Eine Holzskulptur - Kalao - Adan - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Eine Holzskulptur aus Ghana in der Adan Kalao-Vogelform, aus Holz geschnitzt, 32 cm hoch und 730 g schwer, in fahrt Zustand und ohne Ständer verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein fragmentarischer Adan Kalao-Vogel, Südost-Ghana, weiß bemalt. Einige Abplatzungen und Schädlingsschäden; die Insekten sind nicht mehr am Leben, Anzeichen ritueller Nutzung und Alter.
Die geschnitzten Vogelskulpturen, die mit dem Adan‑Volk (auch manchmal geschrieben als ‚Ada/Adangbe‘) aus Ghana in Verbindung gebracht werden, sind in Sammlerliteratur als ‚Aklama‘‑Figuren bekannt. Diese Artefakte zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Holz (häufig leichtes Hartholz) geschnitzt und mit natürlichen Pigmenten oder Kaolin veredelt sind; die Formen sind oft stilisiert und in einigen Fällen deutlich vogelähnlich. Beispiele erscheinen in Auktionskatalogen, die sie als ‚Ghana Adan Holz, natürliche Pigmente … in Vogelgestalt‘ beschreiben. Eine weitere Auflistung bemerkt, dass solche Figuren ‚verschiedene Gottheiten repräsentieren, die mit der Jagd verbunden sind‘, und dass sie von den Ewe des Adangbe/Ada‑Volkes in Ghana verwendet werden. In der entsprechenden Tradition gelten sie als ‚Objekte des Voodoo‑Kults‘.
Kulturell werden die Aklama-Figuren als 'Helfergeister' oder Vermittler in rituellen Kontexten der Ewe/Dangme-Kulturzone interpretiert, zu der auch die Gemeinschaft Adan/Ada gehört. Laut einer Quelle wurden die Figuren auf privaten Altären platziert, manchmal in einem Korb gruppiert und mit Stoff bedeckt, ähnlich wie die Vinavi-Figuren bei den Ewe. Das Vogelsymbol könnte auf Vorstellungen von Vermittlung, Jagd oder Ahnenmacht hinweisen, obwohl detaillierte ethnografische Angaben zur Nutzung in der Adan-Gemeinschaft noch begrenzt sind.
Der Kalao-Vogel: Ritual, Erinnerung und das Wissen um Schutz
Der Kalao-Vogel, der in der europäischen Zoologie als Hornvogel bekannt ist, nimmt in vielen westafrikanischen Kulturen eine Stellung ein, die weit über die eines bloßen Tieres hinausgeht. Sein Aussehen—der schwere, gebogene Schnabel, der von einem helmähnlichen Kamm gekrönt wird, der langsame, fast feierliche Flug, der durchdringende Ruf—macht ihn zu einer Gestalt, die dem Alltäglichen entgleitet. In den religiösen Weltanschauungen der südghanaischen Adan und Dangme ist der Kalao kein Geschöpf, das man jagen muss, sondern eines, das man beobachten soll. Es gehört zu jenen Tieren, die nicht einfach getötet werden, weil man ihnen zuhören muss.
In der Dangme‑Vorstellung ist die Welt nicht in eine sichtbare und eine unsichtbare Sphäre geteilt, sondern durchlässig. Ahnen, natürliche Kräfte und die Lebenden existieren in einem dichten Netz von Beziehungen. Tiere können in diesem Rahmen als Überbringer von Botschaften erscheinen, als Vermittler zwischen Zeitlichkeiten. Der Kalao wird als Ahnenvogel angesehen: Sein Erscheinungsbild wird gedeutet, sein Ruf als Zeichen gelesen. Es ist ein Wesen der Übergänge—zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, Schutz und Gefahr.
Diese Bedeutung ergibt sich nicht nur aus mythologischen Erzählungen, sondern auch aus sorgfältiger Beobachtung seines Verhaltens. Besonders auffällig ist das Brutverhalten des Kalao, das in vielen Kulturen zu einem zentralen Interpretationspunkt symbolischer Deutung geworden ist.
Die Versiegelung des Weiblichen
Während der Brutzeit sucht das Weibchen eine Baumhöhle, in die es sich gemeinsam mit dem Männchen zurückzieht. Danach verschließt es den Eingang fast vollständig mit einer Mischung aus Schlamm, Fruchtfleisch und Kot und lässt nur einen schmalen Schlitz übrig, der breit genug ist, damit Nahrung hindurchgereicht werden kann. Wochenlang, manchmal monatelang, bleibt das Weibchen eingeschlossen, legt seine Eier, zieht die Küken auf und ist völlig von der Versorgung durch das Männchen abhängig.
Aus einer naturalistischen Perspektive dient dies dem Schutz vor Raubtieren, doch in der rituellen Auslegung wird daraus ein kraftvolles Bild. Die Versiegelung ist kein Zeichen der Gefangenschaft, sondern des Vertrauens. Die Frau gibt ihre Freiheit auf, damit das Leben gedeihen kann. Der Mann übernimmt Verantwortung, indem er Nahrung bringt und die Grenze zwischen Innen und Außen aufrechterhält. Schutz entsteht nicht durch Zwang, sondern durch Rückzug, Geduld und gegenseitige Verpflichtung.
In der symbolischen Lesart des Dangme wird dieses Verhalten mit menschlichen Übergängen in Verbindung gebracht: Schwangerschaft, Initiation, Heilung, Tod. Der im Baumhöhlenraum eingeschlossene Bereich entspricht dem rituellen Raum, in dem Transformation stattfindet. Das vorübergehende Verschwinden aus der Welt ist eine Voraussetzung für Erneuerung. Dies erklärt, warum der Kalao in Erzählungen und rituellen Kontexten immer wieder mit Fruchtbarkeit, weiblicher Macht und sozialer Ordnung in Verbindung gebracht wird.
Die Versiegelung des Weiblichen wird nicht als Unterjochung interpretiert, sondern als Akt souveräner Selbstabgrenzung. Sie verkörpert das Wissen darüber, wann man sich von der Welt zurückzieht, damit sie weiterbestehen kann.
Bilder, Objekte und Erinnerung
Diese Bedeutungen haben Eingang in die materielle Kultur gefunden. Schnitzereien mit Hornvogel-Schnäbeln, Maskenkämmen, rituellen Stäben oder Amuletten spiegeln die unverwechselbare Gestalt des Vogels wider. Sie sind nicht dekorativ, sondern funktional: als schützende Objekte, als Zeichen der Autorität, als Erinnerungen an moralische Pflichten. In mündlichen Überlieferungen dient der Kalao als warnende Gestalt—ein Wesen, das beobachtet und sich erinnert.
Historisch lässt sich diese Symbolik weit zurückverfolgen und steht in Zusammenhang mit ähnlichen Interpretationen bei den Akan, Senufo oder Dogon. Koloniale Eingriffe, missionarische Aktivitäten und museale Aneignung haben diese Wissenssysteme fragmentiert, doch sie sind nicht ausgelöscht worden. Sie bestehen weiter in Ritualen, Erzählungen und in der sorgfältigen Art und Weise, wie man dem Vogel begegnet.
Fazit
Der Kalao-Vogel verkörpert Wissen, das sich aus genauer Beobachtung der Natur, sozialer Erfahrung und spiritueller Reflexion ableitet. Sein Brutverhalten lehrt, dass Schutz nicht in dem liegt, was sichtbar ist, sondern in bewusstem Rückzug; dass Gemeinschaft Verantwortung bedeutet; und dass Transformation Zeit braucht.
So wird der Kalao zu einer Figur des Gedächtnisses: ein lebendiges Archiv einer Welt, in der Menschen, Tiere und Ahnen nicht getrennt sind, sondern einander tragen.
Die Grundlage dieser Beschreibungen beruht auf Feldbeobachtungen und kulturellem Verständnis, obwohl die einzelnen Geschichten, die einst aus unmittelbaren Begegnungen hervorgingen, heute auf mehrere Geräte verstreut sind. Dennoch gibt es keinen Grund, das Verlorene zu beklagen: Jede entstehende Geschichte ist von Natur aus vergänglich. Bei mir verändert sich das Gedächtnis schneller als bei anderen und wandelt jeden Versuch der Erinnerung um.
CAB32435
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEin fragmentarischer Adan Kalao-Vogel, Südost-Ghana, weiß bemalt. Einige Abplatzungen und Schädlingsschäden; die Insekten sind nicht mehr am Leben, Anzeichen ritueller Nutzung und Alter.
Die geschnitzten Vogelskulpturen, die mit dem Adan‑Volk (auch manchmal geschrieben als ‚Ada/Adangbe‘) aus Ghana in Verbindung gebracht werden, sind in Sammlerliteratur als ‚Aklama‘‑Figuren bekannt. Diese Artefakte zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Holz (häufig leichtes Hartholz) geschnitzt und mit natürlichen Pigmenten oder Kaolin veredelt sind; die Formen sind oft stilisiert und in einigen Fällen deutlich vogelähnlich. Beispiele erscheinen in Auktionskatalogen, die sie als ‚Ghana Adan Holz, natürliche Pigmente … in Vogelgestalt‘ beschreiben. Eine weitere Auflistung bemerkt, dass solche Figuren ‚verschiedene Gottheiten repräsentieren, die mit der Jagd verbunden sind‘, und dass sie von den Ewe des Adangbe/Ada‑Volkes in Ghana verwendet werden. In der entsprechenden Tradition gelten sie als ‚Objekte des Voodoo‑Kults‘.
Kulturell werden die Aklama-Figuren als 'Helfergeister' oder Vermittler in rituellen Kontexten der Ewe/Dangme-Kulturzone interpretiert, zu der auch die Gemeinschaft Adan/Ada gehört. Laut einer Quelle wurden die Figuren auf privaten Altären platziert, manchmal in einem Korb gruppiert und mit Stoff bedeckt, ähnlich wie die Vinavi-Figuren bei den Ewe. Das Vogelsymbol könnte auf Vorstellungen von Vermittlung, Jagd oder Ahnenmacht hinweisen, obwohl detaillierte ethnografische Angaben zur Nutzung in der Adan-Gemeinschaft noch begrenzt sind.
Der Kalao-Vogel: Ritual, Erinnerung und das Wissen um Schutz
Der Kalao-Vogel, der in der europäischen Zoologie als Hornvogel bekannt ist, nimmt in vielen westafrikanischen Kulturen eine Stellung ein, die weit über die eines bloßen Tieres hinausgeht. Sein Aussehen—der schwere, gebogene Schnabel, der von einem helmähnlichen Kamm gekrönt wird, der langsame, fast feierliche Flug, der durchdringende Ruf—macht ihn zu einer Gestalt, die dem Alltäglichen entgleitet. In den religiösen Weltanschauungen der südghanaischen Adan und Dangme ist der Kalao kein Geschöpf, das man jagen muss, sondern eines, das man beobachten soll. Es gehört zu jenen Tieren, die nicht einfach getötet werden, weil man ihnen zuhören muss.
In der Dangme‑Vorstellung ist die Welt nicht in eine sichtbare und eine unsichtbare Sphäre geteilt, sondern durchlässig. Ahnen, natürliche Kräfte und die Lebenden existieren in einem dichten Netz von Beziehungen. Tiere können in diesem Rahmen als Überbringer von Botschaften erscheinen, als Vermittler zwischen Zeitlichkeiten. Der Kalao wird als Ahnenvogel angesehen: Sein Erscheinungsbild wird gedeutet, sein Ruf als Zeichen gelesen. Es ist ein Wesen der Übergänge—zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, Schutz und Gefahr.
Diese Bedeutung ergibt sich nicht nur aus mythologischen Erzählungen, sondern auch aus sorgfältiger Beobachtung seines Verhaltens. Besonders auffällig ist das Brutverhalten des Kalao, das in vielen Kulturen zu einem zentralen Interpretationspunkt symbolischer Deutung geworden ist.
Die Versiegelung des Weiblichen
Während der Brutzeit sucht das Weibchen eine Baumhöhle, in die es sich gemeinsam mit dem Männchen zurückzieht. Danach verschließt es den Eingang fast vollständig mit einer Mischung aus Schlamm, Fruchtfleisch und Kot und lässt nur einen schmalen Schlitz übrig, der breit genug ist, damit Nahrung hindurchgereicht werden kann. Wochenlang, manchmal monatelang, bleibt das Weibchen eingeschlossen, legt seine Eier, zieht die Küken auf und ist völlig von der Versorgung durch das Männchen abhängig.
Aus einer naturalistischen Perspektive dient dies dem Schutz vor Raubtieren, doch in der rituellen Auslegung wird daraus ein kraftvolles Bild. Die Versiegelung ist kein Zeichen der Gefangenschaft, sondern des Vertrauens. Die Frau gibt ihre Freiheit auf, damit das Leben gedeihen kann. Der Mann übernimmt Verantwortung, indem er Nahrung bringt und die Grenze zwischen Innen und Außen aufrechterhält. Schutz entsteht nicht durch Zwang, sondern durch Rückzug, Geduld und gegenseitige Verpflichtung.
In der symbolischen Lesart des Dangme wird dieses Verhalten mit menschlichen Übergängen in Verbindung gebracht: Schwangerschaft, Initiation, Heilung, Tod. Der im Baumhöhlenraum eingeschlossene Bereich entspricht dem rituellen Raum, in dem Transformation stattfindet. Das vorübergehende Verschwinden aus der Welt ist eine Voraussetzung für Erneuerung. Dies erklärt, warum der Kalao in Erzählungen und rituellen Kontexten immer wieder mit Fruchtbarkeit, weiblicher Macht und sozialer Ordnung in Verbindung gebracht wird.
Die Versiegelung des Weiblichen wird nicht als Unterjochung interpretiert, sondern als Akt souveräner Selbstabgrenzung. Sie verkörpert das Wissen darüber, wann man sich von der Welt zurückzieht, damit sie weiterbestehen kann.
Bilder, Objekte und Erinnerung
Diese Bedeutungen haben Eingang in die materielle Kultur gefunden. Schnitzereien mit Hornvogel-Schnäbeln, Maskenkämmen, rituellen Stäben oder Amuletten spiegeln die unverwechselbare Gestalt des Vogels wider. Sie sind nicht dekorativ, sondern funktional: als schützende Objekte, als Zeichen der Autorität, als Erinnerungen an moralische Pflichten. In mündlichen Überlieferungen dient der Kalao als warnende Gestalt—ein Wesen, das beobachtet und sich erinnert.
Historisch lässt sich diese Symbolik weit zurückverfolgen und steht in Zusammenhang mit ähnlichen Interpretationen bei den Akan, Senufo oder Dogon. Koloniale Eingriffe, missionarische Aktivitäten und museale Aneignung haben diese Wissenssysteme fragmentiert, doch sie sind nicht ausgelöscht worden. Sie bestehen weiter in Ritualen, Erzählungen und in der sorgfältigen Art und Weise, wie man dem Vogel begegnet.
Fazit
Der Kalao-Vogel verkörpert Wissen, das sich aus genauer Beobachtung der Natur, sozialer Erfahrung und spiritueller Reflexion ableitet. Sein Brutverhalten lehrt, dass Schutz nicht in dem liegt, was sichtbar ist, sondern in bewusstem Rückzug; dass Gemeinschaft Verantwortung bedeutet; und dass Transformation Zeit braucht.
So wird der Kalao zu einer Figur des Gedächtnisses: ein lebendiges Archiv einer Welt, in der Menschen, Tiere und Ahnen nicht getrennt sind, sondern einander tragen.
Die Grundlage dieser Beschreibungen beruht auf Feldbeobachtungen und kulturellem Verständnis, obwohl die einzelnen Geschichten, die einst aus unmittelbaren Begegnungen hervorgingen, heute auf mehrere Geräte verstreut sind. Dennoch gibt es keinen Grund, das Verlorene zu beklagen: Jede entstehende Geschichte ist von Natur aus vergänglich. Bei mir verändert sich das Gedächtnis schneller als bei anderen und wandelt jeden Versuch der Erinnerung um.
CAB32435
Der Verkäufer stellt sich vor
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Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
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