YVA - Portrait Hajek-Halke





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
In der Auktion befindet sich ein sehr seltener originaler Fotodruck hergestellt im Tiefdruckverfahren
der deutschen Fotografin YVA (Else Ernestine Neuländer-Simon) .
Der angebotene Fotodruck im Tiefdruck stammt aus einem Konvolut eines nicht mehr kompletten und aufgrund des Zustands nicht mehr restaurierbaren Fotoband von 1927 - Das Deutsche Lichtbild. Die Auswahl an angebotenen Fotografien (es sind weitere Fotografien aus diesem Kontext aktuell angeboten) ist sehr selten und eine rare Gelegenheit, originale Fotografie aus einer limitierten Auflage in sehr hoher Qualität als Tiefdruck zu erwerben. Sie stammen aus eigener privaten Sammlung.
Wegen zum Teil erheblichen Randmängeln wurden die Fotoseiten einheitlich beschnitten und auf säurefreiem Foto-Karton (DIN A3) montiert. Die Fotografien sind in ausgezeichneten und sammelwürdigen Zustand. Sie werden ohne Rahmen in professioneller Verpackung versendet.
Insbesondere dieser erste Band der Reihe, war ein Welterfolg und wurde in viele Länder Europas und außerhalb (u.a. mit Englischen Beiheft) verschickt und war Inspiration für das Genre der Fotobücher.
Der erste Band ist extrem selten. Er erschien als Jubiläumsausgabe des Verlags von Bruno Schultz in einer einmaligen Tiefdruckausgabe der Fotografien. Die erste Ausgabe war so schnell vergriffen, dass der Verlag anfing Ausgaben zurückzukaufen.
Die erste Reihe erschien bis 1938. Ab 1934 veränderte sich die Auswahl der Fotografien radikal nach der Machtübernahme von Adolf Hitler, der die 34er Ausgabe mit einem eigenen Vorwort einleite ("In eigner Sache"). Bis 1933 zeichnete sich Das Deutsche LICHTBILD durch eine bedeutende Auswahl zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen aus, die zur heute zu wichtigen Protagonisten in der frühen Fotografie der Moderne gezählt werden:
U.A.Yva, Franz Grainer, Nini und Carry Hess, Arthur Benda, Erich Angenendt, Charlotte Rudolph, Hajek-Halke (1928), Käthe Hecht (1928), Albert Renger-Patzsch, Hans Windisch, Max Baur (1930), Hannes Maria Flach (1930), sowie Texte (und z.T. Fotografien) von László Moholy-Nagy (1927), Franz Werfel, Raoul Hausmann, Kurt Tucholsky (als Peter Panther, 1930) und weitere Autoren.
Zur Person: https://de.wikipedia.org/wiki/Yva
Yva, eigentlich Else Ernestine Neuländer-Simon, (geb. 26. Januar 1900 in Berlin als Else Ernestine Neuländer; gest. 1942 im Vernichtungslager Sobibor) war eine deutsche Fotografin mit den Schwerpunkten Akt-, Porträt- und Modefotografie.
Leben und Wirken
Yva wurde als jüngste von neun Geschwistern in der elterlichen Wohnung in der Großbeerenstraße 36 in der Tempelhofer Vorstadt geboren. Ihre Eltern waren die Kaufleute Siegfried Neuländer und Jenny Neuländer geb. Koch. Im Alter von 25 Jahren gründete sie ihr erstes Fotoatelier in der Berliner Friedrich-Wilhelm-Straße 17. Ab Herbst 1930 befand sich das Atelier in der Bleibtreustraße 17, dann von Frühjahr 1934 an in der Schlüterstraße 45, bis es 1938 wegen Arbeitsverbots geschlossen wurde.
Max Liebermann, aus der Serie Prominente von hinten, 1920er-Jahre
Yva war eine gefragte Modefotografin und veröffentlichte in renommierten Zeitungen und Illustrierten wie Die Dame, Uhu, Berliner Illustrierte Zeitung, Münchner Illustrierte Presse und Das Deutsche Lichtbild. Zudem porträtierte sie prominente Personen des öffentlichen Lebens. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere beschäftigte sie bis zu zehn Angestellte.
1926 arbeitete Yva kurzzeitig mit dem Fotografen Heinz Hajek-Halke zusammen. Ab 1929 arbeitete sie für den Ullstein Verlag. Nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 erhielt sie wegen ihrer jüdischen Herkunft Berufsverbot. Durch die Zusammenarbeit mit der Agentur Schostal konnte sie dies zunächst umgehen. 1934 heiratete sie Alfred Simon, der die kaufmännische Leitung des Ateliers übernahm. Ihrer „arischen“ Freundin, der Kunsthistorikerin Charlotte Weidler, übertrug sie 1936 die offizielle Leitung des Ateliers. Im selben Jahr begann Helmut Neustädter, der später als Helmut Newton berühmte Fotograf, hier seine Lehrlingsausbildung.
1938 musste Yva wegen des Berufsverbotes das Atelier und die Wohnräume aufgeben. Sie arbeitete danach als Röntgenassistentin im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Allerdings sind mindestens noch im Jahre 1939 Veröffentlichungen von Fotos mit ihrer Namensnennung nachweisbar (z.B. Modeaufnahmen von Karin Stilke, ca. 1936)
1942 wurden Yva und ihr Mann verhaftet und am 2. Juni 1942 mit dem 14. Osttransport über Lublin wahrscheinlich in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, nachdem sie vorher noch Vorbereitungen zur Auswanderung getroffen hatten. In Sobibor wurde sie wahrscheinlich nach Ankunft des Transports am 15. Juni 1942 ermordet, in der gerichtlichen Todeserklärung wurde als Sterbedatum der 31. Dezember 1944 festgesetzt.
Stolperstein vor dem Haus, Schlüterstraße 45, in Berlin-Charlottenburg.
Fotografien Yvas befinden sich u. a. in der Berlinischen Galerie.[5]
Zum DEUTSCHEN LICHTBILD: (QUELLE; https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Deutsche_Lichtbild)
1927 gründete der Fotograf Hans Windisch das Jahrbuch Das Deutsche Lichtbild im Verlag von Bruno Schultz in Berlin. Es sollte die wichtigsten Fotografien eines Jahres und einige Textbeiträge enthalten. Der Grafiker László Moholy-Nagy schuf das Titel-Signet. Der Reichskunstwart Edwin Redslob lobte die erste Ausgabe enthusiastisch.
1930 hieß es in der Ausgabe
„Das Deutsche Lichtbild bringt alljährlich aus allen photographischen Gebieten die 100 stärksten Bilder des Jahres deutscher Berufs- und Liebhaberphotographen in unvergleichlichen Reproduktionen und in idelaer Buchausstattung. Es wurde durch die hier zitierten Urteile des In- und Auslandes als das beste Lichtbilderjahrbuch der Erde bezeichnet.“
In der Auktion befindet sich ein sehr seltener originaler Fotodruck hergestellt im Tiefdruckverfahren
der deutschen Fotografin YVA (Else Ernestine Neuländer-Simon) .
Der angebotene Fotodruck im Tiefdruck stammt aus einem Konvolut eines nicht mehr kompletten und aufgrund des Zustands nicht mehr restaurierbaren Fotoband von 1927 - Das Deutsche Lichtbild. Die Auswahl an angebotenen Fotografien (es sind weitere Fotografien aus diesem Kontext aktuell angeboten) ist sehr selten und eine rare Gelegenheit, originale Fotografie aus einer limitierten Auflage in sehr hoher Qualität als Tiefdruck zu erwerben. Sie stammen aus eigener privaten Sammlung.
Wegen zum Teil erheblichen Randmängeln wurden die Fotoseiten einheitlich beschnitten und auf säurefreiem Foto-Karton (DIN A3) montiert. Die Fotografien sind in ausgezeichneten und sammelwürdigen Zustand. Sie werden ohne Rahmen in professioneller Verpackung versendet.
Insbesondere dieser erste Band der Reihe, war ein Welterfolg und wurde in viele Länder Europas und außerhalb (u.a. mit Englischen Beiheft) verschickt und war Inspiration für das Genre der Fotobücher.
Der erste Band ist extrem selten. Er erschien als Jubiläumsausgabe des Verlags von Bruno Schultz in einer einmaligen Tiefdruckausgabe der Fotografien. Die erste Ausgabe war so schnell vergriffen, dass der Verlag anfing Ausgaben zurückzukaufen.
Die erste Reihe erschien bis 1938. Ab 1934 veränderte sich die Auswahl der Fotografien radikal nach der Machtübernahme von Adolf Hitler, der die 34er Ausgabe mit einem eigenen Vorwort einleite ("In eigner Sache"). Bis 1933 zeichnete sich Das Deutsche LICHTBILD durch eine bedeutende Auswahl zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen aus, die zur heute zu wichtigen Protagonisten in der frühen Fotografie der Moderne gezählt werden:
U.A.Yva, Franz Grainer, Nini und Carry Hess, Arthur Benda, Erich Angenendt, Charlotte Rudolph, Hajek-Halke (1928), Käthe Hecht (1928), Albert Renger-Patzsch, Hans Windisch, Max Baur (1930), Hannes Maria Flach (1930), sowie Texte (und z.T. Fotografien) von László Moholy-Nagy (1927), Franz Werfel, Raoul Hausmann, Kurt Tucholsky (als Peter Panther, 1930) und weitere Autoren.
Zur Person: https://de.wikipedia.org/wiki/Yva
Yva, eigentlich Else Ernestine Neuländer-Simon, (geb. 26. Januar 1900 in Berlin als Else Ernestine Neuländer; gest. 1942 im Vernichtungslager Sobibor) war eine deutsche Fotografin mit den Schwerpunkten Akt-, Porträt- und Modefotografie.
Leben und Wirken
Yva wurde als jüngste von neun Geschwistern in der elterlichen Wohnung in der Großbeerenstraße 36 in der Tempelhofer Vorstadt geboren. Ihre Eltern waren die Kaufleute Siegfried Neuländer und Jenny Neuländer geb. Koch. Im Alter von 25 Jahren gründete sie ihr erstes Fotoatelier in der Berliner Friedrich-Wilhelm-Straße 17. Ab Herbst 1930 befand sich das Atelier in der Bleibtreustraße 17, dann von Frühjahr 1934 an in der Schlüterstraße 45, bis es 1938 wegen Arbeitsverbots geschlossen wurde.
Max Liebermann, aus der Serie Prominente von hinten, 1920er-Jahre
Yva war eine gefragte Modefotografin und veröffentlichte in renommierten Zeitungen und Illustrierten wie Die Dame, Uhu, Berliner Illustrierte Zeitung, Münchner Illustrierte Presse und Das Deutsche Lichtbild. Zudem porträtierte sie prominente Personen des öffentlichen Lebens. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere beschäftigte sie bis zu zehn Angestellte.
1926 arbeitete Yva kurzzeitig mit dem Fotografen Heinz Hajek-Halke zusammen. Ab 1929 arbeitete sie für den Ullstein Verlag. Nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 erhielt sie wegen ihrer jüdischen Herkunft Berufsverbot. Durch die Zusammenarbeit mit der Agentur Schostal konnte sie dies zunächst umgehen. 1934 heiratete sie Alfred Simon, der die kaufmännische Leitung des Ateliers übernahm. Ihrer „arischen“ Freundin, der Kunsthistorikerin Charlotte Weidler, übertrug sie 1936 die offizielle Leitung des Ateliers. Im selben Jahr begann Helmut Neustädter, der später als Helmut Newton berühmte Fotograf, hier seine Lehrlingsausbildung.
1938 musste Yva wegen des Berufsverbotes das Atelier und die Wohnräume aufgeben. Sie arbeitete danach als Röntgenassistentin im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Allerdings sind mindestens noch im Jahre 1939 Veröffentlichungen von Fotos mit ihrer Namensnennung nachweisbar (z.B. Modeaufnahmen von Karin Stilke, ca. 1936)
1942 wurden Yva und ihr Mann verhaftet und am 2. Juni 1942 mit dem 14. Osttransport über Lublin wahrscheinlich in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, nachdem sie vorher noch Vorbereitungen zur Auswanderung getroffen hatten. In Sobibor wurde sie wahrscheinlich nach Ankunft des Transports am 15. Juni 1942 ermordet, in der gerichtlichen Todeserklärung wurde als Sterbedatum der 31. Dezember 1944 festgesetzt.
Stolperstein vor dem Haus, Schlüterstraße 45, in Berlin-Charlottenburg.
Fotografien Yvas befinden sich u. a. in der Berlinischen Galerie.[5]
Zum DEUTSCHEN LICHTBILD: (QUELLE; https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Deutsche_Lichtbild)
1927 gründete der Fotograf Hans Windisch das Jahrbuch Das Deutsche Lichtbild im Verlag von Bruno Schultz in Berlin. Es sollte die wichtigsten Fotografien eines Jahres und einige Textbeiträge enthalten. Der Grafiker László Moholy-Nagy schuf das Titel-Signet. Der Reichskunstwart Edwin Redslob lobte die erste Ausgabe enthusiastisch.
1930 hieß es in der Ausgabe
„Das Deutsche Lichtbild bringt alljährlich aus allen photographischen Gebieten die 100 stärksten Bilder des Jahres deutscher Berufs- und Liebhaberphotographen in unvergleichlichen Reproduktionen und in idelaer Buchausstattung. Es wurde durch die hier zitierten Urteile des In- und Auslandes als das beste Lichtbilderjahrbuch der Erde bezeichnet.“

