Frans van Mieris the Elder (1635–1681), Nach - Doctor's Visit






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Friedrich Kauffmann (19. Jahrhundert)
nach Frans van Mieris der Ältere (1635–1681)
Der Arztbesuch, 1865
Öl auf Karton
Eine verfeinerte, im 19. Jahrhundert entstandene Kabinett-Malerei, die treu die gefeierte niederländische Barock-Goldenes-Ära-Genre-Tradition von Frans van Mieris neu interpretiert. Die Komposition zeigt das vertraute intime Interieur: Ein Arzt untersucht eine sitzende junge Frau, während der psychologische Austausch zwischen den Figuren zum eigentlichen Gegenstand der Szene wird. Anstatt medizinischen Dramen dreht sich die Erzählung um gesellschaftliche Codes, Verführung und höfliche Verdächtigung – ein zentrales Motiv in der Leiden fijnschilder-Malerei.
Kauffmann wendet die fijnschilder-Technik sorgfältig an:
• glatte, emaille-artige Maloberfläche
• zurückhaltende, warme Tonalharmonie, dominiert von Umbren, Karminrot und tiefen Grüntönen
• präzise Wiedergabe von Textilien (Samtärmel, Leinenhaube, Spitzenkragen)
• kontrollierte Licht-Reflexe auf Glas- und Metallobjekten
Besonders gelungen ist der Umgang mit Gestik: Der erhobene Finger des Arztes und sein konzentrierter Blick kontrastieren mit der zögerlichen, fast theatralischen Reaktion der Frau und verstärken die Ambiguität, die typisch für Van Mieris’ moralisierende Genrestücke ist – Krankheit als Metapher der Liebe.
Der Innenraum entsteht aus geschichteten Ebenen – Vorhang, Figuren, Stilleben am Tisch und architektonischer Hintergrund – und schafft Tiefe, while dabei die intime Maßstäblichkeit bewahrt, die man von Leiden-Kabinett-Bildern erwartet. Sanft dringt das Licht von links herein, vereinheitlicht Oberflächen und betont materielle Texturen statt dramatischem Chiaroscuro.
Das Gemälde befindet sich in einem markanten historistischen Rahmen aus der Epoche von außergewöhnlicher Qualität. Die stark ausgeformte Profilierung mit Flechtwerk-Grund und dunkler Oberflächenfinish bildet einen starken optischen Gegenpol zur zarten Maloberfläche, verstärkt seine Präsenz als Objekt und spiegelt den Geschmack der späten 19. Jahrhunderts nach niederländischer Revival-Innenraumgestaltung wider.
Der Verkäufer stellt sich vor
Friedrich Kauffmann (19. Jahrhundert)
nach Frans van Mieris der Ältere (1635–1681)
Der Arztbesuch, 1865
Öl auf Karton
Eine verfeinerte, im 19. Jahrhundert entstandene Kabinett-Malerei, die treu die gefeierte niederländische Barock-Goldenes-Ära-Genre-Tradition von Frans van Mieris neu interpretiert. Die Komposition zeigt das vertraute intime Interieur: Ein Arzt untersucht eine sitzende junge Frau, während der psychologische Austausch zwischen den Figuren zum eigentlichen Gegenstand der Szene wird. Anstatt medizinischen Dramen dreht sich die Erzählung um gesellschaftliche Codes, Verführung und höfliche Verdächtigung – ein zentrales Motiv in der Leiden fijnschilder-Malerei.
Kauffmann wendet die fijnschilder-Technik sorgfältig an:
• glatte, emaille-artige Maloberfläche
• zurückhaltende, warme Tonalharmonie, dominiert von Umbren, Karminrot und tiefen Grüntönen
• präzise Wiedergabe von Textilien (Samtärmel, Leinenhaube, Spitzenkragen)
• kontrollierte Licht-Reflexe auf Glas- und Metallobjekten
Besonders gelungen ist der Umgang mit Gestik: Der erhobene Finger des Arztes und sein konzentrierter Blick kontrastieren mit der zögerlichen, fast theatralischen Reaktion der Frau und verstärken die Ambiguität, die typisch für Van Mieris’ moralisierende Genrestücke ist – Krankheit als Metapher der Liebe.
Der Innenraum entsteht aus geschichteten Ebenen – Vorhang, Figuren, Stilleben am Tisch und architektonischer Hintergrund – und schafft Tiefe, while dabei die intime Maßstäblichkeit bewahrt, die man von Leiden-Kabinett-Bildern erwartet. Sanft dringt das Licht von links herein, vereinheitlicht Oberflächen und betont materielle Texturen statt dramatischem Chiaroscuro.
Das Gemälde befindet sich in einem markanten historistischen Rahmen aus der Epoche von außergewöhnlicher Qualität. Die stark ausgeformte Profilierung mit Flechtwerk-Grund und dunkler Oberflächenfinish bildet einen starken optischen Gegenpol zur zarten Maloberfläche, verstärkt seine Präsenz als Objekt und spiegelt den Geschmack der späten 19. Jahrhunderts nach niederländischer Revival-Innenraumgestaltung wider.
