Edmund Kesting (1892-1970) - Kino






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Edmund Kesting, Kino, 1927, limitierte Auflage Holzschnitt im Konstruktivismus, signiert, exzellenter Zustand, 34,5 × 48 cm (Motiv 15 × 12,5 cm).
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
In der Auktion befindet sich eine abstrakte Composition des bedeutenden deutschen Künstlers Edmund Kesting
von 1927/1973 im Stil des Konstruktivismus in der Größe: 34,5 x 48 cm, Motivgröße 15x12,5 cm.
Titel: „Kino. Raumgestaltung“. Der Holzschnitt war Titelmotiv der Kunstzeitschrift DER STURM von Herwald Walden,
Wochenschrift für Kultur und Künste, vol. 18, no. 1/2 (April 1927). In diesem Jahr hatte Kesting in der Sturm Gallerie ausgestellt. Das originale Titelbild der STURM Zeitschrift ist nicht Bestandteil der Auktion.
Der Holzschnitt ist signiert mit Künstlerstempel. Die Auflage des Holzschnitts von 1920 ist unbeziffert. Der Zustand ist hervorragend, oben am Blattrand links besteht eine 2 cm Knickstelle (s. Foto).
Es befindet sich ein weiterer KESTING Druck in einer parallelen Auktion sowie andere deutsche Konstruktivisten (BUCHHOLZ und MAATSCH).
VITA EDMUND KESTING (Quelle Wikipedia-Auszüge)
Edmund Kesting (* 27. Juli 1892 in Dresden; † 21. Oktober 1970 in Birkenwerder) war ein deutscher Maler, Grafiker, Fotograf und Kunstpädagoge. Er zählt zu den Vertretern der Informellen Malerei.
1919 gründete Kesting die private Kunstschule Der Weg – Schule für Gestaltung. 1921 begegnete er Herwarth Walden und begann im Sturm mitzuarbeiten.
Seit 1920 entstanden konstruktivistische Arbeiten und Schnittcollagen. Er fertigte Ölgemälde, Aquarelle und Gouachen an. 1922 heiratete Kesting seine Schülerin Gerda Müller. Es bestanden enge Kontakte zu Avantgardekünstlern wie Kurt Schwitters, László Moholy-Nagy, El Lissitzky, Alexander Archipenko und anderen. Insbesondere Schwitters Arbeiten beeindruckten Kesting stark. Von 1923 an beteiligte er sich an den Ausstellungen des „Sturm“-Kreises.
Seit etwa 1925 beschäftigte er sich intensiver mit der Fotografie. Er erprobte experimentelle Fototechniken wie Mehrfachbelichtungen, Fotogramme und Negativmontagen; dabei verwendete Kesting Kameras mit großen Mattscheibenformaten. 1926 kam es zur Gründung der Berliner Schule „Der Weg“ und der Gründung der Gesellschaft der Sturmfreunde in Dresden. Kesting war nun auch international erfolgreich. Er nahm an Ausstellungen in Moskau und New York teil. Das Museum of Modern Art erwarb Schnittcollagen von ihm. Zu Anfang der 1930er Jahre trat er in den Deutschen Werkbund ein. 1931 gründete Edmund Kesting mit Erich Fraaß und Bernhard Kretschmar die Neue Dresdener Sezession.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. 1933 fanden bei ihm erste Hausdurchsuchungen statt; Kesting vernichtete daraufhin einige seiner Werke. Er arbeitete in den folgenden Jahren als Werbefotograf für Foto- und Autofirmen. Er konnte sich bis 1936 an Ausstellungen beteiligen, erhielt dann aber ein Arbeits- und Ausstellungsverbot, von dem die Fotografie nicht betroffen war.
1937 wurde in der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ nachweislich zwölf seiner Bilder aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt und vernichtet.
Zusammen mit Karl von Appen, Helmut Schmidt-Kirstein, Hans Christoph und anderen gründete Kesting nach dem Ende der Nazidiktatur 1945 in Dresden die Künstlergruppe „der ruf – befreite Kunst“. 1945/46 entstand nach der Zerstörung Dresdens eine Serie von experimentellen Fotoarbeiten mit dem Titel Dresdner Totentanz, der sich namentlich an das berühmte Renaissance-Relief anlehnt. Kesting wurde 1946 an die Akademie für Werkkunst in Dresden berufen; er übernahm die Leitung der Lehrwerkstatt „Photographie und Film“. Bereits ein Jahr später wurde er entlassen, woraufhin er sich nach Berlin orientierte und 1948 Leiter der Fachklasse für Fotografie an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee wurde. 1953 kam es zur fristlosen Kündigung im Zuge des Formalismusstreits. 1955 wurde er an die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg berufen als „Lehrbeauftragter für die Fachrichtung Kamera“; er wurde 1960 emeritiert.
Edmund Kesting starb 1970 in Birkenwerder bei Berlin, wohin er 1948 gezogen war. Zwischen 1949 und 1959 fand keine Ausstellung seiner Werke in der DDR statt, erst seit etwa 1980 fand Kestings Werk offizielle Anerkennung.
In der Auktion befindet sich eine abstrakte Composition des bedeutenden deutschen Künstlers Edmund Kesting
von 1927/1973 im Stil des Konstruktivismus in der Größe: 34,5 x 48 cm, Motivgröße 15x12,5 cm.
Titel: „Kino. Raumgestaltung“. Der Holzschnitt war Titelmotiv der Kunstzeitschrift DER STURM von Herwald Walden,
Wochenschrift für Kultur und Künste, vol. 18, no. 1/2 (April 1927). In diesem Jahr hatte Kesting in der Sturm Gallerie ausgestellt. Das originale Titelbild der STURM Zeitschrift ist nicht Bestandteil der Auktion.
Der Holzschnitt ist signiert mit Künstlerstempel. Die Auflage des Holzschnitts von 1920 ist unbeziffert. Der Zustand ist hervorragend, oben am Blattrand links besteht eine 2 cm Knickstelle (s. Foto).
Es befindet sich ein weiterer KESTING Druck in einer parallelen Auktion sowie andere deutsche Konstruktivisten (BUCHHOLZ und MAATSCH).
VITA EDMUND KESTING (Quelle Wikipedia-Auszüge)
Edmund Kesting (* 27. Juli 1892 in Dresden; † 21. Oktober 1970 in Birkenwerder) war ein deutscher Maler, Grafiker, Fotograf und Kunstpädagoge. Er zählt zu den Vertretern der Informellen Malerei.
1919 gründete Kesting die private Kunstschule Der Weg – Schule für Gestaltung. 1921 begegnete er Herwarth Walden und begann im Sturm mitzuarbeiten.
Seit 1920 entstanden konstruktivistische Arbeiten und Schnittcollagen. Er fertigte Ölgemälde, Aquarelle und Gouachen an. 1922 heiratete Kesting seine Schülerin Gerda Müller. Es bestanden enge Kontakte zu Avantgardekünstlern wie Kurt Schwitters, László Moholy-Nagy, El Lissitzky, Alexander Archipenko und anderen. Insbesondere Schwitters Arbeiten beeindruckten Kesting stark. Von 1923 an beteiligte er sich an den Ausstellungen des „Sturm“-Kreises.
Seit etwa 1925 beschäftigte er sich intensiver mit der Fotografie. Er erprobte experimentelle Fototechniken wie Mehrfachbelichtungen, Fotogramme und Negativmontagen; dabei verwendete Kesting Kameras mit großen Mattscheibenformaten. 1926 kam es zur Gründung der Berliner Schule „Der Weg“ und der Gründung der Gesellschaft der Sturmfreunde in Dresden. Kesting war nun auch international erfolgreich. Er nahm an Ausstellungen in Moskau und New York teil. Das Museum of Modern Art erwarb Schnittcollagen von ihm. Zu Anfang der 1930er Jahre trat er in den Deutschen Werkbund ein. 1931 gründete Edmund Kesting mit Erich Fraaß und Bernhard Kretschmar die Neue Dresdener Sezession.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. 1933 fanden bei ihm erste Hausdurchsuchungen statt; Kesting vernichtete daraufhin einige seiner Werke. Er arbeitete in den folgenden Jahren als Werbefotograf für Foto- und Autofirmen. Er konnte sich bis 1936 an Ausstellungen beteiligen, erhielt dann aber ein Arbeits- und Ausstellungsverbot, von dem die Fotografie nicht betroffen war.
1937 wurde in der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ nachweislich zwölf seiner Bilder aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt und vernichtet.
Zusammen mit Karl von Appen, Helmut Schmidt-Kirstein, Hans Christoph und anderen gründete Kesting nach dem Ende der Nazidiktatur 1945 in Dresden die Künstlergruppe „der ruf – befreite Kunst“. 1945/46 entstand nach der Zerstörung Dresdens eine Serie von experimentellen Fotoarbeiten mit dem Titel Dresdner Totentanz, der sich namentlich an das berühmte Renaissance-Relief anlehnt. Kesting wurde 1946 an die Akademie für Werkkunst in Dresden berufen; er übernahm die Leitung der Lehrwerkstatt „Photographie und Film“. Bereits ein Jahr später wurde er entlassen, woraufhin er sich nach Berlin orientierte und 1948 Leiter der Fachklasse für Fotografie an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee wurde. 1953 kam es zur fristlosen Kündigung im Zuge des Formalismusstreits. 1955 wurde er an die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg berufen als „Lehrbeauftragter für die Fachrichtung Kamera“; er wurde 1960 emeritiert.
Edmund Kesting starb 1970 in Birkenwerder bei Berlin, wohin er 1948 gezogen war. Zwischen 1949 und 1959 fand keine Ausstellung seiner Werke in der DDR statt, erst seit etwa 1980 fand Kestings Werk offizielle Anerkennung.
