Nicolai Machiavelli - Historiae Florentinae - 1658






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Nicolai Machiavelli, Historiae Florentinae, acht Bände, lateinische Ausgabe, Reprint aus Haage/Haagi-Comitis 1658, 534 Seiten, 16 × 9 cm, Vollvellum-Einband aus der Zeit, in sehr gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
In seinem Historiae Florentinae zieht Machiavelli die Geschichte Florenz’ nach von dem Fall des Römischen Reiches bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts, wobei er politische Erzählung, Analyse der Machtkämpfe und Überlegungen zur menschlichen Natur miteinander verbindet. Das Werk zeigt eine Stadt, die ständig von inneren Konflikten zerrissen wird: Auseinandersetzungen zwischen großen Familien, Rivalitäten zwischen populären und aristokratischen Fraktionen, Spannungen zwischen republikanischen Idealen und tyrannischen Versuchungen. Machiavelli beschreibt, wie diese Teilungen Florenz schwächen und sie anfällig machen für fremde Einmischungen, insbesondere französischer, spanischer und päpstlicher Mächte. Durch die markanten Episoden — Aufstieg und Fall der Medici, Kriege, Volksaufstände, gescheiterte Reformen — beschränkt er sich nicht darauf, die Fakten zu erzählen: Er analysiert deren grundlegende Ursachen und hebt die entscheidende Rolle von Ehrgeiz, Furcht, Korruption und dem Fehlen solider Gesetze hervor. Die Geschichte wird so zu einem politischen Labor, in dem Florenz als lebendiges Beispiel dient, um zu verstehen, warum manche Republiken eine Zeit lang gedeihen, bevor sie im Chaos oder in der Herrschaft eines Einzelnen zu versinken drohen.
Niccolò Machiavelli wird 1469 in Florenz geboren, aus einer gebildeten, aber nicht reichen Familie. Er tritt sehr früh in den Dienst der florentinischen Republik als Sekretär und Diplomat, was ihm ermöglicht, die Machtmechanismen aus der Nähe zu beobachten und die großen politischen Figuren seiner Zeit zu treffen. Als die Medici 1512 erneut die Kontrolle über Florenz übernehmen, wird Machiavelli brutal aus dem Amt gedrängt, gefangen genommen und aus dem politischen Leben verbannt. Dieser Ausschluss markiert einen entscheidenden Wendepunkt: Von Handlungen entbunden, widmet er sich dem Schreiben und schafft seine bedeutenden Werke, darunter Der Fürst, Die Discorsi über die erste Dekade des Titus Livius und Die Florentinischen Geschichten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1527 versucht er vergeblich, eine offizielle Stellung wiederzuerlangen, während er zugleich eine fortschrittliche, scharfsinnige und oft verstörende politische Denkschule entwickelt, die auf der konkreten Beobachtung des Menschen beruht, statt auf moralischen Idealen. Lange Zeit wurde er als Denker des absoluten Zynismus karikiert; heute erscheint Machiavelli als ein unbarmherzig realistischer Analytiker der Macht und der menschlichen Zerbrechlichkeiten.
***
Nicolai Machiavelli – Florentinische Geschichte. Acht Bücher.
Hagae-Comitis, 1658.
Vollständige Ausgabe in einem einzigen Großband im Format in-16 (S. 534 + Index).
Vollvellum-Einband aus der Zeit, in sehr gutem Erhaltungszustand. Vereinzelte Flecken. Innen gut erhalten, leicht vergilbt.
Vorbildlich!
In seinem Historiae Florentinae zieht Machiavelli die Geschichte Florenz’ nach von dem Fall des Römischen Reiches bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts, wobei er politische Erzählung, Analyse der Machtkämpfe und Überlegungen zur menschlichen Natur miteinander verbindet. Das Werk zeigt eine Stadt, die ständig von inneren Konflikten zerrissen wird: Auseinandersetzungen zwischen großen Familien, Rivalitäten zwischen populären und aristokratischen Fraktionen, Spannungen zwischen republikanischen Idealen und tyrannischen Versuchungen. Machiavelli beschreibt, wie diese Teilungen Florenz schwächen und sie anfällig machen für fremde Einmischungen, insbesondere französischer, spanischer und päpstlicher Mächte. Durch die markanten Episoden — Aufstieg und Fall der Medici, Kriege, Volksaufstände, gescheiterte Reformen — beschränkt er sich nicht darauf, die Fakten zu erzählen: Er analysiert deren grundlegende Ursachen und hebt die entscheidende Rolle von Ehrgeiz, Furcht, Korruption und dem Fehlen solider Gesetze hervor. Die Geschichte wird so zu einem politischen Labor, in dem Florenz als lebendiges Beispiel dient, um zu verstehen, warum manche Republiken eine Zeit lang gedeihen, bevor sie im Chaos oder in der Herrschaft eines Einzelnen zu versinken drohen.
Niccolò Machiavelli wird 1469 in Florenz geboren, aus einer gebildeten, aber nicht reichen Familie. Er tritt sehr früh in den Dienst der florentinischen Republik als Sekretär und Diplomat, was ihm ermöglicht, die Machtmechanismen aus der Nähe zu beobachten und die großen politischen Figuren seiner Zeit zu treffen. Als die Medici 1512 erneut die Kontrolle über Florenz übernehmen, wird Machiavelli brutal aus dem Amt gedrängt, gefangen genommen und aus dem politischen Leben verbannt. Dieser Ausschluss markiert einen entscheidenden Wendepunkt: Von Handlungen entbunden, widmet er sich dem Schreiben und schafft seine bedeutenden Werke, darunter Der Fürst, Die Discorsi über die erste Dekade des Titus Livius und Die Florentinischen Geschichten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1527 versucht er vergeblich, eine offizielle Stellung wiederzuerlangen, während er zugleich eine fortschrittliche, scharfsinnige und oft verstörende politische Denkschule entwickelt, die auf der konkreten Beobachtung des Menschen beruht, statt auf moralischen Idealen. Lange Zeit wurde er als Denker des absoluten Zynismus karikiert; heute erscheint Machiavelli als ein unbarmherzig realistischer Analytiker der Macht und der menschlichen Zerbrechlichkeiten.
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Nicolai Machiavelli – Florentinische Geschichte. Acht Bücher.
Hagae-Comitis, 1658.
Vollständige Ausgabe in einem einzigen Großband im Format in-16 (S. 534 + Index).
Vollvellum-Einband aus der Zeit, in sehr gutem Erhaltungszustand. Vereinzelte Flecken. Innen gut erhalten, leicht vergilbt.
Vorbildlich!
