Adam Marczyński (1908-1985) - Composizione con Alberi






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Adam Marczyńskis Composizione con Alberi, 1983, Mischtechnik auf Karton, 49 × 66 cm, Herkunft Polen, Zeitraum 1980–1990, signiert, guter Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AUTORE
Adam Marczyński (Krakau, 24. Dezember 1908 – Krakau, 13. Januar 1985) war ein polnischer Maler, Grafiker und Bühnenbildner von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Avantgarde in seinem Land. Ausgebildet zwischen 1930 und 1936 an der Akademia Sztuk Pięknych in Krakau — eine Institution, an der er später zu einem renommierten Professor werden sollte — zeichnete er sich von jungen Jahren an durch sein starkes künstlerisches und soziales Engagement aus. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg verband er sich mit avantgardistischen Erfahrungen, trat der ersten Ausprägung der Krakauer Gruppe bei und wurde 1957 einer der Mitbegründer der zweiten Krakauer Gruppe, neben Spitzenkünstlern wie Maria Jarema, Tadeusz Kantor und Jonasz Stern.
Sein Stil und seine Technik durchliefen eine tiefgreifende Entwicklung, wobei eine poetische Kohärenz intakt blieb, fokussiert auf das zarte Gleichgewicht zwischen Lyra und Form. Nach Anfängen, die von postimpressionistischen, kubistischen und surrealistischen Einflüssen geprägt waren, nahm Marczyński in der Nachkriegszeit die lyrische Abstraktion und die materialische Malerei auf. Die wahre Wende kam jedoch Mitte der sechziger Jahre, als er zu seiner bekanntesten stilistischen Kennzeichnung gelangte, geometrische Abstraktion und kinetische Kunst zu verbinden. Der Künstler begann, komplexe räumliche Konstruktionen und Reliefs zu schaffen (häufig betitelt als „Variante Spiegelungen“), bestehend aus Kästen und Holzbrettern mit beweglichen Elementen, die mit Acryl bemalt waren. Diese Technik forderte den Betrachter dazu auf, physisch mit dem Werk zu interagieren, um Komposition und Lichtwahrnehmung zu verändern. Seine Poetik, auch im konstruktivistischen Rigorus, zielte darauf ab, die unablässige Variabilität und den Rhythmus der natürlichen Welt einzufangen, und erforschte die Spannung zwischen mathematischer Ordnung und organischer Unvorhersagbarkeit in dem, was die Kritik eine kosmisch-vegetative Vision nannte.
Heute ist der historische und innovative Wert seiner ästhetischen Untersuchung weitgehend etabliert. Marczyńskis Werke bilden das Aushängeschild renommierter polnischer öffentlicher Sammlungen, darunter die Nationalmuseen von Warschau, Krakau, Breslau und Poznań, sowie das berühmte Muzeum Sztuki in Łódź und das Museum of Modern Art in Warschau. Auf internationaler Ebene sind seine faszinierenden kinetischen Reliefs und historischen Gemälde fest in anspruchsvollen privaten Sammlungen europäischer und transatlantischer Natur vertreten.
BESCHREIBUNG
„Komposition mit Bäumen“, Mischtechnik auf Karton, 49 x 66 cm, 1983, Unterschrift und Datum unten rechts.
Das Werk zeigt ein dichtes und komplexes Geflecht von Bäumen, vermutlich Trauerweiden, die den oberen Teil der Komposition dominieren. Ihre knotigen und verdrehten Äste, mit kräftigen dunklen Strichen wiedergegeben, erzeugen ein komplexes grafisches Gewebe, das sich vor einem Himmel in blassem Blau und einem hinteren Vegetationsbereich abhebt, angedeutet durch vertikale Streifen von gedämpfter Farbe. Der untere Teil der Trägerplatte, ein Karton mit grober Textur, bleibt teilweise sichtbar und evoziert ein goldenes oder sandiges Gelände mit grünlichen Tupfern, wodurch ein materialischer Kontrast zur Dichte der darüberstehenden Äste entsteht.
Die Komposition zeichnet sich durch ihre gestische Energie und den expressiven Einsatz der Mischtechnik aus. Marczyński sucht nicht die realistische Abbildung, sondern erfasst vielmehr den Rhythmus und die innere Vitalität der organischen Formen. Die Linie ist schnell, frei und übereinander gelegt, mischt dicke, dunkle Linien (möglicherweise Kohle oder Ölkreide) mit transparenteren, sanften Farbbereichen. Die Farbharmonie ist nüchtern, aber wirksam und konzentriert sich auf Schwarz, dunkle Brauntöne und Grau der Stämme, ausgeglichen durch blasse Blautöne, staubige Violett- und matte Grüntöne der Vegetation und des Himmels. Der Künstler nutzt die Materialität des Kartons voll aus, lässt dessen Farbe und Textur durchscheinen, besonders im unteren Terrainbereich und zwischen den Baumkronen, und integriert das Trägermaterial selbst in die Ästhetik des Werks.
Dieses Werk spiegelt Marczyńskis Poetik der letzten Jahre wider, eine Phase, in der seine Forschung, trotz eines basal konstruktivistischen Unterbaus, sich in eine Reflexion über die Natur und deren formale Struktur orientiert. Entfernt von den strengen kinetischen Geometrien der vorangegangenen Jahrzehnte erkundet Marczyński hier eine organischere und lyrischere Abstraktion. Das Geflecht der Äste wird zu einem Diagramm von Kräften und Spannungen, eine Vermittlung zwischen der Beobachtung der natürlichen Gegebenheit und ihrer Übertragung in eine autonome und freie Bildsprache. Der Einsatz von Karton als Trägermaterial, in dieser Phase üblich, betont ein Interesse an Spontaneität und Unmittelbarkeit des kreativen Aktes, wobei die Form aus der Materialmanipulation und der Geste des Künstlers entsteht und die Spannung zwischen kosmischer Ordnung und organischer Unvorhersagbarkeit einfängt. Ein Werk von schöner Komposition und feinem ästhetischen Eindruck.
CONDITION REPORT
Guter Gesamtzustand. Werk mit lebendigen und gut lesbaren Farben und Linien. Zu bemerken ist das Vorhandensein kleiner Abdrücke unten rechts (siehe Foto), deren Entstehung weder als Teil des Werks noch als späterer Schaden eindeutig feststeht.
Das Foto des Gemäldes mit Rahmen (wird ohne Rahmen angeboten, wie deutlich angegeben) in eine Umgebung eingebettet, wurde künstlich erzeugt und ist rein exemplarisch zu betrachten. Es zählen ausschließlich die restlichen Fotos, die das Objekt und seine Merkmale sowohl allgemein als auch im Detail treu wiedergeben.
Verfolgte und versicherte Versandart mit angemessener Verpackung.
AUTORE
Adam Marczyński (Krakau, 24. Dezember 1908 – Krakau, 13. Januar 1985) war ein polnischer Maler, Grafiker und Bühnenbildner von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Avantgarde in seinem Land. Ausgebildet zwischen 1930 und 1936 an der Akademia Sztuk Pięknych in Krakau — eine Institution, an der er später zu einem renommierten Professor werden sollte — zeichnete er sich von jungen Jahren an durch sein starkes künstlerisches und soziales Engagement aus. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg verband er sich mit avantgardistischen Erfahrungen, trat der ersten Ausprägung der Krakauer Gruppe bei und wurde 1957 einer der Mitbegründer der zweiten Krakauer Gruppe, neben Spitzenkünstlern wie Maria Jarema, Tadeusz Kantor und Jonasz Stern.
Sein Stil und seine Technik durchliefen eine tiefgreifende Entwicklung, wobei eine poetische Kohärenz intakt blieb, fokussiert auf das zarte Gleichgewicht zwischen Lyra und Form. Nach Anfängen, die von postimpressionistischen, kubistischen und surrealistischen Einflüssen geprägt waren, nahm Marczyński in der Nachkriegszeit die lyrische Abstraktion und die materialische Malerei auf. Die wahre Wende kam jedoch Mitte der sechziger Jahre, als er zu seiner bekanntesten stilistischen Kennzeichnung gelangte, geometrische Abstraktion und kinetische Kunst zu verbinden. Der Künstler begann, komplexe räumliche Konstruktionen und Reliefs zu schaffen (häufig betitelt als „Variante Spiegelungen“), bestehend aus Kästen und Holzbrettern mit beweglichen Elementen, die mit Acryl bemalt waren. Diese Technik forderte den Betrachter dazu auf, physisch mit dem Werk zu interagieren, um Komposition und Lichtwahrnehmung zu verändern. Seine Poetik, auch im konstruktivistischen Rigorus, zielte darauf ab, die unablässige Variabilität und den Rhythmus der natürlichen Welt einzufangen, und erforschte die Spannung zwischen mathematischer Ordnung und organischer Unvorhersagbarkeit in dem, was die Kritik eine kosmisch-vegetative Vision nannte.
Heute ist der historische und innovative Wert seiner ästhetischen Untersuchung weitgehend etabliert. Marczyńskis Werke bilden das Aushängeschild renommierter polnischer öffentlicher Sammlungen, darunter die Nationalmuseen von Warschau, Krakau, Breslau und Poznań, sowie das berühmte Muzeum Sztuki in Łódź und das Museum of Modern Art in Warschau. Auf internationaler Ebene sind seine faszinierenden kinetischen Reliefs und historischen Gemälde fest in anspruchsvollen privaten Sammlungen europäischer und transatlantischer Natur vertreten.
BESCHREIBUNG
„Komposition mit Bäumen“, Mischtechnik auf Karton, 49 x 66 cm, 1983, Unterschrift und Datum unten rechts.
Das Werk zeigt ein dichtes und komplexes Geflecht von Bäumen, vermutlich Trauerweiden, die den oberen Teil der Komposition dominieren. Ihre knotigen und verdrehten Äste, mit kräftigen dunklen Strichen wiedergegeben, erzeugen ein komplexes grafisches Gewebe, das sich vor einem Himmel in blassem Blau und einem hinteren Vegetationsbereich abhebt, angedeutet durch vertikale Streifen von gedämpfter Farbe. Der untere Teil der Trägerplatte, ein Karton mit grober Textur, bleibt teilweise sichtbar und evoziert ein goldenes oder sandiges Gelände mit grünlichen Tupfern, wodurch ein materialischer Kontrast zur Dichte der darüberstehenden Äste entsteht.
Die Komposition zeichnet sich durch ihre gestische Energie und den expressiven Einsatz der Mischtechnik aus. Marczyński sucht nicht die realistische Abbildung, sondern erfasst vielmehr den Rhythmus und die innere Vitalität der organischen Formen. Die Linie ist schnell, frei und übereinander gelegt, mischt dicke, dunkle Linien (möglicherweise Kohle oder Ölkreide) mit transparenteren, sanften Farbbereichen. Die Farbharmonie ist nüchtern, aber wirksam und konzentriert sich auf Schwarz, dunkle Brauntöne und Grau der Stämme, ausgeglichen durch blasse Blautöne, staubige Violett- und matte Grüntöne der Vegetation und des Himmels. Der Künstler nutzt die Materialität des Kartons voll aus, lässt dessen Farbe und Textur durchscheinen, besonders im unteren Terrainbereich und zwischen den Baumkronen, und integriert das Trägermaterial selbst in die Ästhetik des Werks.
Dieses Werk spiegelt Marczyńskis Poetik der letzten Jahre wider, eine Phase, in der seine Forschung, trotz eines basal konstruktivistischen Unterbaus, sich in eine Reflexion über die Natur und deren formale Struktur orientiert. Entfernt von den strengen kinetischen Geometrien der vorangegangenen Jahrzehnte erkundet Marczyński hier eine organischere und lyrischere Abstraktion. Das Geflecht der Äste wird zu einem Diagramm von Kräften und Spannungen, eine Vermittlung zwischen der Beobachtung der natürlichen Gegebenheit und ihrer Übertragung in eine autonome und freie Bildsprache. Der Einsatz von Karton als Trägermaterial, in dieser Phase üblich, betont ein Interesse an Spontaneität und Unmittelbarkeit des kreativen Aktes, wobei die Form aus der Materialmanipulation und der Geste des Künstlers entsteht und die Spannung zwischen kosmischer Ordnung und organischer Unvorhersagbarkeit einfängt. Ein Werk von schöner Komposition und feinem ästhetischen Eindruck.
CONDITION REPORT
Guter Gesamtzustand. Werk mit lebendigen und gut lesbaren Farben und Linien. Zu bemerken ist das Vorhandensein kleiner Abdrücke unten rechts (siehe Foto), deren Entstehung weder als Teil des Werks noch als späterer Schaden eindeutig feststeht.
Das Foto des Gemäldes mit Rahmen (wird ohne Rahmen angeboten, wie deutlich angegeben) in eine Umgebung eingebettet, wurde künstlich erzeugt und ist rein exemplarisch zu betrachten. Es zählen ausschließlich die restlichen Fotos, die das Objekt und seine Merkmale sowohl allgemein als auch im Detail treu wiedergeben.
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