Spanische Schule (XIX) - Ritratto antropomorfo






Spezialistin für 17. Jahrhundert Alte Meister Gemälde und Zeichnungen mit Auktionshaus-Erfahrung.
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 125282 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Ritratto antropomorfo, Öl auf Leinwand aus der spanischen Schule des 19. Jahrhunderts (1850), Spanien, 70 × 58,5 cm, mit Rahmen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Spanische Schule des 19. Jahrhunderts
“ Anthropomorphes Porträt ”
Öl auf Leinwand, Zeitraum 1800–1850
Präsentation des Gemäldes
Das Gemälde zeigt ein anthropomorphes Porträt eines Hundes, wahrscheinlich eines Bulldoggen- oder eines kleinen Molossers, dargestellt in feierlicher Haltung und entsprechend der Mode der Renaissance oder des späten 16. Jahrhunderts. Das Tier trägt ein prächtiges rotes Damastgewand, verziert mit einer weißen Halskrause und einer langen Kette mit Anhänger — Elemente, die typisch für offizielle Adelsporträts sind.
Die Pose, stark theatralisch, erinnert an Modelle des Statusporträts: Eine Hand ruht auf der Brust in einer Geste von Würde und Selbstbewusstsein, während die andere einen Fächer oder ein zeremonielles Objekt hält. Das Gesicht des Tieres, mit außergewöhnlicher naturalistischer Detailtreue wiedergegeben, bewahrt einen melancholischen und fragenden Ausdruck, der den Verfremdungseffekt verstärkt.
Der Hintergrund ist geteilt zwischen einer offenen Landschaft und einem dunklen Vorhang, eine klassische Lösung, die auf die offizielle Malerei zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert anspielt und dazu beiträgt, die Figur in eine Dimension von Macht und Repräsentation zu rücken. Die Darstellung der Stoffe, der Stickereien und der malerischen Oberflächen deutet jedoch auf eine Umsetzung aus dem 19. Jahrhundert hin, als die Wiederentdeckung der antiken Malerei oft mit einem Geschmack für gebildete Karikaturen und moralische Allegorie verknüpft wurde.
Das Werk reiht sich in eine ikonografische Tradition ein, die das vermenschlichte Tier als satirischen Spiegel der Gesellschaft nutzt. Der Hund, ein ambivalentes Symbol von Treue, Gehorsam – aber auch von der Anhänglichkeit an die Macht –, wird hier zum Protagonisten einer raffinierten visuellen Ironie: Die Erhabenheit des Porträts wird einerseits gefeiert und zugleich infrage gestellt.
Insgesamt wirkt das Gemälde wie ein gekonntes Spiel zwischen Vergangenheit und Parodie, das technische Fertigkeiten, historische Zitate und eine feine Kritik gesellschaftlicher Codes zu einer Einheit verbindet. Ein Werk, das in Dialog mit der europäischen Malerei-Tradition tritt und den Betrachter dazu einlädt, über die Grenze – stets instabil – zwischen Identität, Repräsentation und Maske nachzudenken.
Maße: 70 × 58,5 cm, im zeitgenössischen Rahmen
Leinwand: 60 × 50 cm
Stammt aus einer privaten Sammlung.
Zustand: Gut, mit normalen Gebrauchsspuren -
* Der beiliegende Bilderrahmen wird als Geschenk beigefügt.
Ideal für Sammler und Investoren
Mit rechtskonformem Echtheitszertifikat - Expertise
Professionelle Verpackung und versicherter Versand.
Der Verkäufer stellt sich vor
Spanische Schule des 19. Jahrhunderts
“ Anthropomorphes Porträt ”
Öl auf Leinwand, Zeitraum 1800–1850
Präsentation des Gemäldes
Das Gemälde zeigt ein anthropomorphes Porträt eines Hundes, wahrscheinlich eines Bulldoggen- oder eines kleinen Molossers, dargestellt in feierlicher Haltung und entsprechend der Mode der Renaissance oder des späten 16. Jahrhunderts. Das Tier trägt ein prächtiges rotes Damastgewand, verziert mit einer weißen Halskrause und einer langen Kette mit Anhänger — Elemente, die typisch für offizielle Adelsporträts sind.
Die Pose, stark theatralisch, erinnert an Modelle des Statusporträts: Eine Hand ruht auf der Brust in einer Geste von Würde und Selbstbewusstsein, während die andere einen Fächer oder ein zeremonielles Objekt hält. Das Gesicht des Tieres, mit außergewöhnlicher naturalistischer Detailtreue wiedergegeben, bewahrt einen melancholischen und fragenden Ausdruck, der den Verfremdungseffekt verstärkt.
Der Hintergrund ist geteilt zwischen einer offenen Landschaft und einem dunklen Vorhang, eine klassische Lösung, die auf die offizielle Malerei zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert anspielt und dazu beiträgt, die Figur in eine Dimension von Macht und Repräsentation zu rücken. Die Darstellung der Stoffe, der Stickereien und der malerischen Oberflächen deutet jedoch auf eine Umsetzung aus dem 19. Jahrhundert hin, als die Wiederentdeckung der antiken Malerei oft mit einem Geschmack für gebildete Karikaturen und moralische Allegorie verknüpft wurde.
Das Werk reiht sich in eine ikonografische Tradition ein, die das vermenschlichte Tier als satirischen Spiegel der Gesellschaft nutzt. Der Hund, ein ambivalentes Symbol von Treue, Gehorsam – aber auch von der Anhänglichkeit an die Macht –, wird hier zum Protagonisten einer raffinierten visuellen Ironie: Die Erhabenheit des Porträts wird einerseits gefeiert und zugleich infrage gestellt.
Insgesamt wirkt das Gemälde wie ein gekonntes Spiel zwischen Vergangenheit und Parodie, das technische Fertigkeiten, historische Zitate und eine feine Kritik gesellschaftlicher Codes zu einer Einheit verbindet. Ein Werk, das in Dialog mit der europäischen Malerei-Tradition tritt und den Betrachter dazu einlädt, über die Grenze – stets instabil – zwischen Identität, Repräsentation und Maske nachzudenken.
Maße: 70 × 58,5 cm, im zeitgenössischen Rahmen
Leinwand: 60 × 50 cm
Stammt aus einer privaten Sammlung.
Zustand: Gut, mit normalen Gebrauchsspuren -
* Der beiliegende Bilderrahmen wird als Geschenk beigefügt.
Ideal für Sammler und Investoren
Mit rechtskonformem Echtheitszertifikat - Expertise
Professionelle Verpackung und versicherter Versand.
