Skulptur, Martirio di S.Giovanni - 30 cm - Töpferware






Verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Handel mit Kuriositäten, davon 15 Jahre bei einem führenden französischen Händler.
| 100 € | ||
|---|---|---|
| 61 € | ||
| 56 € | ||
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 125661 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Kopf des Johannes des Täufers
Skulptur aus polychromiertem Ton, Italien, XX. Jahrhundert (wahrscheinlich), italienische Schule.
Intensive und berührende Skulptur, die den Kopf von Johannes dem Täufer darstellt, vermutlich im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts entstanden und der italienischen Schule zuzuordnen ist. Der Künstler konzentriert darin die gesamte expressive Kraft auf das Gesicht des Heiligen und macht es zu einem kraftvollen Vehikel spiritueller und theologischer Reflexion.
Der Blick bildet den emotionalen und konzeptionellen Mittelpunkt des Werks. Die Augen, nach oben gerichtet, scheinen von einer komplexen Ambivalenz durchzogen: Man erkennt sowohl die menschliche Furcht vor dem bevorstehenden Tod als auch eine tiefe innere Trauer, aber auch eine statische Spannung, beinahe eine mystische Hingabe. Es ist ein Blick, der den darüberliegenden Raum zu hinterfragen scheint, zwischen dem Schrecken der Hinrichtung und dem Bewusstsein des rettenden Schicksals.
Die absichtliche Mehrdeutigkeit des Blicks eröffnet verschiedene Lesarten: Betrachtet Johannes vielleicht seinen eigenen Mörder, denjenigen, der sein irdisches Ende herbeiführt, oder den Gott, zu dem er durch das Martyrium zurückkehrt? Diese interpretative Schwankung ist nicht gelöst, sondern absichtlich offen gelassen. Die Fragen werden zu einem integralen Bestandteil der Bedeutung des Werks, als ob der Künstler den Betrachter in eine Meditation über die Dualität des Glaubens einbeziehen wolle: Angst und Hoffnung, Fleisch und Geist, Leid und Erlösung.
Die Modellierung des Gesichts, von leicht geöffnetem Mund und sanften, doch äußerst ausdrucksstarken Zügen geprägt, betont die dramatische Dimension. Die Darstellung von Haaren und Bart, behandelt mit einer fließenden und vibrierenden Bewegung, trägt dazu bei, ein Gefühl von Vitalität zu erzeugen, das dem Zustand des Todes widerspricht und das Thema des Übergangs zwischen der irdischen Welt und der göttlichen weiter verstärkt.
Insgesamt präsentiert sich die Skulptur als ein Werk intensiver spiritueller Selbstprüfung, in dem der Künstler den sichtbaren Ausdruck der Spannung des Heiligen Geistes und der Komplexität der Erfahrung des christlichen Glaubens zu geben scheint. Ein Werk von großer emotionaler Intensität und ausgezeichneter handwerklicher Qualität, gedacht nicht nur zum Anschauen, sondern zur Kontemplation.
Kopf des Johannes des Täufers
Skulptur aus polychromiertem Ton, Italien, XX. Jahrhundert (wahrscheinlich), italienische Schule.
Intensive und berührende Skulptur, die den Kopf von Johannes dem Täufer darstellt, vermutlich im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts entstanden und der italienischen Schule zuzuordnen ist. Der Künstler konzentriert darin die gesamte expressive Kraft auf das Gesicht des Heiligen und macht es zu einem kraftvollen Vehikel spiritueller und theologischer Reflexion.
Der Blick bildet den emotionalen und konzeptionellen Mittelpunkt des Werks. Die Augen, nach oben gerichtet, scheinen von einer komplexen Ambivalenz durchzogen: Man erkennt sowohl die menschliche Furcht vor dem bevorstehenden Tod als auch eine tiefe innere Trauer, aber auch eine statische Spannung, beinahe eine mystische Hingabe. Es ist ein Blick, der den darüberliegenden Raum zu hinterfragen scheint, zwischen dem Schrecken der Hinrichtung und dem Bewusstsein des rettenden Schicksals.
Die absichtliche Mehrdeutigkeit des Blicks eröffnet verschiedene Lesarten: Betrachtet Johannes vielleicht seinen eigenen Mörder, denjenigen, der sein irdisches Ende herbeiführt, oder den Gott, zu dem er durch das Martyrium zurückkehrt? Diese interpretative Schwankung ist nicht gelöst, sondern absichtlich offen gelassen. Die Fragen werden zu einem integralen Bestandteil der Bedeutung des Werks, als ob der Künstler den Betrachter in eine Meditation über die Dualität des Glaubens einbeziehen wolle: Angst und Hoffnung, Fleisch und Geist, Leid und Erlösung.
Die Modellierung des Gesichts, von leicht geöffnetem Mund und sanften, doch äußerst ausdrucksstarken Zügen geprägt, betont die dramatische Dimension. Die Darstellung von Haaren und Bart, behandelt mit einer fließenden und vibrierenden Bewegung, trägt dazu bei, ein Gefühl von Vitalität zu erzeugen, das dem Zustand des Todes widerspricht und das Thema des Übergangs zwischen der irdischen Welt und der göttlichen weiter verstärkt.
Insgesamt präsentiert sich die Skulptur als ein Werk intensiver spiritueller Selbstprüfung, in dem der Künstler den sichtbaren Ausdruck der Spannung des Heiligen Geistes und der Komplexität der Erfahrung des christlichen Glaubens zu geben scheint. Ein Werk von großer emotionaler Intensität und ausgezeichneter handwerklicher Qualität, gedacht nicht nur zum Anschauen, sondern zur Kontemplation.
