Schaustufe - Höhe: 9 cm - Breite: 17.5 cm- 1.42 kg

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Hauptmineral Schwefel; Meteoritennamen Schaustufe; Mineralform Schaustufe; Herkunftsland Italien; Herkunft (Region/Stadt) Agrigento, Sizilien.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Aus meiner Sammlung

Eine schöne große Stufe mit vielen gelben Schwefelkristalle auf einer Matrix aus Coelestin

Fundort ist die Racalmuto.MIne in Agriganto / Sizilien / Italien

Gewicht ca, 1,42 Kg

Größe ca. 9,0 x 17,5 x 10,0 cm

Bereits in der Antike wurde nördlich und östlich von Agrigent im Dreieck Sciacca-Enna-Gela Schwefel gewonnen. Während im Mittelalter Schwefel hauptsächlich zur Herstellung von Schießpulver benötigt wurde, gewann seit dem 19. Jahrhundert in den Industriestaaten die Herstellung von Schwefelsäure an Bedeutung.

Um 1900 waren in Sizilien 730 Schwefelgruben in Betrieb, die meist im Tagebau betrieben wurden. Hier arbeiteten 38.000 Bergleute (zolfatari) und gewannen 3,4 Millionen Tonnen Fördergut, aus dem 0,54 Millionen Tonnen reinen Schwefels gewonnen wurden. Das waren immerhin 90 % der gesamten Weltproduktion. Die Arbeitsbedingungen blieben von der Antike bis ins 19. Jahrhundert praktisch unverändert und waren von äußerster Härte gekennzeichnet. In einem Bericht von Leopoldo Franchetti und Sidney Sonnino aus dem Jahre 1876 ist zu lesen, dass die von den Großgrundbesitzern abhängigen picconieri (Pickelarbeiter) ihrerseits Kinder anstellten, sogenannte carusi im Alter zwischen 7 und 16 Jahren, die für den Transport der Gesteine verantwortlich waren und bis zu 80 Kilo schleppen mussten. Die veralteten Methoden und die schlechte Ausrüstung führten vielfach zu Schlagwetterexplosionen und weiteren tödlichen Unfällen. Als älteste Bahnstrecke auf Sizilien wurde um 1870 die Bahnstrecke Agrigent–Palermo gebaut, um die Hauptstadt Palermo mit den Bergbaugebieten und der Hafenstadt Porto Empedocle zu verbinden. Aufgrund der unmenschlichen Arbeitsbedingungen waren die zolfatari die ersten, die Gewerkschaften gründeten und sich in den 1890er Jahren massenweise der Bewegung der Fasci siciliani anschlossen. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte jedoch vor allem wegen der zunehmenden billigeren Konkurrenz aus den USA ein Rückgang der Förderung ein.

Bereits 1917 war der Anteil Italiens an der Weltproduktion auf 14 % gefallen, 1965 waren noch 180 Bergwerke in Betrieb, 1983 gab es nur noch 13 Bergwerke. Heute gibt es kein einziges in Betrieb befindliches Schwefelbergwerk in Sizilien mehr.


Aus meiner Sammlung

Eine schöne große Stufe mit vielen gelben Schwefelkristalle auf einer Matrix aus Coelestin

Fundort ist die Racalmuto.MIne in Agriganto / Sizilien / Italien

Gewicht ca, 1,42 Kg

Größe ca. 9,0 x 17,5 x 10,0 cm

Bereits in der Antike wurde nördlich und östlich von Agrigent im Dreieck Sciacca-Enna-Gela Schwefel gewonnen. Während im Mittelalter Schwefel hauptsächlich zur Herstellung von Schießpulver benötigt wurde, gewann seit dem 19. Jahrhundert in den Industriestaaten die Herstellung von Schwefelsäure an Bedeutung.

Um 1900 waren in Sizilien 730 Schwefelgruben in Betrieb, die meist im Tagebau betrieben wurden. Hier arbeiteten 38.000 Bergleute (zolfatari) und gewannen 3,4 Millionen Tonnen Fördergut, aus dem 0,54 Millionen Tonnen reinen Schwefels gewonnen wurden. Das waren immerhin 90 % der gesamten Weltproduktion. Die Arbeitsbedingungen blieben von der Antike bis ins 19. Jahrhundert praktisch unverändert und waren von äußerster Härte gekennzeichnet. In einem Bericht von Leopoldo Franchetti und Sidney Sonnino aus dem Jahre 1876 ist zu lesen, dass die von den Großgrundbesitzern abhängigen picconieri (Pickelarbeiter) ihrerseits Kinder anstellten, sogenannte carusi im Alter zwischen 7 und 16 Jahren, die für den Transport der Gesteine verantwortlich waren und bis zu 80 Kilo schleppen mussten. Die veralteten Methoden und die schlechte Ausrüstung führten vielfach zu Schlagwetterexplosionen und weiteren tödlichen Unfällen. Als älteste Bahnstrecke auf Sizilien wurde um 1870 die Bahnstrecke Agrigent–Palermo gebaut, um die Hauptstadt Palermo mit den Bergbaugebieten und der Hafenstadt Porto Empedocle zu verbinden. Aufgrund der unmenschlichen Arbeitsbedingungen waren die zolfatari die ersten, die Gewerkschaften gründeten und sich in den 1890er Jahren massenweise der Bewegung der Fasci siciliani anschlossen. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte jedoch vor allem wegen der zunehmenden billigeren Konkurrenz aus den USA ein Rückgang der Förderung ein.

Bereits 1917 war der Anteil Italiens an der Weltproduktion auf 14 % gefallen, 1965 waren noch 180 Bergwerke in Betrieb, 1983 gab es nur noch 13 Bergwerke. Heute gibt es kein einziges in Betrieb befindliches Schwefelbergwerk in Sizilien mehr.


Details

Kristallform
demonstration stage
Gewicht
1,42 kg
Herkunft (Region/ Stadt)
Agrigento, Sicily
Herkunftsland
Italien
Höhe
9 cm
Breite
17,5 cm
Tiefe
10 cm
DeutschlandVerifiziert
52
Verkaufte Objekte
Privat

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