Ein Terrakotta-Kopf - Ife - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Ein Terrakotta-Kopf aus Ife, Nigeria, 12 cm hoch, 200 g schwer, in fairem Zustand und ohne Ständer.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine kleine terracotta Kopfstatuette aus Nigeria, Ife-Region, länglich und mit sehr feinen, charakteristischen Gesichtszügen.
In der skulpturalen Tradition von Ile-Ife, dem historischen Zentrum der Yoruba-Welt im Südwesten Nigerias. Terracotta-Köpfe aus Ife werden allgemein in die Zeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert n. Chr. datiert und gehören zu den frühesten bekannten Beispielen naturalistischer Porträtkunst in Subsahara-Afrika.
Ife-Terrakotta-Köpfe zeichnen sich durch eine bemerkenswerte formale Kontrolle und Naturalismus aus, auch wenn sie nicht im modernen Sinn Porträts sind. Die Gesichtszüge sind sorgfältig modelliert, mit ausgewogenen Proportionen, feinen Übergängen der Ebenen und einem Schwerpunkt auf ruhigem Ausdruck. Eingekerbte Linien – oft als Abgrenzungen der Narbenbildung, des Verhüllens oder symbolischer Markierungen interpretiert – erscheinen häufig über das Gesicht hinweg. Diese Markierungen sind nicht dekorativ, sondern Indikatoren für Status, Identität oder rituellen Zustand, möglicherweise verbunden mit Herrschaft oder Elitepersönlichkeit.
Mit einer Höhe von 12 cm diente ein solcher Kopf wahrscheinlich eher als rituelles oder gedenkendes Objekt denn als monumental-sgestaltende Skulptur. Die Forschungsgemeinschaft verortet diese Werke in königlichen, hofischen oder heiligen Kontexten, möglicherweise verbunden mit Ahnenverehrung, dynastischer Kontinuität oder Riten im Zusammenhang mit Königtum (ọba). Ihre Bedeutung ergibt sich weniger aus der individuellen Ähnlichkeit als aus der Artikulation idealisierter Autorität, Gelassenheit und spiritueller Legitimität.
Technisch demonstrieren die Terrakotten fortgeschrittene keramische Kenntnisse: feine Tonvorbereitung, kontrollierte Brennung und souveränes Modellieren. Diese technische Raffinesse unterstützt archäologische und historische Belege dafür, dass mittelalterliches Ife eine stark urbanisierte und politisch komplexe Gesellschaft war, integriert in langstreckige Handelsnetze.
Aus akademischer Perspektive veranschaulicht eine Ife-Terrakotta-Kopf eine Konzeption von Skulptur, in der Naturalismus Ideologie dient. Die lebensechte Reproduktion behauptet nicht Individualität, sondern konstruiert ein Bild perfekter menschlicher Gegenwart im Einklang mit göttlicher Königtum und kosmologischer Ordnung. Solche Werke stellen frühere Annahmen über afrikanische Kunst als überwiegend abstrakt in Frage und bleiben zentral in Debatten über Realismus, Symbolik und Staatsbildung im vorkolonialen Afrika.
MAZ09120
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerEine kleine terracotta Kopfstatuette aus Nigeria, Ife-Region, länglich und mit sehr feinen, charakteristischen Gesichtszügen.
In der skulpturalen Tradition von Ile-Ife, dem historischen Zentrum der Yoruba-Welt im Südwesten Nigerias. Terracotta-Köpfe aus Ife werden allgemein in die Zeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert n. Chr. datiert und gehören zu den frühesten bekannten Beispielen naturalistischer Porträtkunst in Subsahara-Afrika.
Ife-Terrakotta-Köpfe zeichnen sich durch eine bemerkenswerte formale Kontrolle und Naturalismus aus, auch wenn sie nicht im modernen Sinn Porträts sind. Die Gesichtszüge sind sorgfältig modelliert, mit ausgewogenen Proportionen, feinen Übergängen der Ebenen und einem Schwerpunkt auf ruhigem Ausdruck. Eingekerbte Linien – oft als Abgrenzungen der Narbenbildung, des Verhüllens oder symbolischer Markierungen interpretiert – erscheinen häufig über das Gesicht hinweg. Diese Markierungen sind nicht dekorativ, sondern Indikatoren für Status, Identität oder rituellen Zustand, möglicherweise verbunden mit Herrschaft oder Elitepersönlichkeit.
Mit einer Höhe von 12 cm diente ein solcher Kopf wahrscheinlich eher als rituelles oder gedenkendes Objekt denn als monumental-sgestaltende Skulptur. Die Forschungsgemeinschaft verortet diese Werke in königlichen, hofischen oder heiligen Kontexten, möglicherweise verbunden mit Ahnenverehrung, dynastischer Kontinuität oder Riten im Zusammenhang mit Königtum (ọba). Ihre Bedeutung ergibt sich weniger aus der individuellen Ähnlichkeit als aus der Artikulation idealisierter Autorität, Gelassenheit und spiritueller Legitimität.
Technisch demonstrieren die Terrakotten fortgeschrittene keramische Kenntnisse: feine Tonvorbereitung, kontrollierte Brennung und souveränes Modellieren. Diese technische Raffinesse unterstützt archäologische und historische Belege dafür, dass mittelalterliches Ife eine stark urbanisierte und politisch komplexe Gesellschaft war, integriert in langstreckige Handelsnetze.
Aus akademischer Perspektive veranschaulicht eine Ife-Terrakotta-Kopf eine Konzeption von Skulptur, in der Naturalismus Ideologie dient. Die lebensechte Reproduktion behauptet nicht Individualität, sondern konstruiert ein Bild perfekter menschlicher Gegenwart im Einklang mit göttlicher Königtum und kosmologischer Ordnung. Solche Werke stellen frühere Annahmen über afrikanische Kunst als überwiegend abstrakt in Frage und bleiben zentral in Debatten über Realismus, Symbolik und Staatsbildung im vorkolonialen Afrika.
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