Eine Holzskulptur - Dangme - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Eine hölzerne Skulptur mit dem Titel "A wooden sculpture" ist eine fragmentarische weibliche Dangme-Skulptur aus Ghana.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine fragmentarische weibliche Dangme-Skulptur aus Ghana, auf einem schwarzgefärbten Ständer präsentiert.
Das definierende Merkmal der Dangme-Skulptur aus dem südlichen Ghana liegt in ihrer grundlegend pragmatischen und rituellen Ausrichtung, in der die skulpturale Form der sozialen Wirksamkeit und der spirituellen Funktion untergeordnet wird statt ästhetischer Autonomie. Dangme-Skulpturen werden am besten nicht als Objekte verstanden, die primär zur visuellen Betrachtung geschaffen wurden, sondern als aktive Akteure, die in religiöse Praxis, gemeinschaftliches Leben und Problemlösung innerhalb bestimmter historischer und sozialer Kontexte eingebettet sind.
Die meisten Dangme-Skulpturen stehen in enger Verbindung zu Schreinritualen und der Verehrung lokaler Gottheiten, die oft als wɔŋ oder abosom bezeichnet werden. Diese Figuren dienen als materielle Träger für geistige Kräfte und sind integraler Bestandteil von Ritualen, die Heilung, Schutz, Fruchtbarkeit sowie die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung zum Gegenstand haben. Ihre Erscheinung wird durch fortlaufende rituelle Nutzung geprägt. Oberflächen werden häufig verdunkelt, verkrustet oder mit Ablagerungen aus Trankopfergaben, Opferstoffen und wiederholtem Umgang überzogen. Solche Ablagerungen sind nicht zufällig, sondern bilden visuelle Belege für rituelle Aktivierung und geistige Potenz. Der Wert der Skulptur liegt in ihrer wahrgenommenen Wirksamkeit, nicht in formeller Oberflächengestaltung oder visueller Verfeinerung.
Formell zeichnen Dangme-Skulpturen sich durch einen reduktiven und oft kargen Umgang mit dem menschlichen Körper aus. Die Figuren wirken möglicherweise starr, kompakt oder blockartig, mit Proportionen, die deutlich von naturalistischen Normen abweichen. Köpfe werden oft überproportional betont, was die weit verbreiteten westafrikanischen Vorstellungen widerspiegelt, wonach der Kopf der Ort von Intelligenz, Schicksal und spiritueller Autorität ist. Andere Körperteile, wie Hände oder der Bauch, können ebenfalls hervorgehoben werden, wenn sie symbolisch mit Handeln, Vitalität oder reproduktiver Kraft verbunden sind. Diese selektive Betonung zeigt, dass Dangme-Bildhauer symbolische und funktionale Klarheit stärker priorisieren als anatomische Genauigkeit.
Ein weiteres auffälliges Merkmal der Dangme-Skulptur ist ihr großer Grad an Individualität. Anstatt sich an einen starren Kanon von Formen zu halten, entstehen viele Skulpturen als Reaktion auf spezifische Aufträge, die zwischen Priestern, Gönnern und Bildhauern verhandelt werden.
Infolgedessen spiegeln einzelne Figuren bestimmte Umstände, persönliche Belange oder lokale religiöse Interpretationen wider. Dieses situative Produktionsmodell erklärt die stilistische Vielfalt, die innerhalb der Dangme-Skulptur beobachtet wird, selbst über relativ kleine geografische Gebiete hinweg. Konsistenz findet sich nicht in standardisierten Formen, sondern in geteilten Annahmen über die Rolle der Skulptur als Vermittler spiritueller und sozialer Intervention.
Sozial gesehen sind Dangme-Skulpturen in performative und rituelle Prozesse eingebettet statt in einer statischen Ausstellung zu stehen. Ihre Bedeutung entsteht durch den Gebrauch: durch Opfergaben, Berührung, Beschwörung und regelmäßige Erneuerung. Von diesen Kontexten losgelöst können solche Werke einem externen Betrachter visuell streng oder unvollendet erscheinen. Innerhalb der Dangme-Gesellschaft jedoch speist sich ihre Kraft genau aus dieser Verbindung von materieller Form und ritueller Handlung. Aus kunsthistorischer Perspektive widerspricht Dangme-Skulptur daher Ansätzen, die stilistische Kohärenz oder ästhetische Verfeinerung privilegieren, und rückt stattdessen ein Kunstverständnis in den Vordergrund, das instrumental, responsiv und sozial eingebettet ist.
Zusammenfassend liegt die charakteristische Qualität der Dangme-Skulptur in ihrem Schwerpunkt auf ritueller Wirksamkeit, ihrer absichtlich nicht idealisierten formalen Sprache und ihrem engen Verwobensein mit konkreten spirituellen und sozialen Bedürfnissen. Diese Werke veranschaulichen eine Skulpturtradition, in der Bedeutung durch Funktion und Nutzung entsteht, und bieten einen überzeugenden Kontrapunkt zu stärker formalisierten Skulptursystemen anderswo in Westafrika.
Literatur
Cole, Herbert M., und Doran H. Ross. Die Künste Ghanas. Los Angeles: Museum of Cultural History, UCLA, 1977.
McLeod, Malcolm D. The Asante. London: British Museum Press, 1981.
Sieber, Roy. Afrikanische Skulptur. New York: Dover Publications, 1975.
Willett, Frank. Afrikanische Kunst: Eine Einführung. London: Thames and Hudson, 1993.
CAB30245
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEine fragmentarische weibliche Dangme-Skulptur aus Ghana, auf einem schwarzgefärbten Ständer präsentiert.
Das definierende Merkmal der Dangme-Skulptur aus dem südlichen Ghana liegt in ihrer grundlegend pragmatischen und rituellen Ausrichtung, in der die skulpturale Form der sozialen Wirksamkeit und der spirituellen Funktion untergeordnet wird statt ästhetischer Autonomie. Dangme-Skulpturen werden am besten nicht als Objekte verstanden, die primär zur visuellen Betrachtung geschaffen wurden, sondern als aktive Akteure, die in religiöse Praxis, gemeinschaftliches Leben und Problemlösung innerhalb bestimmter historischer und sozialer Kontexte eingebettet sind.
Die meisten Dangme-Skulpturen stehen in enger Verbindung zu Schreinritualen und der Verehrung lokaler Gottheiten, die oft als wɔŋ oder abosom bezeichnet werden. Diese Figuren dienen als materielle Träger für geistige Kräfte und sind integraler Bestandteil von Ritualen, die Heilung, Schutz, Fruchtbarkeit sowie die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung zum Gegenstand haben. Ihre Erscheinung wird durch fortlaufende rituelle Nutzung geprägt. Oberflächen werden häufig verdunkelt, verkrustet oder mit Ablagerungen aus Trankopfergaben, Opferstoffen und wiederholtem Umgang überzogen. Solche Ablagerungen sind nicht zufällig, sondern bilden visuelle Belege für rituelle Aktivierung und geistige Potenz. Der Wert der Skulptur liegt in ihrer wahrgenommenen Wirksamkeit, nicht in formeller Oberflächengestaltung oder visueller Verfeinerung.
Formell zeichnen Dangme-Skulpturen sich durch einen reduktiven und oft kargen Umgang mit dem menschlichen Körper aus. Die Figuren wirken möglicherweise starr, kompakt oder blockartig, mit Proportionen, die deutlich von naturalistischen Normen abweichen. Köpfe werden oft überproportional betont, was die weit verbreiteten westafrikanischen Vorstellungen widerspiegelt, wonach der Kopf der Ort von Intelligenz, Schicksal und spiritueller Autorität ist. Andere Körperteile, wie Hände oder der Bauch, können ebenfalls hervorgehoben werden, wenn sie symbolisch mit Handeln, Vitalität oder reproduktiver Kraft verbunden sind. Diese selektive Betonung zeigt, dass Dangme-Bildhauer symbolische und funktionale Klarheit stärker priorisieren als anatomische Genauigkeit.
Ein weiteres auffälliges Merkmal der Dangme-Skulptur ist ihr großer Grad an Individualität. Anstatt sich an einen starren Kanon von Formen zu halten, entstehen viele Skulpturen als Reaktion auf spezifische Aufträge, die zwischen Priestern, Gönnern und Bildhauern verhandelt werden.
Infolgedessen spiegeln einzelne Figuren bestimmte Umstände, persönliche Belange oder lokale religiöse Interpretationen wider. Dieses situative Produktionsmodell erklärt die stilistische Vielfalt, die innerhalb der Dangme-Skulptur beobachtet wird, selbst über relativ kleine geografische Gebiete hinweg. Konsistenz findet sich nicht in standardisierten Formen, sondern in geteilten Annahmen über die Rolle der Skulptur als Vermittler spiritueller und sozialer Intervention.
Sozial gesehen sind Dangme-Skulpturen in performative und rituelle Prozesse eingebettet statt in einer statischen Ausstellung zu stehen. Ihre Bedeutung entsteht durch den Gebrauch: durch Opfergaben, Berührung, Beschwörung und regelmäßige Erneuerung. Von diesen Kontexten losgelöst können solche Werke einem externen Betrachter visuell streng oder unvollendet erscheinen. Innerhalb der Dangme-Gesellschaft jedoch speist sich ihre Kraft genau aus dieser Verbindung von materieller Form und ritueller Handlung. Aus kunsthistorischer Perspektive widerspricht Dangme-Skulptur daher Ansätzen, die stilistische Kohärenz oder ästhetische Verfeinerung privilegieren, und rückt stattdessen ein Kunstverständnis in den Vordergrund, das instrumental, responsiv und sozial eingebettet ist.
Zusammenfassend liegt die charakteristische Qualität der Dangme-Skulptur in ihrem Schwerpunkt auf ritueller Wirksamkeit, ihrer absichtlich nicht idealisierten formalen Sprache und ihrem engen Verwobensein mit konkreten spirituellen und sozialen Bedürfnissen. Diese Werke veranschaulichen eine Skulpturtradition, in der Bedeutung durch Funktion und Nutzung entsteht, und bieten einen überzeugenden Kontrapunkt zu stärker formalisierten Skulptursystemen anderswo in Westafrika.
Literatur
Cole, Herbert M., und Doran H. Ross. Die Künste Ghanas. Los Angeles: Museum of Cultural History, UCLA, 1977.
McLeod, Malcolm D. The Asante. London: British Museum Press, 1981.
Sieber, Roy. Afrikanische Skulptur. New York: Dover Publications, 1975.
Willett, Frank. Afrikanische Kunst: Eine Einführung. London: Thames and Hudson, 1993.
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