Béla Uitz (1887-1972) - Árkadiá






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Béla Uitz, Árkadiá, eine moderne Radierung von 1916 mit figürlicher Komposition zum Motiv Badende, signiert Handsigniert und in limitierter Auflage, stammt aus Ungarn und misst 47,5 cm × 41,5 cm bei angemessenem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
In der Auktion befindet sich ein sehr seltener originaler Druck des bedeutenden ungarischen Künstlers Béla Uitz von 1916.
Das Bild zeigt eine figürliche Komposition mit dem Motiv "Badende" Der Titel "Árkadiá" verweist auf auf die aus dem griechischen Mythos Arkadien gewonnene Vorstellung seit der Frühen Neuzeit, es sei Leben jenseits gesellschaftlicher Zwänge möglich.
Beschriftung
Unterhalb der Darstellung mit Bleistift signiert und datiert "Bela Uitz 1916".
Maße: Das Blatt misst ca. 41,0 x 53,0 cm, die Darstellung ca. 23,5 x 34, 5 cm.
Zustand
Kräftiger Druck auf Büttenpapier mit natürlichen Büttenrändern. Das Papier ist altersbedingt gebräunt und angeschmutzt. Ränder und Ecken zum Teil bestoßen und knickspurig. Am unteren Rand Knickbildung mit Rißansatz. Die Darstellung ist in einem guten Zustand.
Provenienz
Das Blatt stammt aus einer Berliner Privatsammlung, gekauft bei der GalerieIrrgang Berlin.
Béla Uitz (geboren am 8. März 1887 in Mehala, Österreich-Ungarn; gestorben am 26. Januar 1972 in Budapest) war ein ungarischer Maler.
Béla Uitz machte zunächst eine Schlosserlehre. 1908 bis 1912 studierte er an der Hochschule der Bildenden Künste in Budapest[1] und hatte 1914 seine erste Ausstellungsbeteiligung in Budapest. Zusammen mit Bildern der Gruppe Die Acht (Nyolcak) wurden auch Werke von ihm zur Panama-Pacific International Exposition verschifft, wofür er 1915 eine Goldmedaille erhielt.[2]
1915 brachte er zusammen mit seinem Schwager Lajos Kassák und Emil Szittya die ungarische Avantgardezeitschrift A Tett (Die Tat) heraus, die 1917 von der Kriegszensur verboten wurde. Danach war er Mitredakteur in Kassáks Zeitschrift MA (Heute) und nahm an ihrer dritten Gruppenausstellung 1918 teil. 1917 hatten er Péter Dobrovics, Lajos Gulácsy, János Kmetty und József Nemes Lampérth eine Ausstellung unter dem Titel A Fiatalok (Die Jungen).[2]
Nach Kriegsende 1918 gehörte er zu den führenden bildenden Künstlern der Ungarischen Räterepublik, er war Mitglied deren Kunstdirektorium und Leiter der Werkstätten für Proletarische Bildende Künste, in der Propagandaplakate hergestellt wurden (Vörös Katonák Előre!). Nach der Niederschlagung der Räterepublik war er eine Zeit lang verhaftet. Nach dem Sturz der Ungarischen Räterepublik 1919 ging Uitz mit der ungarischen Aktivistengruppe ins Exil nach Wien, wo er sich Kassáks Kreis anschloss und neue Trends in der internationalen Avantgarde-Kunst kennenlernte. Im Frühjahr 1921 reiste er nach Moskau, wo ihn sowohl die zeitgenössische russische konstruktivistische Kunst als auch die orthodoxen Kirchen, insbesondere die Ikonenkunst, faszinierten.
Nach seiner Rückkehr nach Wien brach er mit Lajos Kassák und gründete mit Aladár Komját die Zeitschrift Egység (Einheit). Übersetzung des Realistischen Manifest von Naum Gabo, das Programm der konstruktivistischen Gruppe von Rodtschenko und Stepanowa und die Gedanken des Suprematismus von Kasimir Malewitsch.
1923 übernahm er den Malstil des Proletkults und engagierte sich ab 1924 in Paris in der französischen kommunistischen Partei. 1926 siedelte er in die Sowjetunion über und arbeitete dort mehr als vierzig Jahre als Künstler der sowjetischen Propargandakunst. Kurz vor seinem Tod kehrte er nach Ungarn zurück.
In der Auktion befindet sich ein sehr seltener originaler Druck des bedeutenden ungarischen Künstlers Béla Uitz von 1916.
Das Bild zeigt eine figürliche Komposition mit dem Motiv "Badende" Der Titel "Árkadiá" verweist auf auf die aus dem griechischen Mythos Arkadien gewonnene Vorstellung seit der Frühen Neuzeit, es sei Leben jenseits gesellschaftlicher Zwänge möglich.
Beschriftung
Unterhalb der Darstellung mit Bleistift signiert und datiert "Bela Uitz 1916".
Maße: Das Blatt misst ca. 41,0 x 53,0 cm, die Darstellung ca. 23,5 x 34, 5 cm.
Zustand
Kräftiger Druck auf Büttenpapier mit natürlichen Büttenrändern. Das Papier ist altersbedingt gebräunt und angeschmutzt. Ränder und Ecken zum Teil bestoßen und knickspurig. Am unteren Rand Knickbildung mit Rißansatz. Die Darstellung ist in einem guten Zustand.
Provenienz
Das Blatt stammt aus einer Berliner Privatsammlung, gekauft bei der GalerieIrrgang Berlin.
Béla Uitz (geboren am 8. März 1887 in Mehala, Österreich-Ungarn; gestorben am 26. Januar 1972 in Budapest) war ein ungarischer Maler.
Béla Uitz machte zunächst eine Schlosserlehre. 1908 bis 1912 studierte er an der Hochschule der Bildenden Künste in Budapest[1] und hatte 1914 seine erste Ausstellungsbeteiligung in Budapest. Zusammen mit Bildern der Gruppe Die Acht (Nyolcak) wurden auch Werke von ihm zur Panama-Pacific International Exposition verschifft, wofür er 1915 eine Goldmedaille erhielt.[2]
1915 brachte er zusammen mit seinem Schwager Lajos Kassák und Emil Szittya die ungarische Avantgardezeitschrift A Tett (Die Tat) heraus, die 1917 von der Kriegszensur verboten wurde. Danach war er Mitredakteur in Kassáks Zeitschrift MA (Heute) und nahm an ihrer dritten Gruppenausstellung 1918 teil. 1917 hatten er Péter Dobrovics, Lajos Gulácsy, János Kmetty und József Nemes Lampérth eine Ausstellung unter dem Titel A Fiatalok (Die Jungen).[2]
Nach Kriegsende 1918 gehörte er zu den führenden bildenden Künstlern der Ungarischen Räterepublik, er war Mitglied deren Kunstdirektorium und Leiter der Werkstätten für Proletarische Bildende Künste, in der Propagandaplakate hergestellt wurden (Vörös Katonák Előre!). Nach der Niederschlagung der Räterepublik war er eine Zeit lang verhaftet. Nach dem Sturz der Ungarischen Räterepublik 1919 ging Uitz mit der ungarischen Aktivistengruppe ins Exil nach Wien, wo er sich Kassáks Kreis anschloss und neue Trends in der internationalen Avantgarde-Kunst kennenlernte. Im Frühjahr 1921 reiste er nach Moskau, wo ihn sowohl die zeitgenössische russische konstruktivistische Kunst als auch die orthodoxen Kirchen, insbesondere die Ikonenkunst, faszinierten.
Nach seiner Rückkehr nach Wien brach er mit Lajos Kassák und gründete mit Aladár Komját die Zeitschrift Egység (Einheit). Übersetzung des Realistischen Manifest von Naum Gabo, das Programm der konstruktivistischen Gruppe von Rodtschenko und Stepanowa und die Gedanken des Suprematismus von Kasimir Malewitsch.
1923 übernahm er den Malstil des Proletkults und engagierte sich ab 1924 in Paris in der französischen kommunistischen Partei. 1926 siedelte er in die Sowjetunion über und arbeitete dort mehr als vierzig Jahre als Künstler der sowjetischen Propargandakunst. Kurz vor seinem Tod kehrte er nach Ungarn zurück.
