Auslieferung.

Da keine zwei Kunstwerke gleich sind, fertigen wir oft maßgeschneiderte, handgefertigte Versandbehälter oder Kartons an, die auf die Größe, den Rahmen und die Empfindlichkeit des Gemäldes sowie auf die Entfernung und die Transportbedingungen zu Ihrer Adresse abgestimmt sind. Dies garantiert den bestmöglichen Schutz während der gesamten Reise.

Zur Unterstützung eines reibungslosen internationalen Versandprozesses erstellen wir die erforderlichen Papiere und Versanddokumente, einschließlich Zollcodes und exportbezogener Informationen, falls erforderlich.
In einigen Fällen nehmen wir proaktiv Kontakt mit Ihnen auf, um zu bestätigen, dass Ihr Paket sicher angekommen ist, dass das Gemälde in gutem Zustand ist und um eventuelle Fragen, die Sie haben, zu beantworten.

Wir rufen in der Regel die Telefonnummer an, die an Catawiki angegeben wurde, und dieses Gespräch wird auf Englisch geführt.

Falls gewünscht, können Sie uns auch per E-Mail oder über den Catawiki-Chat erreichen.

Der Verkäufer stellt sich vor

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Petrus Gerardus Vertin (1819–1893)
Hollands Straatje
Gemischte Technik auf Papier (Bleistift/Grafit und schwarze Tinte/Aquarell)
Sichtbares Werk circa 27 × 27 cm; mit Rahmen circa 39 × 39,5 cm.
Romantik (neunzehnte Jahrhundert holländische Straßen- und Stadtveduten)
Handsigniert auf der Rückseite und datiert auf 1840; Signatur auf der Rückseite sichtbar
Zustand: Verfärbungen und Foxing; unter UV-Licht deutlich sichtbar; gerahmt mit Passepartout und dickem Glas, auch die Rückseite ist hinter Glas sichtbar.

Einführung

Dieses Werk von Petrus Gerardus Vertin präsentiert einen stillen, beobachtenden Blick auf einen holländischen Straßenzug, ausgeführt mit einem bemerkenswerten Gespür für Perspektive, architektonische Charakterisierung und Atmosphäre. Das frühe Datum (1840) platziert das Blatt in einer Phase, in der der Künstler seinen Stil formt: präzise in Linienführung, kontrolliert im Ton und effektiv im Andeuten von Raum. Das Ergebnis ist eine intime Straßenszene, die nicht auf Spektakel setzt, sondern auf Stimmung, Rhythmus und den wiedererkennbaren Charakter der niederländischen Bebauung.

Das Bildgeschichte

Der Betrachter blickt auf eine Straße, die sich leicht nach hinten öffnet. Links und rechts flankieren Häuser und Scheunen den Weg, mit ausgeprägten Dachlinien, einfachen Fassaden und Fensterläden, die als visuelle "Anker" im Mittelgrund wirken. In der Straße selbst stehen zwei kleine Figuren: eine näher am Betrachter, mit einem Besen oder Rechen, und weiter hinten eine zweite Figur, die den Hintergrund aktiviert. Im Vordergrund läuft ein Hund, ein subtiler, aber wichtiger Detail, das das Bild menschlich macht und die Skala lesbar hält.

Was die Darstellung überzeugend macht, ist die Kombination aus Ruhe und Leben: Die Szene ist ruhig, aber nicht statisch. Die Straßenoberfläche mit Spuren und Textur, der Wechsel zwischen Schatten und Licht an den Fassaden und die kleinen Figuren, die den Raum 'messen', verleihen dem Ganzen eine glaubwürdige, alltägliche Präsenz. Genau in diesem Bereich waren die romantischen Künstler des neunzehnten Jahrhunderts besonders stark: die Alltäglichkeit zu erheben, um sie als Träger von Gefühl und Zeitbewusstsein zu nutzen.

Technik und Aufbau

Das Blatt ist in Mischtechnik ausgeführt, wobei Bleistift/Grafit und schwarze Tinte sich funktional ergänzen.

1. Bleistift/Grafit als Ton und Unterbau
Mit Graphit werden weiche Schatten und Tonfelder aufgebracht: die Straße, die Fassadenflächen, die Dachpartien und der Himmel. Graphit eignet sich besonders gut, um mit minimalem Aufwand Tiefe zu suggerieren: Näher ist der Tonkontrast in der Regel stärker; nach hinten hin werden die Werte heller und gleichmäßiger, wodurch die Perspektive automatisch verstärkt wird.

2. Schwarze Tinte als Struktur und Akzent
Die Tintenlinie klärt Ränder, Fugen, Fensterrahmen und konstruktive Elemente. Gerade bei Architektur hilft dies, die "Lesbarkeit" zu erhöhen: Der Betrachter versteht sofort, wie eine Fassade aufgebaut ist, wo die Fensterläden scharnieren und wie die Dachkante verläuft. Die Tinte verleiht dem Werk außerdem eine grafische Schärfe, die typisch ist für Künstler, die auch in Drucktechniken wie Radierungen oder Lithografien zuhause sind.

3. Materialeinschlag
Durch Arceringen und kurze Striche entsteht eine Suggestion von Textur: Dachziegel, raues Mauerwerk, hölzerne Fensterläden, Straßenmüll und schlammige Spuren. Dies sind keine überladenen Details, sondern selektive Hinweise. Vertin entscheidet, wo er „Informationen“ hinzufügt und wo er Raum lässt, wodurch das Blatt eine elegante Balance zwischen Beschreibung und Atmosphäre behält.

Farbpalette und Lichtwirkung

Da die Arbeit mit monochromen Mitteln ausgeführt wurde, spielt sich die Palette innerhalb eines Spektrums von Grau- und Schwarztönen ab, das durch den warmen Grundton des Papiers gemildert wird. Diese Begrenzung ist hier ein Vorteil: Der Fokus liegt auf Komposition, Licht und Rhythmus.

Die Luft wurde relativ ruhig gehalten; dadurch erhält die Architektur mehr Gewicht und die Volumen wirken stabiler. Das Licht ist diffus, als ob es ein bewölkter Tag wäre. Das sorgt für eine gleichmäßige, weiche Schattenwirkung ohne harte Kontraste. Diese Wahl passt hervorragend zu dem romantischen Streben nach Stimmung: Nicht das grelle Sonnenlicht, sondern das zurückhaltende „nördliche“ Licht, das die Umgebung mild erscheinen lässt.

Komposition und Perspektive

Die Komposition ist sorgfältig um einige klassische Prinzipien herum aufgebaut.

Leitende Linie
Die Straße fungiert als eine natürliche Führungslinie, die den Blick ins Bild zieht. Die Kurve oder subtile Biegung im Verlauf verhindert, dass das Ganze flach wirkt; sie schafft ein Gefühl von 'um die Ecke' und somit von Fortsetzung außerhalb des Rahmens.

Flankernde Masse
Die Bebauung links und rechts bildet einen Korridor. Links ist die Silhouette des Daches stark ausgeprägt, rechts befindet sich eine größere Fassadenmasse mit Jalousien und Fenstern, die ein Gegengewicht bieten. Gemeinsam rahmen sie den Grundriss und betonen den Fluchtpunkt.

Maßstab und menschliche Maße
Die Figur mit Werkzeug und der Hund sind entscheidend für die Skala. Ohne diese 'Maßstäbe' könnten die Gebäude abstrakt wirken; mit diesen kleinen Elementen wird die Straße sofort menschlich und glaubwürdig.

Tiefe durch Farbreduzierung
Im Hintergrund werden Töne heller und Details sparsamer. Das ist eine bewährte Methode, um atmosphärisches Perspektiv zu suggerieren, sogar in Schwarz-Weiß.

Stilistische Platzierung innerhalb der Kunstgeschichte

Dieses Blatt passt in die neunzehnte Jahrhundert Romantik und die holländische Tradition der topografischen und pittoresken Ansichten. In den Niederlanden gibt es eine lange Reihe von Zeichnern und Malern, die das städtische oder dörfliche Motiv als eine Kombination aus Dokument und Poesie betrachten. Vertin steht innerhalb dieser Tradition als ein Künstler, der das Topografische nicht trocken macht, sondern es mit Licht, Textur und kleinen narrativen Hinweisen 'bewohnt'.

Im Bereich der Romantik ist Pittoreske ein Kernbegriff: das Charmante, das Unregelmäßige, das historisch anmutende Stadtbild, das zum Betrachten und Erinnern einlädt. Dieses Werk besitzt diese Qualität durch die schlichte Architektur, die Fensterläden, die Straßenstruktur und die ruhige menschliche Präsenz.

Einige Stilgenossen (ohne weitere Erklärung, kommagetrennt):
Cornelis Springer, Bartholomeus Johannes van Hove, Johannes Bosboom, Canaletto, Bernardo Bellotto

Der Künstler: Position und Hintergrund

Petrus Gerardus Vertin (1819–1893) ist vor allem bekannt für Stadt- und Straßenansichten sowie Landschaften, mit einer deutlichen Affinität für Architektur und Perspektive. Er ist mit Den Haag verbunden, wo er auch an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten studierte. Im weiteren Sinne steht sein Werk im Zusammenhang mit dem neunzehnten Jahrhundert, das Interesse am eigenen städtischen und landschaftlichen Erbe zeigt: erkennbar, manchmal topografisch inspiriert und oft mit Schwerpunkt auf Atmosphäre.

Wichtig für dieses spezielle Blatt ist, dass es früh datiert ist. Eine Datierung wie 1840 ist nicht nur eine Jahreszahl; sie ist ein Kontext: ein Moment, in dem sich die Hand des Künstlers sichtbar entwickelt, und in dem die Kombination aus Zeichenfertigkeit und Bewusstsein für Komposition bereits reif sein kann. Das macht frühe, datierte Werke oft für Sammler attraktiv, weil sie sowohl ästhetisch als auch dokumentarisch überzeugen.

Unterschrift und Datierung

Die handschriftliche Angabe und das Datum auf der Rückseite sind ein wesentlicher Bestandteil des Objekts. Dass die Rückseite sichtbar gehalten wurde (hinter dickem Glas), ist dabei mehr als eine praktische Entscheidung: Es macht die Signatur und eventuelle Anmerkungen oder Atelierinformationen zu einem Teil der Präsentation und erhöht die Transparenz für den Käufer.

Papierkondition und UV-Wahrnehmung

Das Werk zeigt Verfärbungen und Foxing. Foxing ist ein häufig auftretendes Phänomen bei historischen Papierarbeiten: Braune Flecken oder Flecken, die visuell von subtil bis deutlich variieren können. Unter UV-Licht wird diese Art von Konditionserscheinung in der Regel besonders sichtbar, und in diesem Fall wird ausdrücklich erwähnt, dass dies unter UV sichtbar ist.

Es ist hierbei wichtig zu betonen, dass solche Conditiekenmerken bei Arbeiten auf Papier aus dem neunzehnten Jahrhundert häufig vorkommen, insbesondere wenn sie im Laufe der Zeit unter wechselnden Klimabedingungen aufbewahrt wurden. Im Katalogkontext wird dies in der Regel klar benannt, wie hier, damit der Käufer den Zustand einschätzen kann.

Liste, Passe-Partout und Präsentation

Das Werk ist in einem Holzrahmen mit Furnieroberfläche, Passepartout und dickem Glas präsentiert. Das Passepartout sorgt für visuelle Ruhe und schafft Abstand zwischen Papier und Glas, was sowohl ästhetisch als auch konservatorisch relevant sein kann. Dass sowohl Vorder- als auch Rückseite hinter Glas sichtbar sind, verleiht dem Objekt eine quasi-museale Präsentation: Nicht nur das Bild, sondern auch die 'materielle Wahrheit' des Werks (Träger, Notizen, Signatur) wird Teil der Erfahrung.

Sammlerwert und Anziehungskraft

Diese Arbeit vereint mehrere Qualitäten, die in einem Premium-Auktionskontext gut ankommen:
Ein erkennbares, zeitloses holländisches Motiv mit starker Atmosphärenwirkung.
Eine überzeugende grafische Umsetzung mit klarer architektonischer Beherrschung.
Frühe Datierung, die das Blatt zusätzlich innerhalb des Œuvres positioniert.
Transparente Bedingungsinformationen inklusive UV-Indikation.
Verzorgte Präsentation mit sichtbarer Signatur auf der Rückseite.

Für Sammler der niederländischen Romantik des neunzehnten Jahrhunderts, der Haagse Zeichnungskunst sowie der Stadt- und Straßenszenen ist dies ein ansprechendes, intimes Werk, das sowohl in klassischen als auch in modernen Interieurs mühelos funktioniert.

No Reserve

Angeboten ohne Mindestpreis. Ein charaktervolles, früh datiertes Werk auf Papier von Petrus Gerardus Vertin, in dem das pittoreske holländische Straßenmotiv mit kontrollierten Mitteln und überzeugender Räumlichkeit ausgearbeitet ist.

Das Werk 'Hollands Straatje' ist in einem stilvollen Holzrahmen mit Furnierausführung, mit Glas vorne und hinten, in Passepartout.

Totale Abmessungen: 39x39,5 cm
Sichtbare Kunstwerkmaße: 27x27cm

Alle Sendungen in professioneller Verpackung via Fedex, DPD oder PostNL.

Für alle Sendungen gilt ein Zuschlag für Verpackungsmaterial, der bereits in den angegebenen Versandkosten enthalten ist.

Der Versand von Kunstwerken birgt stets gewisse Risiken. Obwohl ein Versand möglich ist, empfehlen wir Ihnen, das Kunstwerk persönlich abzuholen, sofern diese Option verfügbar ist. Der Versand erfolgt ausschließlich auf Risiko des Käufers. Die Abholung gewährleistet, dass das Kunstwerk unbeschädigt und in einwandfreiem Zustand bei Ihnen eintrifft. Nach dem Kauf können Sie ganz einfach einen Termin zur Abholung des Kunstwerks in unserer Werkstatt und unserem Atelier vereinbaren, wo es sicher und sorgfältig für Sie vorbereitet wird.

Anfrage für Transportangebot über unsere Webseite (Service-Transport) oder über den Catawiki-Support

Beim Kauf dieses Kunstwerks haben Sie die Wahl, es mit oder ohne Rahmen liefern zu lassen. Der Rahmen, reich verziert und passend zum Werk, wird kostenlos angeboten, sodass Sie das Gemälde sofort aufhängen können. Obwohl wir größte Sorgfalt bei professioneller Verpackung und Versand walten lassen, besteht ein geringes Risiko für Schäden am Rahmen oder Glas während des Transports. Schäden am Rahmen oder Glas, die keinen Einfluss auf das Kunstwerk selbst haben, werden nicht als gültiger Grund für eine Reklamation oder Stornierung anerkannt. Wir empfehlen Ihnen, das Werk abzuholen oder einen eigenen Transport zu organisieren, da Schäden am Rahmen, insbesondere an den Gipsornamenten, nicht erstattet werden.

Wir streben danach, Ihr Kunstwerk sicher und in optimalem Zustand bei Ihnen zu liefern, wobei wir sorgfältig auf Verpackung und Versandverfahren achten. Bei Fragen oder besonderen Wünschen können Sie jederzeit den Catawiki-Kundenservice kontaktieren.

Der Kunde ist selbst verantwortlich für etwaige Einfuhrzölle und zusätzliche Kosten, die bei der Lieferung ins Ausland anfallen können.

Sobald Ihre Bestellung bestätigt wurde, behandeln wir jede Sendung als ein individuelles Projekt. Jedes Gemälde wird sorgfältig verpackt mit hochwertigen, professionellen Versandmaterialien, und wir wählen den geeignetsten Transporteur basierend auf Zielort, Transitzeit und Abwicklungsanforderungen. Wir verfolgen jedes Paket genau bis zur Auslieferung.

Da keine zwei Kunstwerke gleich sind, fertigen wir oft maßgeschneiderte, handgefertigte Versandbehälter oder Kartons an, die auf die Größe, den Rahmen und die Empfindlichkeit des Gemäldes sowie auf die Entfernung und die Transportbedingungen zu Ihrer Adresse abgestimmt sind. Dies garantiert den bestmöglichen Schutz während der gesamten Reise.

Zur Unterstützung eines reibungslosen internationalen Versandprozesses erstellen wir die erforderlichen Papiere und Versanddokumente, einschließlich Zollcodes und exportbezogener Informationen, falls erforderlich.
In einigen Fällen nehmen wir proaktiv Kontakt mit Ihnen auf, um zu bestätigen, dass Ihr Paket sicher angekommen ist, dass das Gemälde in gutem Zustand ist und um eventuelle Fragen, die Sie haben, zu beantworten.

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Details

Künstler
Petrus Gerardus Vertin (1819-1893)
Titel des Kunstwerks
Hollands Straatje (NO RESERVE)
Technik
Mixed Media
Signatur
Handsigniert
Herkunftsland
Niederlande
Jahr
1840
Zustand
Angemessener Zustand
Höhe
39 cm
Breite
39,5 cm
Darstellung/Thema
Stadtansicht
Stil
Romantik
Periode
19. Jahrhundert
NiederlandeVerifiziert
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