Luc Goossens (1945) - Thinker

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Silvia Possanza
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Thinker von Luc Goossens (geboren 1945), eine 1977er Beigetonnen-Ton/Ton-Büste aus Terrakotta und Ton, signiert L.G. 77 GENT, patiniert, Maße 30 cm Breite, 40 cm Höhe, 20 cm Tiefe, Gewicht ca. 10 kg, in sehr gutem Zustand.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

LUC GOOSSENS (geboren 1945)
„DENKER“
expressive Porträtbüste, Gent 1977
Technik: patinierter Gips
Signatur: L.G. 77 GENT, in der Masse geschnitzt
Maße: Höhe 40 cm, Breite 30 cm, Tiefe 20 cm
Gewicht: über 10 kg
Herkunft: Belgien, Gent
Zustand: sehr gut, natürliche Patina der Zeit

Objektbeschreibung

Das hier vorgestellte männliche Porträt wurde 1977 in Gent von dem belgischen Bildhauer Luc Goossens geschaffen, einem Vertreter des nach dem Krieg entstandenen flämischen Expressionismus sowie der akademischen Umgebung von KASK. Die Skulptur zeigt einen bärtigen Mann mit einem konzentrierten, introspektiven Gesichtsausdruck, dessen Physis als Träger von Emotionen und innerer Spannung verstanden wird, nicht nur als realistischer Gleichklang.

Die Komposition fokussiert sich auf die Psychologie der Figur. Tief liegende Augen unter schweren Lidern, Spannung im Mundbereich und ein kompakter, monumentaler Nackenbau vermitteln den Eindruck innerer Ruhe verbunden mit Nachdenklichkeit. Der Künstler verzichtet bewusst auf akademische Idealisierung, um Authentizität und existentielle Wahrheit zu erreichen.

Die Form ist massiv und bewusst modelliert. Offene Drechselspuren, Spachtelarbeiten und Fingerabdrücke formen eine dynamische Oberfläche, die auf das Licht reagiert und den Dramaturgie der Gesichtszüge verstärkt. Haare und Bart sind synthetisch und geometrisch behandelt, mit deutlichen Hell-Dunkel-Kontrasten, wodurch die Skulptur nahezu malerischen Charakter erhält.

Die Patinierung in Tönen von Ocker, Schatten und gebrochener Weißheit imitiert das Altern von Stein oder Wachs. Die Patina ist nicht nur dekorativ, sondern integraler Bestandteil der Komposition, hebt den Rhythmus der Textur und die Modellierrichtung hervor. Dadurch gewinnt das Objekt eine zeitlose Erscheinung und visuelle Tiefe.

Stilistische und technische Analyse

Die Skulptur repräsentiert eine typische Studioporträtbüste des expressiven Typs, charakteristisch für die akademischen Kreise Gentens in den siebziger Jahren. Im Gegensatz zu Werken, die für Bronzeguss vorgesehen sind, bewahrt das Objekt die Direktheit der kreativen Geste und Spuren des Modellierprozesses.

Die Non-finito-Technik wird hier als ausdrückendes Mittel bewusst eingesetzt. Unregelmäßige Oberfläche, belassene Werkzeugeindrücke und unterschiedliche Glättungsgrade erzeugen Spannung zwischen einer fertigen und einer skizzenhaften Form. Solche Lösungen wurden von flämischen Künstlern genutzt, um den kreativen und emotionalen Charakter des Werkes zu betonen.

Die Skulptur zeigt Merkmale der sogenannten painterly sculpture, also Skulptur, die wie ein Bild im dreidimensionalen Raum behandelt wird. Licht spielt eine gleichwertige Rolle wie die Form, und die Fläche fungiert als Leinwand, auf der der Künstler Kontraste und Rhythmen modelliert.

Künstlerischer Kontext

Das Werk entstand in einer Phase intensiver künstlerischer Tätigkeit an der Königlichen Akademie der Schönen Künste Gent, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der wichtigsten Zentren der Entwicklung des flämischen figuralen Modernismus wurde. Diese Umgebung verband traditionelles anatomisches Studium mit Expression der Verzerrung und einem Interesse an der Psychologie der Figur.

Goossens’ Schaffen gehört zum Strom des postkartflämischen Expressionismus, bei dem Authentizität der Form, Materialität der Skulptur und emotionale Botschaft im Vordergrund standen. Künstler dieser Kreises lehnten kühlen Realismus zugunsten subjektiver Erfahrung und Dramatik der Oberfläche ab.

Studienbüsten, wie das präsentierte Porträt, dienten als Laboratorien der Form. Sie erlaubten den Künstlern, mit Textur, Licht und Verzerrung zu experimentieren, ohne Einschränkungen durch öffentliche Aufträge oder Gussvorgaben.

Biografie des Künstlers

Luc Goossens, 1945 geboren, gehört zu einer bedeutenden Gruppe belgischer Bildhauer nach dem Krieg, die mit Gent verbunden sind. Er studierte an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Gent, wo er eine fundierte Ausbildung in Anatomie, Komposition und dem Umgang mit Licht in der Skulptur erhielt.

Nach dem Studium blieb er als Dozent an der Hochschule verbunden. Als Professor der Bildhauerei bildete er weitere Generationen flämischer Künstler aus und propagierte sowohl das Studium von der Natur als auch bewußte expressive Verzerrungen. Seine Lehrtätigkeit spielte eine wesentliche Rolle bei der Prägung der postkriegszeitlichen künstlerischen Identität der Region.

Der Künstler nahm an zahlreichen Ausstellungen in Gent, Antwerpen, Brüssel und Mechelen sowie in Niederlanden und Frankreich teil. Besonders bedeutsam in seinem Schaffen sind Kopfstudien und psychologische Porträts, in denen die Physis eine Analyse des Charakters wird.

Signatur und Authentizität

Auf der Rückseite, unten, befindet sich eine in der Masse geschnitzte Signatur: L.G. 77 GENT. Die Buchstaben sind tief eingeritzt, kantig und integraler Bestandteil der Komposition, was auf eine Ausführung im nassen Material direkt im Schaffensprozess hindeutet.

Die Kennzeichnung umfasst das Monogramm des Künstlers, das Entstehungsdatum und den niederländischen Namen der Stadt Gent. Solch eine Signatur war typisch für Studien- und Akademiearbeiten, die dokumentarische und archivarische Zwecke erfüllten.

Technischer Zustand

Die Skulptur befindet sich in sehr gutem Zustand. Es wurden keine Konstruktionsrisse, Formverluste oder Nachreparaturen festgestellt. Die Struktur bleibt stabil, was der vollständige, massive Gipsabguss bestätigt.

Die Oberfläche zeigt natürliche Alterungs- und Patinierungsspuren entsprechend dem Alter des Objekts. Kleine Abnutzungen der Patina, Mikrorisse und subtile Verfärbungen sind typisch für patinierten Gips und betonen die Authentizität des Werks. Sie beeinträchtigen weder Integrität noch ästhetische Wertigkeit.

Herkunft

Das Objekt stammt aus Belgien und befand sich in einer Privatsammlung. Der studiotypische Charakter, die Signatur und die Ausführungstechnik weisen auf eine Entstehung im akademischen Umfeld Gentens hin. Solche Arbeiten tauchen selten auf dem Markt auf, da sie oft in Ateliers der Künstler oder in Sammlungen von Kunstinstitutionen verbleiben.

Sammlerischer Stellenwert

Die Porträtbüste stellt ein eigenständiges Studiomodell von hoher dokumentarischer und künstlerischer Bedeutung dar. Sie ist ein Zeugnis der flämischen Nachkriegs-Expression, in der Tradition der Akademie mit individueller Formsprache verbunden ist.

Das Objekt besitzt Investitions- und Museumspotenzial als Dokument des Schaffensprozesses von Professor KASK und Vertretern des flämischen figuralen Modernismus. Studienbüsten dieser Art werden von Sammlern wegen der Authentizität der Geste und dem direkten Kontakt zum Atelier des Künstlers geschätzt.

Mittlere Größe der Studienstatuen Goossens erreichen auf dem Sammlermarkt typischerweise 900 bis 2100 Euro, während größere öffentliche Realisierungen des Künstlers Beträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro erreichten.

LUC GOOSSENS (geboren 1945)
„DENKER“
expressive Porträtbüste, Gent 1977
Technik: patinierter Gips
Signatur: L.G. 77 GENT, in der Masse geschnitzt
Maße: Höhe 40 cm, Breite 30 cm, Tiefe 20 cm
Gewicht: über 10 kg
Herkunft: Belgien, Gent
Zustand: sehr gut, natürliche Patina der Zeit

Objektbeschreibung

Das hier vorgestellte männliche Porträt wurde 1977 in Gent von dem belgischen Bildhauer Luc Goossens geschaffen, einem Vertreter des nach dem Krieg entstandenen flämischen Expressionismus sowie der akademischen Umgebung von KASK. Die Skulptur zeigt einen bärtigen Mann mit einem konzentrierten, introspektiven Gesichtsausdruck, dessen Physis als Träger von Emotionen und innerer Spannung verstanden wird, nicht nur als realistischer Gleichklang.

Die Komposition fokussiert sich auf die Psychologie der Figur. Tief liegende Augen unter schweren Lidern, Spannung im Mundbereich und ein kompakter, monumentaler Nackenbau vermitteln den Eindruck innerer Ruhe verbunden mit Nachdenklichkeit. Der Künstler verzichtet bewusst auf akademische Idealisierung, um Authentizität und existentielle Wahrheit zu erreichen.

Die Form ist massiv und bewusst modelliert. Offene Drechselspuren, Spachtelarbeiten und Fingerabdrücke formen eine dynamische Oberfläche, die auf das Licht reagiert und den Dramaturgie der Gesichtszüge verstärkt. Haare und Bart sind synthetisch und geometrisch behandelt, mit deutlichen Hell-Dunkel-Kontrasten, wodurch die Skulptur nahezu malerischen Charakter erhält.

Die Patinierung in Tönen von Ocker, Schatten und gebrochener Weißheit imitiert das Altern von Stein oder Wachs. Die Patina ist nicht nur dekorativ, sondern integraler Bestandteil der Komposition, hebt den Rhythmus der Textur und die Modellierrichtung hervor. Dadurch gewinnt das Objekt eine zeitlose Erscheinung und visuelle Tiefe.

Stilistische und technische Analyse

Die Skulptur repräsentiert eine typische Studioporträtbüste des expressiven Typs, charakteristisch für die akademischen Kreise Gentens in den siebziger Jahren. Im Gegensatz zu Werken, die für Bronzeguss vorgesehen sind, bewahrt das Objekt die Direktheit der kreativen Geste und Spuren des Modellierprozesses.

Die Non-finito-Technik wird hier als ausdrückendes Mittel bewusst eingesetzt. Unregelmäßige Oberfläche, belassene Werkzeugeindrücke und unterschiedliche Glättungsgrade erzeugen Spannung zwischen einer fertigen und einer skizzenhaften Form. Solche Lösungen wurden von flämischen Künstlern genutzt, um den kreativen und emotionalen Charakter des Werkes zu betonen.

Die Skulptur zeigt Merkmale der sogenannten painterly sculpture, also Skulptur, die wie ein Bild im dreidimensionalen Raum behandelt wird. Licht spielt eine gleichwertige Rolle wie die Form, und die Fläche fungiert als Leinwand, auf der der Künstler Kontraste und Rhythmen modelliert.

Künstlerischer Kontext

Das Werk entstand in einer Phase intensiver künstlerischer Tätigkeit an der Königlichen Akademie der Schönen Künste Gent, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der wichtigsten Zentren der Entwicklung des flämischen figuralen Modernismus wurde. Diese Umgebung verband traditionelles anatomisches Studium mit Expression der Verzerrung und einem Interesse an der Psychologie der Figur.

Goossens’ Schaffen gehört zum Strom des postkartflämischen Expressionismus, bei dem Authentizität der Form, Materialität der Skulptur und emotionale Botschaft im Vordergrund standen. Künstler dieser Kreises lehnten kühlen Realismus zugunsten subjektiver Erfahrung und Dramatik der Oberfläche ab.

Studienbüsten, wie das präsentierte Porträt, dienten als Laboratorien der Form. Sie erlaubten den Künstlern, mit Textur, Licht und Verzerrung zu experimentieren, ohne Einschränkungen durch öffentliche Aufträge oder Gussvorgaben.

Biografie des Künstlers

Luc Goossens, 1945 geboren, gehört zu einer bedeutenden Gruppe belgischer Bildhauer nach dem Krieg, die mit Gent verbunden sind. Er studierte an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Gent, wo er eine fundierte Ausbildung in Anatomie, Komposition und dem Umgang mit Licht in der Skulptur erhielt.

Nach dem Studium blieb er als Dozent an der Hochschule verbunden. Als Professor der Bildhauerei bildete er weitere Generationen flämischer Künstler aus und propagierte sowohl das Studium von der Natur als auch bewußte expressive Verzerrungen. Seine Lehrtätigkeit spielte eine wesentliche Rolle bei der Prägung der postkriegszeitlichen künstlerischen Identität der Region.

Der Künstler nahm an zahlreichen Ausstellungen in Gent, Antwerpen, Brüssel und Mechelen sowie in Niederlanden und Frankreich teil. Besonders bedeutsam in seinem Schaffen sind Kopfstudien und psychologische Porträts, in denen die Physis eine Analyse des Charakters wird.

Signatur und Authentizität

Auf der Rückseite, unten, befindet sich eine in der Masse geschnitzte Signatur: L.G. 77 GENT. Die Buchstaben sind tief eingeritzt, kantig und integraler Bestandteil der Komposition, was auf eine Ausführung im nassen Material direkt im Schaffensprozess hindeutet.

Die Kennzeichnung umfasst das Monogramm des Künstlers, das Entstehungsdatum und den niederländischen Namen der Stadt Gent. Solch eine Signatur war typisch für Studien- und Akademiearbeiten, die dokumentarische und archivarische Zwecke erfüllten.

Technischer Zustand

Die Skulptur befindet sich in sehr gutem Zustand. Es wurden keine Konstruktionsrisse, Formverluste oder Nachreparaturen festgestellt. Die Struktur bleibt stabil, was der vollständige, massive Gipsabguss bestätigt.

Die Oberfläche zeigt natürliche Alterungs- und Patinierungsspuren entsprechend dem Alter des Objekts. Kleine Abnutzungen der Patina, Mikrorisse und subtile Verfärbungen sind typisch für patinierten Gips und betonen die Authentizität des Werks. Sie beeinträchtigen weder Integrität noch ästhetische Wertigkeit.

Herkunft

Das Objekt stammt aus Belgien und befand sich in einer Privatsammlung. Der studiotypische Charakter, die Signatur und die Ausführungstechnik weisen auf eine Entstehung im akademischen Umfeld Gentens hin. Solche Arbeiten tauchen selten auf dem Markt auf, da sie oft in Ateliers der Künstler oder in Sammlungen von Kunstinstitutionen verbleiben.

Sammlerischer Stellenwert

Die Porträtbüste stellt ein eigenständiges Studiomodell von hoher dokumentarischer und künstlerischer Bedeutung dar. Sie ist ein Zeugnis der flämischen Nachkriegs-Expression, in der Tradition der Akademie mit individueller Formsprache verbunden ist.

Das Objekt besitzt Investitions- und Museumspotenzial als Dokument des Schaffensprozesses von Professor KASK und Vertretern des flämischen figuralen Modernismus. Studienbüsten dieser Art werden von Sammlern wegen der Authentizität der Geste und dem direkten Kontakt zum Atelier des Künstlers geschätzt.

Mittlere Größe der Studienstatuen Goossens erreichen auf dem Sammlermarkt typischerweise 900 bis 2100 Euro, während größere öffentliche Realisierungen des Künstlers Beträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro erreichten.

Details

Epoche
1900-2000
Herkunftsland
Belgien
Stil
Zeitgenössisch
Material
Terracotta, Ton
Künstler
Luc Goossens (1945)
Titel des Kunstwerks
Thinker
Signatur
Signiert
Jahr
1977
Farbe
Beige
Zustand
Guter Zustand
Höhe
40 cm
Breite
30 cm
Tiefe
20 cm
Gewicht
10 kg
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