Sasson Pearl (1938-2021) - Ensor’s rose





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Provenienz:
Werkstattfund der Künstlersammlung
Sasson PEARL (1938–2021)
Geboren in New Jersey, verfolgt Sasson Pearl zunächst einen anspruchsvollen intellektuellen Weg: Studien der englischen und amerikanischen Literatur an der UCLA, anschließend Master und Doktorat in der Vorbereitung an der University of Toronto. Erst 1963, zurück in Kalifornien, widmet er sich der Malerei vollständig und tritt dem Otis Art Institute in Los Angeles bei, einem ikonischen Ort der amerikanischen Kunstszene.
Seine ersten Werke, genährt von flämischen Meistern und dem Surrealismus — insbesondere Magritte — werden rasch wahrgenommen. Sie werden unter anderem im La Jolla Museum of Art (Continuing Surrealism, 1971) und am California Institute of Technology (Surrealism is Alive and Well in the West, 1972) ausgestellt.
Doch im Herzen des lebhaften US-Kunstmarkts der 1960er- und 1970er-Jahre entscheidet Sasson Pearl, sich von einer bezahlten Szene zu distanzieren, die er als zu kommerziell empfindet, und bevorzugt, seine Malerei anderswo neu zu erfinden.
1972 verlässt er die Vereinigten Staaten und geht nach Europa. Nach Paris und Vence entwickelt er in der Provence eine eigene bildnerische Sprache: kleine Formate, industrielle Gemälde, verschiedene Materialien, zarte Töne, die Gestik, Expressionismus und subtile räumliche Strukturen mischen.
Ab 1976 in Paris ansässig, später an der Grenze zum Wald von Rambouillet für fünfzehn Jahre, etabliert er ein bedeutendes Werk, das auf Bodenarbeit, Tropfen und All-Over basiert. Die Leinwände, in holzartigen und geschichteten Farben, erinnern zugleich an prähistorische Höhlen und an eine organische Kartografie der Materie.
Ab 1995 lässt sich Sasson Pearl in Tizac-de-Curton zwischen Garonne und Dordogne nieder. Dort findet er erneut das Licht und die chromatischen Vibrationen Kaliforniens und arbeitet dort bis zum Ende seines Lebens.
Erbe des amerikanischen abstrakten Expressionismus — Pollock, de Kooning, Sam Francis, Motherwell — unterscheidet ihn Sasson Pearl durch eine Malerei, die zutiefst sensorisch und emotional ist, wo Zufall ständig mit Entscheidung korrespondiert. Flächen, Tropfen, Lacke, farbige Sedimente und fließende Gesten balancieren sich in konstant beherrschten Diptychen, an der Grenze zum Ungleichgewicht.
Maler der Materie und der Zeit, macht Sasson Pearl aus jeder Leinwand ein Ereignis, eine Erfahrung, in der die Oberfläche Ort, Landschaft und Erinnerung wird. Sein Werk bekräftigt mit Nachdruck und Empfindsamkeit die zeitlose Lebenskraft der abstrakten Malerei.
Provenienz:
Werkstattfund der Künstlersammlung
Sasson PEARL (1938–2021)
Geboren in New Jersey, verfolgt Sasson Pearl zunächst einen anspruchsvollen intellektuellen Weg: Studien der englischen und amerikanischen Literatur an der UCLA, anschließend Master und Doktorat in der Vorbereitung an der University of Toronto. Erst 1963, zurück in Kalifornien, widmet er sich der Malerei vollständig und tritt dem Otis Art Institute in Los Angeles bei, einem ikonischen Ort der amerikanischen Kunstszene.
Seine ersten Werke, genährt von flämischen Meistern und dem Surrealismus — insbesondere Magritte — werden rasch wahrgenommen. Sie werden unter anderem im La Jolla Museum of Art (Continuing Surrealism, 1971) und am California Institute of Technology (Surrealism is Alive and Well in the West, 1972) ausgestellt.
Doch im Herzen des lebhaften US-Kunstmarkts der 1960er- und 1970er-Jahre entscheidet Sasson Pearl, sich von einer bezahlten Szene zu distanzieren, die er als zu kommerziell empfindet, und bevorzugt, seine Malerei anderswo neu zu erfinden.
1972 verlässt er die Vereinigten Staaten und geht nach Europa. Nach Paris und Vence entwickelt er in der Provence eine eigene bildnerische Sprache: kleine Formate, industrielle Gemälde, verschiedene Materialien, zarte Töne, die Gestik, Expressionismus und subtile räumliche Strukturen mischen.
Ab 1976 in Paris ansässig, später an der Grenze zum Wald von Rambouillet für fünfzehn Jahre, etabliert er ein bedeutendes Werk, das auf Bodenarbeit, Tropfen und All-Over basiert. Die Leinwände, in holzartigen und geschichteten Farben, erinnern zugleich an prähistorische Höhlen und an eine organische Kartografie der Materie.
Ab 1995 lässt sich Sasson Pearl in Tizac-de-Curton zwischen Garonne und Dordogne nieder. Dort findet er erneut das Licht und die chromatischen Vibrationen Kaliforniens und arbeitet dort bis zum Ende seines Lebens.
Erbe des amerikanischen abstrakten Expressionismus — Pollock, de Kooning, Sam Francis, Motherwell — unterscheidet ihn Sasson Pearl durch eine Malerei, die zutiefst sensorisch und emotional ist, wo Zufall ständig mit Entscheidung korrespondiert. Flächen, Tropfen, Lacke, farbige Sedimente und fließende Gesten balancieren sich in konstant beherrschten Diptychen, an der Grenze zum Ungleichgewicht.
Maler der Materie und der Zeit, macht Sasson Pearl aus jeder Leinwand ein Ereignis, eine Erfahrung, in der die Oberfläche Ort, Landschaft und Erinnerung wird. Sein Werk bekräftigt mit Nachdruck und Empfindsamkeit die zeitlose Lebenskraft der abstrakten Malerei.
