Von Aventin - Annalium Boiorum - 1554






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Joachim von Aventin, Annalium Boiorum, Erstausgabe 1554, Latein, Ingolstadt, Alexander & Samuel Weissenhorn, Pergamenteinband mit Tafeln außerhalb des Textes, 897 Seiten.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
EDITIO PRINCEPS – Ducati, Chroniken und Legenden aus Bayern: Die Geschichte als politisches Werkzeug
Erste Ausgabe der ersten bedeutenden Geschichte einer Region in Deutschland, die einige alte Texte bewahrt, die sonst verloren gegangen wären, obwohl einige kritische Passagen gegenüber dem Papsttum gelöscht wurden. Aventino (1477–1534) wurde von Guglielmo IV. von Bayern beauftragt, eine Geschichte Bayerns zu schreiben, und obwohl der Text 1521 fertiggestellt wurde, wurde er erst 1554 gedruckt, zwanzig Jahre nach seinem Tod.
Das Buch war im Jahr 1564 in den Index der verbotenen Bücher aufgenommen worden und wurde vom Kardinal Baronio kritisiert.
Meisterwerk der deutschen Geschichtsschreibung des sechsten Jahrhunderts sind die Annales Boiorum von Joachim von Aventin, die eine der ersten großen Versuche einer umfassenden Geschichte Bayerns darstellen, von seiner mythischen Gründung bis zu den Anfängen des 16. Jahrhunderts. Gedruckt in Ingolstadt im Jahr 1554, erzählen diese sieben Bücher die Ursprünge und Taten des bayerischen Volkes in einem weiten, gelehrten und humanistischen Stil, unter dem Schutz des Kaisers. Die Ausgabe ist von großer typografischer und politischer Bedeutung, mit einem zehnjährigen Privileg versehen und von den Erben einer der bedeutendsten Druckereien im deutschen Raum gedruckt.
Marktwert
Die erste Ausgabe der Annales Boiorum ist selten und bei Sammlern von germanistischer Historiographie und humanistischem Geschichtsstudium sehr begehrt. Geschätzt bei Auktionen zwischen GBP 5.000 und GBP 7.000. Exemplare mit zeitgenössischem Einband und bedeutender Provenienz können höhere Werte erzielen, insbesondere wenn sie vollständig und gut erhalten sind. Das Interesse konzentriert sich auf die Kombination aus historischer Relevanz und typografischer Qualität.
Physische Beschreibung und Zustand
Schöne Lederbindung aus Schweinsleder auf Holztafeln, Rahmen und Platten, die kalt geprägt sind, Rücken mit sechs Lagen, mit Mängeln und Gebrauchsspuren, dekorierte Messingklammern, vorhanden und intakt. Titelblatt mit poetischem Gedicht von Abraham Löscheri. Porträt auf den ersten Blättern. Marginalspuren von Gebrauch, Rückenverstärkungen und kleine Holzwurmlöcher in einigen Blättern, insgesamt gut erhalten. Holzschnittinitialen. Pp. (2); 60 nn. 835.
Voller Titel und Autor
Joachim von Aventin
Sieben Bücher der Annalium Boiorum von Ioanne Aventino.
Ingolstadt, Alexander & Samuel Weissenhorn, 1554
Kontext und Bedeutung
Die Annales von Aventin sind eines der grundlegenden Werke der modernen deutschen Geschichtsschreibung. Verfasst in klassischem Latein nach humanistischen Prinzipien, beschreiben die sieben Bücher die Geschichte Bayerns im Früh- und Mittelalter mit Bezugnahmen auf die Genealogie, militärische Taten, Institutionen und Religion. Aventin schafft eine historische Identität für die Bayern, indem er sie mit den alten germanischen Stämmen verbindet und eine patriotische, aber gebildete Sicht auf ihre Entwicklung bietet. Das Werk wurde in einem Kontext der Neubewertung regionaler Autonomien innerhalb des Heiligen Römischen Reiches konzipiert und zeigt eine starke Betonung der Verwendung der Geschichtsschreibung als politisches Instrument.
Autorbiografie
Joachim von Aventin (1477–1534), geboren als Johann Turmair, war einer der bedeutendsten Historiker und Humanisten des 16. Jahrhunderts in Deutschland. Er studierte in Ingolstadt, Wien, Krakau und Paris und wurde später offizieller Chronist der Herzöge von Bayern. Neben den Annales schrieb er pädagogische und genealogische Werke. Obwohl seine Arbeiten aufgrund seiner unabhängigen Haltung gegenüber Kirche und Reich auf Widerstand stießen, wurde er für die Genauigkeit und Eleganz seiner Prosa gefeiert. Nach seinem Tod wurde das Manuskript der Annales erst zwanzig Jahre später veröffentlicht.
druckgeschichte und verbreitung
Gedruckt im Dezember 1554 in Ingolstadt von den Brüdern Alexander und Samuel Weissenhorn, wurde das Werk posthum veröffentlicht, unterstützt durch humanistische Kreise und die herzogliche Macht. Diese erste Ausgabe erhielt das imperialen Druckprivileg, das für zehn Jahre galt. Die späteren Ausgaben folgten im 17. und 18. Jahrhundert, doch die Erstauflage bleibt die Referenz für Wissenschaftler und Sammler.
Bibliographie und Referenzen
VD16 A 4291
Adams A 2295
Graesse I, 260
Brunet I, 578
Biografisches Wörterbuch der deutschen Humanisten
Franz Bosbach, Aventinus und die bayerische Geschichtsschreibung, München, 1980.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEDITIO PRINCEPS – Ducati, Chroniken und Legenden aus Bayern: Die Geschichte als politisches Werkzeug
Erste Ausgabe der ersten bedeutenden Geschichte einer Region in Deutschland, die einige alte Texte bewahrt, die sonst verloren gegangen wären, obwohl einige kritische Passagen gegenüber dem Papsttum gelöscht wurden. Aventino (1477–1534) wurde von Guglielmo IV. von Bayern beauftragt, eine Geschichte Bayerns zu schreiben, und obwohl der Text 1521 fertiggestellt wurde, wurde er erst 1554 gedruckt, zwanzig Jahre nach seinem Tod.
Das Buch war im Jahr 1564 in den Index der verbotenen Bücher aufgenommen worden und wurde vom Kardinal Baronio kritisiert.
Meisterwerk der deutschen Geschichtsschreibung des sechsten Jahrhunderts sind die Annales Boiorum von Joachim von Aventin, die eine der ersten großen Versuche einer umfassenden Geschichte Bayerns darstellen, von seiner mythischen Gründung bis zu den Anfängen des 16. Jahrhunderts. Gedruckt in Ingolstadt im Jahr 1554, erzählen diese sieben Bücher die Ursprünge und Taten des bayerischen Volkes in einem weiten, gelehrten und humanistischen Stil, unter dem Schutz des Kaisers. Die Ausgabe ist von großer typografischer und politischer Bedeutung, mit einem zehnjährigen Privileg versehen und von den Erben einer der bedeutendsten Druckereien im deutschen Raum gedruckt.
Marktwert
Die erste Ausgabe der Annales Boiorum ist selten und bei Sammlern von germanistischer Historiographie und humanistischem Geschichtsstudium sehr begehrt. Geschätzt bei Auktionen zwischen GBP 5.000 und GBP 7.000. Exemplare mit zeitgenössischem Einband und bedeutender Provenienz können höhere Werte erzielen, insbesondere wenn sie vollständig und gut erhalten sind. Das Interesse konzentriert sich auf die Kombination aus historischer Relevanz und typografischer Qualität.
Physische Beschreibung und Zustand
Schöne Lederbindung aus Schweinsleder auf Holztafeln, Rahmen und Platten, die kalt geprägt sind, Rücken mit sechs Lagen, mit Mängeln und Gebrauchsspuren, dekorierte Messingklammern, vorhanden und intakt. Titelblatt mit poetischem Gedicht von Abraham Löscheri. Porträt auf den ersten Blättern. Marginalspuren von Gebrauch, Rückenverstärkungen und kleine Holzwurmlöcher in einigen Blättern, insgesamt gut erhalten. Holzschnittinitialen. Pp. (2); 60 nn. 835.
Voller Titel und Autor
Joachim von Aventin
Sieben Bücher der Annalium Boiorum von Ioanne Aventino.
Ingolstadt, Alexander & Samuel Weissenhorn, 1554
Kontext und Bedeutung
Die Annales von Aventin sind eines der grundlegenden Werke der modernen deutschen Geschichtsschreibung. Verfasst in klassischem Latein nach humanistischen Prinzipien, beschreiben die sieben Bücher die Geschichte Bayerns im Früh- und Mittelalter mit Bezugnahmen auf die Genealogie, militärische Taten, Institutionen und Religion. Aventin schafft eine historische Identität für die Bayern, indem er sie mit den alten germanischen Stämmen verbindet und eine patriotische, aber gebildete Sicht auf ihre Entwicklung bietet. Das Werk wurde in einem Kontext der Neubewertung regionaler Autonomien innerhalb des Heiligen Römischen Reiches konzipiert und zeigt eine starke Betonung der Verwendung der Geschichtsschreibung als politisches Instrument.
Autorbiografie
Joachim von Aventin (1477–1534), geboren als Johann Turmair, war einer der bedeutendsten Historiker und Humanisten des 16. Jahrhunderts in Deutschland. Er studierte in Ingolstadt, Wien, Krakau und Paris und wurde später offizieller Chronist der Herzöge von Bayern. Neben den Annales schrieb er pädagogische und genealogische Werke. Obwohl seine Arbeiten aufgrund seiner unabhängigen Haltung gegenüber Kirche und Reich auf Widerstand stießen, wurde er für die Genauigkeit und Eleganz seiner Prosa gefeiert. Nach seinem Tod wurde das Manuskript der Annales erst zwanzig Jahre später veröffentlicht.
druckgeschichte und verbreitung
Gedruckt im Dezember 1554 in Ingolstadt von den Brüdern Alexander und Samuel Weissenhorn, wurde das Werk posthum veröffentlicht, unterstützt durch humanistische Kreise und die herzogliche Macht. Diese erste Ausgabe erhielt das imperialen Druckprivileg, das für zehn Jahre galt. Die späteren Ausgaben folgten im 17. und 18. Jahrhundert, doch die Erstauflage bleibt die Referenz für Wissenschaftler und Sammler.
Bibliographie und Referenzen
VD16 A 4291
Adams A 2295
Graesse I, 260
Brunet I, 578
Biografisches Wörterbuch der deutschen Humanisten
Franz Bosbach, Aventinus und die bayerische Geschichtsschreibung, München, 1980.
