Eugène Delacroix (1798–1863) - Compositional Study for The Death of Hamlet






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine bemerkenswerte, außergewöhnlich seltene, museumsgerechte Arbeits-zeichnung in Pergament—Delacroix’ berühmt gewordene Komposition Der Tod von Hamlet in Formation festgehalten.
Compositional Study for The Death of Hamlet c. 1840
Schwarzbleistift auf Papier
Blattgröße: 24 × 30 cm
Monogrammieren “ED” in Rot, unten links.
Provenienz:
Kunststudio-Verkauf des Künstlers, Paris, Hôtel Drouot, vom 17. bis 29. Februar 1864, vermutlich Lose Nr. 407.
Mit dem Atelierstempel des Künstlers (Lugt 838a) unten links.
MOUSEION KURATORENHINWEIS:
„Dieses Blatt fängt Delacroix in seiner theatralesksten Weise ein – eine Tragödie nicht durch Detailreife, sondern durch Anordnung, Gewicht und Gestik zu erzeugen. Die Zeichnung ist eine frühe kompositorische Erfindung für das climaktische Tableau von Der Tod von Hamlet und prüft die beiden Motoren der Szene – Hamlets Zusammenbruch in Horatios Armen und der mitgenommenen Leiche Laertes’ – bevor Delacroix später die Dramaturgie in die monumentale Klarheit der veröffentlichten, berühmt gewordenen Lithografie verdichtete. Eine außergewöhnlich seltene Gelegenheit, eine Blatts zu erwerben, das Delacroix’ Schaffensprozess in Arbeit bewahrt.“
DAS WERK IM VERHÄLTNIS ZUR BERÜHMTEN LITHOGRAPHIE:
Delacroix’ Lithografie Der Tod von Hamlet (1843) bildet den dramatischen Höhepunkt seiner gefeierten Hamlet-Suite. Delacroix begann seine Hamlet-Lithografien 1834 und verfolgte das Motiv über viele Jahre, bevor die Hauptveröffentlichung erfolgte. Sie wurden später als eine der bedeutendsten Errungenschaften Delacroix’ anerkannt.
Diese Zeichnung ist besonders aufschlussreich, weil sie eine Stufe vor der endgültigen Orchestrierung festhält. Die Figuren sind mit suchenden Konturen und strukturellem Kurzschreibungen festgelegt, statt in fertiger Modellierung; die Haupttrauergruppe ist bereits konzipiert, aber ihre Positionen bleiben fließend. Bemerkenswert ist, dass Teile der Komposition im Finaldruck umgekehrt gelesen werden – ein Effekt, der in Druckprozessen häufig auftritt, bei denen die Übertragung auf den lithografischen Druck die Bildrichtung invertiert.
Delacroix’ Hamlet-Suite wird heute als einer der prägenden Aussagen des französischen romantischen Druckhandwerks gesehen — Bilder, die sich wie ein Theater inszeniert anfühlen, aber psychologisch aufgeladen sind, wobei Delacroix Schlüsselszenen auswählt und Shakespeare in eindringlich persönliche, dramatische Bildnarrationen verwandelt.
COMPOSITION UND AUSFÜHRUNG:
Ausgeführt in Schwarzstift mit schneller, erforschender Handhabung; das Blatt ist als echte kompositorische Studie angelegt. Der Dramatik wird in zwei gegengewichteten Massen organisiert:
Die Hamlet–Horatio-Gruppe wird als emotionales Kernstück behandelt: Hamlets Zusammenbruch und ausgestreckter Arm erzeugen eine dominierende Diagonale, während Horatios gekrümmte Haltung einen schützenden Bogen über den sterbenden Körper bildet.
Die von Horatio getragenen Laertes-Gruppe fungiert als kompositorischer Gegengewichtspunkt: eine „öffentliche“ Bewegung von Körpern, die die tote/verzagte Figur tragen und die Katastrophe sowohl intim als auch gemeinschaftlich inszenieren.
Zusätzlich am extremen rechten Rand fügt der stürzende Fall der Königin – im Finale vergiftet – eine sekundäre Tragödie hinzu, die das Tableau vertieft und Delacroix’ Bemühen verdeutlicht, die gesamte Katastrophe in einer einzigen Komposition zu inszenieren.
Was diese Studie für das Verständnis der Lithografie besonders wertvoll macht, ist der Zustand des Entstehens: Die Figuren existieren als Ideen – Positionen, Gewichte und Vektoren – bevor Delacroix’ spätere Verfeinerung in der endgültigen gedruckten Komposition sichtbar wird.
Historischer Kontext: Die endgültige Szene als „struktursches“ Bild
In narrativen Zyklen verlangt die abschließende Katastrophenszene maximale Klarheit: mehrere Protagonisten, mehrere Tote und ein Hof, der in einem einzigen inszenierten Moment reagiert. Delacroix’ Lithografie ist so angelegt, dass sie sofort als Tragödie gelesen wird – doch dieses Blatt offenbart die zugrundeliegende Arbeitsleistung der Erfindung: Nicht „Illustration“, sondern bildnerische Entscheidungsfindung, bei der Gestik, Umkehrung und Gruppenanordnung getestet werden, bis das Bild unausweichlich wird.
Zustand:
Das Blatt bleibt gut erhalten, mit insgesamt alter Vergilbung und verstreuter Fleckenbildung, mit leichten Oberflächenberührungen und Abdrückungen des Stifts an einigen Stellen, entsprechend einem Arbeitszeichenblatt des Künstlers.
Hinweis:
Wir gehen mit größter Sorgfalt beim Verpacken vor und versenden per sicherem, vollständig nachverfolgtem und versichertem Service.
Der Rahmen wird unentgeltlich bereitgestellt; der Verkäufer kann keine Haftung für Schäden am Rahmen übernehmen.
Die in den Vergleichsbildern gezeigte Lithografie dient nur als Referenz und ist bei diesem Verkauf nicht enthalten.
Der Verkäufer stellt sich vor
Eine bemerkenswerte, außergewöhnlich seltene, museumsgerechte Arbeits-zeichnung in Pergament—Delacroix’ berühmt gewordene Komposition Der Tod von Hamlet in Formation festgehalten.
Compositional Study for The Death of Hamlet c. 1840
Schwarzbleistift auf Papier
Blattgröße: 24 × 30 cm
Monogrammieren “ED” in Rot, unten links.
Provenienz:
Kunststudio-Verkauf des Künstlers, Paris, Hôtel Drouot, vom 17. bis 29. Februar 1864, vermutlich Lose Nr. 407.
Mit dem Atelierstempel des Künstlers (Lugt 838a) unten links.
MOUSEION KURATORENHINWEIS:
„Dieses Blatt fängt Delacroix in seiner theatralesksten Weise ein – eine Tragödie nicht durch Detailreife, sondern durch Anordnung, Gewicht und Gestik zu erzeugen. Die Zeichnung ist eine frühe kompositorische Erfindung für das climaktische Tableau von Der Tod von Hamlet und prüft die beiden Motoren der Szene – Hamlets Zusammenbruch in Horatios Armen und der mitgenommenen Leiche Laertes’ – bevor Delacroix später die Dramaturgie in die monumentale Klarheit der veröffentlichten, berühmt gewordenen Lithografie verdichtete. Eine außergewöhnlich seltene Gelegenheit, eine Blatts zu erwerben, das Delacroix’ Schaffensprozess in Arbeit bewahrt.“
DAS WERK IM VERHÄLTNIS ZUR BERÜHMTEN LITHOGRAPHIE:
Delacroix’ Lithografie Der Tod von Hamlet (1843) bildet den dramatischen Höhepunkt seiner gefeierten Hamlet-Suite. Delacroix begann seine Hamlet-Lithografien 1834 und verfolgte das Motiv über viele Jahre, bevor die Hauptveröffentlichung erfolgte. Sie wurden später als eine der bedeutendsten Errungenschaften Delacroix’ anerkannt.
Diese Zeichnung ist besonders aufschlussreich, weil sie eine Stufe vor der endgültigen Orchestrierung festhält. Die Figuren sind mit suchenden Konturen und strukturellem Kurzschreibungen festgelegt, statt in fertiger Modellierung; die Haupttrauergruppe ist bereits konzipiert, aber ihre Positionen bleiben fließend. Bemerkenswert ist, dass Teile der Komposition im Finaldruck umgekehrt gelesen werden – ein Effekt, der in Druckprozessen häufig auftritt, bei denen die Übertragung auf den lithografischen Druck die Bildrichtung invertiert.
Delacroix’ Hamlet-Suite wird heute als einer der prägenden Aussagen des französischen romantischen Druckhandwerks gesehen — Bilder, die sich wie ein Theater inszeniert anfühlen, aber psychologisch aufgeladen sind, wobei Delacroix Schlüsselszenen auswählt und Shakespeare in eindringlich persönliche, dramatische Bildnarrationen verwandelt.
COMPOSITION UND AUSFÜHRUNG:
Ausgeführt in Schwarzstift mit schneller, erforschender Handhabung; das Blatt ist als echte kompositorische Studie angelegt. Der Dramatik wird in zwei gegengewichteten Massen organisiert:
Die Hamlet–Horatio-Gruppe wird als emotionales Kernstück behandelt: Hamlets Zusammenbruch und ausgestreckter Arm erzeugen eine dominierende Diagonale, während Horatios gekrümmte Haltung einen schützenden Bogen über den sterbenden Körper bildet.
Die von Horatio getragenen Laertes-Gruppe fungiert als kompositorischer Gegengewichtspunkt: eine „öffentliche“ Bewegung von Körpern, die die tote/verzagte Figur tragen und die Katastrophe sowohl intim als auch gemeinschaftlich inszenieren.
Zusätzlich am extremen rechten Rand fügt der stürzende Fall der Königin – im Finale vergiftet – eine sekundäre Tragödie hinzu, die das Tableau vertieft und Delacroix’ Bemühen verdeutlicht, die gesamte Katastrophe in einer einzigen Komposition zu inszenieren.
Was diese Studie für das Verständnis der Lithografie besonders wertvoll macht, ist der Zustand des Entstehens: Die Figuren existieren als Ideen – Positionen, Gewichte und Vektoren – bevor Delacroix’ spätere Verfeinerung in der endgültigen gedruckten Komposition sichtbar wird.
Historischer Kontext: Die endgültige Szene als „struktursches“ Bild
In narrativen Zyklen verlangt die abschließende Katastrophenszene maximale Klarheit: mehrere Protagonisten, mehrere Tote und ein Hof, der in einem einzigen inszenierten Moment reagiert. Delacroix’ Lithografie ist so angelegt, dass sie sofort als Tragödie gelesen wird – doch dieses Blatt offenbart die zugrundeliegende Arbeitsleistung der Erfindung: Nicht „Illustration“, sondern bildnerische Entscheidungsfindung, bei der Gestik, Umkehrung und Gruppenanordnung getestet werden, bis das Bild unausweichlich wird.
Zustand:
Das Blatt bleibt gut erhalten, mit insgesamt alter Vergilbung und verstreuter Fleckenbildung, mit leichten Oberflächenberührungen und Abdrückungen des Stifts an einigen Stellen, entsprechend einem Arbeitszeichenblatt des Künstlers.
Hinweis:
Wir gehen mit größter Sorgfalt beim Verpacken vor und versenden per sicherem, vollständig nachverfolgtem und versichertem Service.
Der Rahmen wird unentgeltlich bereitgestellt; der Verkäufer kann keine Haftung für Schäden am Rahmen übernehmen.
Die in den Vergleichsbildern gezeigte Lithografie dient nur als Referenz und ist bei diesem Verkauf nicht enthalten.
