Giuseppe Cesetti (1902-1990) - Cavalli e Fantini






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Cavalli e Fantini, ein Mixed-Media-Gemälde von Giuseppe Cesetti aus den 1970er Jahren, 59 × 52 cm gerahmt, signiert und in ausgezeichnetem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AUTORE
Giuseppe Cesetti (1902-1990) war ein italienischer Maler. Geboren in Tuscania, gehörte er zu den außergewöhnlichsten Protagonisten der italienischen Malerei des 20. Jahrhunderts. Sohn einer Familie von Landwirten und Tierhaltern, verbrachte er eine Kindheit in engem Kontakt mit der rauen und fesselnden Natur der Maremma, ein Element, das seine künstlerische Berufung auf unauslöschliche Weise prägte. Zunächst autodidaktisch ausgebildet, verließ er mit sechzehn Jahren das Elternhaus, um eine lange Studienreise durch Rom, Florenz, Mailand und Venedig anzutreten, die Lehren der klassischen Kunst aufnahm und enge Verbindungen zu den größten Intellektuellen und Künstlern seiner Zeit knüpfte. Trotz seiner einfachen Herkunft und einer Ausbildung außerhalb traditioneller Wegen führte sein unbestreitbares Talent ihn rasch zu akademischen Ehrenpositionen von hohem Prestige: 1941 erhielt er den Lehrstuhl für Malerei an der Accademia di Belle Arti di Venezia (eine Stadt, in der er einer der Treiber des kulturellen Umfelds um die Cavallino-Bewegung war) und zog später an die Accademia di Roma. Entscheidend für seinen europäischen Horizont war auch der Aufenthalt in Paris von 1935 bis 1937, während dessen er eine fruchtbare Freundschaft mit Meistern von Rang schloss, darunter Giorgio de Chirico und Filippo de Pisis.
Cesetti’s Poetik nährt sich von Erinnerung und der mythischen Verklärung seiner Herkunftslandschaften, Merkmale, die ihm den berühmten Beinamen "Maler der Pferde" oder "Malers der Maremma" einbrachten. Stilistisch und technisch bevorzugte der Künstler Darstellungen mitfast primitiver Note und beabsichtigt-naiver Stimmung. In diesen Werken verlieren Tierfiguren, Butteri und weite bäuerliche Horizonte ihre rein realistische Konnotation, um sich mit expressiven Valenzen zu beladen, betont durch grelle Farbmuster, materische Auftragsweise und intensive unnatürliche Farben. Diese außergewöhnliche Fähigkeit, die Naivität der ländlichen Vision mit der tiefen Bewusstheit der Avantgarde zu verbinden, machte ihn zu einem äußerst begehrten Autor, der auf unzähligen Ausgaben der Biennale di Venezia und der Quadriennale di Roma ausstellte. Heute bereichern Cesetti’s Werke zahlreiche und angesehene private Sammlungen historischer Provenienz und sind in wichtigen musealen Institutionen aufbewahrt, darunter die Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea (GNAM) in Rom und die renommierte Collezione d'Arte Moderna Mario Rimoldi in Cortina d'Ampezzo.
BESCHREIBUNG
"Cavalli e Fantini", Mischtechnik auf Leinwand, 59x52 cm mit Rahmen, 41x34 cm nur die Leinwand, signiert unten rechts, datierbar in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auf der Rückseitestempel der Galleria Orler, historische und bedeutende venezianische Galerie für moderne zeitgenössische Kunst.
Das zentrale Motiv ist eine kompakte Gruppe von Pferden und Reitern, oder vielleicht Butteri der Maremma, eingefangen in einem Moment purer Dynamik und fast convulsiv. Die Komposition ist geschlossen und kreisförmig, die Figuren verweben sich und überlappen sich in einem Wirrwarr von Körpern, der die Mitte der Szene ausfüllt. Die Pferde werden mit einem schwarzen, dunklen Strich dargestellt, der unglaublich wirksam die rohe Energie der Bewegung einfängt. Diese unmittelbare Gestengestalt verschmilzt mit einer Farbauftrag, der eines der markanten Merkmale von Cesetti ist; die Pferde sind mit unrealistischen, aber stark emotionalen und unnatürlichen Farbtönen coloriert, ein intensives Rosa, ein Grau, ein rotes-orangenes Leuchten, während die Reiter sich auf weiße Jacken und schwarze Helme beschränken, fast Archetypen. Die gesamte Szene ist von einem markanten kreisförmigen Rand unten eingefasst, der ein Handlungsspielzeug schafft, schwebend vor einem Aquarellhintergrund, auf dem sich Blau-, Grasgrün- und Rosa-Tupfer abwechseln.
Das Gemälde fügt sich nahtlos in Cesetti’s reife Produktion und in seine Poetik ein, verwurzelt im Mythos seines Herkunftslandes, der Maremma, und in der mythischen Verklärung seiner ländlichen Figuren. Die Wahl der Mischtechnik, welche die Flüssigkeit des Aquarells mit dem trockenen, materialischen Zeichen von Kohle oder Wachsmalstift verbindet, spiegelt eine formale Synthese wider, die zugleich primitivistisch und tief verankert in den Avantgarden ist. Cesetti sucht nicht nach fotografischer Verosimilität, sondern nach einem viscераl Ausdruck; das künstlerische Farbenspiel verwandelt die Szene in eine expressionistische Ikone, wobei das Pferd als Symbol urtümlicher Vitalität dient und zum Vorwand wird, Farbe und Form auf eine reine Weise zu erforschen. Seine Vision, in der nur scheinbar von Naivität die Rede ist, ist in Wirklichkeit eine kultivierte Operation der Rückgewinnung einer einfachen expressiven Wahrheit, fern von den Akademien, die es ermöglicht, das dynamische Wesen eines Verhältnisses zwischen Mensch und Natur einzufangen.
ZUSTANDSBERICHT
Ausgezeichnete Allgemeinzustand. Das Werk in jeder Hinsicht intakt mit leuchtender und gut lesbarer Farbführung. Der Rahmen ist als Dankeschön zu verstehen.
Das Foto des Gemäldes in einem Ambiente ist mit künstlicher Intelligenz generiert und als rein illustrativ zu betrachten. Es sind nur die übrigen Fotos maßgeblich, die das Objekt und seine Eigenschaften sowohl im Großen als auch im Detail treu wiedergeben.
Versand nachverfolgbar und versichert mit entsprechendem Verpackungsmaterial.
AUTORE
Giuseppe Cesetti (1902-1990) war ein italienischer Maler. Geboren in Tuscania, gehörte er zu den außergewöhnlichsten Protagonisten der italienischen Malerei des 20. Jahrhunderts. Sohn einer Familie von Landwirten und Tierhaltern, verbrachte er eine Kindheit in engem Kontakt mit der rauen und fesselnden Natur der Maremma, ein Element, das seine künstlerische Berufung auf unauslöschliche Weise prägte. Zunächst autodidaktisch ausgebildet, verließ er mit sechzehn Jahren das Elternhaus, um eine lange Studienreise durch Rom, Florenz, Mailand und Venedig anzutreten, die Lehren der klassischen Kunst aufnahm und enge Verbindungen zu den größten Intellektuellen und Künstlern seiner Zeit knüpfte. Trotz seiner einfachen Herkunft und einer Ausbildung außerhalb traditioneller Wegen führte sein unbestreitbares Talent ihn rasch zu akademischen Ehrenpositionen von hohem Prestige: 1941 erhielt er den Lehrstuhl für Malerei an der Accademia di Belle Arti di Venezia (eine Stadt, in der er einer der Treiber des kulturellen Umfelds um die Cavallino-Bewegung war) und zog später an die Accademia di Roma. Entscheidend für seinen europäischen Horizont war auch der Aufenthalt in Paris von 1935 bis 1937, während dessen er eine fruchtbare Freundschaft mit Meistern von Rang schloss, darunter Giorgio de Chirico und Filippo de Pisis.
Cesetti’s Poetik nährt sich von Erinnerung und der mythischen Verklärung seiner Herkunftslandschaften, Merkmale, die ihm den berühmten Beinamen "Maler der Pferde" oder "Malers der Maremma" einbrachten. Stilistisch und technisch bevorzugte der Künstler Darstellungen mitfast primitiver Note und beabsichtigt-naiver Stimmung. In diesen Werken verlieren Tierfiguren, Butteri und weite bäuerliche Horizonte ihre rein realistische Konnotation, um sich mit expressiven Valenzen zu beladen, betont durch grelle Farbmuster, materische Auftragsweise und intensive unnatürliche Farben. Diese außergewöhnliche Fähigkeit, die Naivität der ländlichen Vision mit der tiefen Bewusstheit der Avantgarde zu verbinden, machte ihn zu einem äußerst begehrten Autor, der auf unzähligen Ausgaben der Biennale di Venezia und der Quadriennale di Roma ausstellte. Heute bereichern Cesetti’s Werke zahlreiche und angesehene private Sammlungen historischer Provenienz und sind in wichtigen musealen Institutionen aufbewahrt, darunter die Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea (GNAM) in Rom und die renommierte Collezione d'Arte Moderna Mario Rimoldi in Cortina d'Ampezzo.
BESCHREIBUNG
"Cavalli e Fantini", Mischtechnik auf Leinwand, 59x52 cm mit Rahmen, 41x34 cm nur die Leinwand, signiert unten rechts, datierbar in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auf der Rückseitestempel der Galleria Orler, historische und bedeutende venezianische Galerie für moderne zeitgenössische Kunst.
Das zentrale Motiv ist eine kompakte Gruppe von Pferden und Reitern, oder vielleicht Butteri der Maremma, eingefangen in einem Moment purer Dynamik und fast convulsiv. Die Komposition ist geschlossen und kreisförmig, die Figuren verweben sich und überlappen sich in einem Wirrwarr von Körpern, der die Mitte der Szene ausfüllt. Die Pferde werden mit einem schwarzen, dunklen Strich dargestellt, der unglaublich wirksam die rohe Energie der Bewegung einfängt. Diese unmittelbare Gestengestalt verschmilzt mit einer Farbauftrag, der eines der markanten Merkmale von Cesetti ist; die Pferde sind mit unrealistischen, aber stark emotionalen und unnatürlichen Farbtönen coloriert, ein intensives Rosa, ein Grau, ein rotes-orangenes Leuchten, während die Reiter sich auf weiße Jacken und schwarze Helme beschränken, fast Archetypen. Die gesamte Szene ist von einem markanten kreisförmigen Rand unten eingefasst, der ein Handlungsspielzeug schafft, schwebend vor einem Aquarellhintergrund, auf dem sich Blau-, Grasgrün- und Rosa-Tupfer abwechseln.
Das Gemälde fügt sich nahtlos in Cesetti’s reife Produktion und in seine Poetik ein, verwurzelt im Mythos seines Herkunftslandes, der Maremma, und in der mythischen Verklärung seiner ländlichen Figuren. Die Wahl der Mischtechnik, welche die Flüssigkeit des Aquarells mit dem trockenen, materialischen Zeichen von Kohle oder Wachsmalstift verbindet, spiegelt eine formale Synthese wider, die zugleich primitivistisch und tief verankert in den Avantgarden ist. Cesetti sucht nicht nach fotografischer Verosimilität, sondern nach einem viscераl Ausdruck; das künstlerische Farbenspiel verwandelt die Szene in eine expressionistische Ikone, wobei das Pferd als Symbol urtümlicher Vitalität dient und zum Vorwand wird, Farbe und Form auf eine reine Weise zu erforschen. Seine Vision, in der nur scheinbar von Naivität die Rede ist, ist in Wirklichkeit eine kultivierte Operation der Rückgewinnung einer einfachen expressiven Wahrheit, fern von den Akademien, die es ermöglicht, das dynamische Wesen eines Verhältnisses zwischen Mensch und Natur einzufangen.
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Ausgezeichnete Allgemeinzustand. Das Werk in jeder Hinsicht intakt mit leuchtender und gut lesbarer Farbführung. Der Rahmen ist als Dankeschön zu verstehen.
Das Foto des Gemäldes in einem Ambiente ist mit künstlicher Intelligenz generiert und als rein illustrativ zu betrachten. Es sind nur die übrigen Fotos maßgeblich, die das Objekt und seine Eigenschaften sowohl im Großen als auch im Detail treu wiedergeben.
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