Ferdinand Schmutzer (1870–1928) - Entdecktes Geheimnis






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Ferdinand Schmutzer, Entdecktes Geheimnis, 1897, Radierung/Etching, handzeichnete Künstlerprobe aus Österreich, guter Zustand, 16 × 15 cm.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese frühe Impression von Entdecktes Geheimnis (The Secret Disclosed) ist ein signierter Künstlerabdruck von Ferdinand Schmutzer (1870–1928), einem der führenden Kupferstecher Österreichs und einem wichtigen Vertreter der Wiener Grafikkunst um 1900. Gedruckt vor der Veröffentlichung im Jahr 1897 durch Seemann & Co., ist diese Version besonders bedeutsam, da sie wesentliche kompositorische Änderungen vor der endgültigen Druckausgabe berücksichtigt.
Ferdinand Schmutzer studierte in Wien bei August Kühne und William Unger, bevor er seine künstlerische Ausbildung in Paris und Holland fortsetzte. Große Anerkennung erlangte er durch seine sensiblen Darstellungen ländlicher Innenräume und des alltäglichen häuslichen Lebens; später wandte sich Schmutzer der Porträtmalerei zu und portraitierte kulturelle und politische Persönlichkeiten des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreichs. Als Professor für Kupferstich an der Wiener Akademie beeinflusste er eine Generation von Grafikern in der Zwischenkriegszeit. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Museumsbeständen, darunter die Albertina in Wien, das Kupferstichkabinett in Berlin und das Museum Kunstpalast in Düsseldorf.
In Entdecktes Geheimnis ist Schmutzers Meisterschaft bei Atmosphäre, Licht und menschlicher Emotion deutlich zu erkennen. Die Szene fängt eine dramatische Pause in einem häuslichen Umfeld ein, mit drei sitzenden Frauen — eine dem Betrachter zugewandt —, die in Gespräch oder Gedanken vertieft sind, während eine jüngere Frau isoliert neben einem Stuhl steht. Der dunkle Innenraum, das sanft diffundierte Licht und die subtile Körperhaltung rufen einen Moment der Introspektion oder Offenbarung hervor und spiegeln die psychologische Tiefe wider, wie sie in Werken von Max Klinger, Anders Zorn und Käthe Kollwitz zu finden ist.
Seine grafische Arbeit spiegelt die psychologische Tiefe wider, die bei Zeitgenossen wie Käthe Kollwitz, Max Klinger und Anders Zorn zu beobachten ist, und teilt zugleich eine thematische Verwandtschaft mit Innenraumszenen aus dem häuslichen Umfeld von Künstlern wie James Tissot und Édouard Vuillard.
Mit Goldmedaillen bei der Wiener und Dresdner Ausstellung ausgezeichnet, bleiben Schmutzers Radierungen weiterhin begehrt wegen ihrer technischen Exzellenz und ihrer evokativen Kraft.
Im Rahmen der Archive des British Museum:
https://www.britishmuseum.org/collection/object/P_1949-0411-4008
Diese frühe Impression von Entdecktes Geheimnis (The Secret Disclosed) ist ein signierter Künstlerabdruck von Ferdinand Schmutzer (1870–1928), einem der führenden Kupferstecher Österreichs und einem wichtigen Vertreter der Wiener Grafikkunst um 1900. Gedruckt vor der Veröffentlichung im Jahr 1897 durch Seemann & Co., ist diese Version besonders bedeutsam, da sie wesentliche kompositorische Änderungen vor der endgültigen Druckausgabe berücksichtigt.
Ferdinand Schmutzer studierte in Wien bei August Kühne und William Unger, bevor er seine künstlerische Ausbildung in Paris und Holland fortsetzte. Große Anerkennung erlangte er durch seine sensiblen Darstellungen ländlicher Innenräume und des alltäglichen häuslichen Lebens; später wandte sich Schmutzer der Porträtmalerei zu und portraitierte kulturelle und politische Persönlichkeiten des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreichs. Als Professor für Kupferstich an der Wiener Akademie beeinflusste er eine Generation von Grafikern in der Zwischenkriegszeit. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Museumsbeständen, darunter die Albertina in Wien, das Kupferstichkabinett in Berlin und das Museum Kunstpalast in Düsseldorf.
In Entdecktes Geheimnis ist Schmutzers Meisterschaft bei Atmosphäre, Licht und menschlicher Emotion deutlich zu erkennen. Die Szene fängt eine dramatische Pause in einem häuslichen Umfeld ein, mit drei sitzenden Frauen — eine dem Betrachter zugewandt —, die in Gespräch oder Gedanken vertieft sind, während eine jüngere Frau isoliert neben einem Stuhl steht. Der dunkle Innenraum, das sanft diffundierte Licht und die subtile Körperhaltung rufen einen Moment der Introspektion oder Offenbarung hervor und spiegeln die psychologische Tiefe wider, wie sie in Werken von Max Klinger, Anders Zorn und Käthe Kollwitz zu finden ist.
Seine grafische Arbeit spiegelt die psychologische Tiefe wider, die bei Zeitgenossen wie Käthe Kollwitz, Max Klinger und Anders Zorn zu beobachten ist, und teilt zugleich eine thematische Verwandtschaft mit Innenraumszenen aus dem häuslichen Umfeld von Künstlern wie James Tissot und Édouard Vuillard.
Mit Goldmedaillen bei der Wiener und Dresdner Ausstellung ausgezeichnet, bleiben Schmutzers Radierungen weiterhin begehrt wegen ihrer technischen Exzellenz und ihrer evokativen Kraft.
Im Rahmen der Archive des British Museum:
https://www.britishmuseum.org/collection/object/P_1949-0411-4008
