Eine Holzmaske - Guro - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)

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Julien Gauthier
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Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.

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Eine Holzmaske der Guro aus Côte d’Ivoire, Herkunft Bakari Bouaflé, Abidjan, Gewicht 790 g, Höhe 29 cm, in fairem Zustand und einschließlich Stand.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Eine Guro-Maske, Elfenbeinküste, im Gebiet Gohitafla gesammelt, leicht abgeflachter Form, mit Kinnbart und einer voluminösen, gestreiften Frisur, Überreste der Tanzanhänger, inkl. Stand, Herkunft Bakari Bouaflé, Abidjan. Inkl. Stand.

Guro-Masken aus der Gohitafla-Region nehmen eine eigenständige Stellung im breiteren Spektrum der Guro-Maskentraditionen in Côte d’Ivoire ein, da sie einen regionalen Stil verkörpern, der von lokalen ästhetischen Idealen, sozialen Strukturen und rituellen Praktiken geprägt ist. Anstatt eine starre oder homogene Kategorie zu bilden, spiegeln diese Masken eine Konvergenz von Werkstattlinien und kulturellen Vorlieben wider, die im Laufe der Zeit ein erkennbares visuelles und funktionales Profil hervorgebracht haben.

Eine der markantesten Eigenschaften von Masken, die Gohitafla zugeschrieben werden, ist der Schwerpunkt auf formeller Verfeinerung und visueller Harmonie. Gesichter sind typischerweise verlängert und sorgfältig proportioniert, mit schmalen Kinnlinien, sanft modellierten Wangen und einem insgesamt ausgeprägten Gleichgewicht und Zurückhaltung. Dieses verfeinerte Erscheinungsbild steht im Kontrast zu Guro-Masken aus anderen Regionen, bei denen Gesichtszüge stärker geschnitzt, abstrakter oder absichtlich übertrieben sein können. Die Oberflächen der Masken von Gohitafla sind oft glatt verarbeitet, mit kontrolliertem Einsatz von Polychromie, der die skulpturale Form eher ergänzt als dominiert. In Aufführungen vermitteln solche Masken Gelassenheit und Eleganz, während Masken aus anderen Regionen dramatische Intensität oder visuelle Aggression bevorzugen können.

Ikonografisch neigen Gohitafla-Masken eher zur Subtilität als zu offensichtlicher Symbolik. Anthropomorphe Gesichter werden häufig mit zoomorphen Elementen wie Hörnern, Schnäbeln oder schlangenartigen Formen kombiniert, doch diese Merkmale sind in einer gemessenen und kohärenten Art integriert. Tiermerkmale überfordern das menschliche Antlitz selten; vielmehr deuten sie durch Andeutung auf Transformation und spirituelle Kraft hin statt durch offensichtliche Darstellung. Dieses Gleichgewicht spiegelt ein lokales ästhetisches Ideal wider, in dem Schönheit, Mäßigung und kontrollierte Macht höher bewertet werden als direkte visuelle Einschüchterung. Im Vergleich dazu rücken Guro-Masken aus anderen Unterregionen oft tierische Bildsprache stärker in den Vordergrund und betonen Themen von Gefahr, Autorität oder übernatürlicher Dominanz.

Der funktionale Kontext der Gohitafla-Masken unterscheidet sie weiter von anderen Guro-Beispielen. Zwar beteiligen sie sich an weithin bekannten Guro-Maskenkreisen wie Zaouli, Zamble und Gu, doch betonen ihre lokalen Interpretationen die visuelle Harmonie der Maske im Verhältnis zur Tanz- und Musikpraxis. Im Fall der Zaouli-Masken, die besonders in dem Gebiet der Gohitafla hervortreten, steht der ruhige und idealisierte Gesichtsausdruck der Maske in absichtlicher Gegenüberstellung zum schnellen und technisch anspruchsvollen Fußwerk des Tänzers. Die Maske wird somit zu einem ästhetischen Anker, der Ideale sozialer Harmonie, gemeinschaftlicher Identität und künstlerischer Exzellenz verkörpert, statt als Vehikel für Angst oder moralische Sanktion zu dienen. Anderswo unter den Guro könnten ähnliche Maskentypen eher didaktische oder Zwangsrollen übernehmen, ein Unterschied, der sich oft in einer konfrontativeren visuellen Sprache widerspiegelt.

Gleich wichtig ist die soziale Verankerung der Masken in der Gohitafla-Region. Diese Objekte sind gemeinhin mit bestimmten Dörfern, Familien oder Maskenverbänden verbunden und besitzen einen relativ stabilen rituellen Status. Diese Kontinuität fördert sorgfältige Handwerkskunst und stilistische Konsistenz und stärkt lokale Normen von Schönheit und Anstand. Im Gegensatz dazu können Masken in einigen anderen Guro-Regionen auch pragmatischer oder episodischer hergestellt und verwendet werden, was zu größerer stilistischer Variabilität und weniger Betonung langfristiger visueller Kohärenz führt.

Zusammenfassend lassen sich die Guro-Masken aus Gohitafla als materieller Ausdruck einer regionalen Ästhetik verstehen, die Eleganz, Gleichgewicht und kontrollierte Symbolik privilegiert. Im Vergleich zu anderen Guro-Masken sind sie weniger auf auffällige Machtdemonstrationen oder dramatische Verzerrungen bedacht und stärker auf die harmonische Integration von Form, Bewegung und sozialer Bedeutung ausgerichtet. Diese Eigenschaften haben zu ihrer besonderen Bedeutung in der kunsthistorischen und ethnografischen Forschung beigetragen, wo sie häufig als exemplarische Manifestationen der künstlerischen Raffinesse gelten, die den Guro-Maskentraditionen eigen ist.

Literatur

Fischer, Eberhard und Hans Himmelheber. Die Kunst Afrikas. Berlin: Reimer, 1984.
Himmelheber, Hans. Masken der Guro. Stuttgart: Museum für Völkerkunde, 1960.
LaGamma, Alisa. Kunst und Orakel: Afrikanische Kunst und Rituale der Weissagung. New York: Metropolitan Museum of Art, 2000.
Vogel, Susan Mullin. Baule: Afrikanische Kunst, westliche Augen. New Haven: Yale University Press, 1997.

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Eine Guro-Maske, Elfenbeinküste, im Gebiet Gohitafla gesammelt, leicht abgeflachter Form, mit Kinnbart und einer voluminösen, gestreiften Frisur, Überreste der Tanzanhänger, inkl. Stand, Herkunft Bakari Bouaflé, Abidjan. Inkl. Stand.

Guro-Masken aus der Gohitafla-Region nehmen eine eigenständige Stellung im breiteren Spektrum der Guro-Maskentraditionen in Côte d’Ivoire ein, da sie einen regionalen Stil verkörpern, der von lokalen ästhetischen Idealen, sozialen Strukturen und rituellen Praktiken geprägt ist. Anstatt eine starre oder homogene Kategorie zu bilden, spiegeln diese Masken eine Konvergenz von Werkstattlinien und kulturellen Vorlieben wider, die im Laufe der Zeit ein erkennbares visuelles und funktionales Profil hervorgebracht haben.

Eine der markantesten Eigenschaften von Masken, die Gohitafla zugeschrieben werden, ist der Schwerpunkt auf formeller Verfeinerung und visueller Harmonie. Gesichter sind typischerweise verlängert und sorgfältig proportioniert, mit schmalen Kinnlinien, sanft modellierten Wangen und einem insgesamt ausgeprägten Gleichgewicht und Zurückhaltung. Dieses verfeinerte Erscheinungsbild steht im Kontrast zu Guro-Masken aus anderen Regionen, bei denen Gesichtszüge stärker geschnitzt, abstrakter oder absichtlich übertrieben sein können. Die Oberflächen der Masken von Gohitafla sind oft glatt verarbeitet, mit kontrolliertem Einsatz von Polychromie, der die skulpturale Form eher ergänzt als dominiert. In Aufführungen vermitteln solche Masken Gelassenheit und Eleganz, während Masken aus anderen Regionen dramatische Intensität oder visuelle Aggression bevorzugen können.

Ikonografisch neigen Gohitafla-Masken eher zur Subtilität als zu offensichtlicher Symbolik. Anthropomorphe Gesichter werden häufig mit zoomorphen Elementen wie Hörnern, Schnäbeln oder schlangenartigen Formen kombiniert, doch diese Merkmale sind in einer gemessenen und kohärenten Art integriert. Tiermerkmale überfordern das menschliche Antlitz selten; vielmehr deuten sie durch Andeutung auf Transformation und spirituelle Kraft hin statt durch offensichtliche Darstellung. Dieses Gleichgewicht spiegelt ein lokales ästhetisches Ideal wider, in dem Schönheit, Mäßigung und kontrollierte Macht höher bewertet werden als direkte visuelle Einschüchterung. Im Vergleich dazu rücken Guro-Masken aus anderen Unterregionen oft tierische Bildsprache stärker in den Vordergrund und betonen Themen von Gefahr, Autorität oder übernatürlicher Dominanz.

Der funktionale Kontext der Gohitafla-Masken unterscheidet sie weiter von anderen Guro-Beispielen. Zwar beteiligen sie sich an weithin bekannten Guro-Maskenkreisen wie Zaouli, Zamble und Gu, doch betonen ihre lokalen Interpretationen die visuelle Harmonie der Maske im Verhältnis zur Tanz- und Musikpraxis. Im Fall der Zaouli-Masken, die besonders in dem Gebiet der Gohitafla hervortreten, steht der ruhige und idealisierte Gesichtsausdruck der Maske in absichtlicher Gegenüberstellung zum schnellen und technisch anspruchsvollen Fußwerk des Tänzers. Die Maske wird somit zu einem ästhetischen Anker, der Ideale sozialer Harmonie, gemeinschaftlicher Identität und künstlerischer Exzellenz verkörpert, statt als Vehikel für Angst oder moralische Sanktion zu dienen. Anderswo unter den Guro könnten ähnliche Maskentypen eher didaktische oder Zwangsrollen übernehmen, ein Unterschied, der sich oft in einer konfrontativeren visuellen Sprache widerspiegelt.

Gleich wichtig ist die soziale Verankerung der Masken in der Gohitafla-Region. Diese Objekte sind gemeinhin mit bestimmten Dörfern, Familien oder Maskenverbänden verbunden und besitzen einen relativ stabilen rituellen Status. Diese Kontinuität fördert sorgfältige Handwerkskunst und stilistische Konsistenz und stärkt lokale Normen von Schönheit und Anstand. Im Gegensatz dazu können Masken in einigen anderen Guro-Regionen auch pragmatischer oder episodischer hergestellt und verwendet werden, was zu größerer stilistischer Variabilität und weniger Betonung langfristiger visueller Kohärenz führt.

Zusammenfassend lassen sich die Guro-Masken aus Gohitafla als materieller Ausdruck einer regionalen Ästhetik verstehen, die Eleganz, Gleichgewicht und kontrollierte Symbolik privilegiert. Im Vergleich zu anderen Guro-Masken sind sie weniger auf auffällige Machtdemonstrationen oder dramatische Verzerrungen bedacht und stärker auf die harmonische Integration von Form, Bewegung und sozialer Bedeutung ausgerichtet. Diese Eigenschaften haben zu ihrer besonderen Bedeutung in der kunsthistorischen und ethnografischen Forschung beigetragen, wo sie häufig als exemplarische Manifestationen der künstlerischen Raffinesse gelten, die den Guro-Maskentraditionen eigen ist.

Literatur

Fischer, Eberhard und Hans Himmelheber. Die Kunst Afrikas. Berlin: Reimer, 1984.
Himmelheber, Hans. Masken der Guro. Stuttgart: Museum für Völkerkunde, 1960.
LaGamma, Alisa. Kunst und Orakel: Afrikanische Kunst und Rituale der Weissagung. New York: Metropolitan Museum of Art, 2000.
Vogel, Susan Mullin. Baule: Afrikanische Kunst, westliche Augen. New Haven: Yale University Press, 1997.

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Details

Ethnie/ Kultur
Guro
Herkunftsland
Elfenbeinküste
Material
Holz
Sold with stand
Ja
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden mask
Höhe
29 cm
Gewicht
790 g
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
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Jaenicke Njoya GmbH
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