Robert Detheux (1932-2010) - L’hôtesse accueillante






Masterabschluss in Kultur- und Kunstinnovation, zehn Jahre Erfahrung mit italienischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
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Robert Detheux, L’hôtesse accueillante, 1977, Mischtechnik auf Papier, Porträt, signiert, Originalausgabe, 21,5 × 27,5 cm, Belgien, in gutem Zustand, ungerahmt.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
Die Pakete werden derzeit von meinem Winteraufenthaltsort verschickt, der sich nach wie vor in Europa befindet. Die Lieferung erfolgt in der Regel innerhalb von 5 Werktagen. Es besteht keinerlei Grund zur Sorge bezüglich der Lieferzeiten.
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Erstellt im Jahr 1977 gehört L’hôtesse accueillante zu einer Serie, in der Robert Detheux den alten häuslichen Raum als Ort mentaler Projektion und Surrealität erforscht. Die Wohnzimmermöbel aus Holz und Stoff werden dort zum Träger einer integrierten weiblichen Figur und enthüllen eine subtile Reflexion über Rolle, Gastfreundschaft und Gegenwart.
Künstler
: Robert Detheux (1932–2010) Belgische Schule
Titel: Die gastfreundliche Gastgeberin
Datum
: 1977
Technik
: Werk auf Papier, Mischtechniken
Abmessungen: 27,2 cm × 21,7 cm
Unterschrift: Unten links unterschrieben
Zustand: Allgemein guter Zustand. Die Reibungen, Verwischungen, Überlagerungen und Auslöschungszonen sind absichtlich und tragen voll und ganz zur plastischen und expressiven Gestaltung des Werks bei.
Rahmung: Nicht gerahmt
Beschreibung des Kunstwerks
Die Komposition zeigt ein altes Wohnzimmer, erkennbar an den Möbeln aus Holz und Stoff: eine breite zentrale Bank und seitliche Sitzgelegenheiten, die frontal angeordnet sind. Im Zentrum der Bank erscheint deutlich die Figur der Gastgeberin: ein nackter weiblicher Oberkörper, dessen Brust sichtbar ist, verschmolzen mit der Struktur des Sitzes.
Der Körper ruht nicht auf dem Mobiliar, sondern geht daraus hervor, als sei er von ihm absorbiert. Die Konturen sind absichtlich geglättet und teilweise von der Materie aufgelöst, wodurch eine Präsenz entsteht, die zugleich bestimmt und instabil ist. Der umliegende Raum, ohne konstruiert wirkende Tiefe, verstärkt den Eindruck eines geistigen Innenraums eher als eines realistischen Ortes.
Lektüre des Titels und der symbolischen Dimension.
Der Titel Die einladende Gastgeberin steht in direkter Spannung zum Bild. Die Gastgeberin ist zwar präsent, doch auf eine erstarrte Körperfunktion reduziert, ihr Gesicht und ihre Gestik fehlen. Der Empfang wird zu einem passiven, fast erzwungenen Zustand, verkörpert durch einen hingebenden und immobilisierten Körper.
Dieser Widerspruch zwischen dem Versprechen von Gastfreundschaft und der Strenge der Szene gehört zu den zentralen Motiven der symbolischen Bedeutung des Werks.
Surrealismus und Fusion von Körpern und Möbeln
In dieser Serie entwickelt Detheux einen interiorisierten Surrealismus, der auf der Verwirrung zwischen Anatomie und Alltagsgegenstand beruht. Die Möbel, Symbol für Komfort und soziale Konvention, werden zu einer restriktiven Struktur. Der weibliche Körper hingegen verliert seine Autonomie und verschmilzt in eine funktionale Rolle.
Diese Verschiebung erfolgt ohne spektakuläre Effekte, durch eine langsame und stille Transformation der Realität, die das Bild zugleich vertraut und zutiefst verstörend macht.
Die Arbeit der Materie
Die Oberfläche des Papiers wird durch Schichtungen, Reibungen und anschließende Auslöschungen gestaltet. Diese dichte Materie vereint Körper und Möbel in einer einzigen Textur, als gehörten sie zu einer gemeinsamen Substanz. Die kalten Töne, dominiert von bläulich-grauen Nuancen, verstärken die emotionale Distanz und die schwebende Atmosphäre der Szene.
Biographie
Robert Detheux (1932–2010) war ein belgischer Künstler, dessen Werk sich am Rand der dominierenden Strömungen der Nachkriegszeit entwickelt, dabei jedoch einen ständigen Dialog mit dem Surrealismus und der mentalen Figuration pflegt. Sehr früh bevorzugt er das Zeichnen und die Arbeit auf Papier als wesentliche Forschungsräume, die ihm große Freiheit zu formellem und materiellem Experimentieren ermöglichen.
Seine Arbeit zeichnet sich durch eine anhaltende Aufmerksamkeit für die menschliche Figur aus, oft fragmentiert, maskiert oder durch Objekte ersetzt, sowie durch eine vertiefte Erforschung der Oberfläche als Feld von Spuren, Abnutzung und Gedächtnis. Bei Detheux ist der Körper niemals bloßes Beiwerk: Er wird zum Ort einer Reflexion über soziale Rollen, Zwang und Innerlichkeit.
Ab den 1970er Jahren erreicht sein Werk eine vollständige Reife. Die häuslichen Interieurs, die Möbel und die weiblichen Figuren spielen dort eine zentrale Rolle und verankern seine Arbeit in einer Form stillen und introspektiven Surrealismus, das einen einzigartigen Platz in der belgischen Kunstszene der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einnimmt.
Provenienz
Sammlung der Familie des Künstlers.
Envoi
Das Werk wird flach verschickt, in einer professionellen, starren und verstärkten Verpackung, die speziell für den Transport von Arbeiten auf Papier konzipiert ist und optimalen Schutz gewährleistet.
Durch die Klarheit seiner Komposition, die zurückhaltende Stärke seiner zentralen Figur und die Qualität seiner surrealistischen Bearbeitung stellt die gastfreundliche Gastgeberin ein Werk dar, das die Arbeiten von Robert Detheux im Jahr 1977 besonders repräsentativ macht. Sie wendet sich an Sammler, die auf Werke achten, in denen Körper, Alltag und soziale Funktion sich in einem Bild großer plastischer- und konzeptioneller Dichte vereinen.
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
Die Pakete werden derzeit von meinem Winteraufenthaltsort verschickt, der sich nach wie vor in Europa befindet. Die Lieferung erfolgt in der Regel innerhalb von 5 Werktagen. Es besteht keinerlei Grund zur Sorge bezüglich der Lieferzeiten.
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Erstellt im Jahr 1977 gehört L’hôtesse accueillante zu einer Serie, in der Robert Detheux den alten häuslichen Raum als Ort mentaler Projektion und Surrealität erforscht. Die Wohnzimmermöbel aus Holz und Stoff werden dort zum Träger einer integrierten weiblichen Figur und enthüllen eine subtile Reflexion über Rolle, Gastfreundschaft und Gegenwart.
Künstler
: Robert Detheux (1932–2010) Belgische Schule
Titel: Die gastfreundliche Gastgeberin
Datum
: 1977
Technik
: Werk auf Papier, Mischtechniken
Abmessungen: 27,2 cm × 21,7 cm
Unterschrift: Unten links unterschrieben
Zustand: Allgemein guter Zustand. Die Reibungen, Verwischungen, Überlagerungen und Auslöschungszonen sind absichtlich und tragen voll und ganz zur plastischen und expressiven Gestaltung des Werks bei.
Rahmung: Nicht gerahmt
Beschreibung des Kunstwerks
Die Komposition zeigt ein altes Wohnzimmer, erkennbar an den Möbeln aus Holz und Stoff: eine breite zentrale Bank und seitliche Sitzgelegenheiten, die frontal angeordnet sind. Im Zentrum der Bank erscheint deutlich die Figur der Gastgeberin: ein nackter weiblicher Oberkörper, dessen Brust sichtbar ist, verschmolzen mit der Struktur des Sitzes.
Der Körper ruht nicht auf dem Mobiliar, sondern geht daraus hervor, als sei er von ihm absorbiert. Die Konturen sind absichtlich geglättet und teilweise von der Materie aufgelöst, wodurch eine Präsenz entsteht, die zugleich bestimmt und instabil ist. Der umliegende Raum, ohne konstruiert wirkende Tiefe, verstärkt den Eindruck eines geistigen Innenraums eher als eines realistischen Ortes.
Lektüre des Titels und der symbolischen Dimension.
Der Titel Die einladende Gastgeberin steht in direkter Spannung zum Bild. Die Gastgeberin ist zwar präsent, doch auf eine erstarrte Körperfunktion reduziert, ihr Gesicht und ihre Gestik fehlen. Der Empfang wird zu einem passiven, fast erzwungenen Zustand, verkörpert durch einen hingebenden und immobilisierten Körper.
Dieser Widerspruch zwischen dem Versprechen von Gastfreundschaft und der Strenge der Szene gehört zu den zentralen Motiven der symbolischen Bedeutung des Werks.
Surrealismus und Fusion von Körpern und Möbeln
In dieser Serie entwickelt Detheux einen interiorisierten Surrealismus, der auf der Verwirrung zwischen Anatomie und Alltagsgegenstand beruht. Die Möbel, Symbol für Komfort und soziale Konvention, werden zu einer restriktiven Struktur. Der weibliche Körper hingegen verliert seine Autonomie und verschmilzt in eine funktionale Rolle.
Diese Verschiebung erfolgt ohne spektakuläre Effekte, durch eine langsame und stille Transformation der Realität, die das Bild zugleich vertraut und zutiefst verstörend macht.
Die Arbeit der Materie
Die Oberfläche des Papiers wird durch Schichtungen, Reibungen und anschließende Auslöschungen gestaltet. Diese dichte Materie vereint Körper und Möbel in einer einzigen Textur, als gehörten sie zu einer gemeinsamen Substanz. Die kalten Töne, dominiert von bläulich-grauen Nuancen, verstärken die emotionale Distanz und die schwebende Atmosphäre der Szene.
Biographie
Robert Detheux (1932–2010) war ein belgischer Künstler, dessen Werk sich am Rand der dominierenden Strömungen der Nachkriegszeit entwickelt, dabei jedoch einen ständigen Dialog mit dem Surrealismus und der mentalen Figuration pflegt. Sehr früh bevorzugt er das Zeichnen und die Arbeit auf Papier als wesentliche Forschungsräume, die ihm große Freiheit zu formellem und materiellem Experimentieren ermöglichen.
Seine Arbeit zeichnet sich durch eine anhaltende Aufmerksamkeit für die menschliche Figur aus, oft fragmentiert, maskiert oder durch Objekte ersetzt, sowie durch eine vertiefte Erforschung der Oberfläche als Feld von Spuren, Abnutzung und Gedächtnis. Bei Detheux ist der Körper niemals bloßes Beiwerk: Er wird zum Ort einer Reflexion über soziale Rollen, Zwang und Innerlichkeit.
Ab den 1970er Jahren erreicht sein Werk eine vollständige Reife. Die häuslichen Interieurs, die Möbel und die weiblichen Figuren spielen dort eine zentrale Rolle und verankern seine Arbeit in einer Form stillen und introspektiven Surrealismus, das einen einzigartigen Platz in der belgischen Kunstszene der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einnimmt.
Provenienz
Sammlung der Familie des Künstlers.
Envoi
Das Werk wird flach verschickt, in einer professionellen, starren und verstärkten Verpackung, die speziell für den Transport von Arbeiten auf Papier konzipiert ist und optimalen Schutz gewährleistet.
Durch die Klarheit seiner Komposition, die zurückhaltende Stärke seiner zentralen Figur und die Qualität seiner surrealistischen Bearbeitung stellt die gastfreundliche Gastgeberin ein Werk dar, das die Arbeiten von Robert Detheux im Jahr 1977 besonders repräsentativ macht. Sie wendet sich an Sammler, die auf Werke achten, in denen Körper, Alltag und soziale Funktion sich in einem Bild großer plastischer- und konzeptioneller Dichte vereinen.
