Mario Gianello (1935) - Commedia dell'Arte in Blu






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Mario Gianello Öl auf Leinwand Commedia dell'Arte in Blu aus den späten 1970er Jahren, italienische Surrealismus, 61 × 71 cm, signiert, Original, mit Rahmen verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Autor
Mario Gianello (1935) war ein italienischer Maler. Geboren in Bologna, lässt er sich später in Mailand nieder, eine Stadt, die zu seinem hauptsächlichen persönlichen und beruflichen Bezugspunkt wird. Seine Ausbildung reifte in einem Umfeld, das stark vom „Handwerk“ geprägt ist: Der Zugang zur Malerei erfolgt durch Studien und Erfahrungen in den angewandten Künsten, mit dem Besuch des Staatlichen Instituts der Keramik in Faenza sowie von Handwerksbetrieben zwischen San Marino und Vicenza. Diese Lehrzeit, basierend auf Geschicklichkeit und Handwerk, markiert maßgeblich seine Art, das Bild zu konstruieren, und vor allem sein Verhältnis zur Farbe, verstanden als Substanz und dominante Präsenz in der Komposition.
Auf stilistischer Ebene bewegt sich Gianello in einer freien, oft theatralischen Bildsprache, indem er traditionellere Motive mit deutlich expressiveren Ansätzen abwechselt. In einigen Serien, in denen Masken, Figuren und schwebende Atmosphären erscheinen, manchmal der circensischen und karnevalistischen Bildwelt nah, werden Pinselstrich und chromatische Mischung zum wahren Motor der Erzählung. Die Form neigt dazu, sich in dichten, materiellen Schichten zu synthetisieren, und die Gestik gewinnt emotionale Bedeutung. Seine Poetik zielt, in diesem Sinne, darauf ab, über das Erscheinungsbild des Sinnlichen hinauszugehen, um eine innere „Essenz“ der Dinge zu suchen, wobei den Farben eine nicht-deskriptive, sondern symbolische und fast spirituelle Funktion zukommt, die Tonfall und Sinn der Werke bestimmen kann.
BESCHREIBUNG
„Commedia dell'Arte in Blau“, Öl auf Leinwand, 61*71cm mit Rahmen, 40*50cm nur die Leinwand, datierbar gegen Ende der 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts, unten rechts signiert.
Auf der Leinwand stehen die Figuren wie eine kleine reisende Gesellschaft, erfasst in einer stillen Pause: nicht eine erzählerische Handlung, sondern eine chorale Präsenz. Die Figuren, in langen, stilisierten Kostümen, erinnern an die traditionellen Masken der Commedia dell'Arte eher durch Typen und Haltungen als durch eine minutengenaue Beschreibung: Die Figur in Weiß mit spitzem Hut und verhülltem Gesicht erinnert an eine essenzielle und abstrakte Pulcinella; die zentrale Figur in Rot, feiner, „nobler“ und frontal, ruft den Ton des Capitano oder eines Protagonisten-Führers hervor, während die seitlichen Profile an das Universum von Colombina und den „Liebsten“ erinnern, zwischen Bühnenschauspiel und Intimität schwebend. Neben der Hauptgruppe erscheint außerdem ein Saiteninstrument, das wie ein Emblem gehalten wird, nicht nur als Objekt: Die Musik scheint ein wesentlicher Teil der Maske zu sein, eine zweite Stimme, die das Wort ersetzt und die Atmosphäre eines wandernden Theaters stärkt.
Die Komposition ist auf ein Gleichgewicht von Vordergrund und Ferne aufgebaut: der linke Kern, näher gerückt und detaillierter, steht dem nach rechts zurückliegenden Gruppenblock gegenüber, der wie ein Echo verschwimmt und so Tiefe erzeugt, ohne auf einen echten räumlichen Prospettivraum zurückzugreifen. Der Hintergrund ist ein großes blaues Nachtfeld, kompakt und lebendig, durchzogen von helleren Glanzpunkten, die eine beinahe mondhelle Lichtstimmung nahelegen: Es ist ein Blau, das keinen Ort beschreibt, sondern ein psychologisches Klima. Der Pinselstrich variiert zwischen deckenden, materiellen Schritten und feineren, zarten Berührungen; die Konturen, oft scharf aber nicht streng abgeschlossen, halten die Volumen wie theatersche Silhouetten fest, während die Drapierungen der Kostüme von Lichtimpulsen erhellt werden und der Figuren Rhythmus und Vertikalität verleihen. Das farbliche Spiel arbeitet mit Kontrasten: Die Weißen und vor allem das zentrale Rot—mit Akzenten von Orange und Rosa—treten als emotionale Signale innerhalb der kalten Weite hervor, erzielen einen Suspensions-Effekt, der das Gemälde ins Herz der Poetik von Gianello jener Jahre rückt. Es ist eines seiner Werke aus der Serie der Masken mit schwebenden Atmosphären, in einem spärlich besetzten Raum, zwischen Metaphysik und Surrealismus. Gemälde von feiner Malhand und rührender emotionaler Note.
Zustandsbericht
Guter Allgemeinzustand. Das Werk ist in jedem Teil intakt und weist eine lebendige Farbgebung sowie eine deutlich lesbare Pinselführung auf. Zu melden ist eine leichte Einbuchtung der Leinwand im oberen rechten Eck, die die ästhetische Wirkung des Gemäldes jedoch keineswegs beeinträchtigt. Der Rahmen ist als Zugabe zu verstehen.
Versand verfolgt und versichert mit geeigneter Verpackung.
Autor
Mario Gianello (1935) war ein italienischer Maler. Geboren in Bologna, lässt er sich später in Mailand nieder, eine Stadt, die zu seinem hauptsächlichen persönlichen und beruflichen Bezugspunkt wird. Seine Ausbildung reifte in einem Umfeld, das stark vom „Handwerk“ geprägt ist: Der Zugang zur Malerei erfolgt durch Studien und Erfahrungen in den angewandten Künsten, mit dem Besuch des Staatlichen Instituts der Keramik in Faenza sowie von Handwerksbetrieben zwischen San Marino und Vicenza. Diese Lehrzeit, basierend auf Geschicklichkeit und Handwerk, markiert maßgeblich seine Art, das Bild zu konstruieren, und vor allem sein Verhältnis zur Farbe, verstanden als Substanz und dominante Präsenz in der Komposition.
Auf stilistischer Ebene bewegt sich Gianello in einer freien, oft theatralischen Bildsprache, indem er traditionellere Motive mit deutlich expressiveren Ansätzen abwechselt. In einigen Serien, in denen Masken, Figuren und schwebende Atmosphären erscheinen, manchmal der circensischen und karnevalistischen Bildwelt nah, werden Pinselstrich und chromatische Mischung zum wahren Motor der Erzählung. Die Form neigt dazu, sich in dichten, materiellen Schichten zu synthetisieren, und die Gestik gewinnt emotionale Bedeutung. Seine Poetik zielt, in diesem Sinne, darauf ab, über das Erscheinungsbild des Sinnlichen hinauszugehen, um eine innere „Essenz“ der Dinge zu suchen, wobei den Farben eine nicht-deskriptive, sondern symbolische und fast spirituelle Funktion zukommt, die Tonfall und Sinn der Werke bestimmen kann.
BESCHREIBUNG
„Commedia dell'Arte in Blau“, Öl auf Leinwand, 61*71cm mit Rahmen, 40*50cm nur die Leinwand, datierbar gegen Ende der 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts, unten rechts signiert.
Auf der Leinwand stehen die Figuren wie eine kleine reisende Gesellschaft, erfasst in einer stillen Pause: nicht eine erzählerische Handlung, sondern eine chorale Präsenz. Die Figuren, in langen, stilisierten Kostümen, erinnern an die traditionellen Masken der Commedia dell'Arte eher durch Typen und Haltungen als durch eine minutengenaue Beschreibung: Die Figur in Weiß mit spitzem Hut und verhülltem Gesicht erinnert an eine essenzielle und abstrakte Pulcinella; die zentrale Figur in Rot, feiner, „nobler“ und frontal, ruft den Ton des Capitano oder eines Protagonisten-Führers hervor, während die seitlichen Profile an das Universum von Colombina und den „Liebsten“ erinnern, zwischen Bühnenschauspiel und Intimität schwebend. Neben der Hauptgruppe erscheint außerdem ein Saiteninstrument, das wie ein Emblem gehalten wird, nicht nur als Objekt: Die Musik scheint ein wesentlicher Teil der Maske zu sein, eine zweite Stimme, die das Wort ersetzt und die Atmosphäre eines wandernden Theaters stärkt.
Die Komposition ist auf ein Gleichgewicht von Vordergrund und Ferne aufgebaut: der linke Kern, näher gerückt und detaillierter, steht dem nach rechts zurückliegenden Gruppenblock gegenüber, der wie ein Echo verschwimmt und so Tiefe erzeugt, ohne auf einen echten räumlichen Prospettivraum zurückzugreifen. Der Hintergrund ist ein großes blaues Nachtfeld, kompakt und lebendig, durchzogen von helleren Glanzpunkten, die eine beinahe mondhelle Lichtstimmung nahelegen: Es ist ein Blau, das keinen Ort beschreibt, sondern ein psychologisches Klima. Der Pinselstrich variiert zwischen deckenden, materiellen Schritten und feineren, zarten Berührungen; die Konturen, oft scharf aber nicht streng abgeschlossen, halten die Volumen wie theatersche Silhouetten fest, während die Drapierungen der Kostüme von Lichtimpulsen erhellt werden und der Figuren Rhythmus und Vertikalität verleihen. Das farbliche Spiel arbeitet mit Kontrasten: Die Weißen und vor allem das zentrale Rot—mit Akzenten von Orange und Rosa—treten als emotionale Signale innerhalb der kalten Weite hervor, erzielen einen Suspensions-Effekt, der das Gemälde ins Herz der Poetik von Gianello jener Jahre rückt. Es ist eines seiner Werke aus der Serie der Masken mit schwebenden Atmosphären, in einem spärlich besetzten Raum, zwischen Metaphysik und Surrealismus. Gemälde von feiner Malhand und rührender emotionaler Note.
Zustandsbericht
Guter Allgemeinzustand. Das Werk ist in jedem Teil intakt und weist eine lebendige Farbgebung sowie eine deutlich lesbare Pinselführung auf. Zu melden ist eine leichte Einbuchtung der Leinwand im oberen rechten Eck, die die ästhetische Wirkung des Gemäldes jedoch keineswegs beeinträchtigt. Der Rahmen ist als Zugabe zu verstehen.
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