Ninni Pagano (1969) - Il peso della grazia






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Il peso della grazia ist ein originales Ölgemälde von Ninni Pagano (geboren 1969), 65 x 60 cm, ein Porträt, hand signiert, in Italien in 2020+ entstanden und direkt vom Künstler verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Auch in diesem Werk "Il Peso della Grazia" (Serie Schwanenfrauen) finden wir jene Spannung zwischen der materiellen Welt und der spirituellen Erhebung, die typisch ist für das Werk von Ninni Pagano. Der Künstler wollte keine Modellsfigur darstellen, sondern eine "Priesterin" eines vergessenen Ordens, den nur er wieder ans Licht bringen kann.
Hier eine kurze Exegese :
1. Die Achse der Welt (Der Hals):
In der heiligen Anthropologie ist der Hals die Brücke zwischen dem "Himmel" (der Geist, die Seele) und der "Erde" (dem Körper, den Instinkten). Die extreme Verlängerung, die Pagano anbringt, ist kein bloßes ästhetisches Modewort, sondern steht für das Bemühen der Seele, die nach oben strebt. Es ist die "innitiatische Spannung": Um jenseits des Schleiers zu sehen, muss man seine Wahrnehmung erhöhen und sie von der Schwere der Materie lösen.
2. Die Siegel des Lichts (Die Juwelen):
Der im Medaillon in der Mitte des Halses eingefaßte Azurstein fungiert als das fünfte Chakra (Vishuddha): das Zentrum der Wahrheit und des heiligen Wortes. Die Tatsache, dass es so prominent ist, deutet darauf hin, daß die Figur ein Wissen birgt, das nicht ausgesprochen werden kann, sondern nur "getragen" wird wie eine heilige Last. Der Ring an der Hand, der auf der Schulter ruht, schließt einen energetischen Kreislauf von Schutz und spiritueller Autorität ab.
3. Der Mantel des Himmels (Der Turban):
Das Kobaltblau des Turbans hüllt den Schädel ganz ein und isoliert den Gedanken vom Lärm der äußeren Welt. Blau ist die Farbe des Großen Urmeeres und der Göttlichen Weisheit. Der Geist der Frau ist "in das Heilige eingetaucht"; sie denkt nicht mehr mit menschlicher Logik, sondern empfängt Eingebungen vom Kosmos.
4. Der abweichende Blick:
Die Augen suchen keinen Dialog mit dem Betrachter (dem Profanen), sondern blicken auf einen links von der Sichtlinie unsichtbaren Punkt. Es ist der Blick dessen, der das Unsichtbare beobachtet, der Spiegel einer Realität, die auf einer anderen Ebene der Existenz geschieht. Die durchscheinende Melancholie ist die "Nostalgie des Absoluten": die Last, die Schönheit der höheren Welten zu kennen, während man noch an die menschliche Form gebunden ist.
Instagram:@ninnipagano
Auch in diesem Werk "Il Peso della Grazia" (Serie Schwanenfrauen) finden wir jene Spannung zwischen der materiellen Welt und der spirituellen Erhebung, die typisch ist für das Werk von Ninni Pagano. Der Künstler wollte keine Modellsfigur darstellen, sondern eine "Priesterin" eines vergessenen Ordens, den nur er wieder ans Licht bringen kann.
Hier eine kurze Exegese :
1. Die Achse der Welt (Der Hals):
In der heiligen Anthropologie ist der Hals die Brücke zwischen dem "Himmel" (der Geist, die Seele) und der "Erde" (dem Körper, den Instinkten). Die extreme Verlängerung, die Pagano anbringt, ist kein bloßes ästhetisches Modewort, sondern steht für das Bemühen der Seele, die nach oben strebt. Es ist die "innitiatische Spannung": Um jenseits des Schleiers zu sehen, muss man seine Wahrnehmung erhöhen und sie von der Schwere der Materie lösen.
2. Die Siegel des Lichts (Die Juwelen):
Der im Medaillon in der Mitte des Halses eingefaßte Azurstein fungiert als das fünfte Chakra (Vishuddha): das Zentrum der Wahrheit und des heiligen Wortes. Die Tatsache, dass es so prominent ist, deutet darauf hin, daß die Figur ein Wissen birgt, das nicht ausgesprochen werden kann, sondern nur "getragen" wird wie eine heilige Last. Der Ring an der Hand, der auf der Schulter ruht, schließt einen energetischen Kreislauf von Schutz und spiritueller Autorität ab.
3. Der Mantel des Himmels (Der Turban):
Das Kobaltblau des Turbans hüllt den Schädel ganz ein und isoliert den Gedanken vom Lärm der äußeren Welt. Blau ist die Farbe des Großen Urmeeres und der Göttlichen Weisheit. Der Geist der Frau ist "in das Heilige eingetaucht"; sie denkt nicht mehr mit menschlicher Logik, sondern empfängt Eingebungen vom Kosmos.
4. Der abweichende Blick:
Die Augen suchen keinen Dialog mit dem Betrachter (dem Profanen), sondern blicken auf einen links von der Sichtlinie unsichtbaren Punkt. Es ist der Blick dessen, der das Unsichtbare beobachtet, der Spiegel einer Realität, die auf einer anderen Ebene der Existenz geschieht. Die durchscheinende Melancholie ist die "Nostalgie des Absoluten": die Last, die Schönheit der höheren Welten zu kennen, während man noch an die menschliche Form gebunden ist.
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