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Figurka fetysz - Mahafaly - Madagaskar - Vazimba
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Figurka fetysz - Mahafaly - Madagaskar - Vazimba

MF16, Vazimba Fetischfigur, schwangere Frau mit Fledermausohren. Höhe 46 cm, Durchmesser 14 cm, 1800 Gr., genaue Herkunft unbekannt, hergestellt ca. 1970. Die Schnitzer in der Region Betioky fertigen aus Treibholz großer Flüsse im Familienauftrag rituelle Figuren, darunter auch Grabstelen wie die berühmten AloAlo. Es handelt sich hier um eine Figur aus einer seltsamen künstlerischen Nische, welche es sonst in Madagaskar nicht gibt. Der ohnehin schon außergewöhnliche Ahnenkult wird hier durch Fetischfiguren ergänzt um soziale Normen zu vermitteln. Diese vornübergebeugte Figur leidet wahrscheinlich an einer Schwangerschaft, es kann auch sinnbildlich die Besessenheit von bösen Mächten darstellen. Die großen Ohren deuten auf eine Charaktereigenschaft von Menschen hin welche gerne lauschen um dann Gerüchte zu verbreiten. Archaische Gesellschaften im Süden leiden sehr unter den gelben Gefühlen, Neid, Missgunst und Eifersucht. Vielleicht warnt dieser Vazimba davor oder zeigt eine reale Persönlichkeit mit diesem Profil. Hartholz Kampfer, grau oxidiert, Trockenrisse, Holzverwachsungen mit in Optik einbezogen. Vazimba waren die eigentlichen Ureinwohner Madagaskars, ethnologisch nicht eindeutig nachgewiesen. Diese den Pygmänen ähnlichen sehr kleinwüchsigen Wesen sollen vor der Besiedlung Madagaskars schon dort nomadisch gelebt haben. Den Volksmythen nach haben die einwandernden Neulandbewohner aus dem indo pazifischen Raum diese gejagt und verdrängt. Manche Volksgruppen sollen sich auch mit ihnen durchmischt haben, manchmal sieht man in den Rassen wirklich sehr kleine Menschen mit relativ unförmigen Köpfen. Vielleicht ist in der Geschichtenwelt der Neuland- Madagassen eine Art Traumata verankert welche zur Mystifizierung dieser Ethnie führte. Die Vazimba nehmen in Madagaskar die Rolle unserer Feen, Zwerge und Kobolde ein. Es gibt unzählige, meist schaurige Geschichten und Sagen über Vazimba. In der südlichen Region Tulear verdeutlicht man diese in einigen wenigen Werkstätten auch figürlich und verkauft diese "Monster" als abschreckendes Beispiel oder zur Erziehung der Kinder über Regeln und Gebote. Über diese Tabus (Fady) wacht dann der geschnitzte Vazimba spirituell.

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MF16, Vazimba Fetischfigur, schwangere Frau mit Fledermausohren. Höhe 46 cm, Durchmesser 14 cm, 1800 Gr., genaue Herkunft unbekannt, hergestellt ca. 1970.
Die Schnitzer in der Region Betioky fertigen aus Treibholz großer Flüsse im Familienauftrag rituelle Figuren, darunter auch Grabstelen wie die berühmten AloAlo. Es handelt sich hier um eine Figur aus einer seltsamen künstlerischen Nische, welche es sonst in Madagaskar nicht gibt. Der ohnehin schon außergewöhnliche Ahnenkult wird hier durch Fetischfiguren ergänzt um soziale Normen zu vermitteln.
Diese vornübergebeugte Figur leidet wahrscheinlich an einer Schwangerschaft, es kann auch sinnbildlich die Besessenheit von bösen Mächten darstellen. Die großen Ohren deuten auf eine Charaktereigenschaft von Menschen hin welche gerne lauschen um dann Gerüchte zu verbreiten. Archaische Gesellschaften im Süden leiden sehr unter den gelben Gefühlen, Neid, Missgunst und Eifersucht. Vielleicht warnt dieser Vazimba davor oder zeigt eine reale Persönlichkeit mit diesem Profil.
Hartholz Kampfer, grau oxidiert, Trockenrisse, Holzverwachsungen mit in Optik einbezogen.
Vazimba waren die eigentlichen Ureinwohner Madagaskars, ethnologisch nicht eindeutig nachgewiesen. Diese den Pygmänen ähnlichen sehr kleinwüchsigen Wesen sollen vor der Besiedlung Madagaskars schon dort nomadisch gelebt haben. Den Volksmythen nach haben die einwandernden Neulandbewohner aus dem indo pazifischen Raum diese gejagt und verdrängt. Manche Volksgruppen sollen sich auch mit ihnen durchmischt haben, manchmal sieht man in den Rassen wirklich sehr kleine Menschen mit relativ unförmigen Köpfen. Vielleicht ist in der Geschichtenwelt der Neuland- Madagassen eine Art Traumata verankert welche zur Mystifizierung dieser Ethnie führte. Die Vazimba nehmen in Madagaskar die Rolle unserer Feen, Zwerge und Kobolde ein. Es gibt unzählige, meist schaurige Geschichten und Sagen über Vazimba. In der südlichen Region Tulear verdeutlicht man diese in einigen wenigen Werkstätten auch figürlich und verkauft diese "Monster" als abschreckendes Beispiel oder zur Erziehung der Kinder über Regeln und Gebote. Über diese Tabus (Fady) wacht dann der geschnitzte Vazimba spirituell.

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Julien Gauthier
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