Europäische Schule (XIX), Zuschreibung: - Allso sollet ihr beten.






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Allso sollet ihr beten, ein religiöses Ölgemälde auf Leinwand aus Österreich aus dem Jahr 1825, im 19. Jahrhundert, verkauft mit Rahmen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Das Vaterunser („Allso sollet ihr beten“) – Sakrales Ölgemälde auf Leinwand, 1825, Johann Jakob Frey zugeschrieben
Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein bedeutendes sakrales Ölgemälde auf Leinwand, das als Zeugnis der religiösen Volkskunst und der nazarenisch beeinflussten Malerei des frühen 19. Jahrhunderts einzustufen ist.
Zuschreibung: Das Werk wird Johann Jakob Frey (1813–1865) zugeschrieben. Eine rückseitig angebrachte Etikettierung auf einem gezackten Papierfragment nennt explizit das Jahr „1825“ sowie den Namen „Frey“. Sollte die Datierung 1825 korrekt sein, würde dies auf ein extrem frühes Jugendwerk oder eine Zuschreibung innerhalb der Künstlerfamilie hindeuten, da Frey 1813 geboren wurde. Stilistisch weist das Werk Merkmale der späten Biedermeier-Religiosität auf.
Format und Material: Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand ausgeführt. Die Leinwand ist auf einen hölzernen Keilrahmen aufgespannt.
Die Maße inklusive Ramen:
57cm × 47 cm
Die Maße exklusive Ramen:
46,5cm × 36,1 cm
Physikalische Beschaffenheit: Die Leinwand zeigt eine charakteristische, altersbedingte Krakelee-Bildung (feine Rissbildung in der Farbschicht), die auf die natürliche Alterung des Bindemittels hinweist. Rückseitig ist die grobe Textur der handgewebten Leinwand sowie eine fachmännische Rahmung ersichtlich.
Analyse der ikonografischen Komposition (Die Lehre des Gebets)
Das Gemälde illustriert die biblische Szene der Bergpredigt bzw. die Einsetzung des Vaterunsers (Matthäus 6,9).
Gottvater und die himmlische Sphäre: Im oberen Drittel thront Gottvater auf einer Wolkenbank, flankiert von Puttenköpfen (Cherubim). Er trägt ein päpstlich anmutendes Ornat mit Tiara, hält in der linken Hand den Reichsapfel als Symbol der Weltherrschaft und in der rechten ein Zepter. Er ist umgeben von einem Strahlenkranz aus Sternen. Flankiert wird die Szene durch anthropomorphe Darstellungen von Sonne (links) und Mond (rechts), was die universelle Herrschaft Gottes über Tag und Nacht symbolisiert.
Christus als Lehrer: Auf der linken Seite steht Jesus Christus in einem roten Gewand mit blauem Überwurf. Er ist im Profil dargestellt, die Hände zum Gebet erhoben. Aus seinem Mund geht ein Schriftband (Spruchband) hervor, das die Worte „Vater unser der du bist in dem Himmel“ trägt – eine klassische visuelle Umsetzung des gesprochenen Wortes in der christlichen Ikonografie.
Die Jüngerschar: Eine Gruppe von elf Personen (Apostel und Nachfolger) kniet bzw. steht in andächtiger Haltung vor Christus. Die Physiognomien sind individuell gestaltet, was auf eine Ambition des Malers zur Porträtähnlichkeit hindeutet. Die Kleidung in kräftigen Farben (Grün, Rot, Braun) schafft einen lebendigen Kontrast zum azurblauen Hintergrund.
Ikonografie und grafische Gestaltung
Das Werk nutzt eine klare, fast schon volkstümlich-didaktische Bildsprache:
Zentralmotiv: Die Vermittlung des Gebets als Brücke zwischen Mensch und Gott. Die vertikale Hierarchie (Gottvater oben, Christus als Mittler, Menschen unten) verdeutlicht die theologische Ordnung.
Typografie: Am unteren Bildrand findet sich auf einem weißen Sockelstreifen die Inschrift in Fraktur-Lettern: „Allso sollet ihr beten.“ (Orthografie des 19. Jahrhunderts). Diese Textintegration dient der moralischen Belehrung des Betrachters und festigt den Charakter des Bildes als Andachtsbild.
Farbsymbolik: Das kräftige Blau des Himmels steht für die göttliche Wahrheit, während das Rot des Christusgewandes auf die göttliche Liebe und das spätere Opfer hindeutet.
Kunsthistorischer Kontext: Die Ära des religiösen Umbruchs
Das Werk entstand in einer Zeit, in der sich die Sakralkunst zwischen barocker Tradition und dem neuen Ernst der Nazarener bewegte.
Stilmischung: Die Darstellung Gottvaters mit Tiara greift barocke Vorbilder auf, während die Schlichtheit der Figurengruppe und die klare Linienführung bereits Anklänge an die Romantik und das Bündner bzw. Basler Kunstschaffen (Herkunft der Familie Frey) zeigen.
Bedeutung der Datierung: Das Jahr 1825 markiert eine Phase, in der die religiöse Erneuerung in Europa durch private Andachtsbilder ihren Ausdruck fand. Solche Werke wurden oft für private Kapellen oder bürgerliche Haushalte in Auftrag gegeben.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist in Anbetracht des Alters von über 200 Jahren als authentisch und gut zu bezeichnen:
Oberfläche: Das Krakelee ist stabil und weist keine akuten Farbabplatzungen auf. Eine leichte Verschmutzung der Firnis-Schicht ist vorhanden, was dem Werk jedoch eine ehrenvolle Patina verleiht.
Rahmung: Das Gemälde befindet sich in einem schlichten, schwarzen Holzrahmen mit vergoldeter Innenleiste, der vermutlich aus der Zeit um 1900 stammt oder später ergänzt wurde, um das Werk zu schützen.
Provenienz: Die rückseitige Notiz „1825 Frey“ ist ein wichtiges Indiz für die Sammlerhistorie und die zeitliche Einordnung. Die Leinwandmontage wirkt original und wurde nicht doubliert.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Werke, die der Familie Frey oder ihrem Umkreis zugeordnet werden können, genießen insbesondere im Schweizer und süddeutschen Raum eine stabile Nachfrage.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer Rang Zuschreibung an J.J. Frey (Umfeld) Hoch
Authentizität Original-Leinwand mit zeitgenössischer Notiz Sehr hoch
Seltenheit Seltenes volkstümliches Motiv mit Spruchband Positiv
Markttrend 2026 Stabiles Interesse an Sakralia des 19. Jhd. Neutral
Markteinschätzung: Für ein sakrales Werk dieser Qualität und mit dieser spezifischen Datierung liegt der Marktwert bei spezialisierten Auktionen für Altmeister und 19. Jahrhundert zwischen 1.200 € und 1.800 €. Sollte sich die Zuschreibung als gesichertes Frühwerk von Johann Jakob Frey bestätigen lassen, wäre ein signifikanter Wertzuwachs möglich.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Gemälde ist ein wertvolles Dokument protestantisch-katholischer Übergangsikonografie. Es vereint die spätbiedermeierliche Frömmigkeit mit einer klaren kompositorischen Struktur. Ein signifikantes Stück für Sammlungen mit Fokus auf religiöse Malerei des 19. Jahrhunderts.
Künstler: Johann Jakob Frey (zugeschrieben)
Titel: „Allso sollet ihr beten“ (Das Vaterunser)
Technik: Öl auf Leinwand
Datierung: 1825
Zustand: Altersgemäß gut (Originalzustand mit Patina)
Bedeutung: Seltenes Andachtsbild mit integrierter Typografie und Spruchband.
Das Vaterunser („Allso sollet ihr beten“) – Sakrales Ölgemälde auf Leinwand, 1825, Johann Jakob Frey zugeschrieben
Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein bedeutendes sakrales Ölgemälde auf Leinwand, das als Zeugnis der religiösen Volkskunst und der nazarenisch beeinflussten Malerei des frühen 19. Jahrhunderts einzustufen ist.
Zuschreibung: Das Werk wird Johann Jakob Frey (1813–1865) zugeschrieben. Eine rückseitig angebrachte Etikettierung auf einem gezackten Papierfragment nennt explizit das Jahr „1825“ sowie den Namen „Frey“. Sollte die Datierung 1825 korrekt sein, würde dies auf ein extrem frühes Jugendwerk oder eine Zuschreibung innerhalb der Künstlerfamilie hindeuten, da Frey 1813 geboren wurde. Stilistisch weist das Werk Merkmale der späten Biedermeier-Religiosität auf.
Format und Material: Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand ausgeführt. Die Leinwand ist auf einen hölzernen Keilrahmen aufgespannt.
Die Maße inklusive Ramen:
57cm × 47 cm
Die Maße exklusive Ramen:
46,5cm × 36,1 cm
Physikalische Beschaffenheit: Die Leinwand zeigt eine charakteristische, altersbedingte Krakelee-Bildung (feine Rissbildung in der Farbschicht), die auf die natürliche Alterung des Bindemittels hinweist. Rückseitig ist die grobe Textur der handgewebten Leinwand sowie eine fachmännische Rahmung ersichtlich.
Analyse der ikonografischen Komposition (Die Lehre des Gebets)
Das Gemälde illustriert die biblische Szene der Bergpredigt bzw. die Einsetzung des Vaterunsers (Matthäus 6,9).
Gottvater und die himmlische Sphäre: Im oberen Drittel thront Gottvater auf einer Wolkenbank, flankiert von Puttenköpfen (Cherubim). Er trägt ein päpstlich anmutendes Ornat mit Tiara, hält in der linken Hand den Reichsapfel als Symbol der Weltherrschaft und in der rechten ein Zepter. Er ist umgeben von einem Strahlenkranz aus Sternen. Flankiert wird die Szene durch anthropomorphe Darstellungen von Sonne (links) und Mond (rechts), was die universelle Herrschaft Gottes über Tag und Nacht symbolisiert.
Christus als Lehrer: Auf der linken Seite steht Jesus Christus in einem roten Gewand mit blauem Überwurf. Er ist im Profil dargestellt, die Hände zum Gebet erhoben. Aus seinem Mund geht ein Schriftband (Spruchband) hervor, das die Worte „Vater unser der du bist in dem Himmel“ trägt – eine klassische visuelle Umsetzung des gesprochenen Wortes in der christlichen Ikonografie.
Die Jüngerschar: Eine Gruppe von elf Personen (Apostel und Nachfolger) kniet bzw. steht in andächtiger Haltung vor Christus. Die Physiognomien sind individuell gestaltet, was auf eine Ambition des Malers zur Porträtähnlichkeit hindeutet. Die Kleidung in kräftigen Farben (Grün, Rot, Braun) schafft einen lebendigen Kontrast zum azurblauen Hintergrund.
Ikonografie und grafische Gestaltung
Das Werk nutzt eine klare, fast schon volkstümlich-didaktische Bildsprache:
Zentralmotiv: Die Vermittlung des Gebets als Brücke zwischen Mensch und Gott. Die vertikale Hierarchie (Gottvater oben, Christus als Mittler, Menschen unten) verdeutlicht die theologische Ordnung.
Typografie: Am unteren Bildrand findet sich auf einem weißen Sockelstreifen die Inschrift in Fraktur-Lettern: „Allso sollet ihr beten.“ (Orthografie des 19. Jahrhunderts). Diese Textintegration dient der moralischen Belehrung des Betrachters und festigt den Charakter des Bildes als Andachtsbild.
Farbsymbolik: Das kräftige Blau des Himmels steht für die göttliche Wahrheit, während das Rot des Christusgewandes auf die göttliche Liebe und das spätere Opfer hindeutet.
Kunsthistorischer Kontext: Die Ära des religiösen Umbruchs
Das Werk entstand in einer Zeit, in der sich die Sakralkunst zwischen barocker Tradition und dem neuen Ernst der Nazarener bewegte.
Stilmischung: Die Darstellung Gottvaters mit Tiara greift barocke Vorbilder auf, während die Schlichtheit der Figurengruppe und die klare Linienführung bereits Anklänge an die Romantik und das Bündner bzw. Basler Kunstschaffen (Herkunft der Familie Frey) zeigen.
Bedeutung der Datierung: Das Jahr 1825 markiert eine Phase, in der die religiöse Erneuerung in Europa durch private Andachtsbilder ihren Ausdruck fand. Solche Werke wurden oft für private Kapellen oder bürgerliche Haushalte in Auftrag gegeben.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist in Anbetracht des Alters von über 200 Jahren als authentisch und gut zu bezeichnen:
Oberfläche: Das Krakelee ist stabil und weist keine akuten Farbabplatzungen auf. Eine leichte Verschmutzung der Firnis-Schicht ist vorhanden, was dem Werk jedoch eine ehrenvolle Patina verleiht.
Rahmung: Das Gemälde befindet sich in einem schlichten, schwarzen Holzrahmen mit vergoldeter Innenleiste, der vermutlich aus der Zeit um 1900 stammt oder später ergänzt wurde, um das Werk zu schützen.
Provenienz: Die rückseitige Notiz „1825 Frey“ ist ein wichtiges Indiz für die Sammlerhistorie und die zeitliche Einordnung. Die Leinwandmontage wirkt original und wurde nicht doubliert.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Werke, die der Familie Frey oder ihrem Umkreis zugeordnet werden können, genießen insbesondere im Schweizer und süddeutschen Raum eine stabile Nachfrage.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer Rang Zuschreibung an J.J. Frey (Umfeld) Hoch
Authentizität Original-Leinwand mit zeitgenössischer Notiz Sehr hoch
Seltenheit Seltenes volkstümliches Motiv mit Spruchband Positiv
Markttrend 2026 Stabiles Interesse an Sakralia des 19. Jhd. Neutral
Markteinschätzung: Für ein sakrales Werk dieser Qualität und mit dieser spezifischen Datierung liegt der Marktwert bei spezialisierten Auktionen für Altmeister und 19. Jahrhundert zwischen 1.200 € und 1.800 €. Sollte sich die Zuschreibung als gesichertes Frühwerk von Johann Jakob Frey bestätigen lassen, wäre ein signifikanter Wertzuwachs möglich.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Gemälde ist ein wertvolles Dokument protestantisch-katholischer Übergangsikonografie. Es vereint die spätbiedermeierliche Frömmigkeit mit einer klaren kompositorischen Struktur. Ein signifikantes Stück für Sammlungen mit Fokus auf religiöse Malerei des 19. Jahrhunderts.
Künstler: Johann Jakob Frey (zugeschrieben)
Titel: „Allso sollet ihr beten“ (Das Vaterunser)
Technik: Öl auf Leinwand
Datierung: 1825
Zustand: Altersgemäß gut (Originalzustand mit Patina)
Bedeutung: Seltenes Andachtsbild mit integrierter Typografie und Spruchband.
